Zeitungsartikel Mai 2019

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Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, September 2018


Freitag, 31. Mai 2019

Sommerfest im Tier- und Ökogarten

Vöhrum. Zum Sommerfest lädt der Tier- und Ökogarten für Sonntag, 2. Juni, von 10 bis 16 Uhr ein. „Unsere Schafe werden geschoren, jeder kann dabei zuschauen. Unsere ,nackigen’ Schafe erkennen sich nach der Schur nicht wieder und müssen erneut in der Herde ihre Stellung erkämpfen“, erklärt Ökogartenleiterin Betina Gube.

Wie wird die Wolle verarbeitet und genutzt? Jeder kann es selbst ausprobieren oder nur zuschauen und eine kleine Menge Wolle mitnehmen. Nahezu 2000 besondere Preise werden in der Tombola abgegeben, von echten Meteoritensplittern mit Zertifikat über Eintrittskarten für das Phaeno, Paläon und Museen bis hin zu wertvollen Sachbüchern, T-Shirts, Taschen und anderen Gebrauchsgegenständen.

Eine Hüpfburg, die Rallye, leckere Speisen und Getränke stehen bereit. Ponys und Kaninchen warten auf liebevolle Streicheleinheiten. Tierkinder suchen teilweise neue Besitzer. jti

Unfallverursacher flüchtete in Vöhrum

Schaden beträgt etwa 200 Euro

Vöhrum. Die Polizei in Peine sucht Zeugen für eine Unfallflucht: Dabei wurde ein Fiat 500 an der Hermann-Hesse-Straße in Vöhrum vermutlich beim Vorbeifahren durch einen bislang unbekannten Autofahrer beschädigt. Dieser flüchtete anschließend, ohne sich um den angerichteten Schaden in Höhe von etwa 2000 Euro zu kümmern. Als Tatzeitraum gab die Peiner Polizeisprecherin Stephanie Schmidt Montag, 20 Uhr, bis Dienstag, 18.30 Uhr, an. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Peine unter der Telefonnummer 05171/9990 in Verbindung zu setzen.    Jti

Kirchenverband Peine-Stadt feierte Gottesdienst

Mehr als 200 Besucher genossen die Freiluft-Veranstaltung im maigrünen Telgter Pfarrgarten

Die vereinigten Posaunenchöre begleiteten den Gottesdienst musikalisch.

Telgte. Der Regionalgottesdienst zu Himmelfahrt erfreut sich großer Beliebtheit: Mehr als 200 Besucher kamen in den maigrünen Pfarrgarten der St.-Johannis-Kirche in Telgte, um der wahren Bedeutung des Feiertages zu gedenken, die nichts mit den beliebten Bollerwagentouren zu tun hat.

Mehr als 200 Gottesdienstbesucher waren nach Telgte gekommen.              Kirchenkreis Peine

Der gemeinsame Freiluft-Gottesdienst wurde zum zweiten Mal vom Kirchengemeindeverband Peine-Stadt organisiert, der sich aus dem Gemeinden St. Jakobi, Frieden, Martin-Luther, St. Petrus Stederdorf mit Wendesse, Vöhrum, Eixe, Röhrse und St. Johannis Telgte zusammensetzt. Für den musikalischen Rahmen sorgten die vereinigten Posaunenchöre unter Leitung von Ina Wilhelm. Ein Kinderprogramm für die Kleinen organisierte Pastorin Dr. Christiane Tjaden mit mehreren fleißigen Helfern.

Pastor Markus Lenz begrüßte die Gäste und erfragte, wer aus welcher Gemeinde stammt, bevor er mit der Gemeinde den Kanon „Lobe den Herrn, meine Seele“ anstimmte. Silke Feilke aus der Martin-Luther-Gemeinde las das Evangelium.

Pastor Markus Lenz erklomm eine Leiter, um dem Himmel näher zu sein als sein Kollege Dirk Hölterhoff.      Kirchenkreis Peine

Anschließend erklomm Lenz eine Leiter, um dem Himmel einmal näher zu sein als sein deutlich größerer Kollege Pastor Dirk Hölterhoff. „Ach, Markus, da kannst du dir auch die Feuerwehrleiter holen, das bringt nichts“, holte Hölterhoff seinen Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf den Boden der Tatsachen. Die alte Vorstellung, dass Gott hoch oben im Himmel wohne und von dort auf die Erde herabschaue, sei nicht mehr zeitgemäß. „Schon in der Bibel steht: Von allen Seiten umgibst du mich! Gott ist in uns, um uns und nicht weit weg. Er ist überall, wo Menschen lieben“, bekräftigte Pastor Hölterhoff.

Die Vorstellung des Auffahrens in den Himmel sei nicht als realer Vorgang zu sehen, sondern als Glaubensvorstellung, dass Jesus göttlichen Rang hat und dass wir seine Liebe weitergeben sollen in die Welt, nicht nur an Menschen, sondern auch an Tiere und Pflanzen als Geschöpfe Gottes.

