Zeitungsartikel November 2022

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Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, November 2022


Mittwoch, 23. November 2022

Weihnachtsmärkte im Kreis Peine: Hier gibt’s Glühwein und Co.

In der Stadt und in den Gemeinden gibt es zahlreiche adventliche Angebote – Chöre und Sänger treten auf

Von Nina Schacht

Der Weihnachtsmarkt in Peine wird dieses Jahr zur Weihnachtsstadt. Im Landkreis gibt es schon im November viele Weihnachts- und Adventsmärkte. Foto: Nicole Laskowski

Peine. Glühwein, Mandeln und Lebkuchen: Überall im Landkreis Peine finden Weihnachtsmärkte statt. Die Peiner Innenstadt verwandelt sich in eine Weihnachtsstadt. Vom 25. November bis 23. Dezember erstrahlt die Innenstadt im adventlichen Glanz, so die Wirtschafts- und Tourismusförderung des Landkreises Peine (Wito). 18 Schausteller sind mit dabei. Das ist sonst noch im Kreis Peine geplant:

Anmerkung der Redaktion: Die anderen Ortschaften und Gemeinden bleiben unerwähnt …. Auszug aus dem Artikel:

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In Vöhrum findet am Samstag, 26. November, von 13 bis 19 Uhr, ein Weihnachtsmarkt statt. Die Vöhrumer Weihnachtsmarktgemeinschaft lädt zum gemütlichen Beisammensein ein. Bei Getränken und Essen spielt der Posaunenchor und der Spielmannszug. Außerdem tritt der Chor „Chorifeen“ und der Männerchor „Projekt X“ auf. Für die jungen Besucher wird ein Karrussel aufgebaut.

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Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird aktualisiert.

Samstag, 19. November 2022

Geopfad in Vöhrum: Feldweg war einst eine wichtige Handelsroute

Jungsteinzeitliche Siedlungsreste und eine Burg zeugen von Leben entlang der Hannoverschen Heerstraße

Von Michael Lieb

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Stellten die neuen Hinweistafeln zum Geopfad vor (v.l.): Ronja Lindemann vom Büro Coris, Schwicheldts Ortsbürgermeister Christian Bartscht, Sven Pleger vom Heimat- und Kulturverein Vöhrum-Eixe-Landwehr und Vöhrums Ortsbürgermeister Dr. Ingo Reinhardt. Die Übersichtskarte zeigt, wo sich der Geopfad mit seinen fünf Infotafeln befindet.Foto: Ralf Büchler/Karte: Privat

Vöhrum. Wie viele Besonderheiten kann ein alter Feldweg schon haben? Offenbar viele, wenn nur genau recherchiert wird. Die Hannoversche Heerstraße, ein Feldweg in der Gemarkung Vöhrum/Schwicheldt, war einst eine wichtige Handels- und Reiseroute, an der eine Burg stand. Zudem wurden jungsteinzeitliche Funde verlassener Siedlungen und rund hundert Millionen Jahre alte Fossilien aus zwei Erdzeitaltern entdeckt. Auch die Landwirtschaft spielte und spielt in dem Gebiet eine Rolle, wie der jetzt vorgestellte Geopfad zeigt.

Zum Hintergrund: Bereits vor einigen Jahren entstand auf Initiative des Heimat- und Kulturvereins Vöhrum-Eixe-Landwehr und des Geoparks Harz/Braunschweiger Land/Ostfalen ein Projekt aus dem Dorferneuerungsprogramm. Die Planung zog sich allerdings über einen längeren Zeitraum hin. „Nun ist es endlich umgesetzt – und das in Vöhrums Jubiläumsjahr. Fünf Infotafeln informieren die interessierten Besucher über Themen, die geballt auf rund 900 Metern Länge zu finden sind“, freut sich Initiator Sven Pleger vom Heimat- und Kulturverein Vöhrum-Eixe-Landwehr.

