Artikel der Peiner Allgemeinen Zeitung (PAZ) über Vöhrum und Eixe
Die Radaktion von Vöhrum-online wird in unregelmäßigen Abständen neue Artikel der PAZ über Vöhrum veröffentlichen.
Falls weitere Artikel, auch aus anderen Printmedien, über Vöhrum und seine Bürger hier ihren Platz finden sollen, bitte zu:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
aufnehmen.
Dies gilt ebenso für wichtige, ältere Zeitungsausschnitte zum zeitlichen Geschehen in Vöhrum. Wir kümmern uns um die Digitalisierung und veröffentlichen den Artikel und sichern die Dateien im Digitalen Archiv Vöhrum DigAV.
Zur Schriftvergrößerung können sie, bei vorhandener Funktion, die Strg - Taste ihrer Tastatur unten links drücken und gleichzeitig am Rädchen ihrer Maus drehen.
Link: Peiner Allgemeine Zeitung (PAZ)
August 2009
Mittwoch, 2. September 2009
Scheunenfest mit Hüpfburg
«Peine-Eixe» (azi). Der Ortsverband Vöhrum-Eixe-Landwehr-Röhrse der CDU organisiert ein Scheunenfest. Es beginnt am Sonntag, 6. September, um 15 Uhr auf dem Hof Hancken gegenüber der Eixer Kirche. Mit dabei sind Hüpfburg und Glücksrad sowie Spielmannszugmusik und Kinderschminken.
02.09.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Dienstag, 1. September 2009
Mutprobe mit Schlange im Ökogarten
«Kreis Peine» (pif). So tapfer sind nur kleine Indianer: Vogelspinne und Würgeschlange bekommen Kinder selten zu Gesicht. Am Sonntag, 20. September, von 10 bis 13 Uhr erhalten sie die Gelegenheit. Bei der Veranstaltung aus dem Fahrt-Finderprogramm der Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft können Mädchen und Jungen diese faszinierenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Die Kinderaktion der Tourismusförderung und des Tier- und Ökogartens zeigt, dass diese Tiere nicht nur Respekt verdienen, sondern in der Natur auch wichtige Aufgaben erfüllen. Dabei schlüpfen die Kinder in die Rolle von Indianern. Sie lernen Instinkt und Geschick zu beweisen – und können sich bei einer Mutprobe Schlange und Spinne zum Freund machen. P Tickets für die Kinderaktion gibt’s bis 11. September bei den Tourist-Infos in der Geschäftsstelle der Peiner Allgemeinen Zeitung und im Internet unter www.tourismus-peine.de. Treffpunkt ist der Peiner Tier- und Ökogarten der Gesamtschule in Vöhrum.
01.09.2009 / PAZ Seite 9 Ressort: LOKALES
Montag, 31. August 2009
Zusammenstoß in Vöhrum mit Leichtverletzten
«Peine-Vöhrum» (tk). Gekracht hat es in Vöhrum am Sonnabend um 21 Uhr: Ein 39-jähriger Hannoveraner fuhr mit seinem Mercedes auf der Vöhrumer Straße in Richtung Peine. Da er die Einmündung zur Hannoverschen Heerstraße verpasst hatte, wollte er, sich zu dieser Zeit in der rechten Fahrspur befindend, auf der vierspurigen Fahrbahn wenden. Dabei übersah er den nachfolgenden Audi einer 34-jährigen Peinerin, die mit ihrem Wagen auf der linken Spur in die gleiche Richtung fuhr. Es kam zum Zusammenstoß der beiden Autos. Die Peinerin und ihre beiden Mitinsassen im Alter von 42 und 12 Jahren sowie eine 48-jährige Mitfahrerin aus Peine im Auto des Hannoveraners wurden leicht verletzt. Alle vier wurden nach Behandlung aus dem Klinikum Peine entlassen. Der Audi der Peinerin war nicht mehr fahrbereit und wurde von einem Abschlepp-Unternehmen abgeholt. Bei dem Verkehrsunfall entstand ein Gesamtschaden von etwa 4500 Euro.
31.08.2009 / PAZ Seite 1 Ressort: POLITIK
Grenzenlose Freiheit über den Wolken


«Reger Flugbetrieb herrschte am Wochenende über Peine. Der Segelflugverein Uhlenflug Peine veranstaltete „Tage der offenen Tür“. Hunderte Besucher kamen auf das Vereinsgelände Glindbruchkippe, schauten Kunstflug-Vorführungen zu oder starteten selbst zu Rundflügen. »Von Birthe Kussroll-Ihle «Peine-Telgte.» Ein letzter Blick auf die Instrumente, der Propeller rotiert, dann rollt das Flugzeug „D-EBWG“ über die Wiese, beschleunigt und hebt ab Richtung Peiner Südkreis. An Bord ist Niklas Eckhardt. Der Vierjährige hat seine Oma Christina Brand an der Hand gefasst und blickt gespannt aus der Maschine, als sie abhebt. „Ich habe das Freibad in Gadenstedt gesehen und den Mittellandkanal“, freut sich der Steppke 15 Minuten später nach der Landung, während seine Großmutter hinzufügt: „Wir haben uns spontan zum Mitfliegen entschieden, und in so einem kleinen Flieger sitzt man dichter am Geschehen.“ Ein Eindruck, den viele andere Besucher bestätigen, die das Gefühl von der scheinbar unbegrenzten Freiheit über den Wolken schnupperten. Über Lautsprecher wird das Treiben auf dem Uhlenflug-Gelände kommentiert. Kunstflieger und Fluglehrer Armin Brennstuhl lässt den Zuschauern den Atem stocken, wenn er Kunstfiguren mit Looping, Rolle und Turn fliegt, 180 Grad Kurven liefert und senkrecht im Sturzflug beim einen oder anderen ein Kribbeln im Bauch auslöst. Der Braunschweiger Rolf Hankers präsentiert einen Eigenbau auf der Glindbruchkippe. Vom ersten Blech bis zur letzten Niete hat er seinen „RV 4“-Kunstflieger selbst gefertigt, den Gerko Wende fliegt. Besonderheit ist auch das Turboprop-Flugzeug „Do 128“, das in Braunschweig für Forschungs- und Messzwecke eingesetzt wird und ein Hingucker ist. Täuschend echt auf den ersten Blick sieht das Segelflugmodell „ASW 29“ aus, das mit einer Spannbreite von neun Metern dem großen Bruder optisch schon sehr nahe kommt. Im Hangar zeigt Michael Kletzsch vom Verein der Plastik-Modellbauer-Hannover Maschinen der NASA, wie den Prototyp des Space Shuttle. Anka und Rolf Szeimies müssen derweil mit ihrem Heißluftballon auf dem Boden bleiben, der Wind ist zu stark für eine Ballonfahrt. Trotzdem ist ihr Korb dicht umringt. Helmut Warnecke, zweiter Vorsitzender des Uhlenflug Peine, der bereits zum 16. Mal die Veranstaltung organisiert hat, freut sich über das Zuschauer-Interesse. Er erklärt: „Wir haben immer einige Interessenten nach den Flugtagen, die den Weg in unseren Verein finden.“ Silvia Reschke, die ihre Freundin zu einem gewonnenen Rundflug begleitet, ist seit fünf Jahren Segelfliegerin und kommentiert: „Es ist einfach toll, wie man von ein bisschen warmer Luft hoch getragen wird.“
31.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Samstag, 29. August 2009
Lebendige Kirche
«Peine-Vöhrum» (wu). Lebendig durch Geschichte. Heute ist die Vöhrumer Kirche an der Kirchvorderner Straße von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Geschichte gibt es reichlich zu bestaunen: Der renovierte Klappaltar ist aus dem Jahr 1480 – Amerika wurde erst 1492 entdeckt! Die Kirchenglocke ist von 1744, da marschierte Friedrich II, König von Preußen, gerade in Böhmen ein. Für weitere Fragen rund um die Vöhrumer Kirche stehen die Mitglieder des Männerkreise der evangelischen Kirche Vöhrum zur Verfügung.
29.08.2009 / PAZ Seite 7 Ressort: LOKALES
Aufatmen nach Frieden im Mensastreit

