Zeitungsartikel Dezember 2022
Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, Dezember 2022
Mittwoch, 21. Dezember 2022
Lebendiger Adventskalender mit großem Zuspruch
1.000 Jahre Vöhrum: In der größten Peiner Ortschaft kommen Mitglieder aus drei Kirchengemeinden zusammen
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Lebendiger Adventskalender in Vöhrum, hier auf dem Hof Papenburg.Fotos: Ralf Büchler
Peine. Wer in der Adventszeit durch Vöhrum geht, findet an verschiedenen Häusern selbstgebastelte Nummern von 1 bis 24. Vor diesen Häusern brennt an dem jeweiligen Dezemberdatum um 18 Uhr meist ein Feuerkorb, es ist festlich beleuchtet und Punsch, Tee oder Glühwein stehen bereit. Eine Familie, oder auch die Feuerwehr oder die Schule laden ein zu einer besinnlichen halben Stunde.
Pastorin Bettina Voß-Hölterhoff liest eine fortlaufende Geschichte, spricht ein Gebet, das Vaterunser und einen adventlichen Segen. Eingerahmt wird die kurze Andacht mit adventlichen Liedern. Manchmal spielt dazu eine Gitarre. „Ich wollte die Adventszeit als gemeinsamen Weg erlebbar machen und startete vor 30 Jahren in meiner ersten Gemeinde den Versuch, jeden Abend ein anderes „Haustürchen“ zu öffnen. Zunächst versammelten wir uns tatsächlich in den Häusern, doch nach wenigen Tagen konnten die Wohnzimmer, Küchen und Flure die Menschen nicht mehr aufnehmen und wir mussten nach draußen gehen“, erinnert die Pastorin.
Aus diesen Anfängen in Langlingen, wo Voß-Hölterhoff jahrelang Pastorin war, ist eine deutschlandweite Bewegung geworden. Und auch jetzt in Vöhrum ist der lebendige Adventskalender eine „Erfolgsgeschichte“, wie Helmut Zimmermann, Diakon der katholischen Kirche betont. Jeden Abend kommen zwischen 35 und 85 junge und ältere Menschen, auch viele Familien mit kleinen Kindern, aus allen drei Gemeinden Vöhrums zusammen. Evangelische, katholische und neuapostolische Gemeindemitglieder beteiligen sich am Adventskalender.
Ortsbürgermeister Dr. Ingo Reinhardt freut sich über den guten Zuspruch, den diese „schöne Aktion des Vöhrumer Jubiläumsjahres 1.000 Jahre und mehr“ erfährt. „Wir spüren jeden Abend etwas davon, wie das Jubiläumsjahr den Zusammenhalt in unserem Dorf gestärkt hat.“ Und Waltraud Balandis meint „Es ist einfach schön, in der dunklen Jahreszeit abends noch mal aus dem Haus zu gehen, nette Menschen zu treffen und sich auf den Sinn der Adventszeit zu besinnen“. Das letzte „Türchen“ öffnet sich dann am 24. Dezember auf dem Alten Friedhof um 15.30 Uhr zum Krippenspiel. „Dort hat der Adventsweg dann sein Ziel gefunden mit der Ankunft Gottes in unserem Leben“, so Pastorin Voß-Hölterhoff.
Die Termine der nächsten Tagen stehen im „Brückenschlag“ oder auch im Internet unter kirche-vöhrum.de.
Samstag, 17. Dezember 2022
Robert Ernst leitet seit 1972 die Trachtenkapelle St. Barbara
Jubiläumskonzert am 19. März in den Peiner Festsälen – Karten ab sofort beim Kulturring
Von Nicole Laskowski
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50 Jahre Robert Ernst: Die Trachtenkapelle St. Barbara feiert das Jubiläum ihres Leiter mit einem großen Konzert.Foto: Archiv
Abbensen. Wenn Robert Ernst erklärt, dass er bereits seit 50 Jahren die beliebte Trachtenkapelle St. Barbara leitet, glaubt man das weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick. Auch dass er schon 63 Jahre alt ist, vermutet man nicht. Dass er im zarten Alter von 13 Jahren bereits an der Spitze einer Kapelle stand, ist schon mehr als ungewöhnlich.
