Zeitungsartikel September 2019
Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, September 2019
Samstag, 28. September 2019
TV-Show: Vöhrumerin kocht für bekannte Sterneköche
Sabine Schäfermeyer nimmt an der weltgrößten Koch-Casting-Show „Masterchef“ auf Sky teil – Einladung kam per Filmdose
VON ANTJE EHLERS
Hoch konzentriert bereitet Sabine Schäfermeyer die Blutwurst zu. foto: Endemol Sky
Vöhrum. Wenn am Montag, 30. September, die dritte Staffel der weltweit größten Koch-Casting-Show „Masterchef“ des privaten Fernsehsenders Sky, ausgestrahlt wird, sitzt Sabine Schäfermeyer aus Vöhrum aufgeregt auf dem Sofa. Die 53-Jährige ist in dieser dritten Staffel, bei der es für den Gesamtsieg ein Preisgeld in Höhe von
50 000 Euro und eine Titelgeschichte im Lifestyle-Magazin „Lust auf Genuss“ gibt, als Kandidatin dabei.
„Mit so etwas hätte ich nie gerechnet“, sagt die leidenschaftliche Köchin, nachdem ihr ein Paketbote eine Filmdose mit der Einladung zur Sky-Sendung überbracht hat. Kein Wunder, denn sie kennt zwar das Sendeformat, hatte sich aber dort nicht beworben. „Im Gegenteil, Scouts von der Firma Endemol sind auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob ich mir eine Teilnahme vorstellen könnte. Sie sind vermutlich über das Internet auf mich aufmerksam geworden“, erzählt sie.
Bevor sie die Einladung zur Sendung erhalten hat, musste sie sich gegen zahlreiche Konkurrenten durchsetzen. Für diese Staffel wurden 100 von mehr als 1000 Bewerbern ausgewählt und zu einem Vor-Casting eingeladen, es folgte ein weiteres Casting mit 30 Teilnehmern. Die Aufgabe hierzu wurde ihr in der Filmdose überbracht.
Große Überraschung: Die Einladung zur Sendung kam per Paketbote in einer Filmdose. Antje Ehlers
Die Vorgabe von Sabine Schäfermeyer lautete: Flönz, Black Pudding oder Boudin Noir – setze die Blutwurst gekonnt in Szene. Zur Erklärung: Flönz ist eine schwach geräucherte Blutwurst, die aus Brät mit kleinen Fettstücken besteht. „Ich koche zwar im Alltag nicht mit Blutwurst, aber ich komme aus Oldenburg und kenne sie aus meiner Kindheit, da sie dort gern gegessen wird“, berichtet sie.
Zum Üben hat die Hobbyköchin verschiedene Varianten ausprobiert, doch wie sie das Essen dann zubereitet hat, möchte sie noch nicht erzählen. Sie verrät nur so viel, dass sie sich bewusst gegen eine allzu experimentelle Variante entschieden hat. Damit jedoch konnte sie sich durchsetzen und hat es in die Sendung geschafft.
Die Aufregung im Vorfeld sei sehr groß gewesen, „doch in dem Moment, wo ich verkabelt wurde und wusste, dass es losgeht, war ich sehr fokussiert und habe mich nur auf meine Aufgabe konzentriert“, erinnert sich die Vöhrumerin. Sie habe sogar versehentlich im Eifer einen Kameramann aus dem Weg geschubst, da dieser im Weg gestanden habe.
Zusätzlich zum Kochen in einer fremden Küche kam erschwerend dazu, dass sie nebenbei noch Fragen beantworten musste. Und nicht die Zubereitung des Challenge-Gerichtes musste in einer vorgegebenen Zeit erledigt sein, es sollte auch präsentierfähig angerichtet werden. Bewertet wurden die Kandidaten von den TV- und Sterneköchen Maria Groß, Nelson Müller und Ralf Zacherl. Ob sie in der nächsten Runde weiterkochen darf, wird erst während der Ausstrahlung am 30. September veröffentlicht.
Den Umgang der Kandidaten untereinander beschreibt Sabine Schäfermeyer zwar als freundschaftlich, dennoch sei die Wettkampfsituation spürbar gewesen. Sie sei sich aber treu geblieben und allen mit Respekt begegnet, fordere den aber auch für sich.
