Zeitungsartikel August 2022

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Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, August 2022


Mittwoch, 31. August 2022

Diebe stehlen Fahrrad-Akkus

Vöhrum. Ein Mitarbeiter des Fahrradhandels Hahne „An der Ziegelei“ in Vöhrum hat am Montag festgestellt, dass aus dem Verkaufsraum drei Akkus für E-Bikes gestohlen worden sind. Bislang unbekannte Täter müssen die Batterien in einem unbeobachteten Moment aus dem Laden entwendet haben. Der Mann stellte Strafanzeige bei der Peiner Polizei, die jetzt ermittelt. Der Schaden beträgt rund 1500 Euro.

Donnerstag, 25. August 2022

Langjähriger Ortsbürgermeister Bernd Leunig ist tot

Der Kommunalpolitiker und Ehrenringträger prägte fast 40 Jahre lang die Politik in Vöhrum und Peine

Von Jan Tiemann

Im Alter von 80 Jahren verstorben: Bernd Leunig.Foto: Archiv

Vöhrum. Bernd Leunig ist tot. Der langjährige Vöhrumer Ortsbürgermeister starb am 18. August im Alter von 80 Jahren. „Seine Tatkraft und sein unbändiger Wille zur Gestaltung sind in ,seiner’ Ortschaft zu erkennen und erinnern an ihn“, schreibt die Familie in der Traueranzeige.

Der Sozialdemokrat Leunig wurde 1942 in Vöhrum geboren, besuchte dort die Volksschule, anschließend die Mittelschule in Peine. Es folgte eine Berufsausbildung zum Maurer, bevor er vier Jahre zur Bundeswehr ging. Ab 1963 besuchte er die Bauschule, ein Jahr später heiratete er seine Frau Rosemarie, die von 1996 bis 2000 ehrenamtliche Peiner Landrätin war. Die beiden bekamen drei Kinder. 1970 machte sich der damals 28-Jährige mit seinem Baugeschäft selbstständig, das er bis 2000 erfolgreich führte.

Seine politische Karriere startete Leunig bei den Jusos. 1974 wurde der damals 32-Jährige Vöhrumer Ortsbürgermeister und blieb dies 32 Jahre lang. Seitdem war er auch bis zur Kommunalwahl 2011 im Rat der Stadt Peine. Dort war er Mitglied im städtischen Sportbeirat, im Planungsausschuss sowie im Bau-, Umwelt- und Feuerwehrausschuss. Leunig war stellvertretender Bürgermeister und hatte fast 20 Jahre den Vorsitz im Aufsichtsrat der Peiner Heimstätte inne. 2006 wurde er Ehrenortsbürgermeister von Vöhrum. 2011 zog sich Leunig aus der Politik zurück.

Neben der Kommunalpolitik engagierte er sich in der Baugewerken-Innung Peine, die er 12 Jahre bis Ende 2000 führte. Wegen seiner Verdienste ernannte ihn die Handwerkskammer Braunschweig zum Ehrenobermeister. 1999 bekam Leunig das Bundesverdienstkreuz und 2007 – als herausragende Auszeichnung – den Ehrenring der Stadt Peine. Mit ihm werden Menschen geehrt, die sich um das Wohl der Stadt ganz besonders verdient gemacht haben. Der Vorschlag kam seinerzeit von seinem langjährigen Weggefährten Bernd-Detlef Mau aus Dungelbeck, der 2006 den SPD-Fraktionsvorsitz im Peiner Rat übernommen hatten. „Er hat in seinem politischen Leben viel erreicht“, sagt der langjährige Dungelbecker Ortsbürgermeister. „Damit sollte seine Leistung für Peine und Vöhrum gewürdigt werden.“ Bernd Leunig sei immer hervorragend vorbereitet und bestens informiert gewesen, schildert Mau, der ebenfalls Ehrenringträger ist. Er war gradlinig und habe seinen Standpunkt vertreten, sei dabei aber immer fair geblieben.