«Erleichterung an Gunzelin-Realschule, Gymnasium am Silberkamp und der Integrierten Gesamtschule in Vöhrum: Doch der Kompromiss im Mensastreit hallt nach. Während sich die Kreis-CDU zufrieden zeigt, fühlen sich die Christdemokraten in der Stadt ein wenig überfahren. »Von Thorsten Pifan «Kreis Peine.» Mit ihrem überraschenden Kompromiss im Mensastreit haben Landrat Franz Einhaus und Bürgermeister Michael Kessler (beide SPD) Erstaunen auf breiter Front ausgelöst. An den drei direkt betroffenen Schulen herrscht Erleichterung, dass die Mensabauten und der Anbau für die Oberstufe der Gesamtschule nun angegangen werden. Völlig überfahren von der Entwicklung ist die städtische CDU. Plett sieht die nächsten Schritte Hintergrund des Streites war die Verteilung der Baukosten für die Mensen an Gunzelin-Realschule, dem Silberkamp-Gymnasium und die Erweiterung der Integrierten Gesamtschule in Vöhrum. Wie genau die Kosten verteilt werden, steht zwar immer noch nicht fest, Landkreis und Stadt vereinbarten aber, ein Gesamtpaket zu schnüren, in dessen Zuge die weiterführenden Schulen in der Stadt vom Kreis übernommen werden. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt Arnim Plett, CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender. Er hatte mehrfach die Übertragung der weiterführenden Schulen an den Kreis gefordert. Plett warnt: „Die Messe ist noch nicht gesungen.“ Plett sieht schon die nächsten Schritte: Das Kreis-Schulamt müsse personell aufgestockt werden. „Es ist wichtig, jetzt die Weichen zu stellen.“ Zudem müsse schnell die Schulentwicklung für den Kreis aufgestellt werden. Völlig überrascht von dem Kompromiss war dagegen Doris Palandt, die die CDU-Stadtratsfraktion führt. Sie bemängelt vor allem, dass sie bisher keine Informationen über den Kompromiss vom Bürgermeister erhalten hat. Sie hat bei Kessler bereits nach einem Termin gefragt. Mit Blick auf die geplanten Veränderungen der Schullandschaft könne die Stadt-CDU nicht „nein“ zu dem Kompromiss sagen. „Wir sind insgesamt noch offen, was die Bewertung der Übertragung der Schulen angeht.“ Von der Tragweite des Kompromisses waren auch die Schulleiter an Gunzelin-Realschule, Silberkamp-Gymnasium und Integrierter Gesamtschule überrascht. Sie zeigten sich aber unisono erleichtert, dass die Projekte an ihren Schulen nun umgesetzt werden. Frank Stöber von der Gunzelin-Realschule sagte: „Bei uns hing nicht nur die Mensa an dem Kompromiss. Wir planen gleichzeitig einen Umbau der Verwaltung, die in einen bisherigen Klassentrakt ziehen soll.“ Zudem brauche die Schule dringend Aufenthaltsräume und der Schallschutz in der Aula müsse angebracht werden.
29.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
„Erziehen als Herausforderung“
«Peine-Vöhrum» (jö). Am Donnerstag, 3. September findet in der Kinder-Tagesstätte „Löwenzahn“ in Vöhrum, Hainwaldweg ab 20 Uhr ein Vortrag statt. Gudrun Wittenberg, ehemalige Leiterin der Hainwaldschule in Vöhrum, trägt Auszüge aus dem Buch „Erziehen als Herausforderung“ von Landesbischöfin Margot Käßmann vor. Im Anschluss besteht die Möglichkeit einer Diskussionsrunde. Der Eintritt ist kostenlos. Das teilte die Vorsitzende des Fördervereins der Kindertagesstätte, Kathrin Feder, mit.
29.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Freitag, 28. August 2009
Beim Bücherleihen kennengelernt

«Peine-Vöhrum.» Lernen kann sich auszahlen: Josef und Bärbel Jakubietz feiern heute ihre goldene Hochzeit – kennengelernt haben sie sich bei einem gemeinsamen Freund, bei dem sich Josef Jakubietz Bücher für die Abschlussprüfung als Maurer auslieh. Vorher hatte der heute 73-Jährige bereits eine Bäckerlehre abgeschlossen. Nachdem es „gefunkt“ hatte, besuchten sie oft gemeinsam die Rotdornschenke und spazierten durch den Herzberg zurück. Doch die Mutter passte auf: „Wenn ich ausgegangen bin, musste ich immer um 19 Uhr zu Hause sein“, erinnert sich die 68-Jährige. Nach ihrer Hochzeit lebten sie zunächst in einem kleinen Zimmer bei einem Bauern in Vöhrum. Dort kamen auch Tochter Sabine und die Zwillinge Heike und Andreas zur Welt. Als vorgezogenes Geschenk fuhren sie jetzt mit ihren Eltern für eine Woche Familienurlaub nach Cuxhaven. azi/azi
28.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
SPD-Sommerfest
«Peine-Vöhrum» (mu). Das Sommerfest der SPD Vöhrum-Eixe-Röhrse findet am 29. August ab 15 Uhr im Dorfpark hinter dem ehemaligen Rathaus, Kirchvordener Straße in Vöhrum statt. Für die Kinder werden Hüpfburg und Kinderschminken angeboten. Der Vöhrumer Spielmannszug begleitet das Fest. Es gibt selbst gebackenen Kuchen, Kaffee, Bier- und Bratwurst. Der Peiner Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil hat sein Kommen zugesagt.
28.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Donnerstag, 27. August 2009
„Stadt muss sich an Gesamtschule beteiligen“
«Peine »(tk). Immer skurrilere Formen nimmt laut der Peiner Grünen der Streit zwischen Landrat Franz Einhaus und Bürgermeister Michael Kessler (beide SPD) um den Anbau der Integrierten Gesamtschule Vöhrum und die beiden Mensen für die Gunzelin-Realschule und das Gymnasium am Silberkamp an. Grünen-Fraktionschef Günter A. Miehe kritisiert: „Mal gibt es eine Einigung, dann wieder nicht. Vorwürfe werden von beiden Seiten erhoben. Aber das Entscheidende: Dieser Streit wird auf dem Rücken von Tausenden Schülern ausgetragen. Dieser Streit muss beendet werden.“ „SPD hat diese Schule gewollt“ Die SPD im Stadtrat habe gemeinsam mit den Grünen eine Gesamtschule in Vöhrum gewollt. Die sehr erfolgreiche Schule besitze endlich auch die Sekundarstufe II und erhöhe die Zahl der Abiturienten im Landkreis. Sie nimmt laut Miehe „viele Schüler der Stadt auf und entlastet erheblich die Peiner Gymnasien“. Der Fraktionsvorsitzende betont: „Die Stadt muss sich daher an der Gesamtschule beteiligen.“ Die Verwaltungen würden durch ihr Taktieren auch den Bau von Mensen für die Gunzelin-Realschule und für das Gymnasium am Silberkamp gefährden. „Beide brauchen diese Mensen aber dringend. Wir erwarten, dass Stadt und Landkreis sich an den Kosten angemessen beteiligen und die Schüler der Stadt nicht im Regen stehen lassen“, sagt Miehe.
27.08.2009 / PAZ Seite 11 Ressort: LOKALES
Dienstag, 25. August 2009
Kurzarbeit bei Pelikan?
«Peine-Vöhrum» (de). Die Gerüchteküche brodelt: Angeblich plant Pelikan im Vöhrumer Werk Kurzarbeit. „Es gibt zu dem Thema Kurzarbeit keine detaillierten Aussagen“, entgegnete gestern die Pressesprecherin des Unternehmens in Hannover, Simone Bahrs, auf PAZ-Anfrage. „Zurzeit finden Überlegungen bei Pelikan statt, von September bis November für Teile der Produktion in Vöhrum bis zu sechs Tage je Monat Kurzarbeit anzumelden und in der Woche vor Weihnachten – soweit möglich – im gesamten Werk kurz zu arbeiten.“ Hintergrund sei die rückläufige Geschäftslage in Europa. „Erste vorbereitende Gespräche mit dem Betriebsrat und der Agentur für Arbeit sind angelaufen“, sagte Bahrs.
26.08.2009 / PAZ Seite 1 Ressort: POLITIK
Montag, 24. August 2009
Heftiges Löffelklappern für die Eixer Majestäten

«Peine-Eixe» (azi). Applaus im Stehen und rhythmisches Löffelklappern: So werden in Eixe die Majestäten zum Königsfrühstück empfangen. Besonders die Junggesellschaft begrüßte ihren König Hendrik Raabe lautstark. Etwa 200 Gäste waren gestern im Festzelt, darunter auch die Brüder Martin und Matthias Härke, die ein 50- Liter-Fass spendeten. Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) ging in seiner Rede vor allem auf die Folgen der Wirtschaftskrise für die Stadt ein: „Wir sind überdurchschnittlich betroffen, der Rückgang liegt bei 50 Prozent. Trotzdem bleibt es in Peine bei einer soliden Haushaltspolitik. Wir fangen nichts an, was ‚Schuldenspirale’ heißt!“ Als Investition in die Zukunft beschrieb er den Kauf von Laptops für die Grundschulen der Stadt. Hinsichtlich einer weiteren Nutzung des ehemaligen Hertie-Gebäudes hielt sich Kessler bedeckt: „Wir müssen abwarten, was der Eigentümer macht. Im Moment sind wir nicht handlungsfähig.“ Ewald Werthmann, SPD-Ortsbürgermeister von Vöhrum, Eixe, Landwehr war wegen einer Familienfeier verhindert. Sein Stellvertreter Heinz Schäfer (SPD) freute sich darüber, dass die Stühle und Tische im Dorfgemeinschaftshaus nun endlich vollzählig ausgetauscht worden seien. Auch die Aktion „Sportlichster Ort in Niedersachsen“, bei der Eixe mit 4200 Stimmen den dritten Platz belegte, sei ein wichtiges Ereignis im Ortsleben gewesen.
24.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Samstag, 22. August 2009
Hornbostel und Jahn sind Gartenkönige

Ihr Sommerfest haben die Gartenfreunde vom Kleingärtnerverein Erholung in Vöhrum bei sommerlichen Temperaturen gefeiert. Dabei ging es bei den kleinen Gartenfreunden mit Hüpfburg, Schminken, Schatzsuche, Wasserspiele mit der Freiwilligen Feuerwehr Vöhrum und der Kinderdisco hoch her. Abends gab es Tanz für die Erwachsenen. Und beim traditionellen Katerfrühstück wurden die schönsten Gärten ausgezeichnet, die Könige proklamiert und ein Umzug durch die Anlage gestartet. Die Sieger (von links): «Margarethe Biewald» (bester Garten), «Brigitte Giere »(Zweiter Platz beim Schießen der Damen), «Günter Hoyer» (Zweiter Platz beim Schießen der Männer), «Gartenkönig Jürgen Hornbostel»«, Gartenkönigin Doris Jahn», Vorsitzender «Manfred Jahn» und «Anne Pawelczyk» (Dritter Platz beim Schießen der Damen). tk/privat
22.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Familientag der Handwerker
«Peine-Vöhrum» (pif). Die Kreishandwerkerschaft Peine lädt zum Handwerkerfamilientag auf der Bogensportanlage des Schützenvereins Telgte, Vöhrumer Straße ein. Geboten werden Leuchtpunktgewehrschießen, Torwandschießen, Zauberer, Hüpfburg, Entenangeln, Kinderbelustigung. Speisen und Getränke stehen bereit. Willkommen sind nicht nur Handwerker und ihre Famlien, sondern auch die Mitarbeiter, Freunde und Bekannte. Die Veranstaltung am Sonntag, 23. August, beginnt um 11 Uhr
22.08.2009 / PAZ Seite 11 Ressort: LOKALES
CDU-Ehrenmitgliedschaft für Kessler!“