„St. Barbara selbst besteht seit 1961 und war eigentlich eine Bergmannskapelle. Als der Schacht auf Telgte den Betrieb einstellte, waren es aber nur noch wenige Musiker und es gab eigentlich keine Auftritte. Ich war damals schon ein paar Jahre im Spielmannszug Vöhrum aktiv und mit elf Jahren Tambourmajor. 1969 habe ich angefangen, bei der Musikschule Kruse in Lehrte Trompete zu lernen. Als es dann Anfang der 1970er keinen Leiter mehr bei St. Barbara gab, hieß es: Mach du mal!“, erinnert Ernst sich an die Anfänge.
So traf man sich dann einmal wöchentlich zum Üben in Essinghausen und es war für den jungen Robert gar nicht so einfach, in die Rolle hineinzuwachsen und gestandenen Männern zu sagen, wo es musikalisch langgeht.
„Ich habe mich dann zusammen mit meinem Vater und meinem Bruder Rüdiger dem Musikverein Edemissen angeschlossen, die bekamen mit Kurt Henze einen Berufsmusiker als Kapellmeister, da konnte man sehr viel lernen. 1977 ging ich freiwillig zur Bundeswehr und wollte Militärmusiker werden. Leider war das damals ein sehr starker Jahrgang und es gab viele Trompeter, die sich beim Ausbildungs-Musikcorps in Düsseldorf beworben hatten, genommen wurden letztlich nur fünf“, berichtet Ernst.
Der Musik blieb er aber treu, zumal seine Frau Angela ebenfalls leidenschaftlich gerne Musik macht. In den 1980er-Jahren waren die beiden fast jedes Wochenende unterwegs. Auch mit St. Barbara ging es damals aufwärts. Es kamen Musiker vom Bundesgrenzschutz-Orchester dazu, aus dem Feuerwehr-Musikzug Abbensen, der Feuerwehrkapelle Lehrte und weitere Interessenten.
1974 feierte Ernst das erste Freischießen mit und spielte damals mit der Kapelle Haack für das Bürger-Jäger-Corps. Von 1975 bis 1980 musizierte er mit der Kapelle Henze für die Walzwerker, ehe 1981 die Trachtenkapelle St. Barbara die Partnerschaft mit der Schützengilde schloss, die seitdem besteht. Damals wurde aus der Bergmannskapelle in der schwarzen Kluft die Trachtenkapelle mit Lederhosen.
„Von da an haben wir richtig viel gemacht, waren bei Ernst Mosch zum Workshop, beim Frühlingsfest der Volksmusik in Braunschweig, beim Wolters Hoffest, beim Schützenfest in Gifhorn, bei der Militär- und Blasmusikparade, bei Oktoberfesten, auf Einladung der Lufthansa in Brasilien und auf unzähligen privaten Feiern. 1986 wurde die erste Musikkassette aufgenommen, danach sollten noch eine Musikkassette und drei CD-Produktionen folgen.
„Wir haben uns immer weitergebildet mit Workshops oder Gastdirigenten. Außerdem habe ich immer Wert daraufgelegt, eine Kumpeltruppe zu haben. Es gibt sicherlich viele sehr gute Musiker, aber wenn es menschlich nicht gestimmt hat, dann habe ich mich ganz schnell davon getrennt. Mittlerweile habe ich 40 bis 50 Musiker, die ich kontaktieren kann, sodass wir immer spielfähig sind. Aus dem Landkreis Peine kommt allerdings nur noch eine Handvoll. Viele kommen aus der Region, aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet“, weiß der Vollblutmusiker zu berichten.
Nun soll es zum 50. Jubiläum des erfolgreichen Leiters ein großes Konzert in den Peiner Festsälen geben. St. Barbara tritt dort am 19. März ab 15 Uhr in großer Besetzung mit fast 30 Musikern auf. Karten gibt es für 25 Euro im Vorverkauf beim Kulturring Peine in der Geschäftsstelle oder auch über die Homepage www.kulturring-peine.de im Internet.
Deshalb kreist über Vöhrum ein Hubschrauber
Die Bundespolizei ist in Vöhrum im Einsatz. foto: f.henke@dewezet.de
Vöhrum. Einsatz für die Bundespolizei: Gegen 16 Uhr wurden die Beamten am Freitag alarmiert. Der Grund: In der Nähe der Bahnschienen hielt sich ein Schaf auf. Gemeldet wurde der Polizei der Vorfall von einem Zugführer, der das Tier gesichtet hatte. „Natürlich besteht die Gefahr, dass das Tier auf die Gleise rennt“, so die Peiner Polizei.