Der Ehrenringträger und frühere Peiner Bürgermeister Michael Kessler bezeichnet Leunig als ausgesprochen engagierten und fleißigen ehrenamtlichen Politiker – sowohl als Ortsbürgermeister von Vöhrum als auch als Ratsmitglied der Stadt Peine. „Er hat sich speziell um ,seine Ortschaft’ Vöhrum sehr verdient gemacht“, betont der Sozialdemokrat. „Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sich seine Frau Rosemarie in seinen letzten schwierigen Jahren zu Hause mit großer Hingabe um ihn gekümmert hat.“

Neue Freilufthalle in Vöhrum

soll im Oktober eröffnet werden

Projekt der Volksbank BraWo liegt im Zeitplan – Trainingsmöglichkeiten für Schulen und Vereine

Beim Ortstermin (v.l.): Stefan Honrath (Leiter Volksbank-Direktion Pein), Laura Schwarz, Meike Krenz (beide BraWo McArena GmbH), Michael Schrader (Landkreis Peine), Dr. Ingo Reinhardt (Ortsbürgermeister Vöhrum), Klaus Saemann (Bürgermeister Peine), Fabian Laaß (Kreis-Pressesprecher) und Sven Krause (Volksbank).Foto: Volksbank

Vöhrum. Die BraWo-McArena in Vöhrum nimmt langsam Form an, die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Auf der Baustelle in der Nähe der IGS an der Pelikanstraße steht bereits das Gerüst der Freilufthalle und demnächst wird der Kunstrasen verlegt.

Nun machten sich Offizielle der Stadt Peine, darunter Bürgermeister Klaus Saemann (SPD), ein Bild vom Baufortschritt. „Was hier seit Baubeginn im Mai in der Kürze der Zeit entstanden ist, ist wirklich beeindruckend. Sobald die Freilufthalle komplett fertig und einsatzbereit ist, wird sie das Sportangebot in Peine sehr gut erweitern und vor allem Schulen und Vereinen Trainingsmöglichkeiten bieten“, so der Bürgermeister.

Michael Schrader, Leiter des Immobilienwirtschaftsbetriebs des Landkreis Peine, hob die Möglichkeiten hervor: „Mit dieser Freilufthalle entsteht ein weiterer Ankerpunkt, um vor allem Kinder und Jugendliche in Bewegung zu bringen. Gleichzeitig werden allen Freizeitsportlern, Vereinen, aber auch Schulen und Kitas neue, vielfältige Möglichkeiten geboten.“ Die Volksbank BraWo plane, die McArena noch Mitte Oktober zu eröffnen, legte Stefan Honrath, Leiter der Direktion Peine der Volksbank BraWo, dar. „Durch das fortschrittliche Konzept ist eine ganzjährige Nutzung möglich. Gerade zum Herbst und Winter hin ist die Halle eine hervorragende Möglichkeit für alle Altersgruppen sich sportlich zu betätigen.“

Bei der Ausführung setze man auf eine nachhaltige Bauweise. So sei zum Beispiel die Flutlichtanlage mit energiesparenden LED-Leuchten ausgestattet, erläuterte Laura Schwarz, Mitarbeiterin der BraWo McArena GmbH. Der Kunstrasen und auch die Stahlkonstruktion seien recycelbar, und als Unterbau sei ein ungebundener Schotterboden aus recyceltem Material verwendet worden.

Teamsportarten wie Fußball, Volleyball sowie Fitness und Gesundheitssport können ganzjährig auf dem überdachten Kleinfeld stattfinden. Die Freilufthalle eigne sich zudem für Aktivitäten zu Kindergeburtstagen, Firmenjubiläen oder Vereinsfesten. Hierfür sollen neben Bällen diverse Spiel-Ideen und Materialien kostenfrei zur Verfügung stehen.

