Zeitungsartikel Juli 2020

Hinweis

vöhrum.de veröffentlicht unregelmäßig Artikel aus der Peiner Allgemeinen Zeitung PAZ und dem PAZ-Portal Unter uns. Keine Gewähr auf Vollständigkeit. Das Bildmaterial kann aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden, ist aber im Digitalen Archiv Vöhrum DigAV gespeichert.

Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, Juli 2020


Freitag, 31. Juli 2020

Kein Schützenfest in Vöhrum

Vöhrum. Das von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, geplante Schützenfest in Vöhrum wird wegen der anhaltenden Corona-Pandemie abgesagt. Die Ausrichter – Junggesellschaft und Schützengilde Vöhrum – bitten trotzdem die Bewohner der Ortschaft, ihre Häuser und Gärten zu schmücken und freuen sich schon auf den „Rummel“ im Jahr 2021.

Mittwoch, 22. Juli 2020

„Einmalige Chance zur Aufwertung des Bahnhofs Vöhrum“

CDU-Fraktion wünscht sich Umsetzung der Ideen des Regionalverbands – Stadt ist auch für die Umsetzung

Von Michael Lieb

Ideenskizze des Regionalverbands für den Bahnhof Vöhrum: Die Experten schlagen vor, den Kreisel zu versetzen.Grafiken/Fotos: Privat

Vöhrum. Mehr Stellplätze für Fahrräder und Autos sowie die Schaffung von Barrierefreiheit und eine höhere Aufenthaltsqualität: Einen ganzen Katalog an Verbesserungsmöglichkeiten hatte der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB) im Februar für den Bahnhof in Vöhrum vorgestellt. Die CDU-Fraktion im Ortsrat Vöhrum, Eixe, Landwehr beantragt jetzt, diesen komplett mit einigen Änderungen umzusetzen. Die geschätzten Kosten: stolze 2,5 Millionen Euro. Der Fördersatz liegt allerdings bei 87,5 Prozent. Die Christdemokraten sehen darin eine einmalige Chance zur notwendigen Aufwertung des Bahnhofs“.

Der vorhandene Parkplatz auf der nördlichen Bahnseite sei werktags so stark ausgelastet, dass Bahnreisende und Pendler, die mit dem Auto kommen, zum Parken bereits jetzt auf die angrenzenden Straßen ausweichen müssen, erklärt Dr. Ingo Reinhardt für die CDU-Fraktion. Und die Situation könne sich in Zukunft noch drastisch verschärfen, sollte der GVH-Tarif (Großraum-Verkehr Hannover) auf Vöhrum ausgeweitet werden.

Abweichend zum Entwurf des Regionalverbands, der vier Parkreihen direkt am Bahnübergang in der Verlängerung der Straße Zum Eichholz vorsieht, schlägt die CDU vor, den Parkplatz auf der Südseite zweireihig über die gesamte Feldbreite bis zum Dorfgraben anzulegen. Vom Parkplatz aus soll nach den Vorstellungen der Christdemokraten ein etwa 330 Meter langer, asphaltierter Verbindungsweg zum Bereich des Bahnüberganges an der Schwicheldter Straße über eine Einmündung in den vorhandenen Wirtschaftsweg führen.

So könne der Parkplatz von zwei Seiten erschlossen werden. Der Verbindungsweg hätte unter anderem den Vorteil, dass Bahnpendler aus Berkum, Rosenthal und Schwicheldt nicht mehr vor den geschlossenen Bahnschranken warten müssten, so Reinhardt. Zusätzlich könne die Wilhelm-Busch-Straße vom Durchgangsverkehr entlastet und die Feldmark für den landwirtschaftlichen Verkehr frei gehalten werden. Bei geschlossener Schranke am Bahnübergang Schwicheldter Straße würden viele Autofahrer aktuell auf die Feldwege ausweichen, was von den örtlichen Landwirten als störend empfunden wird.