Er betont, dass vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht bewusst sei, dass zum Beispiel die wunderschönen Ammoniten aus den Tongruben in der wissenschaftlichen Welt der Fossilienforscher und Sammler weltberühmt sind. Heute seien diese Fossilien nicht mehr zugänglich und deshalb besonders wertvoll, so Pleger.

Viel Zuspruch begleitete das Projekt, aber auch Kompromisse mussten geschlossen werden. Mit wissenschaftlicher Unterstützung, unter anderem vom Geoparkleiter Dr. Henning Zellmer, Professor Dr. Jörg Mutterlose aus Bochum, dem Geologen Dr. Gerhard Best, Archäologe Thomas Budde sowie weiteren Helfern und Landwirten aus Vöhrum und Schwicheldt seien nun alle Tafeln an ihren Standorten mit Texten und Grafiken fertiggestellt worden. Jochen Rienau vom Büro Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung stand jahrelang beratend zur Seite.

Die offizielle Eröffnung des Geopfades steht noch aus, doch die Besucher können die Tafeln zu Fuß oder mit dem Fahrrad bereits erkunden. „Zu beachten ist, dass der Geopfad sich auf Wirtschaftswegen der Landwirtschaft befindet, die hier stets Vorrang hat“, betonen Projektleiter Dr. Zellmer und Landwirt Dirk Bartels. Die Ortsbürgermeister von Vöhrum und Schwicheldt, Dr. Ingo Reinhardt und Christian Bartscht, erklären, dass die Infotafeln neben den Erklärungen der lokalen Historie und der Erdgeschichte auch die Verbundenheit der Dörfern stärken sollen.

Im Vöhrumer Heimatmuseum wird zurzeit noch eine Vitrine bestückt, vor allem mit den weltbekannten Fossilien aus Vöhrum und Schwicheldt. Auch ein Flyer wird dort ausgelegt, der den Lehr- und Geopfad Vöhrum-Schwicheldt erläutert. Finanziert wurde das Projekt durch die Leader-Region Peine, die Stadt Peine, den Geopark, die Sparkasse und den Heimat- und Kulturverein.

Dienstag, 15. November 2022

Hainwaldschule: Förderverein tagt

Vöhrum. Die Mitgliederversammlung des Fördervereins der Hainwaldschule in Vöhrum findet am Dienstag, 29. November, ab 19 Uhr in der Mensa der Hainwaldschule statt. Für weitere Informationen kann man sich per E-Mail an foerderev-hainwaldschule@gmx.de wenden. Außerdem stehen Neuwahlen des Vorstandes für den Förderverein an.

Freitag, 11. November 2022

Berufsfindungsmarkt in den BBS: Schüler beraten Schüler

Rund 1.100 Jugendliche aus dem gesamten Landkreis Peine haben das Angebot genutzt

Von Jan Tiemann

Sawsan Qaisi Haji Shammo (links) informierte über Zahnpflege. Handfester ging es bei den Tischlern zu: Leon Müller und Lehrer Andreas Stumpe zeigen eine Obstschale.fotos: Ralf Büchler

Vöhrum. Berufsberatung mal ganz anders: Rund 1.100 Schüler aus dem Landkreis Peine haben das Angebot genutzt, um sich beim 29. Berufsfindungsmarkt in den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum über technische, kaufmännische, soziale und medizinische Berufe oder das berufliche Gymnasium und die Fachoberschule zu informieren.

Das Besondere: „Es ist eine Beratung auf Augenhöhe – Schüler beraten Schüler“, sagte BBS-Leiterin Maria Zerhusen. An 29 Stationen haben Auszubildende aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahr ihre Ausbildungsberufe und die Schulformen vorgestellt sowie Fragen rund um die beruflichen Anforderungen, das Bewerbungsverfahren und den Ausbildungsablauf beantwortet. Dazu gab es jede Menge Mitmachaktionen.