Die Buchung der BraWo McArena funktioniert online: Mit nur wenigen Klicks kann die individuelle Wunschzeit reserviert und bezahlt werden. Der Belegungsplan kann demnächst unter www.brawo-mcarena.de eingesehen werden. Sonderkonditionen für Vereine oder Viel-Nutzer können per Mail an info@brawo-mcarenas.de erfragen werden. red

Samstag, 20. August 2022

Jobbörse jetzt 17 Tage virtuell, Präsenzmesse an den BBS in Vöhrum

Veranstaltung findet vom 14. bis 30. September statt – Schon über 50 Aussteller aus der gesamten Region dabei

Von Birthe Kußroll-Ihle

Digitale Messestände wie dieser des Medienhauses Madsack können individuell gestaltet werden.Foto: PAZ-Archiv

Ilsede. Gleich drei Neuheiten bringt die „Ilseder Jobbörse“ 2022 mit sich, die vom 14. bis 30. September stattfindet. Erstmals findet sie sogar 17 Tage lang als virtuelle Messe statt. Ebenfalls zum ersten Mal geht die Messe on Tour. Denn die Präsenzveranstaltung am 15. September wurde von der Gebläsehalle Ilsede in die Sporthalle der Berufsbildenden Schulen des Landkreises Peine (BBS) in Vöhrum verlegt. Und erstmals wird die Ilseder Jobbörse überregional. Das bedeutet, dass sich die Firmen aus dem Peiner Land auch an den Standorten Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg und Gifhorn digital präsentieren können, sofern sie dafür Bedarf sehen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses kompakte und effiziente Messekonzept für die Region entwickelt haben und Bewerber mit Unternehmen zusammenbringen können, die sonst vielleicht nie aufeinandertreffen würden“, sagt Gordon Firl, Geschäftsführer der Madsack Medien Ostniedersachsen (MMO), zu der auch die PAZ gehört. Dass dieses Format viele Besucherinnen und Besucher sowie Ausstellende anzieht, hat die MMO bereits erfolgreich in den Vorjahren der Pandemie auf lokaler Ebene beweisen können“, verdeutlicht Firl und ergänzt: „Durch die regionsübergreifende Ausrichtung der Messe ergibt sich nun eine sehr viel höhere Reichweite.“

Die digitale Plattform ermöglicht es den Besuchenden, von überall aus mit wenigen Klicks in die vielfältige Ausbildung- und Berufswelt einzutauchen – vom heimischen Schreibtisch aus, direkt aus dem Klassenzimmer, vom Sofa oder der Parkbank aus. Der virtuelle Messerundgang greift besonders die Gewohnheiten junger Menschen auf, Informationen via PC, Smartphone oder Tablet aus dem Internet zu beziehen. Womöglich erreichen Unternehmen diese Zielgruppen sogar noch besser.

„Bereits über 50 Aussteller haben sich bei uns angemeldet. Ihnen gefällt das Hybridformat aus persönlichen Gesprächen vor Ort, kombiniert durch die virtuelle Variante, wann immer der Besuch passt“, sagt Organisator Hans-Joachim Föste von der Gemeinde Ilsede. Viele Informationen ließen sich online sehr gut austauschen. Doch Rückmeldungen von Ausstellenden und Besuchern hätten gezeigt, dass das persönliche Treffen bei bestimmten Dingen ebenso wichtig sei.

„Als regionales Medienhaus, zu dem auch die PAZ gehört, sind wir in diesen herausfordernden Zeiten selbstverständlich ganz vorne dabei, neue zeitgemäße Formate wie die Regionale Jobbörse zu konzipieren, die ein Alleinstellungsmerkmal in der Region hat“, sagt PAZ-Vermarktungsleiter Carsten Winkler. Die Regionale Jobbörse schafft besonders für kleine Betriebe, die aus Zeitgründen oder auch Mangel an personellen oder finanziellen Ressourcen bislang nicht an Präsenzmessen teilnehmen konnten, eine optimale Möglichkeit, sich darzustellen. Ein Steckbrief mit den wichtigsten Unternehmensdaten sowie Infos über den Beruf und gegebenenfalls offene Stellen reichen aus, um den virtuellen Messestand zu erstellen. „Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt, schließlich können auf Wunsch auch Imagefilme, Live-Chats, Videofunktion, Sprechstunden sowie Verlinkungen und mehr eingefügt werden“, verdeutlicht Firl.