«Eine ungewöhnliche Liaison sieht CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Arnim Plett zurzeit mit dem sozialdemokratischen Peiner Bürgermeister Michael Kessler: Im Mensastreit sehen beide die Lösung in der Übernahme der weiterführenden Schulen durch den Kreis. »Von Thorsten Pifan «Kreis Peine.» „Der neu entfachte Mensastreit geht nur zulasten der Bürger und vor allem der Schüler“, schimpft CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Arnim Plett. Nach einem offenbar vorzeitig verkündeten Kompromiss zwischen Stadt und Landkreis in der vergangenen Woche, ging der Streit in dieser Woche in eine neue Runde. Hintergrund ist der seit Monaten schwelende Streit um den Bau der Mensen für die Gunzelin-Realschule, das Silberkamp-Gymnasium und die Erweiterung der Integrierten Gesamtschule. Es geht dabei ganz profan um die Baukosten. Zuletzt sollte sich die Stadt an der Erweiterung der Gesamtschule beteiligen, dann aber endgültig aus der Verantwortung entlassen werden. Die Stadt zahlt derzeit jährlich etwa 90 000 Euro der laufenden Kosten. Die Fronten – auch innerhalb der Sozialdemokraten im Peiner Land – scheinen verhärtet. Plett wirft der SPD in Stadt und Landkreis daher Führungslosigkeit vor. „Ihnen fehlt eine Person auf dem Kutschbock“, betont der Christdemokrat. In der SPD sei derzeit niemand zu erkennen, der die Dinge zusammenführe. Der geplatzte Kompromiss war auch nicht im Sinne Pletts. „Wenn die Stadt einmalig zirka 630 000 Euro aufbringt, um sich an der Erweiterung zu beteiligen, damit aber von den jährlichen Unterhaltungskosten befreit wird, rechnet sich das nach weniger als zehn Jahren“, sagt er. Das Angebot der Stadt nennt er daher „eine Provokation“. Dass Kessler das Platzen des Kompromisses bedauert, bezeichnet Plett deswegen als „beinahe zynisch“. Nach seiner Rechtsauffassung ist die Stadt Schulträger der Oberstufe der Gesamtschule. Nur für die Klassen fünf bis zehn habe der Landkreis die Schulträgerschaft. So regele es ein Vertrag aus dem Jahr 1986 und eine Ergänzung aus dem Jahr 2000. Trotzdem scheinen sich SPD-Bürgermeister und CDU-Oppositionsführer auf Kreisebene in einer Sache sehr nahe zu stehen. Das betont Plett gegenüber der PAZ: „Wenn ich mir Kesslers Argumente zur Lengeder Gesamtschule anschaue, wo er auf die fehlende Schulentwicklung hinweist, möchte ich ihm fast die Ehrenmitgliedschaft in der CDU-Kreistagsfraktion anbieten.“ Das seien Ohrfeigen für die Kreis-SPD. Die Lösung liegt laut Plett darin, dass der Kreis die Schulträgerschaft auch für die weiterführenden Schulen im Stadtgebiet übernimmt. „Es ist sinnvoll, wenn wir Politik aus einer Hand machen können.“ Das gelte dann auch für den Zuschnitt der Schuleinzugsbezirke. „Nur wenn die Stederdorfer Schüler langfristig in Edemissen zur Schule gehen, kann der Standort gesichert werden“, argumentiert Plett. Das ginge aber nur, wenn der Kreis dafür auch die Verantwortung trage. Dass Kessler eine ähnliche Lösung bereits angedeutet habe, sieht er als positiv und findet schon wieder eine Nähe zum Bürgermeister. P Wie beurteilen Sie den Streit um die Schulbauten? Sagen Sie uns Ihre Meinung auf www.paz-online.de im Internet.

22.08.2009 / PAZ Seite 13 Ressort: LOKALES
Schulträgerschaft
Hintergrund
Die Stadt Peine ist für die weiterführenden Schulen auf ihrem Gebiet Schulträgerin. Das ist zwischen Stadt und Landkreis in einem Vertrag aus dem Jahr 1986 geregelt. Für alle anderen weiterführenden Schulen im Peiner Land ist der Landkreis zuständig. Für die Integrierte Gesamtschule gibt es eine Sondervereinbarung aus dem Jahr 2000. Danach hat der Landkreis die Trägerschaft der Klassen fünf bis zehn. Für die Oberstufe gibt es keine Regelung. Daher tritt in diesem Fall wieder die Stadt Peine als Schulträger auf, weil der Vertrag aus dem Jahr 1986 gilt. Das ist die Rechtsauffassung im Kreishaus laut einem internen Papier, das der PAZ vorliegt. Auch der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Arnim Plett vertritt diese Ansicht: „Und wenn die Stadt Peine Schulträgerin ist, muss sie – nach diesem Vertrag – auch für die Kosten einer Erweiterung aufkommen.“ Wenn nicht der Schulträger einen Anbau bezahle, wer denn sonst? pif
22.08.2009 / PAZ Seite 13 Ressort: LOKALES
Freitag, 21. August 2009
Kessler bedauert, dass der Kreis IGS-Lösung ablehnt
«Peine» (tk). Enttäuscht zeigt sich Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) von der Forderung des Landkreises, dass die Stadt weiter die Trägerschaft der Integrierten Gesamtschule Vöhrum IGS innehaben soll. Vorher hatte es einen heftigen Streit um die Finanzierung der Gesamtschule-Erweiterung und zweier Schulmensen gegeben. Kessler sagt der PAZ: „Ich bedauere, dass der vernünftige Kompromissvorschlag der Stadt politisch vom Landkreis nicht gewollt ist. Wenn das so ist, kommen die ursprünglichen Vereinbarungen zum Tragen. Das heißt, die Stadt bleibt gemäß den bestehenden Verträgen im Boot der Gesamtschule Vöhrum, und der Landkreis finanziert die Mensa der Gunzelin-Realschule voll sowie die Mensa des Silberkamp-Gymnasiums zur Hälfte.“ Die Stadt hätte gerne eine klare Trennung gesehen, denn gemeinsame Verantwortung sei ein Quell ständigen Ärgernisses. Deshalb habe der Gesetzgeber ja auch keine gespaltene Schulträgerschaft zugelassen – „Schulträger der Gesamtschule ist der Landkreis“. Die Stadt habe deshalb schon vor längerer Zeit Gespräche über eine Übernahme der weiterführenden Schulen durch den Kreis angeboten. „Hier könnte der Schlüssel zum Erfolg liegen“, betont der Bürgermeister.
21.08.2009 / PAZ Seite 7 Ressort: LOKALES
Am Sonnabend werden die neuen Majestäten proklamiert

Gleich drei Tage lang, nämlich von heute bis Sonntag wird in Eixe das traditionsreiche Schützenfest gefeiert. Der Startschuss für das dreitägige Vergnügen fällt heute um 17.45 Uhr mit dem Antreten der Damen und dem anschließenden Abholen der noch amtierenden Königin. «Freitag, 21. August:» 17:45 Uhr: Antreten der Damen / Abholen der Königin, Ausschank auf dem Zelt beginnt 18:45 Uhr: Antreten Fahnenabordnung zum Fahnenabholen 19:15 Uhr: Kleiner Umzug 20 Uhr: Tanz mit DJ Christian Boy 21:30 Uhr: Verleihung des Grünen Bandes und des Unternehmerpokals «Sonnabend, 22. August:» 13:30 Uhr: Großer Umzug mit Abholen der Könige 16 Uhr: Adjutantenrede auf dem Schulhof anschließend Rückmarsch aufs Zelt (Kinderfahrten) 20 Uhr: Tanz mit den Happy Albatros (Eintritt 5 Euro) 21:30Uhr: Proklamation (Schüler, Damen, Altschützen, Junggesellen, Promille) «Sonntag, den 23. August:» 12 Uhr: Königsfrühstück 15:30 Uhr: Bunter Umzug mit Scheibenannageln dazwischen Abendbrotpause 20 bis 23 Uhr: Tanz mit Happy Albatros Sicherlich wird auch in diesem Jahr das Königsfrühstück zu den Höhepunkten des Schützenfestes gehören. Es beginnt am Sonntag um 12 Uhr. Auf dem Speiseplan stehen eine Hochzeitssuppe, Schweine- und Putenbraten mit Rotkohl, buntem Gemüse sowie Kartoffeln. Als Nachtisch gibt es dann leckeres Eis. Pro Person ist ein Kostenbeitrag von 13 Euro zu zahlen, Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren sind mit 6,50 Euro dabei. Essenmarken können bei Heike Kuchenbuch, Im Reiherbusch 10, erworben werden, darüber hinaus gibt es diese Karten auch im Festzelt. (hh) Fotos: Heuer
 
