Zeitungsartikel Februar 2021
Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, Februar 2021
Freitag, 26. Februar 2021
Autokran muss helfen: Feuerwehr löscht Sperrmüllfahrzeug
Kniffliger Fünfeinhalb-Stunden-Einsatz am Hainwaldweg in Vöhrum – Zwei Müllwerker im Klinikum behandelt
Von Michael Lieb
und Christian Meyer
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Feuerwehreinsatz im Neubaugebiet: Ein Sperrmüllfahrzeug hatte am Mittag plötzlich Feuer gefangen.fotos (2): Michael Lieb
Vöhrum. Die Schicht war kurz vor Ende, der Container zu 90 Prozent befüllt, als das Sperrmüllfahrzeug plötzlich Feuer fing. Der Fahrer schaffte es gerade noch, den Lkw vom Stiegenkamp aus dem Neubaugebiet auf den Hainwaldweg am Rand der Feldmark zu manövrieren, bevor Flammen aus dem Dach schlugen. Von der dreiköpfigen Besatzung mussten der Fahrer und ein weiterer Müllwerker mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden. Die Brandursache ist noch unklar.
Die Vöhrumer Feuerwehr war um 12.05 Uhr alarmiert worden und kurz darauf am nur wenige hundert Meter entfernten Einsatzort. „Der Müllwagen brannte auf Sicht“, berichtet Ortsbrandmeister Andreas Schneider. Zur Unterstützung wurde der Atemschutzzug der Peiner Feuerwehr gerufen. Und dieser wurde auch benötigt, da sich die Löscharbeiten nicht ganz einfach gestalteten. Die Feuerwehr kühlte zunächst den Laderaum von oben. Die Klappe des Sperrmüllfahrzeugs ging nicht auf, dichter Rauch quoll unablässig heraus, bis der Container schließlich mit einem Hydraulikspreizer einen Spalt geöffnet werden konnte.
Erleichterung bei den Arbeiten verschaffte schließlich ein Autokran, mit dem die Firma Macke die Feuerwehr unterstützte. „So konnten wir die Heckklappe hochziehen“, erläuterte Ortsbrandmeister Schneider. Denn der Sperrmüll im Inneren sollte nicht nur gelöscht, sondern danach auch mit einem Radlader in Container verladen werden. Erst nach fünfeinhalb Stunden war der anstrengende Einsatz gegen 17.30 Uhr beendet. „Wir hatten viel händische Arbeit“, begründete Andreas Schneider.
Für die Abfallwirtschafts- und Beschäftigungsbetriebe Landkreis Peine (A+B) ist der Vorfall mehr als ärgerlich. Das eingesetzte Fahrzeug ist erst zwei Jahre alt und brannte nun schon zum zweiten Mal. Am 29. Januar vergangenen Jahres war der Lkw bei einem Einsatz in der Kernstadt in Brand geraten, so A+B-Chef Olaf Eckhardt, der ebenfalls an der Einsatzstelle war. Einen ähnlichen Fall samt ungewöhnlichem Einsatz für die Feuerwehr und zwei geistesgegenwärtig reagierenden Müllmännern von A+B hatte es zudem am 11. August vergangenen Jahres gegeben: Weil sich in ihrem Laster Sperrmüll entzündet hatte, kippten sie die Ladung kurzerhand zwischen dem Stederdorfer Mühlenkreisel und Peine auf die Fahrbahn – und verhinderten so Schlimmeres.
Zur Brandursache in Vöhrum konnte A+B-Chef Eckhardt noch nichts Gesichertes sagen, nur soviel: „Oft entstehen solche Brände beim Verpressen des Mülls durch ,Beigaben’ im Sperrmüll wie Batterien, Spraydosen oder auch Feuerzeuge.“ Der Sperrmülltransporter falle nun erstmal aus, was sich natürlich auf den laufenden Betrieb auswirke. Für die Dauer der Reparatur werde A+B wohl ein Fahrzeug leihen müssen, da diese bestimmt erneut mehrere Wochen dauern wird. Damit hat man ja bereits Erfahrung. Die Kosten liegen sicher im fünfstelligen Bereich, schätzt er. Allein der Spezial-Aufbau koste bis zu 90 000 Euro, ein komplettes Neufahrzeug etwa um die 230 000 Euro.