TV- und Sterneköche Ralf Zacherl (l.) und Nelson Müller besetzen neben Spitzenköchin Maria Groß die prominente Jury. Sky Deutschland
Wenn die Hobbyköchin zuhause am Herd steht, kocht sie gern für sich oder ihren Mann, der sie bei allem unterstützt und ein dankbarer Testesser ist, sowie ihren erwachsenen Sohn, und genießt das Essen dann auch. Dabei muss es nicht immer das große Menü sein, sie mache auch den Kühlschrank auf improvisiere mit den Lebensmitten, die vorrätig sind.
Übrigens: Ein wenig Fernseh-Erfahrung hat Sabine Schäfermeyer schon: Bereits 2016 nahm sie an der TV-Sendung „Küchenschlacht“ des ZDF teil.
Ab dem Moment, wo ich verkabelt wurde, wusste ich, dass es losgeht und war dann sehr fokussiert.
Sabine Schäfermeyer Vöhrumer Hobbyköchin
Pelikan in Peine ist „Partner der Feuerwehr“
20. Verleihung der Förderplakette im Gästehaus der Landesregierung – 21 Firmen ausgezeichnet
VON JAN TIEMANN
Auszeichnung (v.l.): Thorsten Radigk, Bürgermeister Klaus Saemann, Rüdiger Ernst, Christian Ehlers (Pelikan), Stephan Manke, Karl-Heinz Banse und Olaf Kapke. foto: Olaf Rebmann
Hannover/Peine. Bereits zum 20. Mal ist die begehrte Auszeichnung der Plakette „Partner der Feuerwehr“ im Gästehaus der niedersächsischen Landesregierung in Hannover verliehen worden. Insgesamt erhielten 21 Firmen aus ganz Niedersachsen die Plakette aus den Händen des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, Karl-Heinz Banse, und dem Staatssekretär aus dem niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, Stephan Manke, überreicht. Auch die Pelikan PBS-Produktionsgesellschaft aus Vöhrum war mit dabei.
„Überwiegend sind die Feuerwehrleute in Niedersachsen ehrenamtlich tätig. Bei Einsätzen müssen sie Beruf, Familie und Ehrenamt in Einklang bringen. Das Brandschutzgesetz gibt ihnen zwar das Recht, ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um an Einsätzen teilzunehmen. Das Gesetz nützt aber nicht viel, wenn die Unternehmen und Arbeitgeber nicht dahinter stehen und ihre Mitarbeiter für den Einsatzdienst freistellen“, sagte Manke.
Er dankte im Namen des Landes Niedersachsen den anwesenden Firmenvertretern für ihr Verständnis für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr und sprach seinen Wunsch aus, „dass alle ausgezeichneten Firmen und Unternehmen Vorbilder für alle anderen Arbeitgeber sein werden“.
Banse dankte den ausgezeichneten Firmen für ihr „unbezahlbares“ Engagement für die Freiwilligen Feuerwehren in Niedersachsen. „Sei es mit Geld- oder Sachspenden, sei es mit der Zurverfügungstellung von Orten zum Üben für den Ernstfall. Die Bandbreite der Hilfsbereitschaft der einzelnen Firmen und Unternehmen ist groß und unverzichtbar“, betonte Banse. Weiter dankte er allen Anwesenden dafür, dass nur durch „Ihre Arbeit und Hilfsbereitschaft“ das ehrenamtliche System des Brandschutzes aufrechterhalten werden kann.
Die Förderplakette wurde im Jahr 1999 durch den Ministerpräsidenten und den Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen gestiftet. Daher gibt es seit dem Jahr 2000 die Verleihung der Auszeichnung zum „Partner der Feuerwehr“ an besonders feuerwehrfreundliche Unternehmen und Institutionen aus Niedersachsen. Mit der Förderplakette sollen Unternehmen und Institutionen geehrt werden, die in besonderem Maße vor allem die Ehrenamtlichkeit und Freiwilligkeit in den Feuerwehren in Niedersachsen und die Feuerwehren auch sonst fördern und unterstützen. Jährlich werden maximal 22 Unternehmen oder Institutionen in Niedersachsen mit der Förderplakette ausgezeichnet. Die Plaketten können als sichtbares Zeichen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren und dem Feuerwehrwesen an Betriebsgebäuden sichtbar für jedermann angebracht werden.