Zudem ist die Regionale Jobbörse eine große Chance für die Firmen vor Ort, ihre Erfahrungen mit Konferenzen, Meetings, Fortbildungen und auch Messen auf dem digitalen Weg zu sammeln. Ausstellende Unternehmen können für die verschiedensten Stellenbereiche werben, für die sie gerade Mitarbeitende suchen. Auch Einstiegsmöglichkeiten und Berufsbilder lassen sich präsentieren und der Auftritt kann durch Podcasts, Videos und Impulsvorträge ergänzt werden.

Die Messestände werden durch erfahrene Experten erstellt, die individuelle Wünsche berücksichtigen. Besondere Computer-Kenntnisse sind daher nicht notwendig. Interessierte Unternehmen können sich bis 30. August per Kontaktformular für die Teilnahme an der Ilseder Jobbörse sowie der Regionalen Jobbörse anmelden unter: www.jobboerse.gemeinde-ilsede.de.

Mittwoch, 17. August 2022

Landwirte zeigen alte Traktoren

Vöhrum. In der Veranstaltungsreihe zum Dorfjubiläum organisieren die Landwirte in Vöhrum am Samstag, 3. September, die Veranstaltung „Landmaschinen früher-heute“. Gezeigt werden alte Traktoren und landwirtschaftliche Geräte mit dem technischen Stand von 1930 bis 1960 sowie neueste Schlepper- und Landmaschinentechnik.

Die Veranstaltung wird von der Fritz-Behrens-Stiftung gefördert. Zahlreiche Interessierte werden von 10 bis 16 Uhr an Björns Scheune am Hainwaldweg 22 in Vöhrum erwartet. Ein ist die Vorführung einer historischen Dreschmaschine, die von einer Dampfmaschine angetrieben wird, eine Leihgabe des Vereins „Freunde historischer Fahrzeuge in Immensen“

Samstag, 13. August 2022

Tretbootrennen auf dem Eixer See: Machen Sie mit!

Tolle Preise zu gewinnen – Anmeldung ab heute online und über QR-Code möglich

Von Nina Schacht

Alex und Tina fahren gemeinsam Tretboot auf dem Eixer See, und auch Kjana und Elisa haben sich einen der Schwäne vom Tretbootverleih ausgeliehen. Im September findet auf dem Eixer See ein Zeitrennen statt. Foto: Ralf Büchler

Eixe. Das verspricht einen Riesen-Spaß: Auf dem Eixer See findet am Sonntag, 4. September, das erste PAZ-Tretbootrennen statt. Dabei ist Muskelkraft gefragt, denn es muss kräftig in die Pedale getreten werden. Angetreten wird in Zweier-Teams. Besucher sind natürlich herzlich willkommen, um die Starter anfeuern und einen schönen Tag am Eixer See mit der Familie zu verbringen. Doch nicht nur gute Laune ist garantiert. Die Gewinner können sich über tolle Preise freuen.

Der Tag beginnt um 10 Uhr mit einem Rennen der Tretboot-Sponsoren. Bei einem Zeitrennen wird das schnellste Unternehmen ermittelt. Ab 13 Uhr findet dann ein freies Rennen statt. Teilnehmen kann jeder, der Freude am Tretbootfahren hat. Für das Rennen ist eine Anmeldung notwendig. Das ist unter www.paz-online.de/tretboot ab sofort möglich. Oder einfach den QR-Code scannen. Teilnehmen kann jeder ab 16 Jahren. Angetreten wird beim Tretboot-Spaß in Zweierteams. Die Kosten pro Person betragen fünf Euro.