21.08.2009 / PAZ Seite 9 Ressort: KOLL
Strandparty mit Hubertus Heil
«Peine-Eixe» (pif). Jetzt wird’s heiß, versprechen die Jusos im Peiner Land. Das junge Wahlhelfer-Team veranstaltet am morgigen Sonnabend am Eixer See eine Strandparty. Einer der Gäste ist der ehemalige Juso und heutige SPD-Generalsekretär und Peiner Bundestagsabgeordnete Hubertus Heil. Speisen und Getränke stehen bereit. Es ist eine Tretbootregatta geplant. Treffpunkt ist an der Gaststätte. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.
21.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Donnerstag, 20 August 2009
Gesamtschule: „Stadt Peine soll im Boot bleiben“
«Peine-Vöhrum» (tk). Überraschende Wendung: Weiteren Abstimmungsbedarf gibt es zwischen Stadt und Landkreis Peine hinsichtlich einer Finanzierung der Mensen am Silberkamp-Gymnasium und an der Gunzelin-Realschule sowie des Erweiterungsbaus der Integrierten Gesamtschule Vöhrum. Während der Kreis die Gunzelin-Mensa aus der Kreisschulbaukasse komplett und den Bau am Silberkamp-Gymnasium zur Hälfte mitfinanzieren möchte, ist die Stadt nur dann zu einer finanziellen Unterstützung des Gesamtschulanbaus bereit, wenn sie dafür komplett aus zukünftigen finanziellen Verpflichtungen entlassen wird. „Trägerschaft fortführen“ Laut Kreis-Sprecher Henrik Kühn sieht es der Vertrag zwischen beiden Kommunen so vor, „dass sich die Stadt an 30 Prozent der jährlichen Betriebskosten mit einem von der Anzahl der städtischen Gesamtschüler abhängigen Anteil beteiligt“. 2007 mussten beispielsweise 630 000 Euro für den Betrieb und die Verwaltung der Schule bezahlt werden. Davon übernahm der Kreis 541 000 Euro, die Stadt Peine steuerte rund 89 000 Euro bei. Der Landkreis möchte laut Kühn mit der Stadt diese Trägerschaft fortführen. Begonnen hat das „ertragreiche Zusammenwirken“ bereits 2000 mit der Beteiligung an den Investitionskosten für die Gesamtschule. Der Grund dafür sei: Etwa die Hälfte der Gesamtschüler kommt aus dem Stadtgebiet.
20.08.2009 / PAZ Seite 1 Ressort: POLITIK
Brütend heiß, brutal eng

«Manchmal fühlt sich Lisa Kristin Werkmeister wie das fünfte Rad am Wagen oder eben die vierte Schülerin an einem Dreiertisch. Auf jeden Fall hatte die Schülerin der elften Klasse der Integrierten Gesamtschule Vöhrum keinen eigenen Platz zum Lernen. Für die 28»« Schüler der Klasse standen nur 27»« Plätze zur Verfügung – bis gestern. »Von Thorsten Pifan «Kreis Peine.» Die Raumnot an der Integrierten Gesamtschule in Vöhrum ist erdrückend: Seit Beginn des Schuljahres stehen zwei Container-Klassenzimmer auf dem Schulhof. Zwei weitere Klassen haben von den Berufsbildenden Schulen Nachbarschaftshilfe angenommen und belegen dort zwei Räume. Allerdings funktioniert das noch nicht ohne Reibungsverluste – um es freundlich zu formulieren. Lisa Kristin Werkmeister, Schülerin der Klasse 11.3, beklagte sich zum Beispiel öffentlich darüber, dass sie nicht einmal einen Platz zum Lernen hätte. In ihrer Klasse sind 28 Schüler, im Klassenzimmer an den Berufsbildenden Schulen gibt es aber 27 Plätze. Lisa Kristin hat sich mit an einen Dreiertisch gedrängt. Ausgerechnet beim Pressetermin mit der Schulklasse taucht plötzlich der Hausmeister auf und bringt einen weiteren Tisch. „Hier wurde noch ein Tisch bestellt“, sagt er und schiebt ihn samt zwei Stühlen ins Klassenzimmer. „Nun blockiert der Tisch den Fluchtweg“, kommentiert Lehrer Marc Elsasser trocken, ist aber zuversichtlich, dass sich in dem engen Zimmer noch ein Platz für den Tisch und damit für Lisa Kristin finden wird. Der Tisch ist übrigens bereits am Montag bestellt worden. Die anderen Schüler beklagen, dass sie von den Lehrern der Berufsbildenden Schulen nicht in die Flure des Schultraktes gelassen werden, in dem sie Unterricht haben. „Die Berufsschüler dürfen in Pausen und Freistunden nicht in die Flure“, sagt Susanne Pavlidis, Leiterin der Gesamtschule. Das sei eine Regel an der Nachbarschule und zu respektieren. Entsprechend dürfen die Schüler nur mit ihren Lehrern in die Klassenräume – oder wenn sie einen Schülerausweis vorzeigen. Doch im Klassenraum gehen die Probleme weiter. Weil die 11.3 in einem umfunktionierten Physikraum sitzt, sind die elektrischen Anschlüsse und auch das Wasser abgeschaltet. „Wenn wir uns Material aus dem Internet besorgen wollen, müssen wir rüber in die Gesamtschule“, klagt einer der Schüler. Brütend heiß ist es gleichzeitig bei einer anderen elften Klasse im Container-Klassenzimmer. Dort haben die Schüler die Notausgangstür geöffnet, was eigentlich nicht erlaubt ist. „Aber dann weht hier ja gar kein Lüftchen“, sagt Lehrer Andreas Hellmann und unterstützt seine Schüler. Die klagen zum Beispiel darüber, dass Mitschüler in der Mittagspause – wenn die elfte Klasse Unterricht hat – mit Bällen gegen die Container werfen. „Was nicht gerade die Konzentration fördert“, kommentiert ein Schüler.

20.08.2009 / PAZ Seite 9 Ressort: LOKALES
Tierischer Besuch aus Afrika: Mona und Lisa

Von Simon Polreich «Peine-Vöhrum». Es wird auch der „lebendige Rasenmäher genannt“ und hat noch einen weiteren praktischen Vorteil: Bei diesem Schaf „entfällt die Wollschur“, juxt Betina Gube vom Ökogarten der Integrierten Gesamtschule Peine in Vöhrum, mit dem die PAZ das Tier des Monats präsentiert. Im Monat August ist es das goldig-braune Kamerun-Schaf. Zwei Exemplare gehören seit einiger Zeit zur kleinen Herde des Tier- und Ökogartens der Schule. Mona und Lisa – so heißen die beiden „Kamerun-Mädchen.“ Die kurzhaarigen Schafe demonstrieren im Unterricht ein weiteres Ziel der Haustierzüchtung: Das kleine, genügsame Tier, das Fleisch, Fell, Milch, Horn und Knochen liefert, ähnelt noch sehr den „Urschafen“, denen der Mensch erst später die dicke Wolle angezüchtet hat. In Afrika, der Heimat dieser Tiere, in der Sommerwärme und der Savanne mit dornigem Strauchwerk ist diese kurze Fellvariante sinnvoll. Im afrikanischen Winter schütz dann dichte Unterwolle vor dem Wetter, hier in Deutschland benötigen diese Tiere aber einen wärmenden Unterstand. Die Widder dieser Rasse bekommen eine eindrucksvolle, dichte Mähne, die fast den Boden berührt. Sie ähneln damit sehr den Mufflons aus Europa. Die Zwillinge Mona und Lisa müssen sich erst langsam an ihre großen Herdengenossen gewöhnen, von denen Leonie, die Chefin und „Merino-Variante“, fast doppelt so groß ist wie sie. „Wir hoffen auf eine zügige Eingewöhnung der zwei, damit alle Besucher sich selbst von der ganz anderen Decke, also dem Fell, dieser Schafrasse überzeugen können“, sagt Gube. „Nicht selten werden sie deshalb für Ziegen gehalten, obwohl das unseren Besuchern auch mit den einheimischen Schafrassen passiert“. Nur weil ein Tier Hörner trage und die Größe einer Ziege hat, sei es noch lange keine. Bei den Kamerunern sind die Muttertiere hornlos. Nur die Böcke besitzen den schönen gebogenen Kopfschmuck.
20.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Mittwoch, 19. August 2009
Schülerin: Kein eigener Tisch im Klassenraum
«Peine» (pif). Ernstes Anliegen, aber die falsche Adresse: Eine Schülerin der Integrierten Gesamtschule fragte gestern im städtischen Schulausschuss, warum sie in ihrem Klassenraum keinen eigenen Tisch zum Lernen hätte. In der Vöhrumer Schule herrscht zurzeit große Raumnot, daher müssen zwei Klassen in die benachbarten Berufsbildenden Schulen ausweichen. Dazu gehört auch die Klasse 11.3, die die Schülerin besucht, die gestern aus Interesse die Sitzung verfolgte und dabei die Frage stellte. Die Mitarbeiter der Stadt und auch die Politiker waren erschüttert, verwiesen für die Zuständigkeit aber an den Landkreis und den dortigen Schulausschuss. Die Stadt will etwa 9,4 Millionen Euro in die Hand nehmen, um in die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu investieren. Das teilte der Erste Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey mit. Knapp zwei Millionen Euro fließen in den Neubau und die Erweiterung der Kindertagesstätte Löwenzahn in Vöhrum. Dort soll ein zweigeschossiger Anbau erfolgen. Je etwa 1,5 Millionen Euro fließen in die Fröbelschule und die Gunzelin-Realschule. Für die energetische Sanierung der Sporthalle der Eichendorffschule sind 530 000 Euro eingeplant, für den Umbau der katholischen Kirche in Stederdorf zu einer Kinderkrippe gibt die Stadt 1,2 Millionen Euro aus. 35 000 Euro sind für die Unterstützung bedürftiger Personen eingeplant. Damit sollen sie Ermäßigung bei kulturellen Veranstaltungen bekommen und vergünstigt die Schwimmbäder nutzen können.
19.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Dienstag, 18. August 2009
Vöhrum: Rollerfahrerin schwer verletzt