Mit dem Segen entließ Pastor Hölterhoff die Gemeinde in den Feiertag und zum gemeinsamen Mittagessen. Mit den Klängen des vom Posaunenchor gespielten „Highland Cathedral“ endete der Gottesdienst. In bester Picknickatmosphäre konnten sich die Gäste anschließend auf der grünen Wiese mit Eintopf und kühlen Getränken stärken.

Die vereinigten Posaunenchöre begleiteten den Gottesdienst musikalisch.              Kirchenkreis Peine

Dienstag, 28. Mai 2019

Jugendliche votierten vor allem für die Grünen – Ziel: Interesse der jungen Menschen wecken

VON THOMAS KRÖGER

Viele Peiner BBS-Schüler nahmen an der Juniorwahl teil.

Vöhrum. Parallel zur offiziellen Europawahl haben auch 400 Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum ihr Votum abgegeben – bei den sogenannten Juniorwahlen. Dabei erreichten die Grünen über 30 Prozent und wurden stärkste Partei. „40 Parteien? Wie soll ich mich da denn entscheiden?“, fragt BBS-Schüler Burhan vor dem Wahlraum. Er schaut sich den Musterwahlzettel an und wirkt ein wenig ratlos. Sie hätten zwar auch über Partei-Inhalte im Unterricht gesprochen, aber „wer soll sich das denn merken können, welche Partei was umsetzen möchte?“

So sahen die Wahlkabinen aus. BBS

„Vor dem Politikunterricht der vergangenen Wochen wusste ich nicht einmal, wie wichtig diese Wahl ist – geschweige denn, wen oder was ich da überhaupt wählen soll.“ Filiz ergeht es wie vielen anderen Schülern. Die Europawahl ist für viele sehr abstrakt und Europa sowie deren Entscheidungsträger in Brüssel weit entfernt. Manche jedoch auch nicht: „Seitdem wir vor zwei Wochen die Veranstaltung mit den Politikern hatten, weiß ich genau was ich wählen werde“, sagt Sinja. „Einen Politiker fand ich richtig gut und überzeugend, die Partei bekommt meine Stimme!“ Welche das ist, wird jedoch nicht verraten. „Wahlgeheimnis“, sagt sie und lächelt.

Ein BBS-Schüler warf seinen Wahlzettel ein.       BBS

Die BBS Peine nimmt schon lange bei jeder wichtigen Wahl an dem Projekt „Juniorwahl“ teil. „Das erste Mal, dass ich mit einer Klasse daran teilgenommen habe, war 2008. Da waren die Landtagswahlen in Niedersachsen und viele Schüler wurden mit dem Projekt an die Wahlen herangeführt“, so Ulf Wolters von den BBS. Mittlerweile hat er als Teamleiter das Projekt selbst mehrfach als Wahlleiter durchgeführt, Politikerveranstaltungen zur Wahl inklusive. Das Projekt „Juniorwahl“ wird bundesweit noch länger durchgeführt.

Seit 1999 wählen zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen mehr als drei Millionen Jugendliche von 2760 Schulen – damit zählt die „Juniorwahl“ zu den größten Schulprojekten in Deutschland.

„Wahlen einzuüben und die Hemmungen bei den Jugendlichen zu nehmen halte ich für eine ganz wichtige Sache“, so Wolters zu den Juniorwahlen. Dass Jugendliche nicht unpolitisch seien, könne man doch an der Klimabewegung, den Youtubern wie Rezo und dem Interesse an der Digitalisierung gut erkennen. Daher sollte man Vorurteile und Hemmungen abbauen, damit auch Sie ihre Stimme abgeben, um die oft schwache Wahlbeteiligung bei den Europawahlen zu verbessern. In den BBS nahmen diesmal 23 Klassen mit 430 Schülern teil. Zur letzten Europawahl steigerte sich die Teilnahme damit um mehr als 30 Prozent.

Der Trend der Jugendlichen ist klar erkennbar. Die Jugend wählt grün. Deutschlandweit erreicht die Ökopartei 30 Prozent. In den BBS haben die Grünen mit 25 Prozent die Nase vorn, wenn auch nicht so eindeutig wie landes- und bundesweit. Die SPD sitzt ihnen mit 21 Prozent im Nacken, ist aber im Vergleich zu 2014 der klare Wahlverlierer. Damals hatten sie noch 38 Prozent der Stimmen. Die CDU spielt mit 8,5 Prozent der Stimmen bei der Jugend in Peine kaum eine Rolle.

HUKL-Bühne strapazierte viele Lachmuskeln in Vöhrum

„Camping, Koks und Hollywood“ lautete das Theaterstück im Vöhrumer DGH – Drei ausverkaufte Vorstellungen

VON ECKHARD BRUNS

Vöhrum. Dreimal ausverkauft: Die erfolgreichen Schauspieler der Vöhrumer Hukl-Bühne haben ihre neue Komödie „Camping, Koks und Hollywood“ vor je rund 300 begeisterten Theater-Freunden im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Vöhrum aufgeführt. Am Freitag, Samstag und Sonntag gab es Aufführungen in drei-Akten von Bernd Spehling.

