Zeitungsartikel März 2022

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Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, März 2022


Donnerstag, 31. März 2022

Gartenlaube in Telgte brennt: Mann verletzt

Telgte. Auf einem Grundstück an der Laubenkolonie in Telgte hat am Montagabend ein Gartenhäuschen gebrannt. Die Ursache für das Feuer ist bislang unklar und Teil der momentanen Ermittlungen, erklärt der Pressesprecher der Peiner Polizei, Malte Jansen.

Bei ersten Löschversuchen erlitt ein Nachbar eine Rauchvergiftung und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Ortsfeuerwehren aus Peine, Vöhrum und Röhrse waren im Einsatz und löschten die Reste des Schuppens ab. Der Schaden steht bislang noch nicht fest.

Dienstag, 29. März 2022

Zwei Vöhrumer und ein Restaurant helfen mit einem Friedensmenü

Marisa Bogumil und Tobias Feise gründen Start-Up für Koch-Events – Russisches Restaurant bereitet ukrainisches Menü zu

Von Christian Meyer

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Die gebürtige Vöhrumerin Marisa Bogumil und der Vöhrumer Tobias Feise haben ein Start-Up gegründet, das Live-Koch-Veranstaltungen im Internet ermöglicht. fotos: privat

Vöhrum. Dann machen wir Ihnen doch mal ein wenig Appetit! Zur Vorspeise wird es Hühnersuppe mit Galuschki-Klößchen geben, im Hauptgang ein Schweineschnitzel im Eiermantel an Polenta-Brei mit gebratenem Bacon, und zum Abschluss wird es schön süß mit Quarkplätzchen mit Schmand und Konfitüre. Gemeinsam kochen, lecker essen und dabei sogar noch Gutes tun – das geht am Samstag, 2. April, dank einer wunderbaren Idee, die die gebürtige Vöhrumerin Marisa Bogumil und ihr Schwager, der Vöhrumer Tobias Feise, hatten.

Die beiden gründeten im vergangenen Jahr ein Start-Up, das Koch-Veranstaltungen über das Internet möglich macht. Und als nächstes setzen sie dabei zusammen mit dem Café Datscha aus Berlin ein Zeichen für Frieden und Zusammenhalt. Denn ein russischer Koch wird zusammen mit den Koch-Gästen im Internet ein ukrainisches Drei-Gänge-Menü kochen – und weil die 29-jährige Marisa und ihr fünf Jahre älterer Schwager mit drei Video-Kameras, Beleuchtung, Mikro und Laptop in Berlin dabei sind und jeden Handgriff aus der Küche übertragen – kann Peine und die ganze Welt mitkochen und sogar Fragen stellen.

„Cook-it-Like“ heißt das Start-Up der Vöhrumer. „Kochen wie die Profis“: Mit ihren Veranstaltungen machen sie es möglich, Restaurants und Köche ins eigene Wohnzimmer zu holen. Auf die Idee war die einstige Peiner Ratsgymnasiastin und der Partner ihrer Schwester im ersten Corona-Lockdown gekommen, als alle Restaurants schließen mussten. „Wenn ich mich mit Freunden getroffen habe, sind wir sehr oft ausgegangen und haben etwas zusammen gegessen. Das hat mir schon sehr gefehlt“, sagt Marisa Bogumil.

Und den Restaurant-Betreibern fehlte auch etwas: Die Einnahmen. „Und deshalb dachten wir uns, es wäre doch cool, wenn es für sie ein zweites Standbein gäbe, auch Einkünfte zu haben, wenn das Restaurant geschlossen ist“, erläutert die 29-Jährige, die inzwischen in Berlin lebt. Ein Koch oder eine Köchin bereitet mit Internet-Nutzern Menüs zu, erzählt etwas über die Produkte, verrät Kniffe und Zubereitungstipps – und am Ende genießen alle ein schönes Essen. Die Restaurants freuen sich über Einnahmen und Bekanntheitssteigerung, die Buchenden am eigenen Herd und Esstisch über neue Entdeckungen.