Laut Reinhardt sei es ausreichend, einen solchen Verbindungsweg als Wirtschaftsweg wie in der Feldmark üblich und nicht als so genannte klassifizierte Straße zu bauen. Die Kosten könnten so deutlich reduziert werden. Zusätzlich sollen abschließbare Fahrradabstellanlagen an guten Standorten in ausreichender Anzahl und Größe gebaut werden. „Damit würden wir unterstreichen, dass wir eine ,fahrradfreundliche Kommune’ sind“, so der Christdemokrat.

Experten des Regionalverbands hatten im Februar erklärt, dass mit den Ideen, die Aufenthaltsqualität am Bahnhof in Vöhrum deutlich gesteigert werden könnte. So könnte nach ihren Vorstellungen der Kreisel, der heute als Wendepunkt für Busse dient, nach hinten verlegt werden, sodass im vorderen Bereich des Geländes Parkplätze für Kurzzeitparker, die geforderte Sammelschließanlage für Fahrräder, Motorradparkplätze und Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen könnten.

Der Regionalverband wies vorsorglich darauf hin, dass für die Kreisel-Lösung auch einige Meter Privatgrundstück benötigt würden. Laut Reinhardt spreche das Projekt der „Stationsrahmenpläne im Großraum Braunschweig“ leider nur das Bahnhofsumfeld an. Der RGB und die Bahn sollten deshalb mit Nachdruck daran erinnert werden, dass auch der Bahnsteig dringend barrierefrei gestaltet werden müsse. Darüber hinaus sei es wünschenswert, den Bahnübergang am Bahnhof zu verbreitern, um damit die Raumsituation für den landwirtschaftlichen Verkehr sowie Autos, Fahrräder und Fußgänger zu verbessern, oder eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.

Bei den geschätzten Gesamtkosten von rund 2,5 Millionen Euro für das Bahnhofsprojekt und einem Fördersatz von 87,5 Prozent würde für die Stadt Peine rechnerisch ein Eigenanteil von 312 500 Euro verbleiben.

Reaktion der Stadt auf RGB-Vorschläge

Stadtsprecherin Petra Neumann erklärt zum Bahnhof Vöhrum: „Wichtig und sehr erfreulich ist, dass der Regionalverband Großraum Braunschweig RGB auf Grundlage der beauftragten Studie eine neue Förderkulisse eröffnet, die die bisherig verfügbaren Finanzhilfen erhöhen wird.“ Die aufgegriffenen Themen und Handlungsfelder für den Bahnhof Peine und für den Haltepunkt Vöhrum seien grundsätzlich geeignet. Ihre weitere Bearbeitung wäre sehr wünschenswert, und auch die angekündigte Förderquote sei natürlich attraktiv. „Aber man wird im weiteren Prozess sehen, welche Bestandteile der örtlichen Projekte dann tatsächlich als förderfähig anerkannt werden und welche finanziellen Spielräume der städtische Haushalt in den nächsten Monaten zulassen wird“, so Neumann. Die finanziellen Dimensionen zum Beispiel der Auswirkungen der Coronapandemie seien derzeit noch nicht verlässlich abzuschätzen, „sodass alle sogenannten freiwilligen Maßnahmen immer unter dem Vorbehalt der finanziellen Leistungsfähigkeit auf kommunaler Ebene stehen“.

Dienstag, 21. Juli 2020

Betrunkener im Eixer See: Promillewert sehr hoch

Arzt appelliert: „Alkoholisiert nicht ins Wasser gehen“ – Polizei hatte mehr als fünf Promille bei 30-Jährigem gemessen

Von Dennis Nobbe

Der Eixer See: Hier musste der Betrunkene von DLRG-Schwimmern gerettet werden.foto: Nathalie Diana

Eixe. Mitglieder der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft haben (DLRG) einen 30-Jährigen aus dem Eixer See gerettet, der zu ertrinken drohte – und das im knietiefen Wasser. Der Mann war stark betrunken und kippte immer wieder mit dem Gesicht voran in den See. Im Anschluss an die Rettung wollte die Polizei bei dem 30-Jährigen den Alkoholwert messen, doch konnten die Beamten lediglich feststellen, dass dieser jenseits der fünf Promille lag: Mehr kann das Messgerät nicht anzeigen. Dr. Friedrich Scheibe, Allgemeinmediziner aus Ilsede und Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Peine, erklärt: Solch ein hoher Promillewert sei für einen Nicht-Alkoholiker gar nicht zu erreichen.