«Peine-Vöhrum». 22-Jährige im Klinikum, Roller Totalschaden: Um 15.05 Uhr kam es gestern auf der Straße „Zur Bergermühle“ in Vöhrum zur Karambolage zweier motorisierter Zweiräder. Laut Polizei wollte eine 22-jährige Rollerfahrerin, die in Richtung Eixe unterwegs war, nach links auf einen Hof abbiegen. Da überholte sie ein 17-Jähriger aus Edemissen mit seinem 80-Kubik-Kleinkraftrad und kollidierte mit der Frau. Sie kam zu Fall, dem 17-Jährigen passierte nichts. Die 22-Jährige musste ins Klinikum und sollte dort auch über Nacht bleiben. Ihr Fahrzeug wurde als wirtschaftlicher Totalschaden eingestuft. de/cb
18.08.2009 / PAZ Seite 7 Ressort: LOKALES
Jugend-Ausschuss tagt heute
«Peine »(tk). Die Errichtung einer Kinderkrippe in der Vöhrumer Kindertagesstätte Löwenzahn ist ein Thema des städtischen Ausschusses für Jugend, Senioren, Kultur und Soziales, der heute tagt. Los geht es ab 17 Uhr im großen Besprechungsraum des Rathauses.
18.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Fit in Vöhrum: Zertifizierung der BBS

«Peine.» Das Netzwerk „Gesunde Kinder im Landkreis Peine“ hat die Berufsbildenden Schulen ausgezeichnet. Anlass ist die Arbeit des Teams „Abteilungsübergreifende Ernährung“ unter der Leitung von Oberstudienrätin Heidrun Weidenbach. Ziel dieses Teams ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei speziellen Veranstaltungen Freude an Bewegung und zusätzliches Wissen über eine gesündere Ernährung zu vermitteln. So wird an den Berufsbildenden Schulen die letzte schulische Chance genutzt, diese Zielgruppe zu erreichen. Am Donnerstag, 20. August, wird zu diesem Zweck ein Projekttag veranstaltet. Im Rahmen einer Teamsitzung wurde Weidenbach (Mitte) das Zertifikat nebst 100 Euro durch Dieter Schulze (links) und Dietmar Kurz (rechts) vom Netzwerk „Gesunde Kinder“ überreicht. azi/privat
18.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Dosen, Kleinkunst und tausend Brötchen

«Peine-Eixe» (azi). Manche Dinge brauchen etwas länger: Die Eixer Mühle kann mittlerweile auf eine etwa tausendjährige Geschichte zurückblicken. Nach all dieser Zeit wurde am Wochenende nun das vermutlich erste Mühlenfest gefeiert. Bei schönstem Sommerwetter kamen mehr als 3000 Gäste auf dem fußballfeldgroßen Gelände zusammen. Mühlenbesitzer Bernd Goedecke und Lebensgefährtin Ines Merkel hatten ein umfangreiches Kinderprogramm mit Hüpfburg, Dosenwerfen, Kinderschminken und Torwandschießen zusammengestellt. Außerdem boten 17 Kunsthandwerker verschiedene Waren an. Mit dabei: Ölgemälde, chinesische Perlenketten, Drechselarbeiten und selbst gemachtes Spielzeug. Historisch Interessierte konnten sich von Goedecke in die Geschichte der Eixer Wassermühle entführen lassen. Gegründet wurde diese vermutlich 1004 durch Bischof Bernward von Hildesheim. Seit mehreren Jahrzehnten dient sie mittlerweile der Stromgewinnung. Insgesamt zeigte sich Merkel mit dem Erfolg des Festes mehr als zufrieden: „Ich habe nicht annähernd mit so vielen Leuten gerechnet. Bis 18 Uhr haben wir 5000 Liter Bier und fast 1000 Brötchen verkauft.“ Der Erlös des Festes geht in die Anschaffung einer neuen Turbine. Die alte stammt noch aus dem Jahr 1964 und muss demnächst ersetzt werden. Aufgrund der regen Nachfrage wurde das nächste Mühlenfest bereits für Sonntag, 15. August 2010, festgesetzt.
18.08.2009 / PAZ Seite 9 Ressort: LOKALES
Samstag, 15. Aug. 2009
Mühlenfest in Eixe
«Peine-Eixe» (wos). Ein Mühlenfest findet morgen von 10 bis 18 Uhr an der Mühle in Eixe statt. Es gibt Kleinkunst und andere Verkaufsstände, außerdem zu essen und zu trinken.
15.08.2009 / PAZ Seite 11 Ressort: LOKALES
Spendenwoche mit Kirchenmaus
«Peine-Vöhrum» (azi). Qualität ist nicht immer günstig. Für ihre Musik muss die Kirchengemeinde Vöhrum pro Jahr insgesamt 10 000 Euro aufbringen. Dafür setzt sie mittlerweile auf Fundraising – und eine Spendenwoche. Diese beginnt morgen um 10.15 Uhr mit einem Gottesdienst unter dem Motto „Nicht kleckern, sondern klotzen“. Am Montag, 17. August, findet ab 19 Uhr eine offene Probe des Kirchen- und Posaunenchores statt, je nach Wetter unter freiem Himmel oder im Gemeindehaus. Am Mittwoch, 19. August, tritt dann ab 18 Uhr das Maskottchen der Spendenwoche in Aktion: Charly, eine Maus, die in der Vöhrumer Orgel wohnt. Sie erklärt ihrem jungen Publikum die Funktionsweise des Instruments. Zwei Tage später, am Freitag, 21. August, findet um 19 Uhr eine liturgische Vesper mit dem Kirchenchor statt. Am Sonnabend, 22. August, wird bei einer Kinderkirche Musik gemacht. Abschluss und Höhepunkt der Spendenwoche bildet das Gemeindefest am Sonntag, 23. August, ab 11 Uhr.
15.08.2009 / PAZ Seite 13 Ressort: LOKALES
Freitag, 14. August 2009
Neuapostolisches Kinderfest
«Peine-Vöhrum» (azi). Ein überregionales Kinderfest beginnt morgen um 10 Uhr auf dem Sportplatz der Berufsbildenden Schulen. Ausrichter ist die Neuapostolische Kirche. Unter dem Motto „Gott ist da – Ich freue mich und bin fröhlich!“ werden etwa 300 Kinder erwartet. Neben Fußballturnier und Luftballonstart sind auch Biblischer Basar, verschiedene Märchenstunden und Musikworkshops Teil des Programms.
14.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
„Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten?“

Von Dr. Nicole Laskowski «Peine-Vöhrum.» Weihnachten im August – bei sommerlichen Temperaturen, vielleicht gerade von südlichen Badestränden zurück schon an Schnee und Schoko-Nikoläuse denken? Warum nicht, wenn es für einen guten Zweck ist? „Beim morgigen Mitmachtag möchten wir schon einmal den Weihnachtsmarkt in Telgte vorbereiten. Damit kann man nie früh genug anfangen“, erklärt Manuela Mehrtens schmunzelnd das ungewöhnliche Motto. Die 45-jährige Mutter von Zwillingstöchtern engagiert sich seit drei Jahren im Ökogarten der Integrierten Gesamtschule Peine. Damals wollte Tochter Hanna gern ein Haustier haben. „Ich war dagegen, hatte aber gehört, dass man im Ökogarten Tiere ausleihen kann“, erinnert sich Manuela Mehrtens an die Anfänge ihres Engagements. Seitdem besucht sie regelmäßig einmal pro Woche mit ihrer Tochter den Ökogarten. Hanna führt dann den Hund spazieren oder versorgt die Kaninchen. Zwillingsschwester Stina hilft eher bei den offenen Sonntagen und verkauft Pflanzen oder Kuchen. „An den Tagen bin ich dann auch meistens mit hier, backe Waffeln oder kümmere mich um den Verkauf. Die meisten Leute wissen gar nicht, dass der Ökogarten von Spenden lebt. Mit dem Geld, das an den offenen Sonntagen eingenommen wird, werden Futter- und Tierarztkosten für die mehr als 100 Tiere erwirtschaftet“, weiß Manuela Mehrtens. Dabei soll auch der Erlös des Weihnachtsmarktes in Telgte helfen. Dort sollen Kräutertee und Salzmischungen verkauft werden. Außerdem werden noch selbst gefilzte Tierspielzeuge, Marmeladen und viele weitere schöne Dinge angeboten. „Diese möchten wir am 15. August gemeinsam mit möglichst vielen Helfern herstellen“, sagt Manuela Mehrtens. Dabei hoffe man auf Interesse, sich auch über den Mitmachtag hinaus im Ökogarten zu engagieren. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig. „Wir brauchen immer Helfer, die sich um Pflanzen und Tiere kümmern, nehmen aber auch gern Kuchenspenden zu den Tagen der offenen Tür“, erklärt Betina Gube, Leiterin des Ökogartens. Wichtig sei Verlässlichkeit. Einsatztage und Zeiten sind frei gestaltbar, weil Helfer eigentlich immer gebraucht werden. Besondere Fähigkeiten sind nicht erforderlich. „Unkraut zupfen oder Obst pflücken kann jeder und wir geben am Anfang auch gern eine Einweisung in die komplizierteren Tätigkeiten“, sagt Gube. l Wer beim Mitmachtag am morgigen Sonnabend, 15. August, zwischen 10 und 15 Uhr im Ökogarten bei der Vorbereitung des Weihnachtsmarktes helfen möchte, kann sich bei Tanja Bremer von der Freiwilligen-Agentur des Paritätischen unter Telefon 05171 / 582777 anmelden.
14.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Die Einschulung hat am Samstag, 8. August in der Hainwaldschule stattgefunden


Donnerstag, 13. August 2009
Polizeinotizen
«In Vöhrum, Posener Straße», wurde ein VW mit Ladepritsche, Kennzeichen HH-KL 2669, von einem Grundstück gestohlen. Der Schaden beträgt nach Polizeiangaben ungefähr 31 500 Euro.
13.08.2009 / PAZ Seite 9 Ressort: LOKALES
Mittwoch, 12. August 2009
Wann kracht’s endlich?