Doch die Benefiz-Aktion mit dem russischen Café Datscha am 2. April hat noch mehr zu bieten – ein Zeichen für Zusammenhalt und einen guten Zweck. Denn alle Einnahmen der Koch-Veranstaltung gehen an die Organisation SOS Kinderdorf, mit dem Geld soll sowohl Sofort-Hilfe mit Hilfsgütern in der Ukraine für Familien und Heimkinder geleistet werden, als auch Hilfsmaßnahmen für geflüchtete ukrainische Familien in ganz Europa angeschoben werden.

Wer mitmachen will, kann auf der Internetseite cook-it-like.de ein Ticket für 40 Euro buchen, das für einen Haushalt gilt. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden mindestens drei Tage vor der Veranstaltung Info-Material mit den Rezepten für das Menü, eine Einkaufsliste, eine Zubereitungsfolge, Hintergründe über die Lebensmittel aber auch Wissenswertes über das Restaurant. Über eine Zoom-Konferenz wird am 2. April schließlich von 19 bis 21 Uhr gemeinsam gekocht. „Mitmachen kann jeder, auch wer keine Koch-Erfahrung hat“, betont Tobias Feise, der sich zusammen mit seiner Schwägerin riesig freut, dass das Café Datscha mitmacht und Flagge für Frieden zeigt.

Es ist in Berlin bekannt für authentische russische Küche. „Das Restaurant hatte nach Ausbruch des Kriegs in der Ukraine tatsächlich mit Anfeindungen zu tun. Es gab fortan auch schlechte Google-Bewertungen, dabei ist die Chefin sogar Ukrainerin“, sagt Marisa Bogumil. Sie selber hat schon mehrfach im „Datscha“ gegessen und schwärmt: „Es ist mega-vielfältig und viel Vegetarisches wird angeboten.“ Marisa Bogumils Lieblingsspeise stammt aber aus Italien: Lasagne. Sie selber kocht auch gerne. Mit Nudeln mit Steinpilz-Sauce kann sie auch ihren Freund überzeugen – den Peiner Zweitliga-Badminton-Spieler Lukas Behme.

Ihr „Cook-it-Like“-Angebot betreiben Marisa Bogumil und Tobias Feise übrigens nebenberuflich. Sie ist im Geschäftskunden-Vertrieb für einen Telekomunikationsanbieter tätig, er arbeitet im Vertrieb für ein IT-Systemhaus. „Unser Ziel ist es trotzdem, dass die Plattform wächst und wir mehr Events anbieten.“

Alle Infos und Angebote unter www.cook-it-like.de

Montag, 28. März 2022

Peiner sammeln säckeweise Müll

Aktionstag: Mehr Bewusstsein für Umwelt und Klima – Entsorger A+B registriert aber auch mehr wilden Abfall

Von Mirja Polreich

Sammelten in Vöhrum: Ein Teil der insgesamt mehr als 70 fleißigen Helfer.Foto: privat

Kreis Peine. Alte Reifen, Bremsbeläge, Feuerlöscher und ein Teppich: Das und noch mehr haben allein die Vöhrumer vor allem am Dorfrand gesammelt. Mehr als 70 Personen beteiligten sich an der Aktion „Müll in der Landschaft“ in ihrer Ortschaft. Wie in Vöhrum wurde auch in vielen anderen Orten des Landkreises Peine wilder Abfall eingesammelt, mehr als 3000 freiwillige Helfer waren auf den Beinen.

Zuletzt hatte der Aktionstag im Jahr 2019 stattgefunden, damals hatten sich etwa 2500 Menschen aus 55 Ortschaften im Kreis beteiligt und 25 Tonnen Müll eingesammelt. Ob die Abfall-Menge nun nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause ähnlich hoch ausfällt, bleibt abzuwarten.

In Vöhrum zumindest hat sich die Aktion gelohnt. „Es gab viel zu tun“, sagt Melanie Keime vom Ortsrat. Besonders viel Müll fanden die Helfer am Dorfrand, dort, wo Bänke stehen, aber auch im Park am Kötherkamp sowie auf dem Parkplatz der Integrierten Gesamtschule und den Berufsbildenden Schulen. Neben illegaler Müllentsorgung wie Reifen und Teppichen stießen die Vöhrumer auch auf viele Masken, Desinfektionstücher und Einmalhandschuhe.