Für die Dauer des Löscheinsatzes musste der Hainwaldweg ab der Schrebergartenlage vorübergehend gesperrt werden. Straßenschäden wie bei dem Fall in Stederdorf im Sommer hat es laut Vöhrums Ortsbrandmeister nicht gegeben. Insgesamt waren rund 30 Feuerwehrleute sowie der Rettungsdienst im Einsatz.
BBS Peine wollen Erzieher-Ausbildung
auch berufsbegleitend anbieten
Sozialpädagogische Assistenten beziehen während Ausbildung Gehalt – Anmeldungen ab sofort möglich
Von Dennis Nobbe
Koordinatorin Astrid Stolze (l.) und BBS-Schulleiterin Maria Zerhusen stellten das erweiterte Ausbildungsangebot vor.Foto: Dennis Nobbe
Vöhrum. Wer bereits eine abgeschlossene Ausbildung als Sozialpädagogische Assistentin oder Sozialpädagogischer Assistenz hat, kann eine weiterführende Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher machen. Bislang war dies an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Peine in Vöhrum auf rein schulischem Wege und somit ohne gezahltes Gehalt möglich. Das soll sich ab kommendem Schuljahr im Sommer ändern: Dann soll die Ausbildung auch berufsbegleitend angeboten werden.
Die schulische Erzieher-Ausbildung dauert zwei Jahre. In der berufsbegleitenden Variante arbeiten die Sozialpädagogischen Assistentinnen und Assistenten ganz normal weiter, zum Beispiel in einer Kindertagesstätte. So dauert die Ausbildung drei Jahre, doch der Arbeitgeber zahlt weiterhin das Gehalt. „Es ist ein Schritt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, denn der Bedarf an Mitarbeiterin im sozialpädagogischen Bereich ist riesig“, sagt BBS-Leiterin Maria Zerhusen. Der entsprechende Antrag beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung sei bereits gestellt und alles Nötige mit dem Landkreis besprochen. Astrid Stolze, Koordinatorin für den Bereich Sozialpädagogik an den BBS, betont, dass das neue Angebot keineswegs das alte ersetzen soll: „Wir erweitern unsere Angebotspalette.“ Wer eine rein schulische Erzieher-Ausbildung machen möchte, kann dies also auch weiterhin. Die berufsbegleitende Ausbildung habe zudem nicht nur für die Azubis einen Vorteil. Denn auch die Einrichtungen würden unterstützt, da die Sozialpädagogischen Assistenten dort auch während ihrer zusätzlichen Ausbildung weiter beschäftigt bleiben.
Der Berufsschulunterricht wird an zwei Tagen wöchentlich und vierzehntägig an drei Tagen pro Woche durchgeführt. Der praktische Teil findet hauptsächlich in der jeweiligen Einrichtung statt. „Aber natürlich begleiten wir auch die praktische Ausbildung“, sagt Stolze. Dazu gehört auch die Arbeit in zwei Tätigkeitsbereichen mit Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersstufen.
Stolze erklärt dazu: „Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten arbeiten als Zweitkraft zum Beispiel in einer Kinderkrippe oder einem Hort. Erzieher hingegen haben ein viel größeres Arbeitsfeld.“ Zu diesem gehören etwa Jugendzentren und Wohnheime, in Kindergärten haben Erzieher eine Gruppenleiter-Qualifikation. Somit beziehen sie letztendlich im Normalfall auch ein höheres Gehalt als Sozialpädagogische Assistenten.
Anmeldungen für die Erzieher-Ausbildung sind ab sofort bei den BBS Peine möglich. Weitere Informationen gibt es unter www.bbs-peine.
de
im Internet.