Donnerstag, 26. September 2019
Ministerium: Gleich zwei Auszeichnungen für die BBS
Kultusminister Grant Hendrik Tonne: Ehrung als „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“
VON MARA-ANN MEEUW
Dritter von links: Kultusminister Grant Hendrik Tonne, daneben stehen Schulleiterin Maria Zerhusen und Christine Busch, Koordinatorin für übergreifende schulfachliche Aufgaben. Foto: Heise-Gruppe
Hannover/Peine. Gleich zweimal hat man die Berufsbildenden Schulen (BBS) Peine zur Freude von Schulleiterin Maria Zerhusen vom Kultusministerium in Hannover ausgezeichnet: Zum einen darf sie sich neben 29 anderen Schulen aus Niedersachsen als „MINT-freundliche Schule“ bezeichnen. Darüber hinaus wurde die Berufsschule in Vöhrum als „Digitale Schule“ aufgrund ihrer Profilbildung im Bereich Ausstattung, Anwendung und Qualifizierung geehrt.
Die Abkürzung MINT setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Da diese Wissenschaften zu den innovativen wirtschaftlichen Bereichen gehören, sind MINT-Absolventen sehr gefragt. „Die MINT-Förderung liegt der Landesregierung sehr am Herzen. Schüler für diese Fächer zu begeistern, ist uns daher ein wichtiges Anliegen“, betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bei der Preisverleihung.
Mit der Auszeichnung wollen die Initiatoren das Engagement von Schulleitungen sowie Lehrkräften würdigen und bestärken, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen. Die Schulen werden „auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess“.
So besteht zum Beispiel an den BBS an der Pelikanstraße die Möglichkeit, den europäischen Computerführerschein zu erwerben. Im Schulzweig des Beruflichen Gymnasiums wird Informatik unterrichtet und ist Prüfungsfach. Bei dem Projekt „Schüler schulen Senioren“ führen die Schüler der Systemelektronik Senioren in den Umgang mit Computern ein.
Weiterhin nimmt die Schule an dem sogenannten „Smart Factory Modell“ der Landesregierung teil. Hierbei lernen Auszubildende digital in einer Umgebung, die das Arbeiten in der Industrie möglichst realitätsnah darstellt. Schüler des Technischen Gymnasiums und Auszubildende zum Industriemechaniker konnten an Workshops von Volkswagen zu digitalen, sozialen Innovationen – Projektname „xStarters“ – teilnehmen.
„Aber auch die Qualifizierung unserer Lehrkräfte liegt mir besonders am Herzen“, betont BBS-Schulleiterin Maria Zerhusen. So werden an der BBS Peine schulinterne Lehrerfortbildungen zum Umgang mit digitalen Medien angeboten. Hilfestellungen zu konkreten digitalen Problemen erfahren die Pädagogen in der „Digitalen Mittagspause“ oder es wird ihnen die Möglichkeit eines Unterrichtsbesuchs bei einem Kollegen eröffnet, um dort ein neues digitales Medium, eine Technik oder ein Programm kennen zu lernen.
Mittwoch, 25. September 2019
IGS-Schülerinnen: Theaterstück
Vöhrum. Der Prüfungskurs Darstellendes Spiel des 12. Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule (IGS) Peine in Vöhrum hat an der Braunschweiger Schultheaterwoche teilgenommen. Unter der Leitung ihrer Lehrerin Nadine Wolfarth präsentierten sie im Lot-Theater das Stück Weibsbilder. Acht Schülerinnen stellten acht Frauen aus bekannten Dramen dar. Ziel war es, die Frauenrolle in der heutigen Gesellschaft zu präsentieren. „In der Erarbeitung des Stückes haben die Spielerinnen sich den Frauen durch tänzerische Methoden angenähert, ihre Handlungen biografisch hinterfragt und ihrer Auseinandersetzung mit dem Verständnis von Weiblichkeit ein Sprachrohr gegeben“, erzählte Wolfarth. Besonders stolz war sie auf ihre Gruppe, als nach der Aufführung Applaus aufbrannte und anschließend nur Gutes über das Stück zu hören war.
Montag, 23. September 2019
Baumaßnahmen
am Kötherkamp
Vöhrum. Heute beginnt die Erneuerung der wassergebundenen Wege in der Grünanlage Kötherkamp. Je nach Wetterlage wird für die Ausführung der Arbeiten mit einer Dauer von etwa fünf Wochen gerechnet. Für die Erneuerung der Wege wird zunächst die obere Decke abgetragen und der Untergrund nachgearbeitet. Anschließend werden eine dynamische Schicht sowie eine optisch ansprechende Deckschicht aus Brechsand in einem gelben Farbton aufgebaut. Die Arbeiten werden in vier Bauabschnitte unterteilt. Während der Ausführung ist kein Durchgang in den einzelnen Teilbereichen möglich.