Dass generell das Bewusstsein für die Themen Umwelt und Klima deutlich zugenommen hat, bestätigt Brigitta Saal, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit beim Unternehmen A+B, das die Aktion kreisweit koordiniert hat. Gleichzeitig habe sich aber auch die Menge an wildem Müll, die der Entsorger jährlich abfährt, gesteigert.

So waren es im Jahr 2019 335 Tonnen wilder Müll, der in der Landschaft oder an Wertstoffinseln gefunden wurde, in 2020 445 Tonnen und in 2021 433 Tonnen. „Es wird alles gefunden, angefangen von Möbeln, Matratzen, Elektrogeräten, Renovierungsabfällen, Bauschutt, Grünabfällen bis hin zu Sonderabfällen wie Dämmwolle, Gebinden mit Öl-, Lack- und Farbresten und vieles mehr“, so Saal. Allein im vergangenen Jahr habe A+B fast 800 Reifen eingesammelt, die im Wald oder in der Feldmark entsorgt wurden. Hinzu komme der gedankenlos weggeworfene kleinteilige Verpackungsmüll und Flaschen.

Ob es an Bequemlichkeit, Unwissenheit, mangelndem Problembewusstsein oder der vermeintlichen Kostenersparnis liegt: Die Gründe, Abfälle in der freien Natur zu entsorgen, sind vielfältig. „Dabei kann der größte Teil des wilden Mülls gebührenfrei entsorgt werden“, betont Saal.

Einmal jährlich gibt es die gebührenfreie Sperrmüllabholung. Elektrogeräte werden ebenfalls kostenlos an zwei großen Sammelstellen – im Abfallentsorgungszentrum und auf dem Wertstoffhof Peine – angenommen, Elektrokleingeräte auf allen Wertstoffhöfen. Sonderabfälle aus privaten Haushalten werden bis 20 Liter beziehungsweise 30 Kilogramm ebenfalls gebührenfrei im Sonderabfallzwischenlager angenommen. Verpackungsabfälle können über den Gelben Sack und die Altpapiertonne sowie Altglas über die Altglas-Iglus entsorgt werden, die auf 187 Wertstoffinseln flächendeckend im Landkreis zu finden sind. Reifen können beim Neukauf an den Händler zurückgegeben werden, und selbst im Abfallentsorgungszentrum beträgt die Entsorgungsgebühr nur wenige Euro pro Reifen.

„Wir stellen eine allgemein gewachsene Respektlosigkeit in vielen Bereichen fest, hier der Umwelt und dem Dienstleistungsangebot von A+B gegenüber und die fehlende Bereitschaft, für eine fachgerechte Entsorgung auch einen entsprechenden Betrag zu zahlen“, so die Sprecherin. Dabei habe A+B das Ziel durch Servicequalität und eine entsprechende Anpassung des Dienstleistungsangebotes den Erwartungen entgegenzukommen.

Freitag, 25. März

Vöhrum macht am Samstag sauber

Vöhrum. Achtlos weggeworfenen Flaschen, Kaugummipapierchen und Zigarettenstummeln geht es an den Kragen: Eine große Müllsammelaktion findet an diesem Samstag, 26. März, in Vöhrum statt. Rund 50 Anmeldungen gibt es bereits, spontane Helfer sind ebenfalls willkommen, erklärt die stellvertretende Ortsbürgermeisterin und Mitorganisatorin Melanie Keime.

Treffpunkt ist um 9 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus. Von dort aus schwärmen die Müllsammler in die im Vorfeld festgelegten Gebiete aus. Dort gibt es zum Teil ordentlich was zu tun, so Keime, denn wegen Corona konnte die Aktion zwei Jahre nicht stattfinden.

Wer kurzfristig mitmachen möchte, sollte am Samstag pünktlich um 9 Uhr am DGH sein, und feste Handschuhe mitbringen. „Wer einen Müllgreifer hat, darf diesen natürlich auch gerne mitbringen“, sagt Keime. Dass auch diesmal wieder mehrere Vereine und Gruppen dabei sind, freut Keime besonders.

Für alle Helfer gibt es zum Abschluss gegen 11.30 Uhr am DGH eine deftige Stärkung: Erbsensuppe von der Fleischerei Preißler. Weitere Infos bei: Melanie Keime, Telefon (01 51) 68 46 46 28. Landkreisweit wird am Samstag im Zuge des Aktionstags „Müll in der Landschaft“ gesammelt.

