Gewittrig-warmer Juni, durchschnittlicher Juli, sehr trockener August
Strömungen aus westlichen Richtungen brachten uns in der ersten Junidekade, zur Monatsmitte und im letzten Monatsdrittel eine wechselhafte Witterung mit Schauern und Gewittern. Insgesamt fiel mit 88 mm Niederschlag das Eineinhalbfache der durchschnittlichen Regenmenge. Nach vier zu trockenen Monaten führte der Regen wieder zu einer besseren Durchfeuchtung der Böden. Besonders viel Niederschlag gab es im Zusammenhang mit kräftigen Gewittern am 1., 14. Und 26. Juni (19,9, 21,4 und 25,4 mm). Ein sehr starker Gewitterschauer brachte allein am 26. Juni zwischen 15.20 und 15.50 Uhr 23,7 mm Regen – also innerhalb von 30 Minuten! Mit einem Klimamittel von 19,1 Grad verzeichneten wir den 6.-wärmsten Juni in der Zeitreihe seit 1998.
Der Juli startete mit zwei heißen Tagen, wobei mit dem Maximum von 37,8 Grad am 2. d. M. der bisherige Rekord jedoch um 1,9 Grad verfehlt wurde. In der Folge stellte sich bei warmen bis nur mäßig warmen Temperaturen sehr unbeständiges Wetter mit häufigen Regenfällen oder Schauern ein. Insgesamt regnete es an 21 Tagen. Die Niederschlagssumme von 75,2 mm entsprach allerdings nur dem mehrjährigen Durchschnitt. Auch das Klimamittel von 19,5 Grad wich nur um 0,1 vom Mittelwert der Jahre 1998 – 2024 ab. Bis auf die ersten beiden Tage bestimmten feucht-maritime Luftmassen das Wetter.
Auf einen kühlen und nassen Start in den August folgten eine Reihe von Hochdruckgebieten, die zu einer länger anhaltenden Trockenperiode führte. So viel vom 5. bis zum 22. August kein einziger Tropfen Regen. In der Mitte des Monats gab es eine kurze Hitzeperiode, in der das Hoch „Julia“ subtropische Luftmassen zu uns steuerte und das Thermometer auf am 14. August auf 36,7 Grad steigen ließ. Nachdem Polarluft zu Beginn der dritten Dekade für eine deutliche Abkühlung sorgte, kehrte der Sommer in den letzten Augusttagen wieder zurück. Mit einem Klimamittel von 19,5 Grad war der August etwas wärmer als im mehrjährigen Durchschnitt. Es fielen mit 26,7 mm Niederschlag jedoch nur 38 Prozent der üblichen Regenmenge.
Quellenhinweis: Die Wetterlagenbeschreibungen wurden teilweise dem monatlichen Klimastatusbericht des Deutschen Wetterdienstes entnommen.
Winfried Domhof