Mittwoch, 18. September 2019
Unfassbar: BBS sind „digitale Schule“, haben aber kein WLAN
Schule in Vöhrum bietet europäischen Computerführerschein – Medienkonzept wird erarbeitet
VON ANTJE EHLERS
Vöhrum. Die Anforderungen an das digitale Lernen steigen – vor allem auch an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum. Dort wird den Schülern und Auszubildenden Lehrstoff vermittelt, der die praktischen Ausbildungen begleitet und auf das Berufsleben vorbereiten soll. Die BBS an der Pelikanstraße sind fest in diesen Prozess eingebunden und schon seit vielen Jahren dabei, die Schüler aller Schulformen digital vorzubereiten. Großes Problem: Es gibt dort kein WLAN.
Trotzdem besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dort an einer von zwei Schulen der Region den europäischen Computerführerschein abzulegen. Im Schulzweig des beruflichen Gymnasiums wird Informatik unterrichtet und ist Prüfungsfach. Bei dem Projekt „Schüler schulen Senioren“ führen die Schüler der Berufsfachschule Systemelektronik Senioren in den Umgang mit Computern ein.
Innovativ ist die Teilnahme als eine von landesweit 24 Schulen an dem sogenannten „Smart Factory Modell“ der Landesregierung. Hierbei lernen Auszubildende digital in einer Umgebung, die das Arbeiten in der Industrie möglichst realitätsnah darstellt. Dabei sind die Lernprogramme, aber auch die Technik für unterschiedliche Lernsituationen gestaltet. Dafür erfolgt eine Zusammenarbeit der Schule in mit den örtlichen Betrieben.
„Als großes Problem erweist sich jedoch das fehlende WLAN im Schulkomplex“, berichten Schulleiterin Maria Zerhusen und ihre Stellvertreterin Dunja Gremmelmaier. „Dies wurde vom Schulträger noch nicht bereit gestellt“, berichtet Gremmelmaier. Dies erschwere auch das Lernen mit Tablets oder Laptops, hier erhoffe man sich dringend Unterstützung. „Bis jetzt sind wir darauf angewiesen, dass die Schüler privates Datenvolumen nutzen.“ Wünschenswert sei eine Ausstattung jeden Schülers mit einem digitalen Endgerät, doch daran sei noch lange nicht zu denken.
Zurzeit ist die Schule dabei, ein Medienkonzept zu erstellen, aus dem Fonds des Digitalpakts abrufen zu können – immerhin 670 000 Euro. „Dies Geld reicht bei weitem nicht, das WLAN auszubauen“, weiß Dunja Gremmelmaier. Dennoch wird am Ausbau der Strukturen gearbeitet. So wird unter anderem derzeit ein großer Computerraum mit 28 Arbeitsplätzen eingerichtet, die anderen Computerräume sind mit weniger Arbeitsplätzen ausgestattet. Mittlerweile wurden etwa 20 Smartboards angeschafft. Außerdem investiert die Schule viel in die Fortbildung der Lehrkräfte.
„Wir ermöglichen Kollegen die Teilnahme an außerschulischen Fortbildungen, das Wissen soll in der Schule weitervermittelt werden. Wir sind auf einem guten Weg“, betont Maria Zerhusen. Hervorzuheben sei trotz aller offenen Wünsche die gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger Landkreis Peine. Der Schule stehen zwei System-Administratoren vor Ort zur Verfügung, die das vorhandene Internet pflegen und die Entwicklung digitaler Strukturen voranbringen.
Am Dienstagnachmittag wurde die Schule in Hannover sowohl als „Digitale Schule“ als auch nach 2014 zum zweiten Mal als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Dieses Prädikat wird Schulen verliehen, die einen Schwerpunkt auf die Qualifikation in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) legen.
Am Donnerstag nehmen Schüler des Technischen Gymnasiums und Auszubildende zum Industriemechaniker an dem Projekt „XStarters“ von Volkswagen teil. Dort werden Workshops zu digitalen, sozialen Innovationen angeboten.
DRK: Blutspende in Vöhrum
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Vöhrum. Zur nächsten Blutspende in Vöhrum lädt der DRK-Ortsverein ein. Sie findet statt am Mittwoch, 18. September, von 14.30 bis 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus am Hainwaldweg. Als Dankeschön gibt es Leckereien vom Grill. Der Ortsverein erinnert daran, neben dem Blutspende-Ausweis auch einen Personalausweis oder Führerschein mitzubringen.
