Zeitungsartikel September 2020

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Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, September 2020


Mittwoch, 30. September 2020

Ortsfeuerwehr Eixe erhält neues Fahrzeug für 170 000 Euro

Der neue Flitzer ist deutlich besser ausgestattet – Atemschutz kann schon auf Anfahrt angelegt werden

Bei der Übergabe des neuen Fahrzeuges (v.l.): Klaus Saemann, Ortsbrandmeister Heiko Kulhawy, stellvertretender Ortsbrandmeister Stefan Ebert und Stadtbrandmeister Norbert Czyrnik.foto: Stadt Peine

Peine. Ein neues Fahrzeug hat jetzt die Ortsfeuerwehr Eixe erhalten. Der Bürgermeister der Stadt Peine, Klaus Saemann (SPD) übergab den nagelneuen Wagen im Wert von rund 170 000 Euro jetzt an den Eixer Ortsbrandmeister Heiko Kulhawy.

Die Ortsfeuerwehr Eixe besitzt den Status einer Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung und verfügt nun über ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) als Ersatz für das fast 30 Jahre alte TSF-Einsatzfahrzeug. Das neue Fahrzeug enthält neben der Grundausstattung weitere Ausrüstungsgegenstände, wie zum Beispiel einen Stromerzeuger oder zusätzliches Beleuchtungsmaterial. Zudem ist in dem Fahrzeug ein 600-Liter-Wassertank integriert.

Das TSF-W ist so konzipiert, dass sich die Einsatzkräfte im Bedarfsfall bereits während der Einsatzfahrt mit schwerem Atemschutz ausrüsten können. „Diese Möglichkeit stellt einen enormen Zeitgewinn im Einsatzgeschehen dar“, hieß es bei der Übergabe.

Der Fahrzeugaufbau erfolgte durch die Firma Ziegler auf einem Iveco-Daily Fahrgestell. Die Beschaffungskosten für das Fahrzeug inklusive Beladung betragen rund 170 000 Euro.

Weiterer Schüler in der

Peiner IGS an Corona erkrankt

Zwei von 100 Tests positiv – Neuntklässler war bereits in Quarantäne und infizierte sich offenbar nicht im Schulalltag

Von Christian Meyer

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Der Eingang zur IGS Peine in Vöhrum: 93 Schüler und sieben Lehrer befinden sich derzeit in Quarantäne.Fotos (2): Thomas Kröger/Britta Pedersen/dpa

Kreis Peine. Die Corona-Testergebnisse aller 93 in Quarantäne gestellten Schüler des neunten Jahrgangs sowie von sieben Lehrern der Integrierten Gesamtschule (IGS) Peine sind da – und sie sorgten für etwas Aufatmen. Die schlechte Nachricht ist zwar, dass ein weiterer Schüler an Covid-19 erkrankt ist, doch er befindet sich bereits auf dem Weg der Besserung, und alle übrigen Tests fielen negativ aus. „Das zeigt, dass unser Hygiene-Konzept zu greifen scheint und das Infektionsgeschehen sich nicht in der Schule ausgebreitet hat“, stellte Schulleiterin Ulla Pleye erleichtert fest.

Der Schüler habe sich vermutlich nicht in der Schule infiziert. Er gehöre vielmehr zu den Personen, die engen Kontakt mit dem Neuntklässler hatten, dessen Corona-Infektion vergangene Woche bekannt geworden war. Drei der sechs neunten Klassen und sieben Lehrer waren daraufhin umgehend in Quarantäne geschickt worden. Auch die Testergebnisse der Lehrer fielen negativ aus.

In Quarantäne bleiben die betroffenen Schüler und Lehrer aus Sicherheitsgründen aber noch, für sie ist Heim-Unterricht angesagt. Für die Kollegen in der Schule bedeutet das Mehrarbeit, sie müssen Vertretungsunterricht geben. Sieben Lehrer in Quarantäne – das stellt die IGS in Vöhrum vor eine Herausforderung. „Die Kollegen gehen derzeit auf dem Zahnfleisch, sie leisten unglaublich viel“, lobt Schulleiterin Pleye ihr Kollegium. Wegen der Corona-Krise habe es auch nicht mehr Krankmeldungen unter den Lehrkräften gegeben. „Im Gegenteil“, stellte die Rektorin fest. Doch Ulla Pleye befürchtet auch: „Wenn ein weiterer Fall in dieser Dimension käme, müssten wir womöglich in ein anderes Szenario gehen.“

Montag, 29.09.2020

Fast der gesamte Landkreis Peine

kommt als Endlager-Standort infrage

Atommüll: Bundesgesellschaft veröffentlicht 90 Teilgebiete im Zwischenbericht – Nur zwölf heimische Orte fallen raus