Bereits vor der Schule wurden die Ankommenden von BBS-Schülern mit Schildern erwartet, auf denen der Ausbildungsberuf oder die Schulform standen. So haben Tizian Roy (18), Jethushan Jeyashankar (20) und Lotte Gappenberger (17) vom beruflichen Gymnasium Jugendliche in Empfang genommen und zum entsprechenden Raum gebracht, wo es Informationen zu den drei Zweigen Technik, Soziales und Wirtschaft gab.

Aber auch im Foyer standen unter anderem der angehende Erzieher Sven Schöne (19) und die angehende Erzieherin Clarissa Karsten (21) bereit, um Orientierungshilfe oder per Video einen Überblick über das breit gefächerte Angebot an den BBS zu geben.

Gut besucht waren die Zahnmedizinischen Fachangestellten. Unter der Aufsicht von Teamleiterin Tanja Gren konnten Behandlungsgeräte begutachtet werden, es gab Informationen zur Zahnuntersuchung und Ezgi Temiz (18), Selvi Demirel (17) und Sandra Dag (20) zeigten, wie man Abdrücke anfertigt. Die 25-jährige Sawsan Qaisi Haji Shammo informierte über die richtige Zahnpflege. Unter anderem soll man drei Minuten lang die Zähne putzen, aber auch nicht länger, um das Zahnfleisch nicht zu reizen.

Handfester ging es bei den Tischlern zu, wo unter anderem Leon Müller (18) und Fachpraxislehrer Andreas Stumpe Rede und Antwort standen. Sie informierten über Tätigkeit, Verdienst und Ausbildung. An dem Beruf des Tischlers schätzt der 18-Jährige, „dass ich meine Kreativität und Ideen umsetzen kann. Außerdem gibt es eine gute Perspektive und mir sind kaum Grenzen gesetzt.“ Die Fachkräfte sind wie in vielen anderen Berufsfeldern begehrt. „Jeder, der hier eine ordentliche Lehre zum Tischler macht, wird später eine Arbeit finden“, sagte Stumpe.

Lukas Kruse lernt Dachdecker. Er überraschte BBS-Leiterin Zerhusen mit zwei Schiefer-Herzen, die er gefertigt hatte. Er mag es, an der frischen Luft sein und mit vielen unterschiedlichen Materialien zu arbeiten.

Großer Andrang herrschte zur Freude von Abteilungsleiter Frank Dietrich Kürbs in den Bereichen Fahrzeugtechnik, Metalltechnik und Elektrotechnik. Bei den IT-Elektronikern erläuterte Henny Ohland (19) den Schülern Rony Sharo (16) und Lucas Jindi Tschalo (16) die auf einem Brett angebrachten Komponenten eines PC.

Die beiden Jugendlichen fanden die Beratung durch die BBS-Schüler gut, weil es keinen großen Altersunterschiede gebe und man eher auf einer Augenhöhe sei als mit Lehrern. „Ich interessiere mich fürs Programmieren und für PC und bin auch sehr gut darin“, erklärte Rony Sharo. Nach seinem Realschulabschluss im nächsten Jahr möchte er an die BBS. Lucas Jindi Tschalo interessiert auch für PC und Elektronik, möchte sich aber erstmal einen Überblick verschaffen.

Für BBS-Leiterin Zerhusen war der Berufsfindungsmarkt ein voller Erfolg. „Ich bin sehr zufrieden, die Schüler waren sehr interessiert und die Kollegen hoch motiviert.“ Es sei wichtig gewesen, die vielfältigen Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten aufzuzeigen und das Interesse dafür zu wecken.