In diesem Jahr war vieles etwas anders, denn Initiator Hubert Klinke hat nach fast 50 erfolgreichen Jahren die Bühnenleitung im HUKL-Bühnen-Team an Stefanie Goyer und Andreas Schote übergeben (PAZ berichtete). Zur Erklärung: HUKL steht für die Anfangsbuchstaben von Hubert Klinke. Das Besondere bei der bunten und lustigen Komödie „Camping, Koks und Hollywood“ war, das die zehn mitwirkenden Schauspieler im Verlauf des Stücks zum überwiegenden Teil in mehrere Rollen schlüpfen mussten. Es handelte sich dabei meistens um völlig andere Charaktere, die die insgesamt 900 Gäste immer wieder mit ihren gekonnten Wortwitzen sowie passender Mimik zum Lachen brachten.

Zum Stück: Die vom Festland abgeschnittene Insel Halligström wird über einen neuen Verbindungsdamm für Touristen und verrückte Künstler, eigenwillige Existenzgründer, Fernsehteams sowie einer Hollywood-Diva samt Gefolge überrannt. Diese Situation bringt das bisher ruhige Beamtenleben von Evi (Stefanie Goyer), Thies (Jürgen Bublitz) und Gisbert (Oliver Hartmann) in Bewegung. Das wird auch durch die engagierte, neurotische Kurdirektorin Paula Potazius-Engelhöfen (Inga Bronstert) mit ihrer erfolgversprechenden Unternehmensberaterin Zoe von Berghoven (Susanne Grobe) nicht unbedingt besser.

Die Lachmuskeln des Publikums wurden immer wieder strapaziert. Den drei Freunden sollten Arbeit und Kundenfreundlichkeit beigebracht werden, obwohl es ja bisher auch ohne ging. Warum also, sollten sich jemand darauf einlassen? „Dafür bin ich nicht zuständig“, war einer der wichtigsten Sätze, um Arbeit zu vermeiden. Wenn gar nichts half, dann gab es zahlreiche, umständliche Formulare und gezielt langes liegen lassen, um Arbeit zu verhindern. Ein bunter Abend mit viel Schwung und gelungenen, gut abgestimmten sowie hintergründigen Dialogen mit einem passenden Bühnenbild. In den Pausen wurde die neue „Kantine hinter’m Deich“ von den zahlreichen Gästen sehr gut besucht. Somit war für das leibliche Wohl gut gesorgt.

Wie reagierten die Gäste? Hubert Klinke war begeistert: „Ich würde gern sofort mitmachen. Es war eine Vorstellung mit vielen unterschiedlichen und lustigen Situationen. Da musste ich ganz schön aufpassen, um alles mit zu nehmen“.

Der Spaß der Schauspieler übertrug sich sehr schnell auf die vielen Gäste im DGH. Am Ende gab es jeweils minutenlangen Beifall für diese großartigen Veranstaltungen.

Freitag, 24. Mai 2019

Vöhrum: Einsatz auf Firmengelände

Vöhrum. Zu einer Rauchentwicklung in einem Produktionsgebäude an der Pelikanstraße in Peine wurden am Donnerstagvormittag Polizei und Feuerwehr um 9.45 Uhr alarmiert. Es stellte sich heraus, dass eine Arbeitsmaschine in dem Gebäude in Brand geraten war. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte die Maschine aus dem Gebäude gebracht werden, bevor es zu einem Gebäudeschaden kam. Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt. „Zu einer Schadenshöhe können derzeit noch keine Angaben gemacht werden“, teilte Polizeisprecherin Stephanie Schmidt mit.

Vöhrum: Linie 522 fährt wieder normal

Peine. Die Peiner Verkehrsgesellschaft mbH informiert, dass die Linie 522 ab dem morgigen Samstag in Vöhrum wieder den regulären Linienweg befährt. Die Ersatzhaltestellen werden damit aufgehoben. Mehr Infos gibt es unter Telefon 05171/5069970.             Ale

Donnerstag, 23. Mai 2019

Vöhrum: Fahrer flüchtete nach Unfall

Vöhrum. Am Montag zwischen 7.30 und 10.30 Uhr streifte ein bislang unbekannter Fahrzeugführer vermutlich im Vorbeifahren einen auf der Straße „Im Kohlweg“ in Vöhrum am Fahrbahnrand abgestellten Audi A3 Sportback. Der unbekannte Fahrer flüchtete anschließend vom Unfallort, ohne sich um den von ihm angerichteten Schaden in Höhe von etwa 3000 Euro zu kümmern. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei Peine unter Telefon 05171/9990 in Verbindung zu setzen.            Ale