Von Christian Meyer

Emotionales Thema: Wo soll Deutschlands Atommüll gelagert werden? Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (oben die Geschäftsführer Stefan Studt und Steffen Kanitz) hat jetzt geologisch geeignete Gebiete auf einer Deutschland-Karte eingefärbt. Nur die weißen Flächen zum Beispiel rund um den ehemaligen Kalischacht bei Oedesse (Gemeinde Edemissen) oder zwischen Ilsede und Gadenstedt sind geologisch als Standort für ein Atommüll-Endlager ungeeignet. Der Untergrund des Großteils des Landkreises Peine besteht dagegen aus Tongestein (Hell- und Dunkel-Violett), das sich für einen Endlager-Standort eignet.Foto: dpa, Grafik: Bundesgesellschaft für Endlagerung, Catherine Sydow

Kreis Peine. Auch große Teile des Landkreises Peine eignen sich aufgrund der Gesteinsformationen als potenzieller Standort für ein atomares Endlager. Nur in einigen Orten in den Gemeinden Vechelde, Wendeburg und Ilsede sowie in Klein Oedesse in der Gemeinde Edemissen kann aufgeatmet werden – sie sind bereits aus dem Rennen. Das geht aus dem mit Spannung erwarteten Zwischenbericht hervor, den die in Peine ansässige Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Montag veröffentlicht hat. „Aber das ist kein Grund für die betroffenen Bürger, jetzt in Unruhe zu verfallen“, betonte Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD), der gleichzeitig Geschäftsführer des Kreisverbandes Peine im niedersächsischen Städte- und Gemeindebund ist.

Erwig rechnet damit, dass der Landkreis Peine bei der näheren Betrachtung vermutlich ungeeignet ist. „Denn wir haben relativ eng bewohnte Gemeindegebiete“, erläuterte er. Erstaunt war er zwar schon, dass große Teile des Landkreises als Teilgebiet für ein potenzielles Endlager ausgewiesen wurden, „aber vom Stuhl bin ich nicht gefallen, sonst hätten die Bürgermeister der halben Bundesrepublik auch vom Stuhl fallen müssen“, merkte Erwig an.

Denn: Die BGE hat aufgrund der geologischen Daten ermittelt, dass es sich gleich auf 54 Prozent der bundesdeutschen Fläche lohnt, Gebiete für die Endlager-Suche näher zu betrachten, sogar die Nordsee oder Großstädte waren dabei.

Einige Orte und Gebiete im Landkreis Peine sind aber bereits raus aus dem Rennen, weil dort die geologische Sicherheit fehlt. „Gebiete mit vulkanischen Aktivitäten, Bergbau oder Bohrungen zählen zum Beispiel dazu“, erläuterte BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz. Rund um Klein Oedesse in der Gemeinde Edemissen etwa hat man einst Kali abgebaut, 1936 wurde der Schacht durch Wassereinbruch zerstört. Im Südkreis fallen große Ortsteile von Groß Ilsede und Oberg weg, Gadenstedt komplett. Im Ostkreis wurden Wendeburg, Bortfeld, Wedtlenstedt, Denstorf, Sonnenberg und Groß Gleidingen komplett ausgeschlossen sowie Wierthe und Vechelade fast komplett.

90 Teilgebiete haben die rund 70 Wissenschaftler der BGE an der Eschenstraße ermittelt, doch bisher gingen sie dafür nur nach wissenschaftsbasierten Kriterien vor und suchten vor allem nach drei Wirtsgesteinen: Salz, Ton und Granit. Auch im Landkreis Peine wurden sie fündig, denn der Untergrund besteht zum Großteil aus Tongestein von dem die BGE erwartet, dass es ausreichend dicht und ausreichend groß ist, um hier unter der Erde radioaktiven Müll einzulagern. „Ein Teilgebiet ist aber noch kein Endlager-Standort“, betonte BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz. Die Wissenschaftler grenzen bei der Standort-Suche noch weiter ein, berücksichtigen dann auch Besiedlungsdichte, Naturschutzgebiete, Wasserschutzgebiete, Überschwemmungsgebiete oder Kulturdenkmäler.

Deshalb verfällt auch Lutz Erwig in seiner Doppelfunktion als Hohenhamelner Bürgermeister und Geschäftsführer des Kreisverbandes Peine im niedersächsischen Städte- und Gemeindebund nicht in Panik. „Wir warten jetzt erstmal ab, es folgt schließlich noch eine weitere Auswahl und dann die ganz enge Auswahl“, sagt er.

Kleiderspenden gesucht

Vöhrum. Die evangelische Kirchengemeinde Vöhrum, Eixe und Röhrse sammelt Kleiderspenden für den guten Zweck. Kleidung und Schuhe sowie Haushaltswäsche können im Plastikbeutel oder gut verpackt am Freitag, 2. Oktober, in der Zeit von 12 bis 18 Uhr und Samstag, 3. Oktober, von 9 bis 18 Uhr zum Anhänger der Deutschen Kleiderstiftung Spangenberg, Backhausweg 11 in Vöhrum, gebracht werden. Die Stiftung bittet ausdrücklich darum, Spenden nur in den Anhänger zu stellen.