Berufsfindungsmarkt und Ilseder Jobbörse kooperieren

Schiefer-Herzen zur Überraschung (v.l.): Hans-Joachim Föste von der Gemeinde Ilsede, Dachdecker-Azubi Lukas Kruse und BBS-Leiterin Maria Zerhusen. Künftig wollen BBS und Ilseder Jobbörse kooperieren.foto: Ralf Büchler

Die Berufsbildenden Schulen (BBS) und die Gemeinde Ilsede wollen beim Berufsfindungsmarkt und bei der Ilseder Jobbörse künftig kooperieren. Dies bestätigten BBS-Leiterin Maria Zerhusen und Hans-Joachim Föste von der Gemeinde Ilsede am Rande des 29. Berufsfindungsmarktes in Vöhrum. „Zwei Messen an einem Tag ist das Motto“, erklärte Föste. Und Zerhusen ergänzte: „Wir wollen gemeinsam etwas für den Landkreis Peine tun.“

Geplant ist, dass die Praxis in den BBS stattfindet, während sich Unternehmen in der Gebläsehalle in Ilsede präsentieren können. Zwischen den Standorten wird ein Shuttle-Verkehr mit Bussen eingerichtet. Zurzeit arbeitet man an den Feinheiten. Wenn möglich, soll die Kooperation schon im kommenden Jahr starten.

Bereits im September haben die BBS und die Ilseder Jobbörse zusammengearbeitet. Weil die Gebläsehalle nicht zur Verfügung stand, wurde die 6. Ilseder Jobbörse wie berichtet in die Sporthalle der BBS verlegt. Mehr als 2.000 Jugendliche informierten sich über Jobs und Firmen. Erstmals fand die Veranstaltung darüber hinaus 17 Tage lang als virtuelle Messe statt.

Donnerstag, 10. November 2022

BBS Vöhrum: Heute ist Berufsfindungsmarkt

Schüler erhalten an 26 Stationen vielfältige Einblicke in die Berufswelt

Von Jan Tiemann

Heute findet der Berufsfindungsmarkt an den Berufsbildenden Schulen in Vöhrum statt. foto: Archiv

Vöhrum. Hilfe bei der beruflichen Orientierung und vielfältige Einblicke in die Berufswelt bietet der 29. Berufsfindungsmarkt an den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Peine in Vöhrum. Er findet diesen Donnerstag, 10. November, von 8 bis 15 Uhr statt. Die aktuellen Auszubildenden aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahr präsentieren im Schulgebäude der BBS an 26 Stationen ihre Ausbildungsberufe und Schulformen. Sie beantworten den Schülern Fragen rund um die beruflichen Anforderungen, das Bewerbungsverfahren und den Ausbildungsablauf.

„Der Weg in den Beruf ist für viele Jugendliche nicht leicht“, betont Schulleiterin Maria Zerhusen. Viele benötigten Zeit und eine umfassende Beratung auf Augenhöhe für ihre Entscheidungen. In vielen Ausbildungsberufen, beispielsweise im Handwerk oder im Bereich Erziehung, seien die beruflichen Perspektiven extrem gut. Das müsse den Lernenden unmittelbar verdeutlicht werden. Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen erhalten die Möglichkeit, unterschiedliche berufliche Tätigkeiten in den Werkstätten und Klassenräumen der BBS hautnah mitzuerleben und auszuprobieren.

Auch über das Angebot der beruflichen Doppelqualifizierung wird informiert. So besteht an den BBS Peine die Möglichkeit, parallel zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife im Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales einen Berufsabschluss zum Sozialpädagogischen Assistenten zu erwerben. Das sei ein sehr attraktives Angebot, betont die Schulleiterin.

„Der Berufsfindungsmarkt ermöglicht den Jugendlichen an vielen Stationen typische Aufgaben im Wunschberuf auszuprobieren und authentische Eindrücke aus erster Hand zu erhalten“, erklärt Bettina Conrady, Erste Kreisrätin. Nicht selten würden die aktuellen Auszubildenden sogar zu indirekten Arbeitsvermittlern werden, indem sie Kontakte für Praktikums- und Ausbildungsplätze herstellen.

Weitere Informationen und Materialien zum Berufsfindungsmarkt sind unter www.bbs-peine.de/projekte/berufsfindungsmarkt zu finden.