HUKL-Bühne: Ausverkauftes Haus

Vöhrum. Die drei Vorstellungen der Komödie „Camping, Koks und Hollywood“ der HUKL-Bühne am kommenden Wochenende in Vöhrum sind restlos ausverkauft. Es lohnt sich daher nicht, sich ohne Ticket auf den Weg zum Dorfgemeinschaftshaus zu machen. Es gibt keine Abendkasse mehr.      ale

Mittwoch, 22. Mai 2019

Offene Heimatstube in Vöhrum

Vöhrum. Am Sonntag, 26. Mai, öffnet die Heimatstube in Vöhrum zwischen 15 und 18 Uhr ihre Türen. Als Sonderausstellung werden letztmalig Exponate vom Vöhrumer Schacht ausgestellt. Man zeigt historische Bilder über und unter Tage von der Schachtanlage. Weiterhin ist in einer Vitrine das Thema „Sprengen im Stollen“ zu sehen, eine kleine Statue, die die heilige St. Barbara darstellt, und noch vieles mehr. Zu erleben ist die Zeitgeschichte des Bergbaus zwischen den 30er- bis zu den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts.   ag

Donnerstag, 16. Mai 2019

TSV Arminia Vöhrum: Nachwuchs reinigte freiwillig Sportgelände

Über 50 Jugendliche und Eltern sammelten Müll sowie Unrat auf Außenanlage des Sportgelände an den BBS Vöhrum

Vöhrum. „Unsere Sportanlagen sollen genauso sauber sein, wie der Sport, den wir als Jugendfußballer des TSV Arminia Vöhrum so gern betreiben“: Unter diesen vorbildlichen Motto trafen sich über 50 Jugendliche und Eltern auf der großen Außenanlage des Sportgelände an der (BBS) Berufsbildenden Schulen in Vöhrum. Mit vielen großen Sammelbeuteln machte sich der Nachwuchs auf, um das gesamte Gelände vom Unrat und Müll zu befreiten. Die vielen, reichlich gefüllten Säcke zeigten schnell die Wichtigkeit und den Erfolg dieser sinnvollen Reinigungs-Aktion.

„Klar kann man fordern, dass dort irgendjemand mal etwas tun müsste. Das ist jedoch nicht unsere Einstellung. Wir ergreifen da lieber einfach selbst die Initiative und sorgen für die gewünschte Sauberkeit auf der Sportanlage“, äußerte sich Jugend-Abteilungsleiter Marco Goyer. Sein Stellvertreter Waldemar Huber fügte noch hinzu: „Ich freue mich riesig, über die große Teilnahme unserer jungen Sportler.“ Als kleines Dankeschön für diese vorbildliche Reinigungs-Aktion gab zur Stärkung Gegrilltes.

Die Eltern der jungen Fußballer hatten zuvor für die schmackhafte Beilagen und Salate gesorgt. Und so schloss sich an den Aktionstag ein netter Nachmittag mit den vielen gut aufgelegten Helfern an.

Schüler der IGS Peine werden zu Museumsdesignern

Jugendliche müssen Ausstellung mit den Augen ihrer Mitschüler betrachten – Kooperation mit Kreismuseum

Peine. Was finden Schüler eigentlich spannend, wenn sie ein Museum besuchen? Dieser Frage gehen die Schüler der Klasse 8.3 der Integrierten Gesamtschule Peine (IGS) derzeit gemeinsam mit ihrer Tutorin Claudia Rüer und Gesellschaftslehre-Referendar Max Habermann im Rahmen des vom Landkreis initiierten Projekts „Geschichte (be)greifen“ nach.

Unter der Anleitung der professioneller Designer Sarah Zerwas und Kristof von Anshelm von der Agentur „von AundZ“ aus Braunschweig verfolgen sie dabei eine sogenannte Design-Challenge, deren Ziel es ist, die Inhalte des Peiner Kreismuseums für Mitschüler interessant aufzubereiten.

Die Idee dahinter ist simpel: Die Schüler müssen selbst in die Designer-Rolle schlüpfen und die Ausstellung gewissermaßen mit den Augen ihrer Mitschüler betrachten. Die Ausstellung behandelt vor allem die Industrialisierung mit lokalem Bezug, die auch im Gesellschaftslehre-Unterricht aktuell auf dem Stundenplan steht und zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Alltag der Schüler aufweist.

Nach einem Kennenlernen aller am Projekt beteiligten Personen in kreativer und motivierter Runde ging es für die Nachwuchs-Designer ins Peiner Kreismuseum. Vor Ort ging es folglich darum, die Ausstellung kennenzulernen und Interessantes zu dokumentieren. Dies geschah „mit Hilfe abwechslungsreicher, interaktiver und eigenverantwortlicher Aufgabenformate, die entweder allein oder in Gruppen bearbeitet wurden“.