Samstag, 14. September 2019
Basar der Kita Löwenzahn
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Vöhrum. Ein Second-Hand-Basar rund ums Kind findet am Samstag den 14. September von 9.30 bis 12 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, Hainwaldweg 10, in Vöhrum statt. Angeboten werden Baby- und Kinder- sowie Umstandskleidung, Spielzeug und alles was rollt. Außerdem wird mit einem Kaffee- und Kuchenverkauf für das leibliche Wohl zugunsten der Kinder gesorgt.
Freitag, 13. September 2019
Pilotprojekt: 11. Jahrgang der IGS Vöhrum lernt mit Tablets
Digitales Lernen hält Einzug in die Klassenzimmer – Vorbereitung dauerte zwei Jahre
VON ANTJE EHLERS
Vöhrum. Der Digitalpakt zwischen Bund und Ländern ist beschlossene Sache, jetzt können die Schulen Geld für den digitalen Ausbau beantragen. Dafür stehen im Kreis Peine insgesamt 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die PAZ hat nachgefragt: Während einige Schule noch relativ am Anfang stehen, ist die Integrierte Gesamtschule (IGS) Vöhrum an der Pelikanstraße schon deutlich weiter. Seit einigen Jahren wird stetig am digitalen Ausbau gearbeitet, und in diesem Schuljahr wurde für die Schüler des 11. Jahrgangs Tablets für digitales Lernen eingeführt.
„Die Tablets wurden von den Schülern selbst gekauft, allerdings trotz der hohen Anschaffungskosten mit voller Unterstützung durch die Eltern“, sagt IGS-Schulleiterin Ulla Pleye. Das Ganze sei zunächst ein Pilotprojekt, die Gesamtkonferenz entscheide später, wie das Projekt fortgesetzt werde. Wunsch sei jedoch, in möglichst vielen Klassen digital zu arbeiten. „Am schönsten wäre eine 1:1-Ausstattung“, wünscht sie sich. Sie hofft auch, dass die Lehrmaterialien so schnell wie möglich digital ausgerichtet werden – dies lasse noch zu wünschen übrig.
Die Schüler können, da es eigene Geräte sind, die Tablets auch im privaten Bereich nutzen. Einige nutzen die dies, andere beschränken bewusst die Anwendung auf den schulischen Bereich.
Bereits vor zwei Jahren habe man schulintern mit der Projektplanung begonnen, beteiligt waren neben den Lehrkräften und der Schulleitung auch Elternvertreter und Schüler. Große Unterstützung gab es von der Landesschulbehörde, berichtet die Rektorin. „Uns war es wichtig, die möglichen Probleme, die Finanzierung und auch eine Risikoeinschätzung von vielen Seiten zu beleuchten“, führt Pleye weiter aus.
Für sie der richtige Schritt, denn so war früh eine konkrete Planung möglich. Die Lehrer konnten entsprechende Fortbildungen besuchen, und auch die Schüler des jetzigen elften Jahrgangs wurden im Verlauf der zehnten Klasse langsam an den Einsatz ihrer Tablets im Unterricht herangeführt. „So konnten wir viele Fragen schon im Vorfeld klären und jetzt direkt in den Unterricht starten“, erzählt Lena Schrader, Schülerin des 11. Jahrgangs.
Die Einführung der Tablets für einen ganzen Jahrgang ist nur einer von vielen Schritten der IGS auf dem Weg in die digitale Zukunft. Schon vor mehreren Jahren wurden zwei Klassen-Sätze mit jeweils 16 Tablets angeschafft, die bei Bedarf von den Lehrkräften für die Klassen ausgeliehen werden können. Auch einzelne Tablets gibt es, die den Schülern zur Ausleihe zur Verfügung stehen. In den Sommerferien erhielt die Schule die technischen Voraussetzungen, um flächendeckend digital arbeiten zu können. „Dafür geht ein ganz großer Dank an den Landkreis“, betont die Schulleiterin.
Ich kann ,mal eben’ kurze Filme einschieben, ohne dass es großer Vorbereitung bedarf.
Natascha Bläss Englisch-Lehrerin an der IGS
Die Einführung für einen ganzen Jahrgang ist nur einer von vielen Schritten auf dem Weg in die digitale Zukunft.