Herbstversammlung in Vöhrum

Vöhrum. Die traditionelle Herbstversammlung in Vöhrum findet am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus im Hainwaldweg statt. Eingeladen sind Mitglieder des Ortsrates Vöhrum-Eixe-Landwehr, Vorsitzende der örtlichen Vereine, Vertreter von Kirchen, Kindertagesstätten, des Familienzentrums, des Spielkreises und der Schule. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem kulturelle Aktivitäten in den Ortschaften und das Osterfeuer.

Samstag, 26. September

Trickbetrüger in Peine und Vöhrum

Unbekannte stehlen Schmuck, Schlüssel, Geld

Die Polizei rät, niemanden ins Haus zu lassen. Symbolbild: dpa

PEINE. Gleich mehrmals haben sich am Donnerstag Unbekannte als Handwerker ausgegeben, um in Peine und Vöhrum in Wohnungen zu gelangen. Dabei entwendeten sie Bargeld und Wertgegenstände.

Gegen 12 Uhr klingelte ein bislang unbekannter Täter an der Haustür einer 67-Jährigen an der Hannoverschen Heerstraße. Der Mann sagte der Peinerin, es habe einen Wasserrohrbruch bei einem Nachbarn gegeben, nun müsse er etwas überprüfen. Unter dem Vorwand gelangte er in die Wohnung der 67-Jährigen, wo er aus dem Badezimmer zwei Goldringe stahl. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt.

Zu einem weiteren Fall kam es gegen 13 Uhr an der Gartenstraße in Peine. Auch hier konnte der falsche Handwerker eine Seniorin von einem angeblichen Wasserrohrbruch in der Nachbarschaft überzeugen. Der Mann betrat die Wohnung, später stellte sich heraus, dass er dort einen Haustürschlüssel eingesteckt hat. Kurze Zeit später waren zwei Täter an der Straße Zum Eichholz in Vöhrum erfolgreich: Ein 78-Jähriger schenkte der Geschichte der Unbekannten Glauben und ließ sie zwecks Überprüfung der Wasserleitungen in seine Wohnung. Dort stahlen die Trickbetrüger eine Geldbörse mit Bargeld, die Höhe des Schadens beträgt 45 Euro.

Stephanie Schmidt, Sprecherin der Polizei Peine, warnt: „Bitte lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung. Seien Sie skeptisch und informieren im Zweifel die Polizei.“

Neuer Coronafall an der IGS Peine: Drei Klassen in Quarantäne

Auch sieben Lehrer in Isolation – Weitere Testergebnisse Anfang kommender Woche erwartet

Von Dennis Nobbe

Die IGS Peine in Vöhrum: Am Freitag wurde ein zweiter Coronafall gemeldet.foto: Thomas Kröger

Vöhrum. Es gibt einen neuen Coronafall an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Peine in Vöhrum: Dies haben Schule und Landkreis am Freitag bestätigt. Ein Schüler des neunten Jahrgangs ist mit dem Virus infiziert. Drei Klassen und sieben Lehrkräfte befinden sich in Quarantäne. Der Schüler ist einer von vier neuen Erkrankten im Kreis Peine: 41 sind es derzeit insgesamt, wie der Landkreis am Freitag vermeldete.

Die Schule sei am Freitag gegen 11 Uhr über den Fall informiert worden, teilt IGS-Leiterin Ulla Pleye mit. Insgesamt sechs Klassen gehören zum neunten Jahrgang, drei davon seien umgehend in Quarantäne geschickt worden und bekämen nun Heimunterricht. „Nicht alle Schüler der drei Klassen sind Kontaktpersonen, doch organisatorisch lässt es sich nicht anders lösen“, so Pleye. Wer die Kontaktpersonen des Schülers außerhalb der Schule sind, werde derzeit durch das Gesundheitsamt ermittelt, so Fabian Laaß, Sprecher des Landkreises Peine.

An der IGS Peine ist es der zweite bestätigte Coronafall: Am 11. September wurde bekannt, dass sich ein Schüler des 13. Jahrgangs mit dem Virus infiziert hat. 45 Schüler und sieben Lehrkräfte mussten sich in 14-tägige Quarantäne begeben. „Aus dieser wurden sie mittlerweile wieder entlassen, auch hat sich niemand aus dem Umfeld des betroffenen Schülers angesteckt“, sagt Pleye.

Die Schulleiterin geht davon aus, dass auch im jüngsten Fall die Schüler und Lehrer zwei Wochen in Quarantäne verbringen müssen. Noch am Freitag mussten sich alle einem Coronatest unterziehen. „Montag oder Dienstag erwarten wir die Testergebnisse“, so Pleye. Weitere Maßnahmen hätten nicht ergriffen werden müssen, eine Maskenpflicht im Unterricht etwa gebe es nicht. „Außerhalb der Klassenräume müssen die Schüler aber Masken tragen“, erklärt die IGS-Leiterin. Die Gesamtzahl der Coronafälle im Kreis Peine seit Beginn der Pandemie ist von 266 auf 269 gestiegen. Gleichzeitig gibt es mit 216 Fällen auch einen Genesenen mehr als am Vortag. Im Corona-Testzentrum an der Gerhard-Lucas-Meyer-Straße wurden am Freitag 60 Abstriche genommen. 356 Einwohner aus dem Peiner Land befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, insgesamt 2071 konnten aus dieser schon wieder entlassen werden.