Der zweite Projekttag sollte im Folgenden den Fokus darauf legen, die Interessensgebiete der Mitschüler zu erforschen, um im Anschluss Ausstellung und Interessen kreativ zu kombinieren. „Dazu haben die Schüler entsprechende Interviews zunächst erarbeitet und später erfolgreich durchgeführt. Durch die Designthinking-Methode wurde den Achtklässlern immer bewusster, mit welchem Blick Jugendliche durch die Ausstellung gehen und was ihnen dabei fehlt – und die ersten Ideen schwirrten bereits in den Köpfen der Nachwuchsdesigner. Deshalb sind wir sind schon gespannt, welche konkreten Ideen die Schüler während des dritten Workshoptages kreieren werden“, fasst Andreas Hellmann, didaktischer Leiter der IGS, zusammen. Ag

Mittwoch, 15. Mai 2019

Volkschor Vöhrum: Frühlingskonzert

Vöhrum. Zu einem besonderen Konzert lädt der Volkschor Vöhrum für Sonntag, 19. Mai, ab 19 Uhr in die evangelische Kirche der Peiner Ortschaft ein. Dabei soll zum ersten Mal der Frühling im Mittelpunkt stehen. Gesungen werden Frühlingslieder aus verschiedenen Jahrhunderten. Auch die Besucher können sich am Gesang beteiligen. Als Solisten wirken mit: Ingrid Struck (Sopran), Waltraud Balandis (Sopran), Lars Miehe (Flöte) sowie Hanno Diederichs (Cembalo und Klavier). Die Leitung hat Aud Engel, der Eintritt ist frei.         Ale

Hainwaldschule lädt zum Schulfest einVöhrum.

Die Schulleitung und der Vorstand des Fördervereins der Hainwaldschule Vöhrum veranstalten an diesem Freitag, 17. Mai, von 15.30 bis 18 Uhr in der Schule ein großes Sommerfest. Vom Kartoffellauf über Bobbycar-Rennen bis hin zur Verkleidungsstaffel wird vieles geboten. Dabei ist jede Klasse mit einer Aktion vertreten. Darüber hinaus gibt es eine Hüpfburg, Popcorn und weitere kulinarische Angebote.

Als Hauptprogrammpunkt ist eine große Tombola mit mehr als 1000 Preisen geplant, die Dank zahlreicher Sach- und Geldspenden überwiegend aus dem Peiner Stadtgebiet organisiert werden konnte. Aus den Erlösen des Sommerfestes ist die Anschaffung von Fußballtoren und weiteren Spielgeräten für den neu zu gestaltenden Außenbereich der Grundschule geplant.               ag

Dienstag, 14. Mai 2019

Betriebsrat aus Vöhrum war bei Heil

In Berlin: Hubertus Heil (r.) und Walter Dettmer. Foto: SPD

Vöhrum. Der Peiner SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil begrüßte einen Betriebsrat aus Vöhrum bei der traditionellen Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion. Unter den rund 300 Personal- und Betriebsräte war Pelikan-Betriebsratsvorsitzender Walter Dettmer aus Vöhrum angereist.

„Für meine Arbeit im Bundesarbeitsministerium ist der Austausch mit den Betriebsräten enorm wichtig. Pelikan als traditionsreiches Unternehmen bei uns in der Region ist dabei immer ein geschätzter Gesprächspartner für mich. Ich freue mich, dass Walter Dettmer den Weg nach Berlin auf sich genommen hat,“ sagte Heil.     Ale

Peiner Badeseen haben „hohe Wasserqualität“

Morgen beginnt offiziell die Badesaison – Weitere Infos: www.badegewaesser.niedersachsen.de

VON THOMAS KRÖGER

Kreis Peine. Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat zum Auftakt der morgen beginnenden Badesaison über die Qualität der Badegewässer informiert. Demnach haben alle Peiner Badeseen eine „ausgezeichnete Wasserqualität“. Mit „ausgezeichnet“ bewertet wurden der Eixer See, der Waldsee in Hämelerwald, der Badesee in Bettmar, die Kiesseen in Wipshausen und Wehnsen sowie der Pfannteich in Hohenhameln. Peines Kreissprecher Fabian Laaß sagt: „Morgen beginnt offiziell wieder die Badegewässersaison im Landkreis Peine. Bis zum 15. September nehmen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes dann im dreiwöchigen Rhythmus Proben an den fünf EU-Gewässern im Landkreis Peine.“ Jens Wagener vom Gesundheitsamt Peine ergänzt: „Neben bakteriologischen Untersuchungen werden zusätzlich pH-Wert, Temperatur von Luft und Wasser sowie die Färbung und das Algenwachstum ermittelt.“ Die Ergebnisse der Gewässeruntersuchungen werden vom Landesgesundheitsamt im Internet unter www.badegewaesser.

niedersachsen.de veröffentlicht.

