Zeitungsartikel Juni 2022
Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, Juni 2022
Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, Juni 2022
Mittwoch, 29. Juni 2022
Vandalismus in mehreren Peiner Schulen
An der IGS Peine, die ihren Sitz in Vöhrum hat, wurden Fensterscheiben zerstört.Foto: Büchler
Peine. Dreist: An gleich mehreren Peiner Schulen hat es in den vergangenen Tagen Sachbeschädigungen gegeben. Unbekannte Vandalen haben Fenster eingeworfen und Türen beschmiert.
■ Der Peiner Polizeisprecher Malte Jansen sagt: „An der Gunzelinschule in Peine ist eine Tür mit Farbe beschmiert worden. Außerdem wurde diese Tür beschädigt – mutmaßlich durch einen Steinwurf. Der Schaden ist am Montagmorgen vor Schulbeginn festgestellt worden und muss am Wochenende verursacht worden sein.“
■ An der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Vöhrum sind mehrere Fensterscheiben durch Steinwürfe beschädigt und teilweise zerstört worden. Der Schaden wurde ebenfalls am Montagmorgen erkannt und wahrscheinlich am Wochenende verursacht.
■ Ebenfalls mit schwarzer Farbe haben Kriminelle eine Tür der Eichendorffschule beschmiert. „Hier ist außerdem eine Kunststoffbedachung einer Dachluke zerstört worden. Möglicherweise sind ein oder mehrere Unbekannte dafür auf das Dach der Schule geklettert. Als Tatzeitraum kommt ebenso das Wochenende in Frage“, so Jansen.
Der Gesamtschaden an den Schulen liegt bei mehreren tausend Euro. Die Ermittlungen bei der Polizei in Peine laufen, insbesondere zu der Frage ob und wie die Taten in Zusammenhang stehen. Zeugen melden sich bitte bei der Polizei in Peine unter Telefon (0 51 71) 99 90.
Montag, 27. Juni 2022
Historischer Umzug, Ballnacht und Feuerwerk: Vöhrumer feiern 1000-jähriges Bestehen
Im Dorfpark wurde ein Jubiläumsstein eingeweiht – Zur Ballnacht kamen rund 400 Besucher
Von Nina Schacht und Michael Lieb
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25 Gruppen liefen durch die Vöhrumer Straßen: Die Teilnehmer hatten sich aufwendig verkleidet.Fotos: Ralf Büchler
Vöhrum. Ganz Vöhrum war am Wochenende auf den Beinen. Mit gutem Grund: Peines größte Ortschaft feierte 1000-jähriges Jubilaum. Los ging es mit einem musikalischen Freitagabend, am Samstag zog ein historischer Umzug durchVöhrum. Über ein Höhenfeuerwerk freuten sich die Vöhrumer am späten Abend. Ortsbürgermeister Ingo Reinhardt zog eine Bilanz: „Ich war überwältigt von dem bunten Bild, das sich in Vöhrums Straßen bot.“
Kleingärtner, Ortsrat, Heimatverein und Feuerwehr – sie alle zogen gemeinsam durch die Straßen und feierten das 1000-jährige Jubiläum des Dorfes. In historischen Kostümen starteten die Teilnehmer am Festplatz und marschierten zunächst bis zum Dorfpark. Die Teilnahme am Umzug war enorm. „Das sorgt für Verbundenheit im Dorf“, sagt Nadine Beyeler, die für den Kleingartenverein mitlief.
Profis im Verkleiden sind die Erzieherinnen aus dem Familienzentrum „Löwenzahn“ zwar ohnehin, doch der historische Umzug in Vöhrum bot ein besondere Gelegenheit sich in mittelalterliche Kostüme zu werfen. „Die Stimmung hier ist super, es macht einfach großen Spaß, dabei zu sein“, sagte eine Kita-Mitarbeiterin. Sie freute sich vor allem darüber, dass viele Vöhrumer am Straßenrand applaudierten und die Teilnehmer begrüßten.
Ein paar Meter weiter hinten im Umzug marschierte die Vöhrumer Feuerwehr mit. An der Spitze eine historische Handdruckspritze aus dem Jahr 1877. Zur Verfügung gestellt wurde das Löschgerät von der Duttenstedter Feuerwehr. Mittendrin im Geschehen und bei bester Laune waren auch die „Chorifeen“, der Vöhrumer Frauenchor. Sie spazierten mit Sonnenschirm durch die Straßen. Erster Stop des Umzuges war der Dorfpark. Dort weihte Ortsbürgermeister Ingo Reinhardt einen Jubiläumsstein ein. „Für uns soll dieser Granit Geschichte schreiben“, sagte Reinhardt. Weiter ging es zur zweiten Station am Spielplatz „An den zwei Bäumen“ zur Taufe zweier Silberweiden.