Holz-Kießling: Gabelstapler brennt

50 Feuerwehrleute in Vörum Einsatz

Feuerwehr-Einsatz bei Holz-Kießling in Vöhrum.Foto: Ralf Büchler

Vöhrum. Feueralarm am Mittwochabend gegen 18 Uhr in Vöhrum: Bei der Firma Holz-Kießling „An der Ziegelei“ hat es gebrannt. In einer Halle stand nach Angaben von Stadtbrandmeister Norbert Czyrnik ein Gabelstapler in Flammen, Auslöser des Feuers soll ein technischer Defekt gewesen sein. Die Feuerwehren Peine-Kernstadt und Vöhrum waren sofort mit etwa 50 Kameraden und 5 Fahrzeugen vor Ort, um zu löschen. Weil „Alarm groß“ ausgerufen wurde waren auch noch der Fachzug Atemschutz, der leitende Notarzt sowie der Rettungsdienst und die Polizei im Einsatz.

Das Feuer war schnell unter Kontrolle, der Gabelstapler wurde in der Halle gelöscht und dann ins Freie gebracht. Ein Übergreifen der Flammen in der mit Holz gefüllten Firmenhalle und damit großer Schaden habe glücklicherweise verhindert werden können, berichtete Czyrnik. Das Dach und die Umgebung der Halle wurden zur Sicherheit noch mit der Wärmebildkamera untersucht.

Gegen 19.30 Uhr waren die letzten Einsatzkräfte der Ortswehr Vöhrum eingerückt. Es gab keine Verletzten. Zu genauen Schadenshöhe konnten am Abend noch keine Angaben gemacht werden.

Dienstag, 8. November 2022

Scheibe eines Unterstandes beschädigt

Vöhrum. Wie die Polizei jetzt mitteilt, haben bislang noch unbekannte Täter irgendwann im Zeitraum zwischen Freitag, 18 Uhr, und Samstag, 10 Uhr, die Scheibe eines Fahrradunterstandes am Vöhrumer Bahnhof an der Straße „Zum Eichholz“ beschädigt. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 800 Euro. Zeugen sollen sich bei der Polizei Peine unter Telefon (0 51 71) 99 90 melden.

Freitag, 4. November 2022

Tolle Ausbildungsergebnisse: BBS Peine ausgezeichnet

Berufsbildende Schulen wurden zum dritten Mal in Folge geehrt

Von Kerstin Wosnitza

Freuen sich riesig über die Auszeichnung durch die IHK Braunschweig (von links): Hajo Danne, Yvonne Stanienda, Beate Sodemann, Maria Zerhusen und Bettina Conrady.Foto: Landkreis Peine

Vöhrum. Online-Unterricht, zahlreiche Corona-Regelungen und hohe, pandemiebedingte Krankenstände: Für Schulen waren die vergangenen mehr als eineinhalb Jahre alles andere als eine leichte Zeit. An den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Peine ist es trotz der widrigen Bedingungen gelungen, die Auszubildenden im Kaufmännischen Bereich optimal auf die zentralen Abschlussprüfungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) vorzubereiten. Dafür gab es jetzt zum dritten Mal in Folge eine Auszeichnung von der IHK Braunschweig. Die Urkunden wurden in der Schule feierlich überreicht.

Schulleiterin Maria Zerhusen, Abteilungsleiter Hajo Danne und die Erste Kreisrätin Bettina Conrady bedankten sich bei den Lehrkräften für ihr besonderes Engagement, das die Basis für die hervorragenden Ausbildungsabschlüsse bildet. „Es wurde so manche Sonderschicht geschoben, um die Auszubildenden in Kooperation mit den Betrieben optimal auf die Prüfungen vorzubereiten. Der gemeinsame Einsatz hat sich gelohnt“, betonte die Schulleiterin und bedankte sich stellvertretend bei den Teamleiterinnen Yvonne Stanienda, Andreas Brunken und Beate Sodemann für den unermüdlichen Einsatz. „Lehrer sind ganz gewiss keine ,faulen Säcke’, wie es der Altbundeskanzler Gerhard Schröder einmal ketzerisch geäußert hat“, unterstrich Danne. Die Verleihung der Urkunden sei eine große Wertschätzung der Arbeit seines Teams in den vergangenen Jahren.