Dienstag, 8. März 2022

Projekt geglückt: Schon bald sollen Tretboote auf dem Eixer See fahren

Gemeinsames Projekt von „Haus am See“ und PAZ zusammen mit 15 Unternehmen als Sponsoren

Von Dennis Nobbe

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Eine neue Attraktion ist geplant: Demnächst sollen die Besucher am Eixer See Tretboote mieten können.Fotos: Versus Boote

Eixe. Im Kreis Peine ist das Angebot an attraktiven Freizeitmöglichkeiten nicht gerade üppig – das Problem ist Thema der neuen PAZ-Serie „Freizeit im Peiner Land“. Die gute Nachricht: Bald kommt ein neues Angebot, das Jung und Alt gleichermaßen ansprechen soll: Tretboot-Fahrten auf dem Eixer See. Die Idee dafür hatte Christian Horneffer, Inhaber der Gastronomie „Haus am See“. Bei der Aktion ist die PAZ im doppelten Sinn mit im Boot, große Unterstützung kommt von 15 Unternehmen aus der Region.

Seit 2019 leitet Horneffer den gastronomischen Betrieb am Seeufer. „Vor etlichen Jahren gab es hier schon einmal Tretboote“, weiß er. Das Angebot wollte er wieder aufleben lassen, um „den Leuten in der Region etwas bieten zu können“. Doch ohne Unterstützung wäre dies nicht möglich gewesen – darum führte der Gastronom Gespräche mit PAZ-Anzeigenleiter Carsten Winkler. Beide wurden sich schnell einig, im Herbst des vergangenen Jahres nahm das Projekt konkrete Formen an. „Es war eine große Aufgabe, und so kamen schließlich die Sponsoren hinzu“, erklärt Horneffer.

Dank ihrer Unterstützung konnten neun Tretboote angeschafft werden: Sieben „Schwäne“ und eine „Ente“ mit jeweils zwei Sitzen sowie ein Vierer-Boot. Bis zum Mai sollen sie alle am Eixer See eintreffen, dann können die Boote stundenweise gemietet werden. Der genaue Preis dafür sei noch nicht in Stein gemeißelt, erklärt Horneffer, fügt aber lachend hinzu: „Auf jeden Fall wird es deutlich günstiger als am Steinhuder Meer.“ Die erste große Veranstaltung steht auch schon an: Im Sommer soll es auf dem See ein Tretboot-Rennen geben, das Startgeld der Teilnehmer möchte Horneffer einem guten Zweck zukommen lassen.

Die Unternehmen als Sponsoren seien schnell begeistert gewesen von dem Tretboot-Projekt, sagt Horneffer. Er habe auch bei der Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (Wito) des Landkreises Peine angefragt, diese sei schließlich Pächterin des Sees. „Doch leider ist sie nicht mit dabei. Schade, denn die Tretboote sind auch ein gutes Angebot für Jugendliche, und besonders für sie gibt es im Kreis sonst nur wenig.“

Beteiligt als Sponsoren sind: Die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, das Reiseunternehmen Fuhrmann Mundstock, der Getränkehandel Cello, Pawils Elektromaschinenbau, die Kreismusikschule, Bahr Immobilien, das Fitnessstudio Physiofit, die Steuer- und Wirtschaftsberater Dr. Paul Hartmann & Coll., der Heizungs-, Klima- und Sanitärbetrieb Gebrüder Deneke, Robi Rohrreinigung, die Steuerberatung Loke und Gödecke, die Glückauf-Apotheke Telgte, Maik Albertini Erdbau sowie Plameco Spanndecken Christian Brunke.