„Bei regelmäßigem Alkoholkonsum stellt sich ein Gewöhnungseffekt ein. Ein Wert von mehr als fünf Promille lässt darauf schließen, dass der Mann ein regelmäßiger Trinker ist“, so Scheibe. „Wäre dies nicht der Fall, so wäre er kaum stehend in den See gekommen.“

Es gebe bestimmte Promillegrenzen, im Normalfall befände sich ein Mensch im Schockzustand, wenn er einen Wert zwischen zweieinhalb bis vier Promille erreicht. „Wer es nicht gewohnt ist, regelmäßig zu trinken, liegt bei fünf Promille wahrscheinlich im Koma“, erklärt Scheibe. Er weist zudem darauf hin, dass es in jedem Fall zu vermeiden sei, im alkoholisierten Zustand ins Wasser beziehungsweise schwimmen zu gehen. „Alkohol beeinträchtigt den Kreislauf. Wenn dann noch kaltes Wasser hinzukommt, kann dies schnell zu Kreislaufproblemen führen“, so der Allgemeinmediziner.

Der Betrunkene ist zusammen mit Freunden am Eixer See gewesen, die ebenfalls unter Alkoholeinfluss standen. Um zu vermeiden, dass diese ebenfalls ins Wasser gehen und gerettet werden müssen, sprach ihnen die Polizei vor Ort einen Platzverweis aus. „Eine Straftat lag allerdings nicht vor, entsprechend wurde keine Anzeige gestellt“, sagt Polizeisprecherin Stephanie Schmidt.

Ökogarten: Noch freie Ferien-Plätze

Vöhrum. Im Sommerferien-Programm des Tier- und Ökogartens der IGS in Vöhrum gibt es noch einige freie Plätze. Dabei kann geforscht und gewerkelt werden oder die Tiere können kennengelernt und gefüttert werden. Es gibt jetzt sogar kostenfreie, ganztägige Angebote.

Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.oekogarten-peine.de. Kostenfreie Angebote sind rot markiert.

Freitag, 17. Juli 2020

Auto auf Parkplatz beschädigt

Symbolfoto: Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.foto: Archiv

Vöhrum. Wie die Polizei jetzt mitteilt, ist es am bereits am Freitag zwischen 17.45 und 18 Uhr auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums an der Kirchvordener Straße in Vöhrum zu einer Unfallflucht gekommen: Ein unbekannter Fahrzeugführer touchierte vermutlich beim Ein- oder Ausparken den Außenspiegel eines Autos, das in der dritten Parkreihe vor dem Rossmann-Drogeriemarkt abgestellt war. Der Fahrer flüchtete, ohne sich um den von ihm angerichteten Schaden in Höhe von circa 900 Euro zu kümmern. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Vöhrum unter Telefon (0 51 71) 98 86 80 zu melden.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Warnung: Anrufer gibt sich als Polizist aus

Vöhrum. Achtung: In mindestens einem Fall hat sich ein Anrufer am Mittwoch gegen 11 Uhr bei einem Vöhrumer telefonisch gemeldet. Der zwielichtige Anrufer stellte sich als angebliche Kripo Peine vor. Indem er persönliche Daten von anderen Bewohnern aus Vöhrum (Infos aus öffentlichen Quellen) nannte, versuchte der Anrufer, Vertrauen zu erwecken und sich nach Wertgegenständen zu erkundigen. Glücklicherweise vergeblich, denn der Mann aus Vöhrum beendete das Gespräch und benachrichtigte die richtige Polizei.