Kleiderspenden gesucht

Vöhrum. Die Evangelische Kirchengemeinde Vöhrum, Eixe und Röhrse sammelt Kleiderspenden für den guten Zweck. Kleidung und Schuhe sowie Haushaltswäsche können im Plastikbeutel oder gut verpackt am Freitag, 2. Oktober, von 12 bis 18 Uhr und Samstag, 3. Oktober, von 9 bis 18 Uhr zum Anhänger der Deutschen Kleiderstiftung Spangenberg, Backhausweg 11 in Vöhrum gebracht werden. Die Stiftung bittet ausdrücklich darum, Spenden nur in den Anhänger zu stellen.

Freitag, 25. September 2020

Herbstversammlung in Vöhrum

Vöhrum. Die traditionelle Herbstversammlung in Vöhrum findet am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus im Hainwaldweg statt. Eingeladen sind Mitglieder des Ortsrates Vöhrum-Eixe-Landwehr, Vorsitzende der örtlichen Vereine, Vertreter von Kirchen, Kindertagesstätten, des Familienzentrums, des Spielkreises und der Schule. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem kulturelle Aktivitäten in den Ortschaften und das Osterfeuer.

Dienstag, 22. September 2020

Radtour zu den neugestalteten Dorfmitten in Vöhrum und Schwicheld

Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig fördert Projekte mit mehr als 250 000 Euro

Von Jan Tiemann

Die neue Bühne im Dorfpark Vöhrum.Fotos: Jan Tiemann

Peine. „Grenzen überwinden, Dörfer verbinden“ – so lautet das Credo der Dorfregion Kanal-Fuhse-Region-West. Dabei geht es nicht nur darum, dass Miteinander der Dörfer zu fördern, sondern auch das Miteinander in den einzelnen Ortschaften. Wie dies durch die gelungene Gestaltung der Dorfmitten in Vöhrum und Schwicheldt geschafft wurde, davon hat sich jetzt der Arbeitskreis Dorfentwicklung überzeugt. Die Radtour fand wegen Corona zwar im kleineren Kreis statt, dafür aber bei strahlendem Sonnenschein.

Die Kanal-Fuhse-Region-West umfasst die Ortschaften Berkum, Eixe, Röhrse, Rosenthal/Hofschwicheldt, Schwicheldt und Vöhrum/Landwehr. „Es ist Halbzeit im Dorfentwicklungsprozess“, sagte Karolin Thieleking vom Planungsbüro Koris bei der Begrüßung im Dorfpark Vöhrum, dem Ausgangspunkt der Rundfahrt. „Ein ganz wichtiger Teil der Förderung zur Entwicklung des ländlichen Raumes, sind private Projekte.“ Hierfür seien von 2017 bis 2019 insgesamt 51 Anträge gestellt worden, die eine Investitionssumme von etwa 3,6 Millionen Euro umfassen und für die Zuschüsse in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro bewilligt und ausgezahlt wurden. Ergänzt wird dies durch öffentliche Projekt wie in Vöhrum und Schwicheldt.

Anfangs sei er etwas skeptisch gewesen, sagte der Vöhrumer Ortsbürgermeister Dirk Franz (SPD). Aber: „Es hat viele private Maßnahmen gegeben, und ganz vieles hat geklappt.“ Er freue sich auf die Tour und wenn die Teilnehmer wegen Corona nicht so eng beisammen stehen können, „die Dörfer sind enger zusammengerückt“.

Karin Bukies vom Planungsbüro Stadtlandschaft gab einen kurzen Überblick über die Umgestaltung des Dorfparks. Er befindet sich in einer Niederung, die Wege wurden neu gestaltet, was wegen der schwierigen Bodenverhältnisse nicht einfach war. Außerdem gibt es einen gepflasterten Bühnenplatz, und auch das Areal vor dem Bürgerhaus „Alte Pfarrei“ wurde größer und attraktiver gestaltet. Zudem mussten Versorgungsleitungen kurzfristig umgelegt werden. Die Kosten betragen etwa 147 000 Euro, von den 105 000 gefördert werden.