Mittwoch, 24. Februar 2021
Lkw fährt sich bei Pelikan in Vöhrum fest
Gespann geriet am Rottenweg in Schieflage – Bergungseinsatz für Polizei, Feuerwehr und Abschleppfirma
Von Thomas Kröger
Dieser Lastwagen blieb mit seinem Anhänger auf dem Rottenweg in Vöhrum hängen.foto: Feuerwehr Vöhrum
Vöhrum. Einen großen Hilfseinsatz gab es am Montagnachmittag um 14 Uhr in Vöhrum. Polizei, Freiwillige Feuerwehr und ein Abschlepp-Kranwagen wurden alarmiert, um auf dem Rottenweg einen Lkw mit Anhänger zu befreien, der sich festgefahren hatte.
Vöhrums Ortsbrandmeister Andreas Schneider sagt: „Wir waren mit 14 Kameraden und drei Fahrzeugen vor Ort, um zu unterstützen. Eine 27-jährige Lkw-Fahrerin aus Frankfurt am Main wollte mit ihrem Sattelzug samt Anhänger die Schreibgeräte-Firma Pelikan mit Ware beliefern. Daher war der Anhänger voll beladen.“
Aus noch unbekannten Gründen bog die Frankfurterin jedoch mit dem Laster von der Pelikanstraße in die Alfred-Siems-Straße und dann in den Rottenweg. „Dort wird der Weg immer enger, doch die Frau ist immer weiter gefahren und hat vergeblich versucht, den Lkw zu wenden. Dabei ist der Anhänger in den Graben gerutscht, und der Sattelzug hing fest.“
In ihrer Not habe die 27-Jährige dann die Polizei alarmiert, die sofort auch die Feuerwehr hinzuzog. „Wir konnten aber nichts machen“, erklärt Schneider. Deswegen sei das Peiner Kfz-Unternehmen Macke gerufen worden, dass dann mit einem großen Kran-Abschleppwagen kam und den Lkw samt Anhänger befreien konnte. Somit kam verspätet doch noch die Ware bei Pelikan an. Nach einer Stunde war dann der Einsatz der Feuerwehr beendet.
Freitag, 20. Februar 2021
Chorifeen Vöhrum: Sängerinnen proben während der Corona-Pandemie digital
Im Lockdown üben die Frauen online im Kanon – Chorleiterin: Singen ist gut für die Seele
Von Nina Schacht
Chorifeen Vöhrum: Die Sängerinnen verabreden sich jeden Donnerstag zur digitalen Probe.Foto: Gesine Enkelking
Vöhrum. Gemeinsames Singen macht gute Laune –und ist Balsam für die Seele. Doch wie geht das, wenn der Chorgesang während Corona verboten ist? Ganz einfach: Digital im eigenen Wohnzimmer, statt im Proberaum. So machen das der Vöhrumer Chor „Chorifeen“ seit dem Herbst des vergangenen Jahres, Denn die Chormitglieder möchten in der „coronabedingt stillen Zeit, die Musik und den Gesang nicht verlieren“, wie Chorleiterin Gesine Engelking berichtet.
Und so loggen sie sich die Sängerinnen jeden Donnerstag bei der digitalen Chorprobe ein und singen gemeinsam, und doch jeder für sich im Wohnzimmer. „Wir wollen auch während Corona zusammen etwas auf die Beine stellen“, sagt die Chorleiterin. Und da viele Menschen während der Krise zuviel rumsitzen, wird in den Chorproben nicht nur gesungen – sondern ganzer körperlicher Einsatz beim Warm-Up für die Probe gezeigt. Die Bewegung und das Singen ist gut für die Gesundheit: „Es werden Glückshormone ausgeschüttet –und wir haben bei den Proben ein Lächeln auf dem Gesicht“, berichtet Engelking.
Was fehlt, ist manchmal der Antrieb: „Ein Ziel motiviert die Sänger, aber öffentliche Auftritte fallen im Moment aus“, sagt die Vöhrumerin. Anderen Menschen mit dem Gesang eine Freude zu machen, sei ein Anliegen des Chores. Aber, im Moment muss es eben anders gehen: „Wir singen erstmal für uns.“ Jede Woche sind etwa 15 Sängerinnen mit von der Partie – insgesamt singen 34 Frauen in dem Chor aktiv mit. Eine digitale Probe dauert etwa eine Stunde, sonst singen die Chorifeen 90 Minuten. Geprobt wird im außerhalb der Schulferien immer donnerstags von 18.30 Uhr bis 20 Uhr im Vöhrumhaus Nr. 5.