Deshalb sollte das Schaf per Helikopter geortet und eingefangen werden. Auch die Peiner Polizei war mit einem Streifenwagen im Einsatz. Die Beamten gehen davon aus, dass das Tier von einer angrenzenden Weide ausgebüxt ist. „Die Meldung, dass sich in der Nähe der Bahngleise ein Schaf aufhält, hatten wir in den vergangenen Tagen mehrfach“, so der Beamte. Sobald das Tier eingefangen sei, werde es an seinen Besitzer zurück gegeben.
Die Polizei stellte die Suche per Hubschrauber am Abend ein. „Wir werden aber verstärkt Streife fahren“, so der Beamte.
Dienstag, 13. Dezember 2022
Laternenumzug
in Vöhrum
Vöhrum. Anlässlich des Vöhrumer Jubiläumsjahres findet am Samstag, 17. Dezember, ein großer Laternenumzug unter dem Motto „Die Nacht der 1.000 Laternen“ statt. Die Schirmherren, das Familienzentrum Löwenzahn sowie die Kita Hort Sonnenblume und die Grundschule Vöhrum, haben bereits mit dem Bau von Laternen begonnen. Organisatorisch unterstützt der Heimat- und Kulturverein Vöhrum. Es wurden bereits mehr als 700 Nummern für bereits gebastelte Laternen vergeben. „Treffen werden wir uns ab 16.30 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus in Vöhrum, um die noch nicht nummerierten Laternen in Listen aufzunehmen, da es nach dem Laternenumzug eine Verlosung für die Kinder geben wird“, sagt Mitorganisator Holger Schütte. Start für den Umzug ist dann um 17.30 Uhr, er dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Vor und nach dem Umzug wird es an verschiedenen Ständen warme und kalte Getränke sowie Gegrilltes geben. Für Fragen steht Holger Schütte per E-Mail an holger.schuette@gmx.net zur Verfügung.
Nach Roller-Unfall: So geht es der 17-jährigen Schülerin
Rektorin spricht von hoher Betroffenheit in der Schüler- und Lehrerschaft
Von Michael Lieb
Nahe der Zufahrt zur IGS stürzte die junge Frau mit einem E-Roller auf die Straße und wurde von einem Auto erfasst.foto: Archiv
Vöhrum. Nach Tagen des Bangens und Hoffens gibt es eine gute Nachricht: Die 17-jährige Schülerin, die am 30. November bei einem Unfall im Bereich der Zufahrt zur Integrierten Gesamtschule (IGS) auf der Herrenfeldstraße schwerste Verletzungen erlitten hatte, ist inzwischen außer Lebensgefahr. Das bestätigte der Sprecher der Peiner Polizei, Malte Jansen, auf PAZ-Anfrage.
An den Berufsbildenden Schulen (BBS), die die junge Frau besucht, hat es nach dem Unfall eine „riesengroße Anteilnahme gegeben“, schildert Rektorin Maria Zerhusen. Viele Mitschüler, insbesondere aus der Klasse der 17-Jährigen, hätten den Kontakt zu den Eltern der Schülerin gesucht, Genesungswünsche und zur Aufmunterung individuelle kleine Geschenke überbracht.
Die Betroffenheit und das Mitgefühl der Schüler und Lehrer, auch an der benachbarten IGS seien überwältigend gewesen, so Zerhusen. Nach dem Unfall hatte es an beiden Schulen eine sozialpädagogische Betreuung gegeben. Teilweise wurden die angesetzten Vorabi-Klausuren verschoben.
Die 17-Jährige war am 30. November gegen 7.37 Uhr mit einem Elektro-Roller auf die Fahrbahn gestützt und von einem entgegenkommenden Auto erfasst worden. Mit lebensgefährlichen Verletzungen musste sie in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gebracht werden. Dort befand sie sich tagelang in sehr kritischem Gesundheitszustand.
Wie es zu dem Sturz mit dem E-Scooter gekommen ist, konnte noch nicht abschließend ermittelt werden. Laut Polizeisprecher Malte Jansen ist die genaue Unfallursache weiter unklar. Nach dem Unfall kam erneut eine Debatte über die unübersichtliche Verkehrssituation an der IGS-Zufahrt Herrenfeldstraße auf. Die Stadt und der Landkreis Peine sowie der Ortsrat Vöhrum erklärten, dass man an dem Thema bereits dran sei.