Conrady betonte den hohen Stellenwert der beruflichen Bildung für den Landkreis Peine und bedankte sich bei den Lehrkräften für ihr Engagement und die Unterstützung der Auszubildenden in herausfordernden Zeiten.

„Die Urkunden für besondere Verdienste in der Ausbildung in den Bereichen Einzelhandel, Büromanagement, Industriekaufleute, Groß- und Außenhandel und Lagerlogistik sind eine besondere Anerkennung für die BBS und setzen ein positives Signal für die örtliche Wirtschaft“, sagte die Erste Kreisrätin. Eine solche Leistung könne nur mit qualitativ hochwertigem Unterricht und kontinuierlicher individueller Unterstützung der Lernenden erbracht werden. „Dieses ,Herzblut’ verdient eine besondere Anerkennung!“

Donnerstag, 3. November 2022

Geldautomaten-Sprengungen:

So geht es bei den Banken weiter

Sieben Taten zwischen Januar und Oktober – Kreditinstitute prüfen zum Teil alternative Standorte

Von Dennis Nobbe

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Kreis Peine. Ganze sieben Mal haben Kriminelle in diesem Jahr bislang im Kreis Peine Geldautomaten gesprengt. Zuletzt traf es am 20. Oktober die Filiale der Deutschen Bank in Vechelde, die sechs Male davor hatte es die Volksbank und die Sparkasse erwischt. Eine Übersicht zeigt, was passiert ist – und wie es mit den betroffenen Filialen weitergeht. Denn sie alle wurden bei den Sprengungen schwer beschädigt und mussten geschlossen werden.

Vöhrum: Zum ersten Mal in 2022 schlugen die Täter in der Nacht zum 23. Januar bei der Volksbank in Vöhrum an der Kirchvordener Straße zu. Durch die laute Detonation wurden die Anwohner wach, Zeugen berichteten von drei Männern, die mit einem dunklen Audi geflohen sollen seien. Was mit dem Standort passiert, ist noch nicht klar: „In Vöhrum prüfen wir, ob wir den Filialbetrieb am jetzigen Standort wieder aufnehmen oder dieser an anderer Stelle in Vöhrum sinnvoll und machbar wäre“, sagte Daniel Dormeyer, Sprecher der Volksbank Braunschweig Wolfsburg.

Anmerkung der Redaktion voehrum.de: Dieser Artikel ist gekürzt, um nur die für Vöhrum relevanten Stellen darzustellen.

Mittwoch, 2. November 2022

Schädlingsbefall und gesundheitliche Risiken

Von Eckhard Bruns

Auf dem Friedhof in Vöhrum wird immer wieder illegal Müll entsorgt.Foto: Eckhard Bruns

Vöhrum. Das ist sehr ärgerlich: Seit geraumer Zeit wird immer wieder Hausmüll illegal in den Abfallbehältern und auf dem Gelände des Vöhrumer Friedhofs entsorgt. Dies bestätigten jetzt Heike Peters, die für die Friedhofsverwaltung zuständige Mitarbeiterin der evangelischen Kirchengemeinde Vöhrum-Eixe-Röhrse, und Kirchenvorstand Hans-Heinrich Papenburg. „Die Beseitigung von Hausmüll, der zum Teil vergammelte Essensreste in erheblichem Ausmaß enthält, stellt uns inzwischen vor echte Probleme“, sagt Peters.