So wird digitales Lernen in den Klassenzimmern umgesetzt
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Vöhrum. Es ist auffällig ruhig im Mathe-Unterricht, die IGS-Schüler der Klasse 11 sitzen an ihren Tablets und bearbeiten das Arbeitsblatt, das ihnen Dr. Burkhard Höfling, Lehrer und IT-Beauftragter, auf die Geräte geschickt hat. Über einen Beamer und eine zwischengeschaltete Sendebox ist das Arbeitsblatt an der Wand zu sehen. Der Lehrer kann einzelne Schüler gezielt zuschalten, damit sie ihre Arbeitsergebnisse interaktiv und für alle sichtbar an der Wand präsentieren. Gearbeitet wird mit einer App, die sich die Schüler vorher auf ihre Tablets geladen haben.
Parallel zu den digitalen Geräten benutzt Burkhard Höfling die Wandtafel und schreibt dort zusätzlich Formeln auf. Die Schüler machen sich ebenfalls Notizen, entweder mit einem speziellen Stift direkt in das digitale Arbeitsblatt, das nach der Bearbeitung gespeichert wird, oder noch direkt in ein Schulheft oder auf einen Block.
Im Englisch-Unterricht geht es ähnlich zu. Die Schüler haben einen Text bearbeitet, die Antworten auf die Fragen werden ebenfalls für alle öffentlich sichtbar über einen Beamer projiziert. Gegen Ende der Stunde wird ein kurzer Film eingespielt – direkt aus dem Internet. „Es ist eine erhebliche Arbeitserleichterung, so zu arbeiten“, hat Englisch-Lehrerin Natascha Bläss schon in der kurzen Zeit seit Schuljahresbeginn festgestellt. „Ich kann ’mal eben’ kurze Filme einschieben, ohne dass es großer Vorbereitung bedarf. Es werden keine zusätzlichen Geräte benötigt, die frühzeitig ausgeliehen werden müssen.“
Die Schüler haben Spaß an der Technik und sind hoch motiviert. „Das Lernen macht viel mehr Spaß, außerdem bin ich flexibler“, nennt Oskar Reppin einen der Vorteile. Man könne auch außerhalb der Schulzeit aufgrund der Vernetzung besser zusammenarbeiten, zum Beispiel bei Projekten oder Fragen zu den Hausaufgaben, ergänzt Lina Spiegel. Das Projekt Umweltschule
Seit 1995 wird das Projekt „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ über das niedersächsische Kultusministerium angeboten. Es ist mit etwa 400 teilnehmenden Schulen das größte schulische Netzwerk in Niedersachsen. Die Umweltschulen verfolgen das Ziel, über einen Zeitraum von zwei Jahren durch konkrete Projekte die Bereitschaft zu umweltgerechtem Verhalten zu erhöhen. Sie arbeiten dabei zu Themen wie Energie und Klimaschutz, Recycling und Abfall, Wasser, Mobilität, Fairer Handel und Globales Lernen. Die Schüler reflektieren nicht nur über globale Zusammenhänge, sie handeln auch danach.
Claudia Dierkes-Hartwig Landeskoordinatorin Globales Lernen
Mittwoch, 11. September 2019
100 Jahre Awo in Vöhrum: Matjesessen findet großen Anklang
Über 100 Teilnehmer genießen Herings-Variationen im Dorfgemeinschaftshaus
VON ECKHARD BRUNS
Vöhrum. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) feiert ihr 100-jähriges Bestehen: Die Ortsgruppe Vöhrum hat deshalb ein Matjesessen für die Mitglieder organisiert. Über 100 Mitglieder und Gäste folgten gern der Einladung von Elisabeth Munzel sowie Volker Gerstenberg.
„Willkommen zu 100 Jahre Awo, willkommen zum Matjesessen 2019“, begrüßte Munzel die Teilnehmer im Vöhrumer Dorfgemeinschaftshaus (DGH) am Hainwaldweg.
„Noch nie waren so viele Mitglieder und Gäste hier zum Matjesessen. Dieses lässt uns alle, die wir alles vorbereitet haben, ein bisschen stolz und dankbar sein“, erklärte Munzel.
Für das Matjesessen, auf das sich die Teilnehmer schon seit langer Zeit freuten, hatten Volker Gerstenberg und sein Team verschiedene Variationen mit Matjes zubereitet.
Während der Veranstaltung zog die Ortsgruppe ein erfolgreiches Resümee: Beim Erdbeerfest (PAZ berichtete) seien neben einigen Sachspenden auch über 900 Euro an Geldspenden zusammengekommen. Unter anderem beteiligten sich verschiedene Firmen und Vöhrumer Vereine an der Aktion.