Es ist klar, dass unsere Stadt ein paar Verkehrsprobleme hat. Dazu zählt wohl, wie ich meine, auch die Strecke Vöhrum – Peine, wo man hier in Telgte dann auch auf der Fahrspur parken kann. Für Fußgänger wurd` da gepflegt eine Ampel angelegt und man fährt da im Verlauf auch bei Rot zweispurig auf. Gleich dahinter parkt seit Tagen aber schon der erste Wagen. Nun versucht man unbenommen irgendwie nach links zu kommen, weil dahinter, wie`s so geht, auch schon der zweite Wagen steht. Zum Linksabbiegen ist hier neu Plus und Aldi nun dabei. Der Vordermann, nach den Intrigen, versucht nach links jetzt abzubiegen. Ruhe ist nun Bürgerpflicht, denn plötzlich ist die Straße dicht, denn es parkt da eben rechts ein Menschlein weiblichen Geschlechts, was am Ende dazu führt, dass man hier „Profil radiert“. So wäre, wenn man nachgedacht, ein Haltverbot wohl angebracht. Wird`s erstmal glatt, hat man zudem hier ein besonderes Problem. Doch bis dahin, siehe oben, ist der Schaden wohl behoben oder hat man sich gedacht: Wir warten, bis es „richtig“ kracht?
Haubenreissers verse
12.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Dienstag, 11. August 2009
Spitzenbeteiligung trotz Sommerloch

«Peine-Eixe. »Der Sommer ist die Zeit, in der Blutkonserven knapp werden. Viele Spender sind im Urlaub und der Nachschub ist gering. In striktem Gegensatz zu diesem Trend hat das Deutsche Rote Kreuz im Kreis Peine jedoch Grund zur Freude: Bei einer Aktion in Eixe wurde Martina Roth als 3333 Spenderin begrüßt. Als kleines Dankeschön bekam sie für ihren Einsatz einen Asternbusch und einen Gutschein. Insgesamt beteiligten sich an diesem Tag 81 Spender, was den bisherigen Rekord darstellt. Darunter seien auch viele junge Leute als Erstspender gewesen. Sabine Nietz vom Roten Kreuz freute sich vor allem, dass es trotz der Hitze keine Probleme gab und alle die Spende gut vertrugen. azi/cb
11.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Samstag, 8. August 2009
Eixe knapp geschlagen
«Peine »(azi). Die Entscheidung ist gefallen: Niedersachsens sportlichster Ort heißt Wehrstedt. Sechs Wochen lang wurden die Kandidaten vom Sat.1-Regionalmagazin „17:30 live“ vorgestellt. Auch Eixe war dabei. Bei der Online-Abstimmung, an der 30 000 Menschen teilnahmen, setzte sich jedoch der Mitbewerber aus dem Landkreis Hildesheim durch. Der Titel „sportlichster Ort“ ist mit einem Preisgeld von 5555 Euro verbunden und wurde durch den niedersächsischen Sportminister Uwe Schünemmann verliehen.
08.08.2009 / PAZ Seite 9 Ressort: LOKALES
Zeuge beim ersten Schuss im Zweiten Weltkrieg

«August 1945: Wenige Tage vor Beginn des Zweiten Weltkrieges fährt Hans Lots auf der Schleswig-Holstein in den Hafen von Danzig ein. Lots ist Maschinist und ahnt damals nicht, dass er Zeuge wird, wie die Nazis das Feuer auf die Westerplatte eröffnen – und damit eine Katastrophe auslösen. »Von Thorsten Pifan «Kreis Peine. »„Unser erstes Ziel hieß Danzig. Eigentlich sollte es aber Richtung Mittelmeer gehen und dann nach Suez“, erinnert sich Hans Lots. Der heute 90-Jährige heuerte 1938 bei der Deutschen Marine an und war auf dem Linienschiff Schleswig-Holstein eingesetzt, als von dort aus die ersten Schüsse des Zweiten Weltkrieges abgegeben worden sind. Am 1. September 1939 setzten die Nazis die Welt in Brand. „Ich gehörte zum Maschinenpersonal“, sagt der damalige Werkstattgast. Seine Geschichte erzählte er Anfang des Jahres auch einem Fernsehteam des Zweiten Deutschen Fernsehens. Ausgestrahlt werden Teile des Interviews morgen Abend in der Sendung „History“ ab 23.30 Uhr. Den Kontakt zu den Leuten vom Fernsehen hat Wilhelm Schröder aus Vöhrum hergestellt – ein ehemaliger Arbeitskollege von Hans Lots. „Er hat immer von seinen Erlebnissen im Krieg erzählt und zunächst habe ich gar nicht wahrgenommen, wie einmalig sein Geschichte ist“, erinnert sich Schröder. Dann habe Lots Bilder von 1939 mitgebracht. „Erst da erkannte ich, den Seltenheitswert und dachte mir, die Geschichte darf nicht verloren gehen, sie muss öffentlich gemacht werden.“ Das sah offenbar auch das Team von Professor Dr. Guido Knopp so und kam im Januar vorbei, um Hans Lots sechs Stunden lang in seinem Haus in Edemissen zu interviewen. In der Sendung am Sonntagabend geht es dann um den trügerisch friedlichen August 1939, als die Kriegsvorbereitungen der Nazis aber bereits auf Hochtouren liefen. Einer der Zeitzeugen – aus Polen und Deutschland – wird nach ZDF-Angaben dabei auch Hans Lots aus Edemissen sein. Dieser war verwundert, als die Schleswig-Holstein auf dem Weg nach Danzig plötzlich den Hafen Sweenemünde anlief, um dort die Übungsmunition gegen scharfe Munition auszutauschen. „Damals ahnten wir noch nicht, was uns wenige Tage später bevor stehen würde“, sagt der rüstige Lots im Gespräch mit der PAZ. Noch unheimlicher fand er es, als sein Schiff dann auch noch einen Marinestoßtrupp von einem Minensuchboot übernahm – am 1. September 1939 eröffnete die Schleswig-Holstein dann um 4.45 Uhr das Feuer.
08.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Rummel mit SingStar und Wellness

«Peine-Vöhrum». Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Integrierte Gesamtschule ihr Sommerfest. Zwischen 15 und 18 Uhr öffneten auf den Korridoren und auf dem Gelände rings um die Schule zahlreiche Stände und Buden. Das Angebot reichte von klassischen Torwänden, über Limbo-Wettbewerb und SingStar-Bühne bis zur „Wohlfühloase“. Am Anfang des Festes erlebten die frisch eingeschulten Fünftklässler ihre erste Unterrichtsstunde. Unterdessen konnten Eltern und Geschwister in aller Ruhe die Schule erkunden. Die Organisation des Sommerfestes übernahm der Förderverein unter der Leitung von Edeltraut Kaufmann-Herwes. Die Arbeiten dafür gingen bereits vor den Ferien in die heiße Phase. Der Erlös kommt dem Schulbetrieb zugute. Unter anderem wird Ausrüstung für verschiedene Arbeitsgemeinschaften finanziert. azi/azi
08.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Freitag, 7. August 2009
„Jetzt haben Sie den Salat“

von André Ziegenmeyer «Peine». „Jetzt haben Sie den Salat. Aber ich denke, Ihnen werden nicht nur Schwierigkeiten begegnen.“ Mit diesen Worten und einem aufmunternden Lächeln begrüßte Landrat Franz Einhaus die neue Leiterin der Integrierten Gesamtschule Peine. Pünktlich zum ersten Schultag wurde Susanne Pavlidis gestern um 14 Uhr offiziell in ihr Amt eingeführt. Damit trat sie kein leichtes Erbe an, denn ihr Vorgänger Herwart Prudlo setzte sich nicht nur viele Jahre für die Gründung der ersten Peiner Gesamtschule ein. Er baute sie auch mit allen Unwägbarkeiten auf – zuerst am Standort Groß Ilsede und später im Neubau der Integrierten Gesamtschule in Vöhrum. Dort gelang es Prudlo schließlich, die Politik zu überzeugen, dass die Gesamtschule eine Oberstufe braucht. Zunächst war das Projekt Gesamtschule im Peiner Land ohne Oberstufe geplant worden. Auch Pavlidis zeigte sich bei ihrem Anritt engagiert. Zu ihren ersten Projekten gehören ein Ausbau der Räumlichkeiten und die Umstrukturierung des Lehrbetriebs für das Abitur nach zwölf Schuljahren. Auch die Betreuung des allerersten Abiturjahrgangs der Integrierten Gesamtschule zählt zu ihren Aufgaben. Trotz dieser Herausforderungen wirkten alle Redner optimistisch. Der Ortsbürgermeister von Vöhrum Ewald Werthmann hielt fest: „Der Kapitän hat gewechselt. Aber Susanne Pavlidis ist eine Frau, die weiß, was sie will. Sie wird die Integrierte Gesamtschule hoffentlich schon bald in ruhiges Fahrwasser führen.“ Die faktische Schulleitung hat Pavlidis bereits seit vergangenem Sonnabend inne. Zuvor war sie sechs Jahre lang stellvertretende Direktorin. Bei der Feierstunde in der Aula waren etwa 80 Gäste anwesend. Einige Verwandte der neuen Leiterin waren extra aus Athen angereist. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Dr. Bernd Hauck, den didaktischen Leiter der Integrierten Gesamtschule. Auch der stellvertretende Peiner Bürgermeister Bernd Leunig und die Regierungsschuldirektorin Christa Markert hielten jeweils eine kurze Willkommensrede. Die Schüler selbst begrüßten Pavlidis mit verschiedenen musikalischen Darbietungen, darunter die „Ballade pour Adeline“ von Paul de Senneville und das Lied „My life would suck without you“ von Kelly Clarkson. Den Höhepunkt der Feier bildete eine szenische Interpretation des Steppenwolf-Klassikers „Born to be wild“.
07.08.2009 / PAZ Seite 7 Ressort: LOKALES
Eine teuflisch gesunde Beere