Die Tretboote seien auch gut für die touristische Entwicklung im Kreis Peine, ist sich Volker Barth von Pawils Elektromaschinenbau sicher. Carsten Bührig von der Sparkasse sagt: „Es ist schön, dass wir uns an der abwechslungsreichen Freizeitgestaltung beteiligen können.“ Für Peine sei das Angebot „eine wichtige Sache, die auch die Gastronomie stärkt“, so Marcel Bartsch von Cellos Getränkehandel. Und Thomas Schiffner von Fuhrmann Mundstock ergänzt: „Es ist ein regionales Projekt, wir sind ein regionaler Reiseveranstalter – darum passt es perfekt.“

Einig sind sich zudem alle Beteiligten: Damit das Naherholungsgebiet Eixer See noch besser wird, müssten die Besucher mehr Ruhe vor dem Verkehrslärm der A 2 haben. Diese verläuft nördlich am See entlang. „Daher wäre es gut, wenn die Schallschutzmauer in dem Bereich verlängert werden würde“, sagt Barth.

Neben der Tretboot-Vermietung bietet das „Haus am See“ auch noch andere Freizeitaktivitäten an: Bis Mitte April soll es auf der Terrasse der Gastwirtschaft noch das Eisstockschießen, in etwa vergleichbar mit Curling, geben. Seit 2020 können Besucher auf dem See mit Stand-up-Paddle-Boards fahren, bald sollen Wasser-Laufbälle mit zwei Metern Durchmesser hinzukommen. Und für den 1. Mai ist die Eröffnung des Biergartens mit musikalischer Begleitung geplant.

Samstag, 5. März 2022

BBS Peine bietet neue Doppelqualifizierung an

Abitur mit Ausbildung: Zur Hochschulreife gibt es den Abschluss zum sozialpädagogischen Assistenten

Von Nina Schacht

Neue Doppelqualifikation am Beruflichen Gymnasium (von links): Sozialdezernentin Professor Dr. Anna Friedrich und Hajo Danne (Leiter des Beruflichen Gymnasiums) gemeinsam mit den Schülerinnen Sandra Schäfer und Evelyn Helm sowie BBS-Schulleiterin Maria Zerhusen. Foto: Ralf Büchler

Kreis Peine. Abitur und Ausbildung in einem – das ist ab dem Schuljahr 2022/23 an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Peine möglich. Ab August startet die neue Doppelqualifizierung an den BBS in Vöhrum. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Schüler haben dann mit dem Abitur auch eine Ausbildung als Sozialpädagogischer Assistent in der Tasche. Die BBS ist die einzige Schule im Landkreis Peine, die eine solche Doppelqualifizierung derzeit anbietet, so Schulleiterin Maria Zerhusen.

Die bisherigen Bildungsgänge im Bereich der Sozialpädagogik an den BBS erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, betont Zerhusen. Die Doppelqualifizierung sei nun ein weiteres Angebot – dass, das Bildungsangebot im Kreis Peine steigere. Auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sei die Doppelqualifizierung von Bedeutung. Das betont auch Sozialdezernentin, Professor Dr. Anna Friedrich: „Mit der Doppelqualifizierung gewinnen wir weitere Fachkräfte für den sozialen und pädagogischen Bereich, was in Zeiten des Fachkräftemangels von großer Bedeutung ist. Wie auch immer der berufliche Wege der einzelnen Biografie weitergeht – die Schülerinnen und Schüler werden mit dem Abschluss als Sozialassistenten und Sozialassistentinnen eine Bereicherung sein – für sich selbst und für die sozialen und pädagogischen Arbeitsbereiche“. Und so gestaltet sich die Doppelqualifizierung: Für den Unterricht im Fach Praxis wurden Unterrichtsinhalte aus der Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten integriert. Durch die Verknüpfung der Fächer werde eine fachliche Basis für die Studierfähigkeit, aber auch eine mögliche spätere pädagogische Arbeit auf Assistenzniveau geschaffen. „Im Schuljahrgang 11 muss ein 160 Zeitstunden umfassendes Betriebspraktikum absolviert werden“, so Zerhusen.

Im zweiten Halbjahr des

  1. Jahrgangs werde ein Projekt durchgeführt, das thematisch auf den Schwerpunkt abgestimmt sei. Während oder nach der Zeit auf dem Beruflichen Gymnasium müssen zusätzliche 140 Zeitstunden einschlägige Praxis abgeleistet werden.

Nach dem Abschluss ist ein direkter Einstieg die Ausbildung zum Erzieher möglich – „die Ausbildung verkürzt sich durch die Doppelqualifizierung“, so Zerhusen. Weitere Infos und Anmeldung unter www.bbs-peine.de.