Die Teilnehmer können diese tollen Preise gewinnen:

■ 1. Platz: Reisegutschein im Wert von 1000 Euro von Fuhrmann Mundstock

■ 2. Platz: ein Grillen für 10 Personen am Eixer Haus am See

■ 3. Platz: 30 Liter Bier ebenfalls vom Eixer Haus am See

Die Sparkasse unterstützt das Tretbootrennen am Eixer See. Mit dabei ist auch Geschäftsstellenleiter Carsten Bührig. „Der Eixer See ist ein wunderschönes Naherholungsgebiet hier in Peine. Mit den neuen Tretbooten wird das Freizeitangebot noch einmal deutlich aufgewertet. Die Sparkasse hat bereits die Anschaffung der Tretboote unterstützt, da ist es selbstverständlich, dass wir auch beim Tretbootrennen dabei sind. Ich freue mich auf ein paar schöne und lustige Stunden mit spannenden Wettbewerben. Und natürlich darauf, dass der „Sparkassenschwan“ gewinnt“, sagt Bührig mit einem Lächeln.

Christian Horneffer, Inhaber der Gastronomie „Haus am See“, organisierte mit Unterstützung der PAZ und ansässigen Unternehmen im März dieses Jahres neun Tretboote. Zwei davon sollen nun für das Tretbootrennen zum Einsatz kommen. „Ich freue mich darauf, dass wir mit den Tretbooten einen schönen Tag am Eixer See haben werden.“ Am Renntag sorgt Horneffer für das leibliche Wohl der Besucher und Teilnehmer. Für die Gewinner hat Horneffer sich etwas Besonderes ausgedacht. Die Zweitplatzierten können mit zehn Personen am Haus am Eixer See Kulinarisches vom Grill genießen.

PAZ-Anzeigenleiter Carsten Winkler ist die Strecke auf dem Wasser schon Probe gefahren. Einmal um die Insel und wieder zurück an Land. „Man kommt sportlich dabei schon an seine Grenzen. Nach etwa 100 Metern fangen die Oberschenkel an zu brennen“, sagt er. Gefühlt sei er für die Testfahrt eine Viertelstunde auf dem Wasser gewesen, „doch es waren tatsächlich nur fünf Minuten“. Um mit den Tretbooten Geschwindigkeit aufbauen zu können, heißt es also: Kräftig in die Pedale treten. „Auf den Tag am Eixer See freue ich mich schon sehr und hoffe auf gutes Wetter. Wir möchten die Veranstaltung jährlich wiederholen“, kündigt Winkler an.

Übrigens: Die Tretboot-Ausleihe hat am Wettkampftag geöffnet. Wer möchte, kann sich also ein Tretboot mieten und die Teams vom Wasser aus anfeuern.

Bahnhöfe: Broistedt ist barrierefrei – und was ist mit Peine und Vöhrum?

Der Umbau hat knapp ein Jahr gedauert – In Peine und Vöhrum soll nachgebessert werden

Von Nina Schacht

Auf dem Bahnhof gibt es zwei Wetterschutzanlagen. Doch die Scheiben werden häufig zerstört oder beschmiert.

Broistedt. Unüberwindbare Stufen, zu hohe Bahnsteige oder zu niedrige Züge– nicht überall sind Bahnhöfe barrierefrei. In Broistedt wurde der Bahnhof nun für 2,4 Millionen Euro umgebaut. Zum größten Teil auf Kosten des Bundes. Ein Leitsystem hilft sehbehinderten Menschen und eine Rampe ermöglicht Rollstuhlfahrern und älteren Menschen, den Bahnsteig stufenfrei zu erreichen. Doch wie sieht es auf anderen Bahnhöfen im Kreis Peine aus?

In Vöhrum und Peine gibt es noch Nachholbedarf. Der Vöhrumer Bahnhof gilt seit 2005 als barrierefrei, war Teil des Förderprogramms „Niedersachsen ist am Zug!“ Doch in Richtung Braunschweig lassen sich die Schiebetritte – also die Überbrückung des Spalts zwischen Zug und Bahnsteig – konstruktionsbedingt nicht ausfahren. „Bis 2024 wollen wir das ändern“, sagt Detlef Haßelmann vom Regionalverband Großraum Braunschweig.

Und auch am Peiner Bahnhof, der bereits 1997 barrierefrei umgebaut wurde, soll nachgebessert werden. Der Bahnsteig wird mit einem taktilen Leitsystem neu gepflastert. Doch das Spalt-Problem zwischen Zug und Bahnsteig bleibt. Denn die Doppelstockzüge sind niedriger als der Bahnsteig. Mithilfe einer Rampe können Menschen mit Behinderung einsteigen.