„Es ist ein Fest des Dorfes“, so Reinhard mit Blick auf die 1000-Jahr-Feier. Vor einem Jahr habe eine Planungsgruppe mit den Vorbereitungen begonnen, das Festkomitee schon bereits Ende 2019. „Aber der Aufwand hat sich in jedem Fall gelohnt“, sagte der Ortsbürgermeister, der natürlich auch in einem historischen Köstum am Umzug teilnahm.
Einen „Großen Zapfenstreich“ und zahlreiche musikalische Auftritte sahen die Besucher am Freitagabend. Weiterer Höhepunkt war die Ballnacht am Samstag, zu der rund 400 Besucher kamen. Die launige Festrede hielt der Direktionsleiter der Volksbank Brawo, Stefan Honrath, der in Reimform die Vorzüge Vöhrums hervorhob. Ob Bahnanschluss oder Segelflugplatz – die Ortschaft habe schon einiges zu bieten, stellte er fest. Getanzt wurde dann zur Live-Musik der Party-Band „Deep Passion“, die mit Pop- und Rock-Cover-Songs den Nerv des Publikums traf. Planmäßig unterbrochen wurde für das große Feuerwerk am späten Abend. Danach ging es im Zelt und auf der Tanzfläche im Dorfgemeinschaftshaus weiter. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert. Am Sonntag startete der Tag bereits um zehn Uhr mit einem deftigen Frühschoppen von Festwirt Christian Horneffer. Musikalisch begleitet wurde der Vormittag von der Trachtenkapelle St. Barbara. Große Freude gab es beim Gewinner des Schießens auf die Jubiläumsscheibe: die konnte sich Frank Dernedde sichern.
Nachruf: Der Theologe starb im Alter von 80 Jahren – Leo Folger war neun Jahre in Peine im Amt
Leo Folger ist am 10. Juni überraschend verstorben. Er wurde 80 Jahre alt. Foto: Katholische Pfarrgemeinde
Vöhrum. Er war ein großartiger Seelsorger und Mensch. Herzlich trat er seiner Gemeinde gegenüber: Leo Folger starb überraschend im Alter von 80 Jahren. Neun Jahre war er als Pfarrer in der Vöhrumer Pfarrgemeinde St. Josef und in Hl. Dreifaltigkeit in Hämelerwald tätig. „Die Pfarrgemeinde ’Zu den Heiligen Engeln’ ist sehr traurig“, so Dirk Iwasinski, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates. Leo Folger verstarb am 10. Juni.
Er war Pfarrer und Seelsorger mit Herz und Seele. Sein besonderes Verhältnis zur Kirche habe er in seine Gemeinde getragen.“ So konnte es geschehen, dass es an der Haustür klingelte und er dort stand – unangemeldet – und dann Sekunden später, wie hingebeamt, im Wohnzimmer der Überraschten saß, um einmal nach dem Rechten zu schauen“, so Iwasinski. „Sehr beliebt waren seine lustigen Reden beim Vöhrumer Schützenfest – ihm besonders gewogen und verbunden waren die Junggesellen“, berichtet der Vorsitzende.
Im Jahr 2000 regte Leo Folger an, die St-Josef-Kirche durch eine Josefs-Statue zu komplettieren. Dafür stellte er die Hälfte der Geldgeschenke seines Silbernen Priesterjubiläums zur Verfügung. Diese Bronzestatue vor der Kirche, die den Hl. Josef als Wanderer mit Stab und Werkzeug zeigt, erinnert seit 2003 an Pfarrer Folger.
Leo Folger absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Diesen Beruf übte er acht Jahre aus, bis er die Berufung verspürte Priester zu werden. Es folgte ein Theologie-Studium in Münster und Würzburg. Im November 1975 wurde er zum Priester geweiht. Als Seelsorger war er in einer Celler Jugendanstalt tätig. Zuletzt wohnte Pfarrer Leo Folger als Ruheständler in Hildesheim und feierte in verschiedenen Kirchen Heilige Messe. Man konnte ihm als Spaziergänger bei seinen Runden täglich begegnen.
„Alle, die ihn kannten, sind tief betroffen und traurig; er wird immer einen Platz in ihren Herzen haben“, so Iwasinski.
Vöhrum. Erst fuhr sie Schlangenlinien, dann stoppte die Frau auf einer Verkehrsinsel in Vöhrum. Dort wechselte sie mit ihrem Ehemann das Steuer. Ein Zeuge beobachtete das Geschehen und alarmierte gegen 1.55 Uhr am Sonntagmorgen die Polizei. Der 40-Jährige wurde von den Beamten angehalten. Die 37-Jährige war nicht mehr in der Lage einen Alkoholtest zu machen. Ihr Mann hatte einen Atemalkoholwert von 2,08 Promille. Beide Führerscheine wurden beschlagnahmt.