Somit konnten einige Wünsche des Vöhrumer Elisabeth-Stifts erfüllt werden. Munzel übergab einige Sitzkissen, eine Netzschaukel und Fahrräder an Theresa Glaum von der Elisabeth-Jugendhilfe. Vorab hatte man bereits die benötigten Paletten für Gartenmöbel, Tischkicker und das Gestell für die Nestschaukel direkt an die Jugendhilfe übergeben. Die Spenden-Aktion wurde mit viel Beifall und einem großen Danke für alle Mitwirkenden belohnt.
Bei bester Stimmung war es ein gemütlicher Nachmittag. Für die musikalische Unterhaltung des Tages sorgte Olaf Pudelko, der immer wieder Applaus für seine Live-Musik erhielt.
Volker Gerstenberg und sein Team hatten verschiedene Variationen mit Matjes zubereitet.
So erfolgt bereits die Umsetzung an Peiner Schulen
Vöhrum/Ilsede. Unterstützt durch den Schulträger und aufgrund eines eigenen Etats ist zum Beispiel die Integrierte Gesamtschule (IGS) Vöhrum bereits bestens digital ausgestattet. Das WLAN-Netz wurde ausgebaut, alle Klassen- und Fachräume sind mittlerweile mit Beamern ausgestattet, in den Räumen der Oberstufe steht Apple-TV zur Verfügung und ist für die weiteren Klassenstufen gemeinsam mit zwei IPad-Koffern mit jeweils 16 Geräten ausleihbar. Hinzu kommen 20 IPads, die einzeln ausgeliehen werden können.
„Diese Strukturentwicklung erfolgte nicht erst im Rahmen des Digitalpaktes, sondern wurde über die letzten Jahre so ausgebaut und entwickelt“, berichtet IGS-Schulleiterin Ulla Pleye. „Wir nehmen die Durchdringung von Lebens- und Arbeitswelt mit allen Formen der Digitalisierung als gesellschaftliche Herausforderung an und setzen sie in der IGS Peine aktiv und kritisch um, um die Schüler letztlich selbst zu befähigen.“ So trage die finanzielle Unterstützung durch den Digitalpakt dazu bei, digitales Lernen weiter auszubauen.
Das Gymnasium Groß Ilsede plant, sich noch in diesem Schuljahr mit einem Jahrgang auf den digitalen Weg zu machen. „Hier sollen erste Erfahrungen gesammelt werden, was die Umsetzung des schuleigenen Medienkonzeptes anbelangt“, sagt Rektorin Elke Heinzel. „Wichtig ist uns dabei, im Einsatz neuer digitaler Endgeräte ein Hilfsmittel zu sehen, das unsere Möglichkeiten erweitert und das unsere Schüler technisch, aber auch mit einem durchaus kritischen Blick beherrschen sollen.“
Die Schulleiterin erhofft sich eine Verbesserung des Unterrichtsablaufes. So sieht sie als Beispiel die Möglichkeit, im Fremdsprachenunterricht Dialoge in Partner- oder Gruppenarbeit zu erstellen und den Lehrkräften digital statt schriftlich zur Verfügung zu stellen. Heinzel weiß aber auch, „dass sich alle Beteiligten einer großen Herausforderung stellen müssen“. So müsse nicht nur die erforderliche Infrastruktur mit Technik geschaffen werden, auf die Eltern kämen Kosten für die Anschaffung von Laptops oder Tablets zu, und auch die Lehrer müssten sich entsprechend fortbilden.
Das Elmeg-Gelände
Zum 40 000 Quadratmeter großen Elmeg-Gelände an der Vöhrumer Straße in Telgte gehören etwa 33 Gebäude. Die meisten stehen bereits seit 2004 leer. Die Firma Elmeg produzierte in Telgte Telefon-Systeme, in Hochzeiten waren dort etwa 300 Arbeiter beschäftigt. Zuvor war das Gelände Sitz der Spinnhütte Peine (Seidenspinnerei) gewesen, in der auch Fallschirme hergestellt wurden. Elmeg musste 2003 Insolvenz anmelden, da es immer weniger Aufträge von der Telekom gegeben hat.
Elmeg-Gelände: Eigentümer will
bis zu 60 Millionen Euro investieren
Michael Betker plant, an der Vöhrumer Straße Wohneinheiten und einen Kindergarten zu entwickeln
VON TOBIAS MULL
Peine. Bis zum Jahr 2025 will Eigentümer Michael Betker auf den rund 40 000 Quadratmetern des ehemaligen Elmeg-Geländes in Telgte ein Quartier mit rund 180 Wohnungen, Tagespflege und auch einen Kindergarten entwickeln. Startschuss könnte schon bald der Bau der Kita sein.