Polizeisprecher Matthias Pintak warnt: „Polizeibeamte werden sich niemals telefonisch am Telefon nach ihren persönlichen Wertgegenständen erkundigen. Fallen sie nicht auf einen solchen Trick herein. Nennen sie niemals persönliche Dinge am Telefon. Im Zweifel kontaktieren sie immer ihre Polizei. Wir stehen ihnen mit Rat und Hilfe zur Verfügung.“ Kontakt unter Telefon (0 51 71) 99 90 oder 110.

Die Abiturienten 2020 der IGS Peine

Sie haben es geschafft: Süeda Akkoc, Giuliana Chiara Alonso Ávila, Leona Aumann, Greta Aumann, Chaya Bartels, Maximilian Bohling, Tassja Bosse, Lea Brauner, Elisabeth Breskott, Selin Dede, Luna Simone Diederichs, Wiktor Dytko, Sina Alem Feleke, Tom-Luca Fessel, Tabea Franz, Linda Franzke, Julius Gaida, Samuel Gasparini, Johanna Gödecke, Nicolas Grube, Hanna Sophie Grützner, Lilly Sirel Guetsoyan, Nele Guttmann, Nina Handke, Tristan Happe, Dominik Herrmann, Marie-Jeannine Hieke, Joana Hinse, Kevin Hojar, Julien Cem Hoppmann, Leonie Hüther, Dilara Karacan, Thees Keunecke, Jorrit Klamka, Celine Krause, Jonah Krause, Sophia Kühn, Jarne Kühn, Larissa Lampe, David Lengnick, Vanessa Lindauer, Jascha Mainz, Niklas Masur, Emanuel-Antonio Mata Sanz, Timo Meyer, Sonja Müller, Marie Müller, Max Müller, Claas Neumann, Laura Neumann, Katharina Nottbohm, Rebecca Nottbohm, Anna Olpp, Lasse Panzer, Damon Pape, Niklas Peinz, Celine Peters, Jannis Pfeiffer, Dominik Pfeiffer, Kristina Pitsunov, Maria Prilop, Pauline Raulfs, Luca Johannes Reetz, Romy Rettig, Pia-Marie Rogge, Thorben Rögner, Tim Rygol, Benedikt Saatze, Jakob Bjarne Sabath, Cedric Schmidt, Marielle Schrader, Rebecca Schreiner, Anna-Christina Schröder, Daniel Seifert, Lea Siegert, Lilia Spickschen, Pauline Stenzel, Luise Stolte, Alexander Strube, Emilia Strübing, Alina Titze, Maximilian Varrelmann, Victoria Varrelmann, Frauke Voiges, Paul Moritz Walter, Hannah Wanke, Henrike Wanke, Klara Watermann, Alina Weber, Sabrina Weber, Lennart Wennin, Lisanne Wurth, Enza-Marie Zahn, Saskia Ziroh. Das Foto entstand vor Corona.Foto: Bohling

Mittwoch, 15. Juli 2020

Badesaison am Eixer See startet: „Bitte auf Sauberkeit achten“

Wito stellt Hinweisschilder auf – Betretungsverbot ab 22 Uhr – DLRG mit eingeschränktem Wachdienst

Von Jan Tiemann

Sandstrand statt Terrasse am Eixer See: Christian Horneffer vom „Haus am See“ mit Mitarbeiterin Bianca Barmwater.Foto: Jan Tiemann

Eixe. Sommerzeit, Ferienzeit, Badezeit: Pünktlich zum Ferienbeginn startet am Donnerstag auch offiziell die Badesaison am Eixer See. Alles ist vorbereitet, und die DLRG wird ab Sonntag die Wachstation besetzen. Auch für die morsche Holzterrasse am „Haus am See“, die abgerissen werden musste, gibt es Ersatz: Wirt Christian Horneffer hat vorerst eine Art Sanddüne angelegt, von der man auf Liegestühlen den Idyllischen Blick auf den See genießen. „Und das soll auch so bleiben“, sagt Mercan Aslanidis von der Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (Wito). Sie appelliert an die Badegäste, auf Sauberkeit und die Benimmregeln zu achten.