Zurück nach Broistedt: Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist der Broisteder Bahnhof nun barrierefrei. Detlef Tanke, Verbandsvorsitzender des Regionalverbandes, spricht von einem „Großereignis“ – und doch müsse es eine Selbstverständlichkeit sein. Generell gebe es in Niedersachsen noch viel Nachholbedarf.

Was den Regionalverband angehe, so seien mit Broistedt aktuell 74 Prozent der Bahnhöfe für Menschen mit Einschränkungen umgebaut. Bedeutet: 34 von 46 Stationen im Verbandsgebiet sind barrierefrei. Im kommenden Jahr soll Woltwiesche umgebaut werden. Dort ist ein Bahnsteig im Zuge des Ausbaus der zweigleisigen ICE-Strecke bereits barrierefrei gestaltet worden. Bis 2029 sollen laut dem Regionalverband alle 46 Bahnhöfe barrierefrei sein.

800 Fahrgäste stiegen 2019 dort täglich in Broistedt ein und aus, 2015 waren es 250 pro Tag. Während Corona dann weniger, aufgrund des 9-Euro-Tickets sind es laut Regionalverband aktuell mehr. Über den jährlichen Anstieg der Fahrgastzahlen war Tanke selbst überrascht: „Wir planen deshalb, Verstärkerfahrten einzusetzen.“ Die Züge fahren derzeit (außer am frühen Morgen) im Stundentakt.

„Der Regionalverband möchte die Fahrgastzahlen erheblich steigern. Dazu müssen Angebot, Tarif und Infrastruktur stimmen“, sagt der Vorsitzende. Doch was folgt auf das 9-Euro-Ticket? Tanke hat das österreichische Modell im Kopf. „Also im Regionalverkehr Tickets für einen Euro am Tag, niedersachsenweit zwei Euro für ein Tagesticket und deutschlandweit drei Euro.“

Ein wichtiger infrastruktureller Schritt ist mit dem Umbau in Broistedt jetzt geschafft: Der Neubau zweier Bahnsteige auf einer Höhe von 76 Zentimetern ermöglicht einen stufenfreien Einstieg in die Züge. Vor Regen sind Fahrgäste in zwei Wetterschutzanlagen geschützt. Doch die waren schon zwei Tage nach dem Bau beschmiert, wie Ortsbürgermeister Ulrich (SPD) berichtet.

„Wir haben viele Vandalismusschäden“, beklagt Michael Klose vom Bahnhofsmanagement der DB Station&Service AG. Allein in der Gemeinde Lengede liege der Schaden aufgrund zerstörter Glasscheiben in diesem Jahr im fünfstelligen Bereich, erklärt Lengedes Bürgermeisterin Maren Wegener und zieht eine Videoüberwachung in Erwägung.

Donnerstag, 11. August 2022

Autos in Vöhrum aufgebrochen

Vöhrum. Gleich drei beschädigte Fahrzeuge entdeckten Zeugen am Mittwochmorgen auf dem Bahnhofsparkplatz in Vöhrum und informierten gegen 6.30 Uhr die Polizei. Bei zwei Opel und einem Mercedes sind die Fahrzeugscheiben zerstört worden. Aus mindestens einem Auto sind Gegenstände entwendet worden. Die Schadenhöhe ist noch unklar. Die Taten sollen sich laut Polizeibericht in den frühen Morgenstunden ereignet haben. Zeugen, die Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Peine in Verbindung zusetzen. Kontakt: (0 51 71) 9 99-0.

Freitag, 5. August 2022

Irische Musik am Eixer Haus am See

Eixe. Die Musikerinnen und Musiker der „Owl Town Irish & Scottish Session“ treffen sich am Freitag, 5. August, um 19 Uhr am Eixer Haus am See, um die Gäste mit traditionellen Jigs, Reels, Hornpipes und Songs aus Irland und Schottland zu unterhalten. Typische Instrumente wie Uilleann Pipes (Irischer Dudelsack), Harfe, Fiddle, Flöte, Mandoline, Bouzouki und Tin Whistle sorgen für den stilechten „Sound“; Lieder wie “Molly Malone“ oder „Loch Lomond“ bringen Mitsing-Atmosphäre. Der Eintritt ist frei. Eine Reservierung ist nicht möglich, rechtzeitiges Erscheinen ist empfehlenswert.