Dienstag, 6. Dezember 2022
Verkehrssituation an der
IGS Vöhrum soll entschärft werden
Nach dem schweren Unfall am Mittwoch wird die Kritik an den Zuständen lauter
Von Kerstin Wosnitza
Die Herrenfeldstraße in Vöhrum kurz nach Schulschluss an der IGS. foto: Ralf Büchler
Vöhrum. Kinder laufen zwischen haltenden Bussen hervor und überall stoppen Eltern mit ihren Autos, um ihre Söhne und Töchter aussteigen zu lassen: Die Situation an der Herrenfeldstraße ist jeden Morgen chaotisch. Schon lange gibt es daran Kritik. Nach dem schweren Unfall am vergangenen Mittwoch, bei dem die 17-jährige Fahrerin eines Elektro-Rollers lebensgefährlich verletzt wurde, sind diese Stimmen besonders laut. Und die Situation könnte sich mit dem geplanten Neubau einer Kita mit 90 Betreuungsplätzen in dem Bereich noch einmal deutlich verschärfen.
Das sieht auch der Ortsrat von Vöhrum so: „Die Verkehrssituation auf der Herrenfeldstraße ist ein großes Problem und eines unserer wichtigsten Themen“, betont Ortsbürgermeister Dr. Ingo Reinhardt (WG „Gemeinsam für Vöhrum/Eixe/Landwehr“), der im Gespräch mit der PAZ aber zunächst seine Sorge um die verunfallte Schülerin und die Hoffnung auf deren baldige und vollständige Genesung zum Ausdruck bringen möchte.
„Der angedachte Neubau einer Kita in der Herrenfeldstraße würde aus unserer Sicht das Verkehrsproblem verschärfen. Daher sind wir schon seit Februar im Gespräch mit der Stadtverwaltung, der Polizei, der Kreisverwaltung und der Schulleitung der IGS Peine. Aus unserer Sicht ist eine komplette Neuordnung des Verkehrs erforderlich“, sagt Reinhardt. Der große Wunsch des Ortsrates sei es, den Schulbus- und Elternverkehr und auch weitere Parkflächen auf dem freien Gelände zwischen dem Gebäude der IGS und der Herrenfeldstraße unterzubringen und so den Verkehr auf der Herrenfeldstraße zu entzerren.
„Mein letzter Sachstand stammt aus November. Da hieß es von der Verwaltung, dass die Gespräche zwischen Stadt Peine und Landkreis Peine so weit gediehen seien, dass in Kürze ein Lösungsvorschlag vorgestellt werden könne. Das habe ich so auch in der jüngsten Ortsratssitzung berichtet“, sagt der Ortsbürgermeister.
In dem Bereich angesiedelt sind die Integrierte Gesamtschule Vöhrum und die Berufsbildenden Schulen. Beide befinden sich in der Trägerschaft des Landkreises Peine. Von dort wird bestätigt, dass es konkrete Planungen gibt, die Zufahrtssituation an der IGS zu verändern. „Diese wurden der Stadt Peine vorgetragen, die als Straßenverkehrsbehörde ebenfalls über bauliche Änderungen nachdenkt“, sagt der Sprecher der Landkreis-Verwaltung, Fabian Laaß, auf Nachfrage. Da die Gespräche noch laufen, können er zurzeit leider keine konkreten Details nennen.
Die Stadt Peine äußert sich ähnlich: „Die Verkehrssituation an Schulen und Kindergärten ist in der heutigen Zeit leider kritisch zu bewerten. An der Herrenfeldstraße in Vöhrum trifft das leider morgens in ganz besonderem Maße zu“, sagt die Sprecherin der Stadtverwaltung, Petra Neumann. Deshalb seien Ortsrat, Schulleitungen sowie die Verwaltungen von Stadt und Landkreis und Polizei seit geraumer Zeit im Gespräch, um Veränderungen an der Schulzufahrt und im öffentlichen Straßenraum zu finden und zu vereinbaren.
„Aus Sicht der Stadt sollten Verbesserungen möglich sein, wenn auf dem landkreiseigenen Schulgrundstück Veränderungen erfolgen, die es der Stadt erlauben, bei baulichen Veränderungen im Seitenraum der Straße teilweise auch das Landkreisgrundstück einzubeziehen“, erläutert Neumann. Grundsätzlich hätten sich beide Verwaltungen kürzlich darauf verständigt. „Auf dieser Basis werden nun verkehrsplanerisch Varianten entwickelt, die anschließend mit der Schule und der Politik erörtert werden“, erklärt die Sprecherin das weitere Vorgehen. Allerdings könne man nicht gegen jeden Unfall oder Fehlverhalten eine planerische Abhilfe finden.