Übrigens: Die digitalen Chorproben im März starteten mit der Liedpassage „Ich würd‘ dich gerne wiederseh’n, ich vermisse dich!“ „Jede der Choristinnen konnte sofort bestimmte Gefühle mit diesem Lied verbinden“, berichtet die Chorleiterin. Denn, bereits zu diesem Zeitpunkt habe es gravierende Einschnitte in das zwischenmenschliche Zusammenleben gegeben. Schnell entstand die Idee das Lied als Kanon auszulegen. Gesagt, getan. „Denn ein Kanon ist in einer Videoprobe durchaus möglich. Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen schmetterte jede in ihrem stillen Kämmerlein drauf los“, so Engelking.
Vöhrum:
Autofahrer ohne Führerschein
Vöhrum. Mit zu viel Gewicht ist ein 42-jähriger Autofahrer mit einem Anhänger von der Polizei auf der Pelikanstraße in Vöhrum erwischt worden. Der Mann aus Bad Nenndorf wurde am Donnerstag um 8.45 Uhr von Beamten kontrolliert. Die Kombination aus Auto und Anhänger hatte ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen. „Hierfür konnte der Fahrer nicht die entsprechende Fahrerlaubnis vorweisen“, schilderte Polizeisprecherin Pia Sauer am Freitag.
Die Weiterfahrt wurde dem 42-Jährigen untersagt. Außerdem leiteten die Polizisten gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein.
Donnerstag, 18. Februar 2021
Elternräte: „Astrid-Lindgren-Schule und BBS benötigen Lüftungsanlagen“
Forderung wegen Corona: Wo sich die Szenarien B und C nicht umsetzen lassen, muss Präsenzunterricht möglich sein
Von Kerstin Wosnitza
Bei den BBS in Vöhrum und der Astrid-Lindgren-Schule in Groß Ilsede gibt es für das Distanzlernen enge Grenzen, sagen die Peiner Elternräte.Foto: Mara-Ann Meeuw
Kreis Peine. 20 Minuten Unterricht, 5 Minuten lüften, 20 Minuten Unterricht – das ist die Formel, mit der eine Ansteckung von Schülern und Lehrern mit dem Corona-Virus in Klassenzimmern vermieden werden soll. Doch reicht das aus? Darüber scheiden sich die Geister. Roland Mainka, Vertreter im Stadt- und Kreiselternrat der Schulen, vertritt klar die Auffassung, dass es mit dem Lüften nicht getan ist. Insbesondere für die Astrid-Lindgren-Schule und die Berufsbildenden Schulen (BBS), in denen die vom Kultusministerium entwickelten Szenarien nicht umsetzbar sind, fordert er das sofortige Ergreifen anderer Maßnahmen.
Mit einem Brandbrief hat Mainka sich an den Landkreis Peine gewandt, am Dienstag gab es dazu ein Gespräch. „Die Vertreter des Landkreises haben sich den Argumenten gegenüber offen gezeigt“, freut sich Mainka. Bei den beiden Schulen, die er als Brennpunkte bezeichnet, gibt es jeweils ganz spezielle Gegebenheiten.
Die Astrid-Lindgren-Schule in Groß Ilsede besuchen Kinder mit geistigen Behinderungen. Eine Teilung der meist sehr kleinen Klassen ist nicht sinnvoll, zumal ausreichende Abstände meist möglich sind. Masken können aus gesundheitlichen Gründen oft nicht getragen werden, außerdem hat die nonverbale Kommunikation über die Mimik einen hohen Stellenwert.