«In Zusammenarbeit mit dem Ökogarten der IGS Peine stellt die PAZ die Pflanze des Monats vor. Heute ist es die Gojibeere. »Von Simon Polreich «Peine». Ihre Blüten sind wenig auffällig und recht klein, aus der Nähe betrachtet faszinieren sie jedoch durch ihre ungewöhnliche Farbgebung: „Lycium-barbarum“ nennt der Lateiner die Gesundheitspflanze des Jahres – international bekannt ist sie als Gojibeere, hierzulande ist heißt sie auch Gemeiner Bocksdorn oder Teufelszwirn. Die Pflanze des Monats liegt zurzeit voll im Trend. Sie ist eine regelrechte gesundheitliche Modeerscheinung, die in immer mehr heimischen Gärten willkommener Dauergast ist. „Der Gemeine Bocksdorn strotzt nur so vor Mineralstoffen“, sagt Betina Gube, Leiterin des Ökogartens der Integrierten Gesamtschule Peine in Vöhrum, mit dem die PAZ die Pflanze des Monats präsentiert. In der heutigen Zeit mit der immer teurer werdenden Gesundheitsvorsorge, den knapp bemessenen Arbeitsstellen und der Sorge um den Erhalt des Arbeitsplatzes bei Krankheit nehme das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu – das wiederum komme der Gojibeere zugute: Die sommergrünen Gojibeerensträucher sind in jedem Garten leicht zu pflegen, die Früchte mit ihrem Reichtum an Vitalstoffen sind ein „Jungbrunnen für den Körper“, sagt Gube. Sogenannte Antioxidantien schützen den Körper vor den zellschädigenden UV-Strahlen, der Bluthochdruck wird reguliert, die Herzschlagfrequenz gesenkt, der allgemeine Stoffwechsel angeregt. Die Vitamine unterstützen den Aufbau von Enzymen, die Sehkraft wird gestärkt – „und, und, und“, sagt Gube: „Man kann noch viel aufzählen, aber es soll ja nicht der Eindruck entstehen, dass nun ein Gang zum Arzt unnötig wird, wenn man regelmäßig diese Beeren zu sich nimmt.“ Die „Alten Weisen“ aus Zentralasien hätten schon länger um die großartige Wirkung dieser Frucht gewusst. „Seit 3000 Jahren kommt sie dort nachweislich zum Einsatz“, betont Gube.

07.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Donnerstag, 6. August 2009
Doppel-Einsatz für die Feuerwehr
«Peine-Vöhrum» (jö). Brennholz machte in der Nacht zum Mittwoch seinem Namen alle Ehre. In einem Unterstand am Telgter Horstweg lagerten 20 Kubikmeter, die aus bislang ungeklärter Ursache gegen Mitternacht in Brand gerieten. Die Freiwillige Feuerwehr von Vöhrum rückte aus, um das Feuer zu bekämpfen. Das berichtete gestern Rüdiger Ernst, der als Ortsbrandmeister in der Nacht die Einsatzleitung hatte. Mit 35 Kameraden war der Ortsbrandmeister am Horstweg im Einsatz. Sechs Fahrzeuge hatten die Freiwilligen aufgeboten, um das Feuer einzudämmen. Das stellte sich als recht schwierig heraus. Letztendlich mussten die Feuerwehrleute etwa 15 Kubikmeter Holz abtragen und mit Karren wegfahren, um die Stücke zu löschen. Noch während des Einsatzes kam ein Alarm aus der Luisenstraße 27. Anwohner hatten den Brandgeruch aus Telgte wahrgenommen und Alarm geschlagen. P Vier Stunden lang gelöscht Seite 9
06.08.2009 / PAZ Seite 1 Ressort: POLITIK
Vier Stunden lang gelöscht
«Peine/Telgte »(jö/wos). Feueralarm zur Geisterstunde: Gegen Mitternacht in der Nacht zu Mittwoch wurden die Feuerwehren aus der Kernstadt und Vöhrum zu einem Brand im Telgter Horstweg gerufen. Dort brannte ein mit 20 Kubikmetern Kaminholz gefüllter Holzunterstand. Kurz darauf mussten die Kameraden der Kernstadtwehr zurück in die Stadt fahren: Ein Anwohner an der Luisenstraße hatte Brandgeruch gemeldet. Das weckte böse Erinnerungen, denn dort hatte es vor einigen Jahren gleich mehrfach gebrannt. Diesmal handelte es sich allerdings um den Rauch aus Telgte. Dort gab es viel zu tun. Das im brenndenden Unterstand gelagerte Holz wurde von den Vöhrumer Feuerwehrleuten in vierstündiger mühevoller Arbeit abgetragen und gelöscht. Dabei galt es auch, das Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Garage zu verhindern. Das gelang laut Ortsbrandmeister Rüdiger Ernst, an der Garage entstand kein Schaden. Der Unterstand und etwa fünf Kubikmeter Holz verbrannten. Die Wehr rückte nach 3 Uhr wieder in ihre Wache ein, nachdem die Nachkontrolle mit der Wärmekamera ergeben hatte, dass es keine Brandnester mehr gab. Die Brandursache steht noch nicht fest.
06.08.2009 / PAZ Seite 9 Ressort: LOKALES
Mittwoch, 5. August 2009
Jeder Schuss ein Treffer

Die „Roten“ besuchen den TSV Eixe, meldeten gestern die Eixer Sportler. Sportfreunde würden jetzt an die Fußballer von Hannover 96 denken, doch die Farbe war ganz politisch gemeint. Denn SPD-Bundestagsabgeordneter «Hubertus Heil» kam jetzt persönlich vorbei, um den Eixern für den Wettbewerb „Sportlichster Ort Niedersachsens“ die Daumen zu drücken. Im Schlepptau hatte der SPD-Generalsekretär und Schattenminister für Neue Medien den Landtagsabgeordneten «Matthias Möhle» und Peines Bürgermeister «Michael Kessler». pif/privat
05.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Orgel entdecken mit Charly, der Maus

Von Thorsten Pifan «Peine-Vöhrum». Charly ist ihr Name – und sie wohnt in der alten Kirchenorgel. Die Rede ist von der Maus namens Charly, die auf dem Programm der Spenden-Woche der Vöhrumer Kirchengemeinde eine wichtige Rolle spielt. Um die Qualität der Kirchenmusik in Peines größter Ortschaft zu sichern, müssen jährlich 10 000 Euro aufgebracht werden. Der Startschuss für die Woche fällt am Sonntag, 16. August, beim Gottesdienst um 10.15 Uhr. Pastorin Frederike Springhorn gestaltet die Feier unter dem Motto „Nicht kleckern, sondern klotzen“. Angesichts der hohen Kosten standen die Mitglieder der Kirchengemeinde vor der Wahl, den Standard der Kirchenmusik zu senken – oder eben 10 000 Euro pro Jahr zu sammeln. Die Lösung hieß Fundraising – eine moderne und elegante Form des Spendensammelns. „Dabei wollen wir nicht in den Mittelpunkt stellen, dass wir das Geld brauchen, sondern die Viefältigkeit der Kirchenmusik“, sagte Pastorin Springhorn. Und das soll zum Beispiel am Montag, 17. August, passieren. Dann veranstalten Kirchen- und Posaunenchor eine offene Probe – zum Zuhören und Mitmachen. Je nach Wetter beginnt die Veranstaltung um 19 Uhr im Gemeindehaus oder unter freiem Himmel. Fest steht jetzt schon, dass es sommerliche Getränke geben wird. „Die offene Chorprobe steht unter dem Motto ,Musik verbindet‘ und soll auch Nachwuchsmusiker ansprechen“, sagte Doris Palandt vom Kirchenvorstand. Dann kommt Charly, die Maus, ins Spiel: Am Mittwoch, 19. August, heißt es ab 18 Uhr „Entdecke die Orgel“. Vor allem junges Publikum soll in einem Gesprächskonzert mehr über die Funktion der Orgel erfahren. Gästeführer ist die Maus Charly, die dort wohnt und hervorragend dargestellt wird von Hubert Klinke von der Vöhrumer Hukl-Bühne. Besinnlich wird es am Freitag, 21. August, bei der liturgischen Vesper mit dem Kirchenchor. „Die Veranstaltung lehnt sich an die besinnlichen Stunden an, die wir jeden ersten Freitag im Monat mit dem Abendgebet feiern“, sagte Palandt. Dort haben die Gläubigen die Gelegenheit, eigene Gedanken zu formulieren oder stille Gebete im Kreis der Gemeinschaft zu sprechen. Die Vesper beginnt um 19 Uhr. Am Sonnabend, 22. August, wird es bei der Kinderkirche bunt: „Wir machen Musik, da bleibt euch die Luft weg“, lautet das Motto, das für sich spricht. Höhepunkt der Woche ist dann das Gemeindefest am Sonntag, 23. August, das um 11 Uhr mit einem Gottesdienst im Gemeindehaus oder unter freiem Himmel beginnt. Dort hat der Posaunenchor dann seinen Auftritt unter dem Motto: „Musik baut Brücken“. „Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, unseren Spendern zu zeigen, was in Sachen Kirchenmusik in Vöhrum alles passiert und dabei auch neue Freunde für die Musik zu gewinnen“, sagte Heymo Gotthardt vom Kirchenvorstand. Gleichzeitig kündigten Palandt und Gotthardt an, dass sich die Vöhrumer Gemeinde am Wettbewerb der Landeskirche zum Thema Fundraising beteiligt. Die Gewinner bekommen 5000 Euro als Unterstützung für ihr Projekt.
05.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Montag, 3. August 2009
Bürgermeister Kessler wird zur Kasse gebeten