Roland Mainka, früheres Vorstandsmitglied des Kreiselternrates, geht mit den Verkehrsteilnehmern rund um die Schule hart ins Gericht. „Wer die Situation an der Herrenfeldstraße in Vöhrum einmal miterlebt hat dem ist klar, dass es einmal passieren musste! Unmengen von Kindern und Jugendlichen kreuzen zu Fuß oder mit allen möglichen Fahrzeugen die Straße“, berichtet er. Dabei würden sie sich teilweise „wie Zombies“ benehmen: Laut Mainka benutzen sie mit ihren Fahrzeugen die falsche Straßenseite, verzichten auf Beleuchtung, tragen oft keinen Helm und im Herbst und Winter bevorzugt schwarze oder zumindest dunkle Kleidung. „Aufgrund der eingesetzten Kopfhörer und dem starren Blick aufs Handy bekommen sie von der Umgebung nichts mit“, schildert Mainka seine Beobachtungen.
Dazu würden sich Elterntaxis mischen, die häufig die Verkehrsregeln missachten und die Busse „speien in regelmäßigen und eng getakteten Haltezeiten zusätzliche Schülerinnen und Schüler aus, die dann wieder in ganzen Pulks die Straße verstopfen“, so Mainka. Auch er fordert nachdrücklich Lösungen, etwa einen Bus- und Autokreisel auf der Brachfläche und eine Fußgängerampel vor der IGS-Einfahrt. „Dabei dürfen die Lösungen keinen ideologischen Schranken unterliegen, sondern müssen sich am tatsächlichen Geschehen orientieren.“
Samstag, 3. Dezember 2022
17-Jährige weiter in Lebensgefahr
Vöhrum. Die 17-jährige Schülerin, die am Mittwoch bei einem Unfall auf der Herrenfeldstraße in Vöhrum schwer verletzt worden ist, befindet sich weiterhin zur Behandlung in der Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Noch immer schwebe die Schülerin in Lebensgefahr, wie die Polizei am Freitag mitteilte.
Der schreckliche Unfall ereignete sich Mittwoch um 7.37 Uhr. Die 17-Jährige war mit einem E-Scooter auf dem Weg zu den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum, als sie aus bislang unbekannter Ursache auf die Fahrbahn stürzte und von einem entgegenkommenden Pkw erfasst wurde. Per Rettungswagen wurde die Jugendliche in die MHH-Klinik gebracht.
Freitag, 2. Dezember 2022
Unfall in Vöhrum: Schülerin in sehr kritischem Zustand
17-Jährige stürzte mit E-Scooter und wurde von Auto erfasst
Von Dennis Nobbe
Polizei und Rettungsdienst standen am Mittwochmorgen an der Unfallstelle in Vöhrum.foto: Ralf Büchler
Vöhrum. Nach dem schrecklichen Unfall am Mittwochmorgen auf der Herrenfeldstraße in Vöhrum schwebt die 17-jährige E-Scooter-Fahrerin weiterhin in Lebensgefahr. Dies teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Schülerin war mit dem Elektro-Roller auf die Fahrbahn gestützt und ist daraufhin von einem entgegenkommenden Auto erfasst worden. Die 17-Jährige war auf dem Weg zu den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum. Diese befinden sich von der Herrenfeldstraße aus hinter der Integrierten Gesamtschule (IGS), der Unfall ereignete sich auf Höhe der Einfahrt zur Schule. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde die Schülerin per Rettungswagen ins Klinikum der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gebracht. Dort hat man sie auch am Donnerstag noch behandelt, der sehr kritische Gesundheitszustand der 17-Jährigen habe sich leider nicht verbessert, heißt es seitens der Polizei.
Wie es zu dem Sturz mit dem E-Scooter gekommen ist, ist weiterhin unklar. „Möglich ist, dass die Schülerin abgelenkt wurde“, sagt der Peiner Polizeisprecher Malte Jansen. Zudem seien die Räder der Elektro-Roller anfällig, sie könnten manchmal schon bei kleinen Unebenheiten aus dem Gleichgewicht geraten. Auch dies sei eine mögliche Ursache, doch bislang sei alles rein spekulativ. Die Untersuchungen der Polizei dauern an.