Homeschooling ist kaum möglich: Ein Unterrichtsschwerpunkt ist das Einüben von Kompetenzen zu einem selbstständigen Leben durch speziell ausgebildete Förderlehrkräfte, ständige Wiederholungen sind wichtig. Zudem werden an der Astrid-Lindgren-Schule Lehramtsanwärter ausgebildet, die zurzeit nicht aktiv unterrichten können. „Die Einschränkungen im Unterrichtsbetrieb strahlen auf die dringend notwendige Lehrerausbildung zurück“, wird verdeutlicht.
Zwar ganz anders, aber ebenfalls schwierig ist die Situation laut Mainka an den Berufsbildenden Schulen in Vöhrum. „Sie sind keine homogene Einrichtung, sondern eine Vielzahl von Schulen mit allen möglichen Unterrichtsformen unter einem Dach“, heißt es. Der Unterricht erfolgt in Blöcken, tageweise oder in Vollzeitform. Homeschooling ist für einige – zum Beispiel die Fachgymnasiasten – sinnvoll, für andere aber nicht.
„Die Schüler der Berufseinstiegsschule kommen aus den Förderschulen, haben keine ausreichenden Deutschkenntnisse oder sind ohne Abschluss aus dem regulären Schulsystem ,herausgefallen’, aber noch schulpflichtig. Für sie ist der Besuch eines regulären Präsenzunterrichts essenziell, manchmal ist schon allein die Anwesenheit im Unterricht ein Erfolg“, argumentiert Mainka. Zudem könnten Schüler oft aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen nicht in den praktischen Teil der Ausbildung oder ein Praktikum geschickt werden.
„In diesen beiden Schulen besteht dringender Handlungsbedarf“, macht Mainka deutlich und fordert, sie sofort mit Hygieneschutzwänden und Luftreinigungssystemen auszustatten. Dafür gibt es nach seinen Recherchen drei unterschiedliche Möglichkeiten, die er im Schreiben erläutert und deren Vor- und Nachteile und voraussichtliche Kosten er aufzeigt.
Er weist darauf hin, dass eine Ausnahmeregelung erwirkt werden müsse, damit die beiden Schulen mit entsprechender Ausstattung auch Präsenzunterricht durchführen können, wenn offiziell andere Szenarien angeordnet sind. Eile sei auch aus einem weiteren Grund geboten: Die Verfügbarkeit der technischen Geräte ist begrenzt. Je mehr Kommunen sich dafür interessieren, desto schwieriger wird die Beschaffung. Es gelte, sich „vor die Welle zu setzen“.
Kreis-Sprecher Fabian Laaß bestätigt das Gespräch mit den Elternvertretern, an dem unter anderem der Erste Kreisrat Henning Heiß teilgenommen hat. „Wir werden das Anliegen an die Politik herantragen und es mit ihnen besprechen. Wenn das Votum positiv ausfällt, treten wir an das Kultusministerium als zuständige Behörde heran, um das weitere Vorgehen abzustimmen“, sagt Laaß. Zurzeit werde der Einsatz von Luftfilteranlagen nur in Einzelfällen als ergänzende Maßnahme zum Lüften genehmigt. Natürlich werde man auch die Einschätzungen eigener Fachleute einholen.
Awo Vöhrum: Versammlung abgesagt
vöhrum. Die für Mittwoch, 24. Februar, geplante Hauptversammlung mit Braunkohl-Essen des Awo-Ortsverbandes Vöhrum kann in diesem Jahr wegen Corona nicht stattfinden. Die Zusammenkunft muss auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
Mittwoch, 17. Februar 2021
BBS Peine: Anmeldung online möglich
Spezialisierung in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Soziales möglich
Domenic Schnabel (rechts) und Kevin Hoops sind Schüler am Beruflichen Gymnasium.foto: BBS
Vöhrum. Schüler, die sich an der Berufsbildenden Schulen in Peine (BBS) in Vöhrum anmelden möchten, können das ab sofort auch online tun. Die Anmeldung am Beruflichen Gymnasium kann per Mail erfolgen. Schüler können sich an der BBS in den Bereichen Wirtschaft, Technik, oder Soziales spezialisieren.