Freitag, 4. März 2022

Vöhrum: Fahrbahn

sackt ab

Die Gefahrenstelle auf der Wilhelm-Raabe-Straße wurde abgesichert.foto: Eckhard Bruns

Vöhrum. Ein Anwohner der Wilhelm-Raabe-Straße in Vöhrum teilte der Polizei am Dienstagabend mit, dass die Fahrbahn der Straße teilweise abgesackt sei. Polizisten der Dienststelle in Peine nahmen sich daraufhin des Einsatzes an und sicherten die Gefahrenstelle zunächst ab. Kurz darauf übernahmen Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Peine die Absperrung und unternahmen erste Schritte zur Gefahrenbeseitigung.

Seit gut einer Woche ist die Gefahrenstelle laut Aussage der Anwohner sichtbar gewesen. Sie befindet sich in der Kurve, die vor der Einmündung in die Wilhelm-Busch-Straße liegt.

Mittwoch, 2. März

Zwei bewaffnete Raubüberfälle

in Peine: Wer kennt diese Täter?

Sparkasse an der Celler Straße und Rossmann in Vöhrum betroffen – Polizei sucht dringend Zeugen

Von Thomas Kröger

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Diese Räuber haben die Peiner Sparkasse an der Celler Straße (links) und den Rossmann-Drogeriemarkt in Vöhrum überfallen.fotos (4): Polizei

Peine/Vöhrum. Gleich zwei versuchte Raubüberfälle mit vorgehaltener Schusswaffe und Messer hat es am Dienstagmorgen in Peine und Vöhrum gegeben.

Um 9.35 Uhr betrat ein Mann die Sparkassen-Filiale an der Celler Straße in Peine. Malte Jansen, Sprecher der Polizei, sagt. „Der Kriminelle verlangte von einem 47-jährigen Bankangestellten unter Vorhalt einer schwarzen Schusswaffe die Herausgabe von Bargeld. Als der Mitarbeiter jedoch die Bargeld-Herausgabe verweigerte, verließ der Täter den Schalterraum wieder und ergriff die Flucht.“ Er sei aus der Bankfiliale zunächst über den angrenzenden Parkplatz gelufen und sei dann unerkannt verschwunden.

Der Mann kann laut Jansen wie folgt beschrieben werden: 1,75 bis 1,80 Meter groß – schlanke Statur – Anfang bis Mitte 20 Jahre alt – dunkle, längere Winterjacke (Parka) mit auffälligem hellbraunen Fellbesatz an der Kapuze – blaue Hose, Jeans – weiße Turnschuhe, Sneaker – schwarze Strickmütze – und der Mann sprach akzentfrei Deutsch.

Nahezu zeitgleich trat im Rossmann-Drogeriemarkt an der Kirchvordener Straße in Vöhrum ein dunkel gekleideter junger Mann an eine 51-jährige Kassiererin heran und forderte sie auf die Kasse zu öffnen. Dabei bedrohte er die Frau mit einem Messer. Die Kassiererin teilte dem Täter mit, dass sie die Kasse nicht öffnen könne, woraufhin er den Laden verließ. Zeugen konnten dem Mann noch bis zur Kirchvordener Straße folgen, verloren ihn dann jedoch in Richtung Pelikan-Werke aus den Augen.

Die Beschreibung des zweiten Täters: 1,70 Meter groß – etwa 18 Jahre alt, eventuell etwas jünger – schwarze Cargohose, mit mehreren aufgesetzten Taschen – schwarzer Kapuzenpullover, mit markanter weißer Aufschrift an den Ärmeln – schwarze Sportschuhe – und dunkle, lockige Haare. Die Peiner Polizei fragt: Wer erkennt die Täter? Wem kommen die Person bekannt vor? Wer hat die Personen eventuell im Umfeld der Tatorte gesehen? Wem sind markante Teile der Bekleidung an anderer Stelle aufgefallen?

Zeugen, die zu dieser Zeit auffällige Beobachtungen im Umfeld der Bankfiliale oder des Drogeriemarktes machen konnten, werden gebeten, sich mit der Polizei in Peine in Verbindung zu setzen. Hinweise gehen an die Wache unter der Telefonnummer

(0 51 71) 99 90.