Mittwoch, 3. August 2022

Vöhrumer Schützenfest mit Feuerwerk kommt

Die Veranstaltung findet am Wochenende vom 5. bis 7. August statt

Das letzte Königsfrühstück beim Schützenfest in Vöhrum fand im Jahr 2019 statt. foto: Archiv

Vöhrum. Es ist wieder soweit: Nach zwei Jahren Coronapause findet wieder das Vöhrumer Schützenfest, von Freitag, 5. bis Sonntag, 7. August, statt. „Wir haben viel nachzuholen. Sei es, unsere Jubiläumskönige der vergangenen Jahre zu ehren oder mit Feuerwerk am Freitag und unseren Umzügen wieder eine ganz besondere Stimmung in unsere Ortschaft zu bringen“, heißt es von der Vöhrumer Junggesellschaft und der Schützengilde.

■ Los geht es am Freitag um 14 Uhr mit dem Antreten der Junggesellschaft am Dorfgemeinschaftshaus. Eine Stunde später findet der Kinderumzug mit den Peiner Walzwerkern statt, die Teilnehmer treffen sich am Festzelt. Um 17 Uhr startet auf dem Zelt eine Kinderdisco, zur gleichen Zeit treten die Chargierten vor dem Festzelt zum Abholen der Jubiläumskönige an. Auf dem Dorfplatz geht es um 19 Uhr weiter, wenn die Schützengilde antritt. Musikalisch wird es ab 20 Uhr mit einem Festkommers und Tanz. Nicht verpassen sollten Besucher das Feuerwerk auf dem Festplatz um 22.30 Uhr. Das Ende der Tanzveranstaltung ist gegen 3 Uhr geplant.

■ Am Samstag beginnt bereits um 10 Uhr das Katerfrühstück. Um 10.45 Uhr treten die Chargierten vor dem Dorfgemeinschaftshaus an und holen die Könige ab. Um 13.15 Uhr versammeln sich alle Korporationen auf dem Parkplatz vor dem Schützenheim. Ortsbürgermeister Ingo Reinhardt wird um 14 Uhr das Schützenfest offiziell vor dem Bürgerhaus eröffnen, es folgt der große Schützenausmarsch.

■ Für 17 Uhr ist die Königsproklamation geplant. Zum gemeinsamen Königsessen von Junggesellen- und Gildekönig, sowie Gästen auf dem Zelt mit Proklamation der Abteilungskönige wird um 18.30 Uhr eingeladen. Platzkarten sind für 8,50 Euro bei der Gilde erhältlich. Feierlich wird es beim Großen Schützenball um 20 Uhr. Der Sonntag beginnt mit dem Königsfrühstück um 11.30 Uhr. Restkarten zum Essen kosten an der Tageskasse 25 Euro. Um 16 Uhr findet der Ausmarsch mit dem Anbringen der Scheiben statt.

Ab 20 Uhr kann wieder getanzt werden.

Autofahrer begeht Verkehrsstraftaten

Peine. Gleich mehrere Verkehrsstraftaten soll ein 46-Jähriger in Eixe begangen haben. Er steht im Verdacht, unter Alkoholeinfluss und ohne Fahrerlaubnis Auto gefahren zu sein. Zudem soll er am Sundernweg in Eixe am Montagabend gegen 19.25 Uhr gegen ein abgestelltes Fahrrad gefahren und anschließend von der Unfallstelle geflüchtet zu sein. Die Polizei konnte den Fahrer ermitteln. Ein beim ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp über zwei Promille. Die Polizei veranlasste die Entnahme einer Blutprobe und verbot dem Mann die Weiterfahrt. Ein Verfahren wurde eingeleitet.