„Eine gute Nachricht für alle Freiwasserschwimmer: Wir konnten anhand der ersten Proben schon eine gute Wasserqualität in Niedersachsens Badegewässern feststellen“, sagt Ministerin Dr. Carola Reimann. Zum jetzigen Zeitpunkt seien die vorliegenden und bereits abschließend analysierten Proben aus den 272 Badegewässern von guter Qualität. In Niedersachsen sind 242 Badestellen mit „ausgezeichnet“ eingestuft (92 %), 16 Badegewässer haben das Prädikat „gut“ und lediglich 8 Badegewässer sind als „ausreichend“ eingestuft. Für zwei Badestellen würden noch nicht ausreichend Messdaten für eine Einstufung vorliegen. Besonders erfreulich sei, dass in Niedersachsen einmal mehr kein Badegewässer als „mangelhaft“ eingestuft wurde.

Alle EU-Badestellen werden laut Reimann – wie von der EU vorgegeben – auf sogenannte Indikatorkeime untersucht. Dadurch könne das jeweilige Gesundheitsamt insbesondere Hinweise auf fäkale Verunreinigungen erhalten. Hohe Zahlen bei den Indikatorkeimen würden die Möglichkeit anzeigen, dass auch Krankheitserreger in größerer Zahl in das Badegewässer gelangt sein könnten. Deshalb erlasse man in so einem Fall ein Badeverbot.

Friedhof Röhrse wiedereröffnet

Ein Sandstein-Kreuz und ein Insektenhotel: Kosten für die Umgestaltung rund 20 000 Euro

Röhrse. Nach der erfolgreichen Umgestaltung des Friedhofes Röhrse feierte Pastor Dirk Hölterhoff am Sonntag die offizielle Wiedereröffnung mit einer Andacht. Für den musikalischen Rahmen sorgte eine Bläsergruppe unter Leitung von Ina Wilhelm. Im Anschluss warteten fleißige Helfer mit Kaffee und Kuchen.

„So habe ich mir das vorgestellt. Blauer Himmel, kein Regen und Sonne, nur windig ist es ein bisschen“, begrüßte Pastor Hölterhoff die Besucher. Bei der Umgestaltung des Friedhofes seien drei Motive verfolgt worden. Zum einen sollte der Friedhof ein würdevoller, sauberer und geordneter Ort sein. So wurde eine Hütte für Geräte gebaut und eine klare Struktur mit Urnenfeld, Urnen-Gemeinschaftsanlage sowie Wahl- und Reihengräber und pflegeleichte Grabstätten geschaffen.

„Der Friedhof ist auch ein Ort des Lebens, denn als Christen glauben wir an die Auferstehung. An einem Ort des Lebens soll es blühen. Wir haben Blühstreifen mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen angelegt und Konfirmanden haben ein Insektenhotel gebaut“, erklärte der Pastor. Vom Eingang des Friedhofes richtet sich der Blick nun auf ein Sandsteinkreuz mit dem Zitat aus dem Jesaja-Brief „Die Erlösten des Herrn werden wiederkommen“. So soll die christliche Prägung des Ortes verdeutlicht werden. Dorthin führt ein rot gepflasterter Weg. Das Kreuz ist ein Geschenk des Kirchenvorstandes Vöhrum und zugleich Grabmal des ehemaligen Rektors der Vöhrumer Schule.

Pastor Hölterhoff dankte allen, die zur Umgestaltung beigetragen hatten und sich zudem um finanzielle Förderung gekümmert hatten. Mehr als 20 000 Euro waren so zusammengekommen und investiert worden. Ein Teil der Fördermittel stammt dabei von der Dorferneuerung Kanal-Fuhse-Region-West. Nun steht noch die Pflasterung der Wasserstellen an.

Ortsvorsteherin Ursula Henninger schloss sich dem Dank an und blickte noch einmal zurück auf die Entwicklung von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Sie lobte die gelungene Umgestaltung.

Nach dem offiziellen Teil kamen die Besucher am neuen Gerätehaus zusammen und genossen bei strahlendem Sonnenschein auf dem maigrünen Friedhof Kaffee und Kuchen.

KAB Vöhrum erkundetet die Oberlausitz

Besichtigt wurden die Städte Görlitz, Bautzen und Zittau – Besuch des Senfmuseums „Bautzener Senf“ und bekannter Keramikmanufaktur

Peine. Die Städte Görlitz, Bautzen und Zittau in der Oberlausitz (Sachsen) sind beliebte Ausflugsziele, die doch so manche spannende Sehenswürdigkeit zu bieten haben. Darum hatte der Vorsitzende der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) St. Josef Vöhrum, Peter Kunz, diese Orte als Ziele für die anstehende Frühjahrsfahrt in diesem Jahr vorgesehen. Und das Interesse war groß: 52 Mitglieder und Freunde der KAB nahmen an der mehrtägigen Busreise teil.

Als erstes Reiseziel stand die Stadt Bautzen auf dem Plan. Bei einer Führung durch die Innenstadt konnten die schönen Fassaden der großen Bürgerhäuser bestaunt werden. Der Aufenthalt endete mit der Besichtigung des Senfmuseums „Bautzener Senf“ – natürlich mit Verkostung. Am Nachmittag erreichte die Gruppe dann die Stadt Görlitz und damit auch das Parkhotel als Domizil für die nächsten Tage.