Dienstag, 14. Juni 2022
Eixe: E-Scooter über Gartenzaun geworfen, Pflanzen beschädigt
Roller zerstört teuren Kirschlorbeer – Firmen-Versicherung haftet nicht für Vandalismus
Von Jan Tiemann
Unbekannte haben einen E- Roller über den Zaun von Thomas Bierschwale in Eixe geworfen.Foto: Ralf Büchler
Eixe. Thomas Bierschwale ist sauer: „Nicht nur die Einwohner der Stadt Peine sind genervt von den grünen E-Rollern, auch in Eixe nerven diese Roller“, sagt er. Während die Roller bis vor Kurzem nur bis kurz hinter der Ortsgrenze von Vöhrum zu finden gewesen seien, tauchten sie nun auch in Eixe auf. „Tagelang stehen sie ohne abgeholt zu werden auf dem Gehweg herum und behindern so Fußgänger und Fahrradfahrer. Es kam schon des Öfteren zu kritischen Begegnungen“, hat er beobachtet.
„Wenn die Roller über den Zaun geworfen werden und dabei teure Gehölze im Garten zerstört werden, ist Schluss mit lustig.“ Dies sei bei ihm am Wochenende der Fall mit einem Bolt-Roller gewesen und ein Kirschlorbeer ist in Mitleidenschaft gezogen worden. „Wer kommt für den Schaden auf?“, fragt der Eixer. Kontaktdaten am Fahrzeug konnte er nicht finden.
„Bolt verfügt über ein umfassendes Versicherungspaket, das in der Entleihgebühr enthalten ist.“ Darunter sei eine persönliche Unfallversicherung für Schäden, die während der Fahrt, mit parkenden Rollern von Bolt sowie mit Drittpersonen entstehen würden“, berichtet ein Unternehmenssprecher. „In Fällen von Vandalismus Dritter kann unsere Versicherung den Schaden nicht regulieren.“
Eine Häufung von Beschwerden kann Bolt dagegen nicht feststellen, deren Anzahl liege in einem niedrigen, einstelligen Bereich pro Monat. „Falsch geparkte Scooter werden von unserem Betriebsteam täglich identifiziert und im Rahmen des Betriebsablaufs wieder aufgestellt. Außerdem finden sich auf allen unseren Scootern Kontaktinformationen.“ Zudem geben die E-Scooter einen Alarmton von sich, wenn sie unerlaubt vom Standort entfernt werden. Der Kundenservice von Bolt ist telefonisch unter (0 30) 568 373 989 oder per E-Mail unter Germany-rentals@bolt.eu zu erreichen. Beschwerden können online über das Beschwerdeformular zu falsch abgestellten E-Scootern unter bolt.eu/de/report-scooter/ an die Firma gerichtet werden.
„In allen Städten, in denen Bolt aktiv ist, haben wir sogenannte Non-Parking-Zonen eingerichtet. Die Miete unserer Leihfahrzeuge kann in diesen Zonen nicht beendet werden“, führt der Sprecher weiter aus. Bolt werte diese Zonen fortlaufend aus und prüfe dabei auch die Einrichtung weiterer Zonen. Darüber hinaus müssen die Kunden vor Beendigung der Fahrt über die App ein Foto zur Verifizierung des korrekt abgestellten Fahrzeuges übermitteln. Bolt hat kürzlich ein neues System zur Überprüfung der Abstellfotos mittels künstlicher Intelligenz (KI) eingeführt. Sofern die KI einen falsch geparkten E-Scooter identifiziert, erhalten die Nutzerinnen und Nutzer eine Benachrichtigung mit Informationen zum richtigen Abstellen von E-Scootern. „Zudem ist der Buchungsprozess in der App so gestaltet, dass Kunden in der App vor Antritt der Fahrt über die Parkregeln der jeweiligen Stadt aufgeklärt werden und diese Kenntnisnahme bestätigen müssen.“ Bei der Stadt Peine hat es ebenfalls keine verstärkten Beschwerden wegen der E-Roller gegeben. „Seit Beginn dieses Jahres wurden maximal ein bis zwei Beschwerden beziehungsweise Hinweise pro Monat an die Stadt herangetragen“, berichtet Petra Neumann, Sprecherin der Stadtverwaltung. „Diese werden dann direkt an den jeweils betroffenen Anbieter zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet.“
Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich die bei der Stadt eingegangenen Beschwerden und Hinweise deutlich reduziert.
Neben der Firma Bolt bietet auch Tier Mobility die Roller im Stadtgebiet an. Der Kundenservice von Tier ist unter (0 30) 568 386 51 telefonisch erreichbar oder an support@tier.app per E-Mail.