«Peine-Vöhrum» (nic). Da staunte Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) nicht schlecht, wurde er doch tatsächlich im Festzelt zur Kasse gebeten. Die Schützengilde und die Junggesellschaft Vöhrum hatten in diesem Jahr erstmals das Schützenfest bereits freitags beginnen lassen. Dafür musste eine Genehmigung der Stadt eingeholt werden. „Und die Rechnung folgte prompt. Lieber Michael, du hast gesagt, dass dir die Ortschaften am Herzen liegen. Das kannst du jetzt beweisen. Hast du 80 Euro dabei?“, fragte Ortsbürgermeister Ewald Werthmann schmunzelnd. Kessler ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „40 Euro steuere ich gern privat bei. Den Rest wird doch sicherlich der großzügige und traditionsbewusste Ortsrat spenden“, erwiderte er unter Applaus der Besucher. Die Vorsitzenden der Schützengilde, Jürgen Rögner, und der Junggesellschaft, Christoph Ulbrich, freuten sich über die tolle Stimmung im Festzelt, gleichzeitig Bestätigung des neuen Konzeptes, das Königsfrühstück am Sonntag zu veranstalten. Die neuen Majestäten wurden vorgestellt: Gildekönig ist Frank Dernedde, Junggesellenkönigs ist Sven Haufmann, unterstützt von seiner Ehrendame Gesa Gemba. Für den Nachwuchs holte Nora Mörs zum zweiten Mal nach 2006 den Titel der Schülerkönigin. Abteilungskönig der Schützengilde wurde Adolf Jaschke. Über den Titel des Bierkönigs freute sich Sören Lüdeke. Besonders geehrt wurde Eberhard Menzel, der 23 Jahre lang die Umzüge begleitete. Nun verabschiedet er sich in den Ruhestand. Für sein großes Engagement überreichte ihm Werthmann das Vöhrumer Ortswappen als Anerkennung.
03.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
Polizeinotizen
«In Vöhrum, Alfred-Siems-Straße», beobachtete eine Zeugin einen unbekannten Lastwagenfahrer, der am Dienstag um 7.10 Uhr rückwärts gegen ein Gebäudegefahren war und es beschädigte. Nachdem der Fahrzeugführer sein Ladegeschäft abgewickelt hatte, entfernte er sich vom Unfallort, ohne sich um den entstandenen Schaden in Höhe von ungefähr 500 Euro zu kümmern.
03.08.2009 / PAZ Seite 12 Ressort: LOKALES
Überpünktlich in den Ruhestand

Von Dr. Nicole Laskowski «Peine-Vöhrum». So kann es gehen: Da äußert man einmal im Scherz eine verrückte Idee und schon kommt man davon nicht mehr los. „Ich hatte mal im Jux gesagt, dass mein Dienst am 31. Juli um 23.59 Uhr endet und dann konnte ich nicht mehr zurück“, erklärt Herwart Prudlo, ehemaliger Leiter der IGS. Mit Sekt, Wunderkerzen und Laugenbrezeln wartete fast das gesamte Kollegium am vergangenen Freitagabend auf den magischen Moment. Und tatsächlich, auf die Minute genau überreichte Prudlo um 23.59 Uhr den symbolischen Schulschlüssel und die Dienstsiegel an seine Nachfolgerin Susanne Pavlidis. „Den Schlüssel habe ich am 10. August 2001 bei der Einweihung der Schule vom Architekten und vom Landkreis bekommen“, erinnert sich Prudlo, der laut eigener Aussage 51 Jahre und vier Monate berufstätig war. Begonnen hat er seine Karriere mit 14 Jahren. Allerdings nicht als Lehrer, sondern im Bergbau und im Walzwerk. Nach einem beruflichen Abstecher in den Journalismus studierte er Lehramt und leitete die Grund- und Hauptschule Ilsede, bevor er nach Vöhrum kam. Den Garten in Ordnung bringen Nun freut er sich auf den Ruhestand und schmiedet bereits Pläne. „Ich muss dringend den Garten in Ordnung bringen. Darauf warten schon alle“, berichtet er schmunzelnd. Außerdem sei das zweite Enkelkind unterwegs, Bücher warten auf ihn und der Traum einer Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn bis Wladiwostock soll bald Realität werden. Seine ehemalige Schule weiß Prudlo in guten Händen. Schon seit einigen Jahren hat er mit seiner Nachfolgerin zusammengearbeitet. „Wir haben noch vieles gemeinsam entschieden und Pläne zusammen mit dem Kollegium entwickelt“, erklärt Susanne Pavlidis. Anfang der Woche stehe bereits die erste Dienstbesprechung an, Donnerstag beginne die Schule. Doch die freie Zeit bis dahin nutzten die Lehrer der IGS noch etwas aus, um die gelungene Schlüsselübergabe zu feiern.
03.08.2009 / PAZ Seite 9 Ressort: LOKALES
Samstag, 1. August 2009
Krawall am Eixer

Entspannung und Erholung pur, noch dazu ein Stück Natur, das alles gibt hier in der Näh‘ uns Peinern doch der Eixer See. Ringsherum hat man gepflegt einen Rundweg angelegt. Es lockt nun auch im Peiner Land ein gepflegter Badestrand und als Krönung schaffte man auch noch zwei Tretboote sich an. Das Ganze wird da nun zurzeit von einem Verein betreut, der den See für wenig Geld so gepflegt und sauber hält. Das hat man nun in Peiner Landen scheinbar gründlich missverstanden und so lässt man da im Stück täglich Dreck und Müll zurück. Außerdem wird in der Nacht wohl auch kräftig Zoff gemacht, wo man nach gelungenem Fest reichlich Spuren hinterlässt. Essensreste, Freudenfeuer sind Zeichen einer schönen Feier und den ganzen Partydreck räumen auch noch andere weg. Scherben bringen schließlich Glück und so lässt man sie zurück. Tretboot - Fahren in der Nacht hat auch kräftig Spaß gebracht. Die Seile wurden, wie man‘s kennt per Bolzenschneider durchgetrennt. Sicher wird man sich deswegen nun auch Schritte überlegen. Es muss doch irgendwie gelingen, die Typen zur Vernunft zu bringen. Ein Zaun wär‘ doch in diesem Falle ein Armutszeugnis für uns alle…..
Haubenreissers verse
01.08.2009 / PAZ Seite 8 Ressort: LOKALES
Englisch sprechen mit Meerschweinchen

Von Björn Wulfes «Peine-Vöhrum.» Sonne, ein blauer Himmel über Peine und immer noch Ferien, Faulenzen und – keine Schule! Dennoch sind die Holzbänke des grünen Klassezimmers im Ökogarten der integrierten Gesamtschule in Vöhrum besetzt. Gut ein Dutzend Kinder zwischen zwei und neun Jahren sind konzentriert damit beschäftigt, bunten Tierkarten ihre englischen Bezeichnungen zuzuordnen. Einen Nachmittag lang lernen die Kleinen auf spielerische Weise – und zusammen mit den Tieren – Englisch. Gleich geht es zu den Meerschweinchen. „Die heißen ‚guinea pigs‘“, weiß der fünfjährige Jakob Zieß nach der ersten Lektion. Über die weichen Rindenmulchwege setzt sich die flinke Schar in Bewegung. Kaninchen wohnen da auch mit im Stall. Biologie-Referendarin Ulrike Löschen, die das Programm zusammen mit Pia Braune konzipiert hat, befragt die Kinder nach dem englischen Wort für Hase. „Rabbit! Rabbit!“ rufen die Mutigeren. „Begreifen und Verstehen ist am nachhaltigsten, wenn die Kinder mit allen Sinnen lernen“, erklärt die Leiterin des Vöhrumer Ökogartens, Dr. Betina Gube, die 2005 mit der Gestaltung und Leitung des Naturareals vom Landkreis beauftragt wurde. „Wir machen das schon zum dritten Mal. Gerade Gruppen mit unterschiedlicher Altersstruktur haben sich für den Lernfortschritt bewährt. Die großen Kinder bringen den Kleinen etwas bei. Wenn Kinder sich gegenseitig unterrichten lernen sie schneller, behalten besser und erfahren Selbstbestätigung“, erläutert Gube das Konzept. Der Ökogarten eignet sich für fast jedes Fach als Lehr- und Lernumgebung und wird von den IGS-Lehrern gerne genutzt. „Die Physik-Klassen haben hier die Wasserqualität und die Bodengüte bestimmt. Vor kurzem waren die Mathematiker hier: Auf der Suche nach dem goldenen Schnitt. Das ist ein bestimmtes Verhältnis von Länge zu Größe, das in der Natur andauernd vorkommt. Eine Art proportionale Matrix des Lebens. Wird auch ganz häufig in der Malerei angewandt“, weiß Gube. Was kann der Kontakt mit Tieren denn tatsächlich für den Schüler oder den Menschen leisten? „Nachweislich sinkt der Blutdruck des Menschen, der Herzschlag beruhigt sich. Der Mensch kommt zur Ruhe. Das Berühren eines Tieres provoziert im menschliche Gehirn die Ausschüttung von Oxytocin, einem Glückshormon. Tiere machen uns glücklich. Das ist wissenschaftlich erwiesen“ , erklärt Oberstudienrätin Gube: „Außerdem schaffen Tiere durch ihre Bedürfnisse feste Tagesstrukturen und fordern die Übernahme von Verantwortung ein.“ Mit der Astrid-Lindgren Schule lief über ein Jahr ein Schülerprojekt: Physisch und psychisch behinderte Kinder verbrachten jede Woche einen Tag in dem weitläufigen Ökogarten: „Kinder die sich anfangs selbst vor einem Hasen zu Tode fürchteten, waren später begeisterte Tierpfleger. Jedes Kind hat unglaubliche Fortschritte gemacht.“ Trotz der Begeisterung der kleinen Englisch-Schüler geht es im Meerschweinchen-Kaninchen-Stall sehr ruhig, behutsam und konzentriert zu. „Das war ein toller Nachmittag. Ich kann die Tiere jetzt auf Englisch ansprechen“, freut sich die achtjährige Laureen Reimers: „Ich hoffe, die verstehen mich“, grinst sie. Tiere sind offenbar nicht nur gut für Geist und Herz, sondern auch für den Humor.
01.08.2009 / PAZ Seite 10 Ressort: LOKALES
|