Am zweiten Tag sollten mit einer Stadtrundfahrt und einem Stadtrundgang die Sehenswürdigkeiten der Stadt Görlitz erkundet werden. Dabei wurde die Lands-kron-Brauerei besichtigt, bevor es die Vöhrumer am dritten Tag in die Stadt Zittau am Fuße des Zittauer Gebirges, das kleinste Mittelgebirge in Deutschland, verschlug. Nach einem geführten Stadtrundgang besichtigte die Gruppe das riesige Fastentuch von 1472 in der Museumskirche „Zum Heiligen Kreuz“. Mit der Schmalspurbahn fuhr die Reisegruppe dann in das Zittauer Gebirge in den Kurort Oybin und besichtigte den Ort und die berühmte Bergkirche.

Niederschlesien stand am vierten Tag auf dem Programm der Reise. Erstes Ziel war die Stadt Bunzlau. Nach der Stadtrundfahrt wurde die bekannte Keramikmanufaktur besichtigt. Auch konnte dort die blaue Töpferware erworben werden.

Danach wurde die Busfahrt nach Hirschberg (Jelina Góra) fortgesetzt. „Bei einer Rundfahrt durch die Stadt erklärte die Fremdenführerin viel über die Geschichte der Stadt und deren Sehenswürdigkeiten“, erinnert sich Kunz. Das nächste Ziel war die Kleinstadt Karpacz (Krummhübel) im Riesengebirge. Hier wurde die Stabkirche Wang, die einst vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV aus Norwegen gekauft und hier wieder aufgerichtet wurde, besichtigt.

Am letzten Tag erfolgte dann die Rückreise mit einem längeren Aufenthalt in Leipzig. Ein Stadtführer führte die Reisegruppe mit launigen Sprüchen und Erklärungen durch die historische Innenstadt.

Der Rundgang endete in Auerbachs Keller, der ältesten Gaststätte in Leipzig. Nach einer spannenden und informativen Führung durch die historischen Weinstuben wurde anschließend die Heimfahrt nach Vöhrum angetreten.   Ag

Montag, 13. Mai 2019

Namibiafest in Röhrse ist am 15. Juni

Namibiafest: Es gibt auch wieder Kunsthandwerk.            Foto: Archiv

Röhrse. Am Samstag, 15. Juni, wird ab 18 Uhr auf der Gästefarm Afrika in Röhrse das traditionelle Namibiafest des Vereins Hilfe für Namibia gefeiert.

Seit mehr als 20 Jahren unterstützt der Verein die Bevölkerung im südwestlichen Afrika mit Dingen des täglichen Bedarfs. Jährlich werden im Schnitt zwei Container mit je 33 Kubikmeter Inhalt verschifft. Vor Ort werden die Spenden dann durch ortsansässige Vereinsmitglieder an die jeweiligen Empfänger verteilt.

Beim Namibiafest in Röhrse gibt es neben Gegrilltem und Backschinken auch eine Salattheke, afrikanischen Wein und namibisches Bier. Bei der Veranstaltung wird zudem afrikanisches Kunsthandwerk verkauft. Für die kleinen Gäste stehen eine Hüpfburg und Fahrten mit der Ponykutsche bereit.

Wieder einmal ist der Röhrser Verein Kolbenring mit einer Oldtimer-Treckerschau dabei. Das Fest endet mit einem Lagerfeuer.            ale

Freitag, 10. Mai 2019

HUKL-Bühne probt fleißig für das neue Stück

Vom 24. bis 26. Mai „Camping, Koks und Hollywood“ – Zu Gast in der NDR-„Plattenkiste“

VON ALEX LEPPERT

Vöhrum. Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Knapp eine Stunde lang unterhielten sich Andreas Schote, Jürgen Bublitz und Stefanie Goyer mit Moderatorin Martina Gilica über die Arbeit der HUKL-Bühne Vöhrum. Der Name entstand vor 49 Jahren bekanntlich durch die Anfangsbuchstaben des Namens von Gründer Hubert Klinke.

Gründer Hubert Klinke. Archiv

Derzeit läuft die heiße Probenphase für das neue Stück. Die Komödie „Camping, Koks und Hollywood“ aus der Feder von Bernd Spehling wird am Freitag/Samstag, 24./25. Mai, um 20 Uhr sowie am Sonntag, 26. Mai, um 19 Uhr im Vöhrumer Dorfgemeinschaftshaus aufgeführt. Restkarten gibt es in der Vöhrumer Bücherstube und bei Thalia in Peine.

Immer mit Spaß bei der Sache: Die Schauspieler der HUKL-Bühne, hier nach dem Stück „Kaviar trifft Currywurst“ auf.    Archiv

In der „Plattenkiste“ ging es aber auch um den Werdegang der Darsteller. Andreas Schote etwa steht seit 35 Jahren auf der HUKL-Bühne. Schon als Kind sah er gern zu, viele Bekannte machten schon lange mit, berichtet er. Als dann kurz vor einer Aufführung von „Der Meisterboxer“ der Darsteller krankheitsbedingt ausfiel, lernte er „schnell“ die Rolle – und blieb.