Damit hat es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben. „Der Eixer See ist ein Naherholungsgebiet, und wir sind als Pächter für die Ordnung und Pflege des Sees verantwortlich“, so Aslanidis. „Für viele Familien mit Kindern ist es ein Schock, wenn sie am See und am Spielplatz jede Menge Plastikmüll, Scherben und spitze Gegenstände vorfinden.“ Es sei vollkommen in Ordnung, zum Badeausflug Essen und Trinken mitzunehmen. „Aber danach sollte jeder seinen mitgebrachten Müll wieder mitnehmen oder ordentlich in den Mülltonnen entsorgen.“ Auch die illegale Müllentsorgung ist ein großes Thema am See. Viele nutzen die Parkplätze um den Eixer, um ihren Hausmüll, Sperrmüll, Grasschnitte und Ähnliches zu entsorgen.

In der Sommersaison sind wegen der Waldbrandgefahr das Grillen sowie offenes Feuer verboten. „Erstmals werden um den See Schilder aufgestellt, um die Gäste darauf aufmerksam zu machen. Auch Shishas sind verboten“, betont Aslanidis. Leider gebe es Leute, die sich nicht daran halten. Das sei sehr ärgerlich und führe zu vielen Diskussionen. Der See ist bis 22 Uhr betretbar, danach gilt künftig ein Betretungsverbot. „Hier mussten wir nun tätig werden, da viele Gruppen sich ab 22 Uhr am See treffen und randalieren“ sagt Aslanidis. Sie würden Feuer anzünden, Tische und Bänke zerstören und anzünden oder die Mülltonnen umkippen. Das „Haus am See“ ist vom Betretungsverbot nicht betroffen und wie gewohnt geöffnet.

„Wir arbeiten gut mit der Stadt Peine zusammen“, betont Aslanidis. Ordnungsamt und Polizei fahren regelmäßig Streifen, es gibt einen Sicherheitsdienst und auch Horneffer hat ein Auge auf die Situation am See. Wito-Mitarbeiter sowie Horneffer und sein Team leeren regelmäßig die Mülltonnen und sammeln Abfall auf. „Auch gibt es sehr viele nette Menschen, die beim Joggen oder Spazieren gehen den Müll aufsammeln und somit zu einem sauberen See beitragen“, freut sich Aslanidis. „Wir sind sehr bemüht, die Sauberkeit am See bestmöglich zu organisieren. Der Appell an unsere Gäste: Wir lieben die Natur und möchten diese schützen. Helfen Sie mit, den Eixer See sauber zu halten, dann steht ungetrübten Badefreuden nichts im Wege.“

Ab Sonntag wird auch die DLRG wieder ihren ehrenamtlichen Wachdienst aufnehmen. „Wegen der Corona-Pandemie können wir dies aber nur in eingeschränktem Umfang tun“, sagt Carsten Lutz, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe Peine. Statt sechs bis sieben werden drei bis vier Ehrenamtliche Wachdienst haben, und auch das Boot werde nur Minimal eingesetzt. „Einige unserer Mitglieder gehören zur Risikogruppe, und da stehen wir in der Verantwortung.“

Selbstverständlich werden bei der DLRG Hygienestandards und Abstandsregeln eingehalten. „Unsere Freiwilligen werden sich primär um die Erste Hilfe bei kleineren Verletzungen kümmern, aber natürlich auch den Blick aufs Wasser haben“, erklärt Lutz. Aber trotzdem sollten sich Eltern ihrer Verantwortung bewusst sein und immer auf ihre Kinder und Schwimmhilfen achten, Nichtschwimmer nicht zu weit ins Wasser gehen und ungeübte Schwimmer sich nicht zu viel zu trauen.