Ein privates Projekt ist der Bau der Remise für den Heimat- und Kulturverein Vöhrum, Eixe, Landwehr im angrenzenden ehemaligen Pfarrgarten. „Gut 400 Stunden Arbeit in Eigenleistung haben die Mitglieder in das Projekt gesteckt“, so Olaf Brokate. In dem Gebäude aus Lärchenholz ist eine historische Holzwerkstatt aus der Zeit um 1900 untergebracht, dazu dient es als Lagerraum. Die Kosten betragen rund 35 000 Euro, die voraussichtlich mit 20 000 Euro bezuschusst werden. Vor Remise steht übrigens ein Sandsteinbrunnen aus dem 18. Jahrhundert, den Ortsheimatpfleger Werner Brandes auf einem Abrissgrundstück gefunden hatte.

In Schwicheldt begrüßte Ortsbürgermeister Christian Bartscht (CDU) die Tour-Teilnehmer. Höhepunkt war hier die Eröffnung einer Boulebahn auf dem Mehrgenerationenplatz. Die Dorfentwicklung sei eine einmalige Chance, dass dörfliche Zusammenleben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Dorf zu stärken, sagte Bartscht. „Der Platz ist in die Mitte unseres Dorfes gerückt, nicht nur geografisch, sondern auch als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft.“

Die Dorfmitte um die Kirche herum hat man neu gestaltet. Wege wurden erneuert und unter Beteiligung der Schwicheldter Bürger Rodungsarbeiten vorgenommen, damit die Kirche wieder sichtbar sei, erklärte Bukies. Bei den Arbeiten seien in 50 bis 60 Zentimeter Tiefe Knochen gefunden worden. Mittlerweile sind diese in geweihter Erde bestattet. Das Bürgerhaus in Schwicheldt ist über einen Weg nun barrierefrei erreichbar, und im Inneren wurde eine barrierefreie Toilette eingerichtet. Die Kosten für das Bürgerhaus schlagen mit rund 75 000 Euro zu Buche, von denen 55 000 Euro als Zuschuss gewährt werden. Für die Dorfmitte (inklusive Boulebahn) sind 150 000 Euro aufgewendet worden, die mit 100 000 Euro bezuschusst werden.

Ortsbürgermeister Bartscht dankte dem Grundeigentümerverein „Windfeld Schwicheldt“. Dieser hat die Pflastersteine für einen Weg von der alten Schule, die von der Feuerwehr genutzt wird, an das Wegenetz und einen Beamer mit Leinwand im Bürgerhaus spendiert. Außerdem finanziert er dort neue Lamellen-Vorhänge. Alles zusammen kostet nach Angaben vom Vorsitzenden Hans-Werner Behrens gut 4000 Euro. Die Landfrauen haben ein Bienenhotel errichtet. „Auch damit kommt Leben in die Dorfmitte“, freute sich Bartscht.

Samstag, 19. September 2020

Polizei erwischt betrunkenen Fahrer

Vöhrum. Eine Streifenbesatzung hat am Donnerstagabend gegen 22 Uhr einen 69-jährigen Autofahrer auf der Straße „Unter dem Spring“ in Vöhrum kontrolliert. Dabei stellten die Beamten fest, dass der Peiner unter Alkoholeinfluss stand. Das Atemalkoholgerät zeigte einen Wert von 1,64 Promille an. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt verboten und ein Strafverfahren eingeleitet.

Eixer See: Geldbörse aus Auto gestohlen

Eixe. Sachbeschädigung und Diebstahl am Eixer See: Am Montag haben bislang unbekannte Täter in der Zeit zwischen 16.45 und 19 Uhr die Scheibe eines Autos eingeschlagen, um ein Portemonnaie von der Rückbank zu stehlen. Das Auto stand auf dem nördlichen Parkplatz des Eixer Sees. Die auf der Rückbank des Wagens liegende Geldbörse wurde mitsamt Bargeld, Bankkarten und Ausweispapieren gestohlen. Nach dem Diebstahl nutzten die Täter die Bankkarte, um in mehreren Geschäften einzukaufen. Zur Schadenshöhe kann die Polizei noch keine Angaben machen.

Mittwoch, 16. September 2020

Neue Corona-Fälle an den BBS Peine und Grundschule Lengede

Im Landkreis Peine gibt es aktuell 38 positiv getestete Personen – 89 Proben im Testzentrum genommen

Von Mirja Polreich

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An den Berufsbildenden Schulen an der Pelikanstraße in Vöhrum gibt es den dritten bestätigten Corona-Fall.foto: Mara-Ann Meeuw

Peine. An den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Peine in Vöhrum gibt es einen weiteren bestätigten Corona-Fall. Und auch die Grundschule Lengede ist betroffen: Der Landkreis Peine meldete dort am Dienstagabend ebenfalls eine Corona-Infektion.

Damit sind nun insgesamt vier Schulen im Landkreis Peine von Infektionen mit dem Corona-Virus betroffen. Auch an der Integrierten Gesamtschule Peine und dem Gymnasium am Silberkamp war jeweils ein Schüler an Covid-19 erkrankt. Weitere Fälle seien an den betroffenen Schulen nicht hinzugekommen, teilte Kreissprecher Fabian Laaß am Abend mit.