Dabei gehe es nicht nur um die Menge an Abfall, es bestehe auch die Gefahr, dass die Lebensmittelreste einen unkontrollierten Schädlingsbefall hervorrufen. Dies würde nicht nur die Pflege der Anlage erschweren, sondern zudem eine erhebliche Beeinträchtigung für die Nutzer darstellen. Außerdem berge eine derartige Müllentsorgung gesundheitliche Risiken für Mitarbeiter und Besucher des Friedhofes. Und auch die angrenzenden Grundstücke könnten von Schädlingsbefall betroffen werden.

„Wir zählen auf das verantwortliche Handeln aller Bürger im eigenen Interesse und im Interesse der Gemeinschaft“, betont Peters. „Das würde uns künftige, kostenintensive Kontrollgänge durch Überwachungspersonal und die Einbindung des Ordnungsamts in die Vorgänge ersparen.“ Peters und Papenburg bitten alle Bürger, ein offenes Auge auf dem Friedhof zu haben und entsprechende Vorkommnisse und Feststellungen zeitnah unter Telefon (0 51 71) 2 11 29 zu melden.

Dienstag, 1. November 2022

Mira Tischler aus Eixe wurde für das beste Kostum prämiert – Frauengemeinschaft organisierte die Feier

Von Janine Barresi

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Gruselige Stimmung auf der Helloween-Party in Vöhrum: Sandra Gauert mit ihrer Tochter Amelia Zoe sind Halloween-Fans. fotos (2): Janine Barresi

Vöhrum. Tolle Stimmung auf der Vöhrumer Halloween-Party! Zum ersten Mal hatte die Frauengemeinschaft zur Gruselparty in das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) eingeladen – und zahlreiche Familien waren erschienen. Das Konzept der Veranstalter ist aufgegangen: Viele Kinder kamen mit schaurigen Kostümen. Besonders spannend war die Verleihung des gruseligsten Kostüms. Gewonnen hat Mira Tischler (9) aus Eixe mit ihrem Schulmädchen-Zombie-Outfit. Überglücklich nahm sie ihren Preis entgegen.

Das gruseligste Kostüm wurde mit einem Gutschein für das Spielwarengeschäft Eulies prämiert. Die Gäste konnten durch in die Hände klatschen und mit den Füßen stampfen entscheiden, wer gewinnt. Zur Auswahl standen fünf Kostüme, unter anderem ein Hexen- und ein Batmankostüm. Die Kinder klatschten, kreischten und stampften so heftig mit den Füßen bei jedem Kostüm, dass es für Jessica Hillebrecht und DJ Kai Nürnberger schwer war, eine Gewinnerin oder einen Gewinner zu wählen.

Als Vampir verkleidet kam die sechsjährige Leah Marit Rühling. „Ihr Kostüm kommt aus der Kostümkiste“, schildert ihre Mutter Miriam Rühling. Die junge Peinerin berichtet, dass sie mit ihrer Mutter, mit ihren Geschwistern sowie mit ihrer Tante und mit ihrem Cousin zur Halloweenparty gekommen sei. Der kleine Vampir fühlte sich sichtlich wohl auf der Party und sagt freudestrahlend: „Ich finde die Musik toll und das Essen auch.“ Das Buffet wurde mit Spenden finanziert, schilderte Hillebrecht.

Aus Vöhrum kam die achtjährige Anna Neumann zusammen mit ihrer Familie auf die Party. Sie verkleidete sich als Dino. Erfahrung mit Halloweenpartys hat die Vöhrumerin schon ein wenig, denn auf ihrer letzten Feier zu Halloween ging sie als Hermine von Harry Potter. Ihr Vater fügt hinzu: „Vöhrum macht viel für Kinder.“ Ebenfalls als Vampir verkleidet ging Leonie Carl aus Telgte. Der Elfjährigen gefallen „die Bühne und die Deko“ besonders gut.