Der Abitur-Abschluss an der BBS berechtigt, den passenden Numerus Clausus vorausgesetzt, für alle Studiengänge an Hochschulen. Die BBS ist an das Zentralabitur angegliedert, der Aufbau der Oberstufe, das Punktesystem und das Kurssystem inklusive der Leistungskurse seien identisch mit denen der Allgemeinbildenden Gymnasien.
Aufnahmevoraussetzung für die Anmeldung am Beruflichen Gymnasium ist der Erweiterte Sekundarabschluss I. Ein Wechsel von einem allgemein bildenden Gymnasium ist nach Klasse 10 möglich. Anmeldungen können an die Adresse BBS Vöhrum, Pelikanstraße 12, in Vöhrum gerichtet werden. Telefonisch ist die Schule unter (0 51 71) 94 04 und per Mail unter info@bbs-peine.
de erreichbar. Weitere Informationen gibt es unter www.bbs-peine.de. Auch für die Fachoberschule Wirtschaft können sich Interessierte jetzt anmelden. Die Fachoberschule bietet die Möglichkeit, innerhalb von maximal zwei Jahren die Studienberechtigung für einen beliebigen Studiengang an Fachhochschule zu erwerben. Auch ein anschließendes duales Studium ist möglich, das eine Kombination von Berufsausbildung und Studium beinhaltet.
Dienstag, 16. Februar 2021
SOVD Vöhrum: Keine Versammlung
Vöhrum. Der Vöhrumer Ortsverband im Sozialverband Deutschland (SOVD) weist seine Mitglieder darauf hin, dass die für Sonntag, 21. Februar, geplante Jahresversammlung auf noch unbestimmte Zeit verschoben wird. Sobald sich die Corona-Lage verbessert hat, soll erneut dazu eingeladen werden.
Samstag, 14. Februar 2021
Voß-Hölterhoff tritt im März ihr neues Amt als Pastorin in Vöhrum an
Geistliche wurde in der Peiner Ortschaft 1974 vom damaligen Pastor Gerhard Williges konfirmiert
Von Ulrich Jaschek
Die neue Vöhrumer Pastorin Bettina Voß-Hölterhoff.foto: Ulrich Jaschek
Vöhrum. Der Kreis schließt sich: Eine besondere Rückkehr im theologischen Lebensbereich gibt es in Vöhrum. Als nämlich Pastor Gerhard Williges in der dortigen evangelischen Kirche Bettina Bierwagen 1974 konfirmierte, konnten beide nicht ahnen, dass knapp 50 Jahre später eben jene Konfirmandin als Pastorin Bettina Voß-Hölterhoff nicht nur an diesen sakralen Tatort zurückkehren, sondern auch gleich seine einstige Stelle auf der Kanzel einnehmen würde.
Tatsächlich habe der Konfirmations-Gottesdienst bei ihr diese ganz spezielle „Gottesbegeisterung“ ausgelöst, die sie auch weiterhin begleitet habe. Aber selbst einmal Pastorin sein? „Das ist ja undenkbar ohne Abitur“, wischte die junge Frau den Gedanken damals beiseite. Stattdessen absolviert sie im Tiefbauamt der Stadt Peine eine Lehre zur Bauzeichnerin, bleibt aber der Vöhrumer Gemeinde ehrenamtlich erhalten, was ihr dann aber nicht mehr ausreicht.
Fast trotzig bewirbt sie sich um Aufnahme an der „Theologischen Akademie Celle“, jener damals einzigen evangelischen Institution, in der sie ihren „Bildungsmakel“ im Rahmen des Theologie-Studiums beseitigen konnte. Und tatsächlich ist sie schließlich eine jener zwölf „Auserwählten“ von 150 Bewerbern, die nach einem einwöchigen „unheimlich schweren Eignungstest“ zum Studium zugelassen werden.
Mit 30 wird sie Pastorin in der Gemeinde Langlingen, die sie nach 19 „sehr glücklichen und ereignisreichen Jahren“ verlässt, um in Bremervörde zunächst als Schulpastorin und nach einer Zusatzausbildung als Schulseelsorgerin den Zöglingen eines dortigen Gymnasiums beizustehen.