Die betroffene Schülerin der Berufsbildenden Schulen besucht die Verwaltungsklasse, die sich bereits in häuslicher Quarantäne befindet. Nachdem die Infektion mit Covid-19 bestätigt wurde, werden nun die Kontaktpersonen der Schülerin, die Symptome zeigt, ermittelt. „Wir haben 40 Personen, die sich mit Kontaktnachverfolgung beschäftigen“, so Laaß. Es werde jedoch aufgrund der steigenden Fallzahlen weiteres Personal benötigt.

Am Dienstag wurden erneut 89 Proben im Testzentrum genommen. Ausgewertet werden diese zum einen im niedersächsischen Landesgesundheitsamt, zum anderen in einem externen Labor. „Wir teilen das auf“, sagt der Kreissprecher. Ist aufgrund eines Ausbruchsgeschehens etwa an Schulen oder in Altenheimen Beratungsbedarf vorhanden, gehen die Proben häufig an das Landesgesundheitsamt, informiert Behörden-Sprecher Holger Scharlach.

Seiner Auskunft nach werden dort derzeit etwa 200 Proben täglich bearbeitet – händisch – und nicht wie in vielen Privatlaboren in voll automatisierten Laborstraßen. „Wir können so flexibler arbeiten“, erklärt Scharlach. Bis zu 300 Proben pro Tag könnten so ausgewertet werden. Auch das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit unterstütze bei Corona-Tests.

Mitarbeiter des Landkreises Peine transportieren die Tests zu den Laboren. „Die Ergebnisse liegen spätestens am nächsten Tag vor“, teilt Kreissprecher Laaß mit. Dies habe sich trotz steigender Fallzahlen nicht verändert.

Die Berufsbildenden Schulen an der Pelikanstraße in Vöhrum bereiten sich derweil auf ein mögliches „Szenario B“ vor, sollten dort noch mehr Infektionen auftreten: „Das hieße, eine Hälfte der Schüler macht Homeschooling, die andere geht weiter zur Schule“, erläutert Schulleiterin Maria Zerhusen. Dies werde allerdings durch den Landkreis Peine angeordnet. „Wir sind dabei, die Eckpunkte für digitales Lernen durchzugehen, um sicherzustellen, dass alle Schüler daran teilnehmen können“, so Zerhusen.

Zudem werde streng auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln geachtet und der Aufsicht der Schüler aufmerksam nachgegangen. „Zum Beispiel darf an der Bushaltestelle kein Kontakt zwischen den Schülern der Integrierten Gesamtschule und denen der BBS zustande kommen“, betont die Schulleiterin.

An den Berufsbildenden Schulen gibt es damit den dritten bestätigten Corona-Fall. Die erste Corona-Infektion war am Donnerstag vergangener Woche in der Fachoberschule festgestellt worden. Am Freitag folgte dann ein weiterer bestätigter Fall im Ausbildungszweig „Verwaltungsfachangestellte“. Dort ist nun auch der zweite Fall aufgetreten.

Im Landkreis Peine sind nach Stand von Dienstagabend 38 Menschen akut an Covid-19 erkrankt. Insgesamt gibt es damit 239 laborbestätigte Corona-Infektionen. 189 Personen gelten inzwischen als genesen. Bislang gab es im Peiner Land zwölf Todesfälle. 327 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.

Montag, 14. September 2020

Kein Sommerfest

in Vöhrum

Vöhrum. Der SPD Ortsverein Vöhrum-Eixe-Röhrse teilt mit, dass wegen der Corona-Pandemie das für Samstag, 19. September, geplante Sommerfest nicht stattfinden kann.

Samstag, 12. September 2020

Zweiter Corona-Fall

an den Berufsbildenden Schulen

Auch an der IGS in Vöhrum hat es eine Infektion gegeben– Landkreis: Es kann zu weiteren Fällen unter Kindern kommen

Von Mara-Ann Meeuw

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Die BBS Peine: Zwei Schüler haben sich mit dem Coronavirus infiziert.fotos (2): Mara-Ann Meeuw

Vöhrum. An den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Peine in Vöhrum gibt es einen zweiten bestätigten Corona-Fall im Ausbildungszweig „Verwaltungsfachangestellte“. Und auch in der IGS in Vöhrum wurde eine Covid-19-Erkrankung festgestellt. Betroffen ist die Wirtschaftsklasse des 13. Jahrgangs. Die Schüler und die Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Im Landkreis gibt es einen deutlichen Anstieg an Corona-Infizierten.

Für Maria Zerhusen, Schulleiterin der BBS, kam die Corona-Infektion nicht unerwartet. „Wenn man sich die Entwicklung der Corona-Infektionen in Schulen in umliegenden Städten wie Hannover, Gifhorn, Wolfsburg oder Braunschweig ansieht, war zu erwarten, dass auch Schulen im Landkreis Peine irgendwann Corona-Fälle melden“, so Zerhusen vor Bekanntwerden des zweiten Falls.