Himmelblaue Blattkäfer gesichtet

Vöhrum. Blitzeblau leuchtet es an vielen Stellen aus dem Beet der Pfefferminzpflanzen im Vöhrumer Ökogarten. „Viele kleine Käfer, nicht viel größer als Marienkäfer, tummeln sich dort am Büfett“, sagt Betina Gube vom Ökogarten. Die Käfer heißen Himmelblaue Blattkäfer und schimmern metallisch. „Wenn wir zu viele Käfer haben, schneiden wir die Minze kurz und bringen alles zusammen zu unseren Hühnern. Die legen dafür wieder leckere, kräftig dottergelbe Eier“, sagt Gube. Um auf die Käfervielfalt aufmerksam zu machen fragt sie abschließend: „Neben Marienkäfern hat jedes Kind eventuell schon einmal einen Maikäfer gesehen, aber wer kennt zum Beispiel noch einen Kartoffelkäfer, die Plage unserer Großeltern im Hausgarten und auf den Feldern?“

Dienstag, 14. Juli 2020

Schüler-Wettbewerb „Promotion School“: Team der IGS Peine siegt

Insgesamt gehen vier von acht Preisen an Peiner Schulen – Auch Gymnasium am Silberkamp vorn mit dabei

Von Kerstin Wosnitza

Galerie öffnen

So sehen Sieger aus (v.l.): Fabian Sitkowski, Linus Pitt, Jan Malte Kruse und Joshua Gasparini gewannen mit ihrem Projekt „Back Belt – Under Pressure“.fotos: privat/allianz für die region

Peine. Dass es Schüler vor Begeisterung im Mathe-Unterricht nicht auf ihren Stühlen hält, erlebt ein Lehrer sicher nicht alle Tage. Geschehen ist dies am Montag an der IGS Peine, doch Gegenstand der Freude war nicht analytische Geometrie, Intergral- oder Wahrscheinlichkeitsrechnung, sondern eine Nachricht aufs Handy: Linus Pitt, Jan Malte Kruse, Fabian Sitkowski und Joshua Gasparini haben beim Schülerwettbewerb „Promotion School“ als Team den ersten Platz belegt. „Wir sind mitten im Unterricht aufgesprungen“, erinnern sich Fabian und Linus an den Moment, als sie von ihrem Erfolg erfuhren.

Durchgesetzt haben sie sich mit ihrer Idee „Black Belt – Under Pressure“, hinter der sich ein Haltungsgurt mit Akkupressur- und Wärmefunktion gegen Rückenschmerzen verbirgt. „Wir haben das im Rahmen unseres Seminarfachs entwickelt“, erklären die 18 und 20 Jahre alten jungen Männer, die den zwölften Jahrgang der IGS besuchen. Schon seit dem Beginn des Schuljahres sind sie mit dem Projekt beschäftigt. Für den Wettbewerb gilt es, eine gute Geschäftsidee zu entwickeln und diese dann zu vermarkten.

„Es hat ein wenig gedauert, bis wir auf den Gedanken mit dem Gurt gekommen sind. Relativ schnell stand aber fest, dass wir ein Gerät für den medizinischen Bereich entwickeln wollen, weil es dafür einen großen Markt gibt“, sagt Jan Malte. Weil Rückenleiden die häufigste Krankheit in Deutschland sind, hätten sie sich dann mit diesem Thema befasst, ergänzt Linus. „Wichtig war uns, etwas Innovatives und Nachhaltiges zu entwickeln“, berichtet Fabian.

Mitten in der Arbeit für den Wettbewerb kam dann die Corona-Krise. Die jungen Männer sahen sich plötzlich mit einer völlig veränderten Situation konfrontiert: Homeschooling und Kontaktverbote machten die ursprünglichen Planungen zunichte, und der Wettbewerb fand inklusive der Siegerehrung unverhofft komplett digitalisiert statt. Sie hätten zwar umdenken müssen, letztlich sei es aber gar nicht so schlimm gewesen. „Wir sind alle technisch versiert und gut ausgestattet, so dass wir auf digitalem Wege weitergemacht haben. Letztlich hat uns Corona womöglich sogar in die Karten gespielt, weil für uns die Präsentation mittels Video sogar ein bisschen leichter war, als wenn wir sie live hätten halten müssen“, sagt Linus. Unterstützung gab es durch die Lehrerin Rita Lerch und das Promotion-School-Team.