Vor dreieinhalb Jahren kehrt sie mit ihrem Ehemann, der bereits jetzt in ihrer Vöhrumer Heimatgemeinde als Pastor wirkt, zu ihren heimatlichen Wurzeln zurück. Von dort aus pendelt sie zunächst täglich nach Wolfsburg, um nun dort als Schulpastorin zu arbeiten. Weil der tägliche Reisestress die Freude am Beruf trübt, empfindet sie es wie einen freundlichen Wink des Himmels, als sie schließlich Schulpastorin am Peiner Silberkamp-Gymnasium wird.
Dass für Schulpastoren keine Schulferien gelten, freut Kreuzfahrturlauber. Und so nimmt Voss-Hölterhoff gerne sich bietende Gelegenheiten wahr, ihre Arbeit mit Jugendlichen mit der als Schiffsgeistlicher zu ergänzen. Sechs Mal bricht sie mit Kreuzfahrtpassagieren in Richtung Karibik oder Nordmeer auf, erlebt „rappelvolle Gottesdienste“ und Menschen, die besonders auf Reisen „offen für Gott“ seien. Stets habe sie die Ankunft im Heimathafen dann wie einen schmerzlichen Abschied von einer „Festland“-Gemeinde empfunden. Wirklich Abschied aus ihrer Heimat Vöhrum habe sie allerdings nie genommen. Trotzdem ist ihr die Freude über den Frauenkreis der Gemeinde anzumerken, den sie inzwischen seit dreieinhalb Jahren leitet und deren Teilnehmerinnenkreis sich von 14 auf 54 erweitert habe.
Persönlichen Kontakt über die Kirchenbank hinaus möchte sie auch mit allen Gemeindemitgliedern, sehr gerne bei Hausbesuchen. „Ich möchte die Menschen spüren lassen, dass sie Raum in unserer Gemeinschaft finden können“, erklärt sie und wie wichtig es ihr seit jeher sei, biblische Texte und Geschichten als Gottes Botschaft zeitgemäß und im besten Sinne „unpastoral“ in die Herzen zu transportieren.
Mittwoch, 10. Februar 2021
Coronapartys in Peine und Vöhrum
Peine/Vöhrum. Sowohl in der Peiner Kernstadt als auch in Vöhrum haben mehrere Personen gegen die aktuellen Corona-Vorschriften verstoßen.
An der Heinrichstraße in Peine trafen sich am Montag sieben Personen aus unterschiedlichen Haushalten. Die Polizei löste das Treffen gegen 19 Uhr auf und brachte Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gegen die Anwesenden auf den Weg.
Eine weitere Coronaparty gab es am vergangenen Samstag an der Straße Im Reiherhoop in Vöhrum: Hier trafen sich fünf Personen aus verschiedenen Haushalten.
Gegen 4.15 Uhr löste die Polizei die Party auf und fertigte auch in diesem Fall Anzeigen. Polizeisprecherin Pia Sauer appelliert in diesem Zusammenhang: „Bitte halten Sie sich an die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen. Zurzeit darf sich ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen.“
Montag, 1. Februar 2021
Vöhrum. Nach dem Schwelbrand an einer Werkhalle der Berufsbildenden Schulen in Vöhrum haben noch am Freitagnachmittag Brandermittler des Polizeikommissariats Peine die Arbeit aufgenommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung hätten sich bislang nicht ergeben, heißt es. Zur Schadenshöhe könne noch keine belastbare Aussage getroffen werden.
Das war passiert: Am Freitag um 16.53 Uhr wurde die Feuerwehr wegen einer unklaren Rauchentwicklung alarmiert. Im Spänebunker der Absauganlage war ein Schwelbrand entstanden, der schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Menschen kamen nicht zu Schaden. Im Einsatz waren die Ortswehren Vöhrum, EIxe und Röhrse und Kernstadt mit der Drehleiter, außerdem der Fachzug Atemschutzgeräteträger.