Dem betroffenen Schüler gehe es ihren Informationen zufolge gut. Nachdem der Fall bekannt wurde, seien die anderen Schüler und die Lehrer über die Situation informiert worden. „Das Gesundheitsamt ist dabei, alle Kontaktpersonen mit erhöhtem Risiko ausfindig zu machen und sie als Vorsichtsmaßnahme in Quarantäne zu schicken“, so Landkreissprecher Fabian Laaß am Freitag. Wenn nötig, würden Abstriche genommen. Die Testergebnisse stünden noch aus.

Derweil freut sich Zerhusen über die besonnene Reaktion aller Betroffenen: „Alle haben gefasst reagiert und Eigenverantwortung übernommen. Die Schüler und Lehrer haben das Gesundheitsamt kontaktiert und befinden sich jetzt im Homeschooling.“ Ihr sei es sehr wichtig, dass die Schüler wieder unterrichtet würden. Auch für die Eltern sei diese Sicherheit nach den vielen ungewissen Monaten notwendig.

„Das Kohorten-Prinzip ist gut, es funktioniert“, betont die Schulleiterin. Für jedes denkbare Szenario gebe es eine Vorgehensweise der Landesschulbehörde. „Der Unterricht für die anderen Klassen geht wie gewohnt weiter, und auch die Schüler in Quarantäne werden unterrichtet und von ihren Lehrern betreut.“

Mit nur einer betroffenen Klasse sei es gut handhabbar, doch auch für mehrere Fälle wäre die Schule gewappnet: „Falls es dazu kommen sollte, dass mehrere Klassen oder Kohorten in Quarantäne wären, ist der Unterricht der Schüler durch unser Homeschooling-System gesichert. Wichtig ist: Die Gesundheit und die Sicherheit unserer Schüler und Lehrkräfte hat immer Priorität.“

Mit dieser Einstellung sind die BBS nicht allein, denn im Landkreis sind die Schulen und Kitas auf mögliche Corona-Infektionen gut vorbereitet. Auch die Kita „Farbenzauber“ in Mehrum arbeitet mit dem Kohortenprinzip. Dort gibt es aktuell drei bestätigte Corona-Infektionen.

„Schüler und Lehrer sind sehr gewissenhaft, sie halten sich an die Maskenpflicht und nutzen die Hygienestationen“, so Maria Zerhusen. Über den Corona-Fall wurde die Schüler- und Lehrerschaft informiert. In diesen Zeiten sei es sehr wichtig, Ruhe zu bewahren, einen klaren Kopf zu behalten und den Anweisungen des Gesundheitsamtes und der Landesschulbehörde zu folgen. Die Lehrer wurden über das Angebot des Landes informiert, sich bis zu den Herbstferien kostenlos auf Corona testen lassen zu können. „Ich glaube die Situation nach den Herbstferien könnte etwas angespannter werden, denn dann ist auch Erkältungs- und Grippesaison“, sagt Zerhusen.

Zu den steigenden Fallzahlen erklärt das Gesundheitsamt: „Da auch Kindergarten- und Schulkinder zu den Kontaktpersonen mit erhöhtem Risiko gehören, kann es infolge dessen zum Auftreten von erneuten positiven Fällen in dieser Altersstufe kommen. Ob der Anstieg der Fälle im Zusammenhang mit dem Schulbeginn steht, kann im Moment nicht beurteilt werden.“

Freitag, 11. September 2020

Peine: Coronafall an den Berufsbildenden Schulen

24 Menschen im Landkreis erkrankt – 88 Abstriche entnommen

Von Jan Tiemann

An den Berufsbildenden Schulen in Vöhrum hat es am Donnerstag einen Corona-Fall gegeben. Foto: Archiv

Kreis Peine. Jetzt hat Corona auch eine Schule im Kreis Peine erreicht. An den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Peine in Vöhrum hat es einen bestätigten Fall gegeben „Eine Klasse befindet sich für eine Woche in Quarantäne“, berichtete Kreissprecher Fabian Laaß am Donnerstag. Die Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Kreis Peine ist um neun auf 24 Erkrankte gestiegen. Neben dem Fall in den BBS sind auch die beiden weiteren Fälle in der Awo-Kindertagesstätte „Farbenzauber“ in Mehrum darunter.

Auf Corona positiv getestet wurden bislang 219 Personen und insgesamt 183 gelten als genesen. Zwölf Todesfälle gab es seit dem Ausbruch der Pandemie zu beklagen. Im Corona-Testzentrum im ehemaligen Werksgasthaus an der Gerhard-Lucas-Meyer-Straße wurden 88 Abstriche entnommen.

118 Menschen befanden sich am Donnerstag in häuslicher Quarantäne. Daraus wieder entlassen wurden bislang 1585 Personen. Von dieser Sicherheitsmaßnahme waren somit insgesamt 1703 Personen betroffen. Aktuell befinden sich zwei Personen mit Verdacht auf eine Coronainfektion im Peiner Klinikum. Die betroffenen Personen sind auf der Normalstation und werden isoliert betreut.