„Wir befinden uns in finalen Abstimmungsgesprächen mit der Stadt Peine“, sagte Betker der PAZ. Spätestens 2020 soll es losgehen. „Es gibt schon einen Betreiber und konkrete Pläne“, so Betker weiter. Läuft alles nach Plan, könnte die Kita bereits 2021 in Betrieb gehen.
Nach und nach könnten dann die anderen Gebäude an der Vöhrumer Straße entstehen, erklärt der Eigentümer weiter. Werden alle Pläne verwirklicht, könnten am Ende Investitionen von 50 bis 60 Millionen Euro stehen. „Klar, dass man das nicht auf einen Schlag umsetzen kann. Deswegen ist geplant, pro Jahr ein oder zwei Projekte anzugehen, 2025 könnte dann alles fertig sein“, sagt Betker. Doch dazu brauche es auch noch andere Zuarbeiter.
So plant der Eigentümer für das Gelände eine „soziale Durchmischung“ des Wohnungsangebotes. „Ich könnte mir durchaus vorstellen, 60 bis 80 Mietwohnungen im unteren Preissegment anzubieten – Stichwort sozialer Wohnungsbau“, erklärt Betker. Doch dazu müsse beispielsweise auch das Land die Zuschuss-Zusagen einhalten.
400 Millionen Euro will Hannover für die soziale Wohnraumförderung zur Verfügung zu stellen, darauf hat sich die Landesregierung im April verständigt. „Aber jetzt muss auch etwas kommen. Ansonsten ist das leider finanziell nicht darstellbar“, so Betker. Dann wird es wahrscheinlich noch mehr Wohnungen im höherpreisigen Segment geben. Nach den ursprünglichen Plänen sollte es lediglich 7 Stadthäuser mit rund 50 Wohnungen geben. Diese sollen am Naturschutzgebiet Fuhseaue liegen und als Eigentumswohnungen angeboten werden. Außerdem geplant: Altengerechte Wohnungen, Betreutes Wohnen und eine Tagespflege-Einrichtung.
Übrigens: Noch sind nicht alle Altgebäude für das Großprojekt abgerissen. Auch das Gelände, auf dem die Kita entstehen könnte, ist noch bebaut. Und diese Gebäude würden auch stehen bleiben, sollte man sich nicht auf einen Kita-Bau einigen. „Dann werden die halt gewerblich genutzt“, sagt Betker abschließend.
Freitag, 6. September
Vöhrum: Klönkaffee im Gemeindehaus
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Vöhrum. Der DRK-Ortsverein und die Kirchengemeinde Vöhrum laden am Donnerstag, 12. September, um 15 Uhr zum Klönkaffee in das evangelische Gemeindehaus, Backhausweg 9, ein. Mit dabei ist der Kreissport-Bund. Der Eintritt ist frei, es wird lediglich um eine kleine Spende gebeten.
Anmeldungen gehen an Ruth Kirchner unter der Rufnummer (0 51 71) 9 07 98 89.
Vöhrum: Weinfest bei der CDU
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Vöhrum. Der CDU Ortsverband Vöhrum-Eixe-Landwehr-Röhrse lädt zu seinem Weinfest ein. Beginn ist am Samstag, 7. September, um 17 Uhr an der Herrenfeldtstraße 6 in Vöhrum. Mit dabei sind örtliche Kommunalpolitiker sowie der Landtagsabgeordnete Christoph Plett (CDU), teilt der Vorsitzende des Ortsverbandes, Peter Jauernig, mit.
Montag, 2. September
Treffen des Ortsrats in Eixe
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Eixe. Die nächste Versammlung des Ortsrates Vöhrum/Eixe/Landwehr findet am Donnerstag, 5. September, statt. Tagungsort ist das Dorfgemeinschaftshaus Eixe, Hauptstraße 56, Beginn ist um 19.30 Uhr. Auf der Tagungsordnung stehen unter anderem das Beleuchtungskonzept 2030 und die Nutzung einer Fläche am Bürgerhaus Vöhrum zur Errichtung einer Remise durch den Heimat- und Kulturverein.
Die Gespräche mit der Basis sind sehr wichtig. Da erfahre ich, wo wir uns drum kümmern müssen.
Matthias Möhle, Landtagsabgeordneter SPD Peine