Insgesamt 445 Jugendliche feilten als Teilnehmer des diesjährigen Schülerwettbewerbs „Promotion School“ in den vergangenen Wochen und Monaten trotz aller Beschränkungen an ihren Geschäftsmodellen und Prototypen. Gleich für vier Teams aus dem Peiner Land hat sich der Einsatz ganz besonders gelohnt: Ein zweites Team der IGS entwickelte einen Roboter, der einen Schornstein reinigt, und schaffte es damit auf Platz 4. Die Silberkämper überzeugten mit einer Wahl-App für einfaches Wählen (Platz 6) und Ohrstöpseln für Kleintiere, um sie beispielsweise vor lauten Böller-Geräuschen zu schützen (Platz 7).

Die Teilnehmer hätten mit Ideenreichtum und zum Teil sehr ausgereiften Konzepten beeindruckt, heißt es von der Jury. Mobilität, Gesundheit, Umwelt und Produkte, die das Leben in Zeiten der Digitalisierung und Corona-Beschränkungen einfacher machen, gehörten dieses Jahr zu den beliebtesten Themen. „Besonders fasziniert hat mich die Vielfalt und Qualität der Beiträge, die teilweise auf Hochschulniveau waren. Die Gewinner überzeugten vor allem durch ihren ausgeprägten Unternehmergeist. Sie haben sicherlich so einiges für den späteren Einstieg ins Berufsleben gelernt“, erklärte Jury-Mitglied Frederik Schröder, Bereichsdirektor Firmenkunden bei der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg.

Der Wettbewerb

Die Allianz für die Region GmbH führt den Schülerwettbewerb seit 2004 jährlich in Kooperation mit der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine und der Wolfsburg AG durch. Ziel ist es, das die Schüler in die Rolle von Unternehmern schlüpfen und eine Geschäftsidee entwickeln. Zu gewinnen gab es Sachpreise im Gesamtwert von 5000 Euro. Anstatt der traditionellen Prämierungsfeier drehte das Wettbewerbsteam zusammen mit Moderator Georg Poetzsch einen kurzen Film, in dem die Gewinner beinahe wie gewohnt verkündet wurden. Auch die anderen Bestandteile des Wettbewerbs wurden digitalisiert: Statt Live-Pitches – so nennt man kurze verbale Präsentationen – vor einer Jury aus Vertretern der regionalen Wirtschaft und Verwaltung reichten die 16 Finalisten ihre Präsentationen als Videobeiträge ein. Tipps für diesen digitalen Pitch erhielten die Teilnehmer in drei kurzen Webinaren.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Erfolgreiche Dorfentwicklung

in Schwicheldt und Vöhrum

Erhebliche Zuschüsse für Umgestaltungsvorhaben – Ortstermine mit Kommunalpolitikern

Von Jan Tiemann

Galerie öffnen

Zwei Ortstermine: Die Mitglieder des städtischen Ausschusses für Planung und öffentliche Sicherheit vor der Kirche in Schwicheldt (o.) und im Dorfpark Vöhrum. Foto: Jan Tiemann

Peine. Mit der Dorfmitte in Schwicheldt und dem Dorfpark in Vöhrum hat sich der städtische Ausschuss für Planung und öffentliche Sicherheit am Mittwoch zwei größere Projekte angesehen, die mit Fördergeldern aus der Dorfentwicklung in der Kanal-Fuhse-Region-West verwirklicht wurden.

In Schwicheldt begrüßte Ortsbürgermeister Christian Bartscht (CDU) die Ausschussmitglieder. Er hat sich stark in der Dorfentwicklung, nicht nur für Schwicheldt engagiert und auch an einer Radwege- und Erlebnisbroschüre für die Kanal-Fuhse-Region-West mitgewirkt. „Der Dorfplatz ist ein Traum und sehr schön geworden“, freute sich Bartscht.