Mittwoch, 2. September 2020

BBS wollen Erzieherausbildung anbieten

Kita-Personal: Geplant ist die Einrichtung eines Angebots in verkürzter Teilzeitform zum Schuljahr 2021/22

Von Kerstin Wosnitza

Symbolbild: Eine Erzieherin mit zwei Kindern in einer Kita. An den BBS soll die Erzieherausbildung in Teilzeit möglich werden.foto: dpa

Vöhrum. Die Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Peine wollen ab dem Schuljahr 2021/22 ein neues Angebot machen: Ermöglicht werden soll die Ausbildung zum Erzieher in Teilzeitform. Damit bekämen Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten – früher Sozialassistenten – die Möglichkeit, sich berufsbegleitend weiterzubilden und trotzdem ihrem Beruf nachzugehen. Den Antrag bei der Landesschulbehörde muss der Landkreis Peine stellen. Ein entsprechender Beschlussvorschlag wird im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport am Donnerstag, 3. September, ab 16.30 Uhr in der Aula des Ratsgymnasiums vorgelegt.

Der Schulvorstand der BBS hat einen Antrag formuliert, in dem der Vorstoß begründet wird. Schon jetzt bieten die BBS die Weiterbildung zum Erzieher an, allerdings nur in Vollzeit. „Um dem Fachkräftemangel insbesondere in Tageseinrichtungen zu begegnen, haben sich Träger mit der Bitte an uns gewandt, auch die Teilzeitmodelle anzubieten, die vom Land Niedersachsen entwickelt wurden“, heißt es im Antrag. „Auch der Landkreis Peine und die Landesschulbehörde sind mit diesem Anliegen an uns herangetreten“, sagt die Leiterin der BBS, Maria Zerhusen.

Die Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten dauert zwei Jahre, mit entsprechenden Noten oder einiger Berufserfahrung kann man sich im Anschluss weitere zwei Jahre zum Erzieher weiterbilden lassen. Das Interesse von Sozialassistenten an einer Weiterqualifizierung sei groß, aus finanziellen Gründen sei in vielen Fällen jedoch eine Vollzeitausbildung nicht möglich. Dieser Personengruppe soll nun die Möglichkeit zur Weiterbildung gegeben werden. Das Konzept sieht eine auf drei Jahre verkürzte Dauer vor (regulär wären vier Jahre). Der Unterricht findet wöchentlich abwechselnd an zwei beziehungsweise drei Tagen statt, an den anderen Tagen stehen die Auszubildenden ihren Arbeitgebern zur Verfügung.

Weitere Themen auf der Tagesordnung der Ausschuss-Sitzung sind die Jahresabschlüsse für 2019 für die Budgets von Kreisvolkshochschule, Kreismusikschule sowie dem Fachdienst Schule, Kultur und Sport und die Fortführung des Pakts für den Sport über den 31. Dezember 2021 hinaus über weitere fünf Jahre. Hintergrund: Zur Förderung der Arbeit des Kreissportbundes stellt der Landkreis Peine derzeit auf Grundlage des Paktes für den Sport eine jährliche Fördersumme in Höhe von 245 000 Euro zur Verfügung.

Im Kirchenkreis Peine fehlen Geistliche

Synode beschäftigt sich mit dem Thema Pastorenmangel

Von Mirja Polreich

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Abschied aus Vohrum: Pastorin Dorothea Wöller geht voraussichtlich im Dezember

Foto: Patricia Johnson

Peine. Viele Pastorenstellen im Kirchenkreis Peine sind unbesetzt: Seit September 2018 ist die Stelle in Dungelbeck frei. Auch die Stellen in Eltze/Eickenrode/Dedenhausen/Ohof sowie in Lengede und Solschen/Groß Bülten/Stedum sind vakant. Das wurde nun bei der Kirchenkreissynode Peine im Forum thematisiert.

Erst vor Kurzem konnte mit Eva Bartkowski die Stelle in Edemissen wieder besetzt werden, die seit Oktober 2018 frei war. Doch es zeichnen sich bereits weitere Vakanzen ab: Dorothea Wöller, seit 2013 Pastorin für Vöhrum, Eixe und Röhrse, wechselt voraussichtlich im Dezember in die Martin-Luther-Kirchengemeinde für Ehlershausen, Otze und Ramlingen. Auch Carsten Dellert, Pastor für Groß und Klein Ilsede, strebt einen Wechsel an.

Zwar sollen alle Stellen nachbesetzt werden, doch der Personalmangel ist groß. Darüber hinaus gehen im kommenden Jahr weitere Pastoren in den Ruhestand. Die Vakanzen werden derzeit durch die beiden Springerpastoren Marieta Blumenau und Lothar Dreyer, Lektoren und Prädikanten sowie Pastoren, die anteilig für den Kirchenkreis arbeiten, abgefedert.