Auch mit ihrer Familie ins DGH gekommen ist Thalia Richter aus Vöhrum. Die Sechsjährige hat sich als Fledermaus verkleidet und sagte freudig: „Es gefällt mir hier sehr gut.“ Sein Spiderman-Kostüm hat sich Karl Mertens von Freunden ausgeliehen und ist mit seiner Mutter zur Party gekommen. Er ist ganz überwältigt von den ganzen Eindrücken. „Er ist das erste Mal auf so einer großen Halloweenparty“, erläutert seine Mutter Theresa Mertens. Ein besonderes Kostüm hatte Eske Stallmann, denn sie erzählt stolz: Das Kostüm habe ich mit meiner Mutter selber geschneidert.“ Die Achtjährige aus Rosenthal verkleidete sich als Skelett. Auch sie ist von der Musik begeistert.

Die Vorbereitungszeit für die Halloween-Party hatte ungefähr sechs bis acht Wochen gedauert, „aber unsere Kinder haben fleißig mitgeholfen, unter anderem beim Aufbau“, sagt Jessica Hillebrecht, Sprecherin der Frauengemeinschaft. „Eigentlich sollte es ja eine Faschingsparty für Kinder im Februar geben, aber wegen Corona fiel sie aus“, so die Organisatorin. Deshalb haben sich die Frauen zusammengetan und planten eine Party zu Halloween. Das Vöhrumer Ehepaar lernte sich zufällig im Schützenverein kennen

Von Grit Storz

Jubilare: Marianne und Günther Rapsch aus Vöhrum haben zwei Kinder. foto: privat

Peine. Im Schützenverein der Walzwerker trafen ihre Blicke ihn einst ins Herz: Heute feiern Marianne und Günther Rapsch aus Vöhrum ihren 50. Hochzeitstag. Beide waren aus „Langeweile“ zum Schießen gekommen. Dass sie dort ihren Herzenspartner finden würden, hatten sie nicht geahnt.

Den Schützenverein haben die beiden längst verlassen, Langeweile gibt es schon lange nicht mehr. Andere Dinge wurden wichtiger. Das Paar bekam eine Tochter und einen Sohn und arbeitete viel. Günther fuhr jahrelang nach Hannover zu Hanomag. Der Bauschlosser liebte seine Arbeit sehr, genießt es aber auch, nun seit einigen Jahren in Rente zu sein. „Ich löse sehr gerne Kreuzworträtsel“, sagt er.

Außerdem widmen sich der 74-Jährige und seine Frau gerne ihren Zimmerpflanzen, darunter auch Exoten. Vor 35 Jahren hat der Peiner einen Zitronenkern in die Erde gesteckt und daraus wuchs ein inzwischen prächtiger großer Zitronenbaum, der regelmäßig Früchte trägt. Auch Ananaspflanzen ziehen die beiden selbst und Marianne hat ein Herz für „mickrige Blumen“, die sie liebevoll aufpäppelt und zu neuer Pracht verhilft. Während ihr Mann schon mal still auf dem Sofa sitzen und Katze Jacki kraulen kann, ist die 73-Jährige „immer im Schwung.“

Ursprünglich aus Eickenrode vom Bauernhof stammend, ist Marianne es nicht gewohnt, lange ruhig zu sitzen. „Ich finde immer etwas zu tun“, sagt sie. Ihre große Leidenschaft sind Clownspüppchen, die sie sammelt. Früher haben beide gekegelt, aber inzwischen hat sich ihre Gruppe altersbedingt aufgelöst. Jetzt halten sie sich mit ihrem Mittagsschläfchen fit.

Jeden Tag wird kurz geruht und eine kleine Pause eingelegt. So tankt die ehemalige Gastronomin Kraft, denn ihr Tag beginnt meist sehr früh. „Das bin ich eben gewöhnt“, meint sie. Wenn die beiden nicht in Haus und Garten etwas zu tun haben, treffen sie sich häufig mit ihren Kindern. Die Goldene Hochzeit feiern sie im engeren Familienkreis, das finden sie am Schönsten.