Das Bürgerhaus in Schwicheldt ist über einen Weg nun barrierefrei erreichbar und im Inneren wurde eine barrierefreie Toilette eingerichtet. Auch die Dorfmitte um die Kirche herum wurde neu gestaltet. Wege wurden erneuert und unter großer Beteiligung der Schwicheldter Bürger Rodungsarbeiten vorgenommen. „Ziel war es, die Kirche von außen sichtbar zu machen“, erklärte Karin Bukies vom Büro Stadtlandschaft.

Die Kosten bezifferte Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey mit rund 75 000 Euro für das Bürgerhaus, von denen 55 000 Euro als Zuschuss gewährt wurden. Die Dorfmitte schlägt mit 150 000 Euro zu Buche, die mit 100 000 Euro bezuschusst werden. Die Förderung entlaste den städtischen Haushalt in erheblichem Maße.

In Vöhrum begrüßten Ortsbürgermeister Dirk Franz (SPD) sowie Ausschussmitglied und Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins Vöhrum, Eixe, Landwehr, Dr. Ingo Reinhardt (CDU), die Besucher. Denn hier handelt es sich mit der Umgestaltung des Dorfparkes Vöhrum um ein öffentliches und mit dem Bau der Remise für den Heimat- und Kulturverein um ein privates Projekt, die beide aus der Dorfentwicklung gefördert wurden.

Im Dorfpark, der sich in einer Niederung befindet, wurden die Wege neu gestaltet, was wegen der schwierigen Bodenverhältnisse nicht einfach war. Außerdem gibt es einen gepflasterten Bühnenplatz. Versorgungsleitungen wurden kurzfristig umgelegt. Hier dankte Reinhardt der Verwaltung und Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) für das schnelle Handeln.

Einziges Manko aus Sicht von Reinhardt ist ein Gefälle vor der Bühne, durch das hintere Sitzreihen tiefer liegen würden. Dies soll bei einem weiteren Termin erörtert werden. „Wir sind sehr froh über die gelungene Umgestaltung, es ist bekannt, dass sie Bodenverhältnisse in Vöhrum schwierig sind“, sagte Franz. Er bedauerte, dass der Dorfpark in diesem Jahr nicht eingeweiht werden könne. Die neu gebaute Remise soll für den Heimat- und Kulturverein als Lager- und Ausstellungsraum dienen.

Die Kosten für den Dorfpark betragen nach Angaben von Tarrey etwa 147 000 Euro, von den 105 000 gefördert werden. Die Remise kostete rund 35 000 Euro, die voraussichtlich mit 20 000 Euro bezuschusst werden.

Im Anschluss setzte der Ausschuss Planung und öffentliche Sicherheit seine Sitzung im Peiner Rathaus fort. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Westlich Eichendorffstraße/An der Grundschule“ wurde einstimmig empfohlen. Damit soll im Ladenzentrum „Eulenring-Ost“ gegenüber der Eichendorffschule eine Hausarztpraxis ermöglicht werden.

Einer Vorlage zu den Verbesserungen im Radverkehr wurde ebenfalls einmütig zugestimmt.

Mittwoch, 1. Juli 2020

Tier- und Ökogarten öffnet wieder

Vöhrum. Der Tier- und Ökogarten an der Herrenfeldstraße in Vöhrum öffnet wieder. Kleinere Veranstaltungen wie Geburtstage oder auch der Ferienprogramm können und Corona-Auflagen stattfinden. Das Hygienekonzept müsse dabei zwingend eingehalten werden, schreibt Leiterin Betina Gube. In den Ferien können wieder Tierscouts ausgebildet werden. Handwerklicher Einsatz ist beim Bauen von Nist- und Futterplätzen gefragt, ebenso beim kreativen Gestalten mit Naturmaterialien. Neu ist die Be- und Verarbeitung von Bernstein. Spannend wird der Ökogarten am Abend.

Für das Ferienprogramm muss eine verbindliche Anmeldung erfolgen mit direkter Bezahlung. Anmeldungen sind möglich am Montag, 6., und Dienstag, 7. Juli, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr vor dem Forscherhaus im Tier- und Ökogarten.