Immerhin 22 Jahre ist auch Jürgen Bublitz schon dabei. Er lernte bei einem Dorffest Hubert Klinke kennen. Sie kamen auf die Bühne zu sprechen. „Da fiel mir nichts Besseres ein als zu sagen: Wollte ich schon immer mal machen…“ Und schon war er engagiert, erinnerte er sich in der Radiosendung vergnügt. Seine Tochter Stefanie Goyer spielte schon in der Schule Theater und wartete eigentlich nur darauf, endlich 18 zu werden und selbst bei den Großen mitzuspielen. Sie ist nun seit 18 Jahren dabei. Es ist also ein „Familienunternehmen“, bestätigte sie in der „Plattenkiste“. Denn bei den neuen Mitgliedern kämen immer auch die Familien dazu, zeige die Erfahrung.

Je nach Rollengröße muss mehr oder weniger Text gelernt werden. 100 bis 120 Stunden für das Lernen sind bei großen Rollen erforderlich. Erst seit Kurzem gibt es einen Übungsraum, in dem sich die Mitglieder einmal in der Woche zum Lesen treffen können. Ansonsten wird in der heimischen Küche oder im Wohnzimmer repetiert und auch geprobt für die Stücke, die alljährlich im Mai aufgeführt werden.

Ankündigung: „Camping, Koks und Hollywood“  privat

In diesem Jahr steht „Camping, Koks und Hollywood“ auf dem Programm. Im Stück geht es um Behördenmodernisierung auf der Hallig: Die Touristen strömen ein, und die drei Beamten müssen erstmals richtig arbeiten… Das verspricht heitere Unterhaltung für die jeweils etwa 300 Zuschauer. Bis zur Premiere liegt aber noch viel Arbeit vor allen Beteiligten am Stück und vor allen im Hintergrund der Bühne, Maske oder Beleuchtung.

Zehn Schauspieler lernen gerade insgesamt 22 Rollen. Schote ist Pendler – er nutzt die Zeit im Zug zum Einprägen seines Textes. Nach dem Arbeitstag würde ihm das zu viel: Er spielt einen Bodyguard, einen „spießigen Antragsteller“ und einen Kameramann. Bublitz ist mal amerikanischer Regisseur und dann wieder „steifer deutscher Beamter“ – auch seine insgesamt drei Rollen sind unterschiedlich angelegt.

Goyer wird erstmals gemeinsam mit Schote die Moderation zu Beginn übernehmen. Deshalb ist sie schon etwas aufgeregt. Im Stück selbst spielt sie eine große Rolle und eine wesentlich kleinere: Neben der Beamtin Evi ist sie Luna, eine junge Dame, die mal in der Erotikbranche arbeitete. Das Publikum darf gespannt sein.

IGS und BBS: Schüler und Politiker diskutierten über Europa

Vöhrum: Projekt im Rahmen der Juniorwahlen – Klimawandel, Brexit und Jugendarbeitslosigkeit wurden hinterfragt

VON ANTJE EHLERS

Diskutierten mit den Schülern (von links): Christoph Plett, Max Weitemeier, Bernd Lange und Heiko Sachtleben.

Peine. Wenn am 26. Mai das neue europäische Parlament gewählt wird, gehen etliche wahlberechtigte Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) und der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum nicht unvorbereitet an die Urne. Im Rahmen der sogenannten Juniorwahlen, einem Projekt zur politischen Bildung, befassen sie sich bereits im Vorfeld mit der Politik und haben sogar die Möglichkeit, sich in der Woche vom 20. bis zum 24. Mai die Wahlen zu simulieren und im Nachhinein mit den tatsächlich erreichten Ergebnissen zu vergleichen.

Gestern fand nun in einer gemeinsamen Veranstaltung von IGS und BBS eine Podiumsdiskussion statt. Eingeladen dazu waren der Peiner Landtagsabgeordnete Christoph Plett (CDU), der langjährige Europaabgeordnete Bernd Lange (SPD), der regionale Kandidat der FDP, Max Weitemeier, und Heiko Sachtleben, Kreistagsabgeordneter der Grünen und Mitglied des Landesvorstands seiner Partei.

Bereits in ihrer Begrüßung machte Maria Zerhusen, Leiterin der BBS, für ihre Schule deutlich: „Wir wollen nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern auf das Leben vorbereiten. Und da sind Wahlen ein wesentlicher Bestandteil, da es um die Gestaltung der Zukunft geht.“ Ihre Kollegin Ulla Pleye, Rektorin der IGS, ergänzte, dass ihre Schule offen, politisch und manchmal ein bisschen frech sei und nicht immer alles abnicke, sondern sich auch kritisch einmische. Dies möchte sie auch ihren Schülern mit auf den Weg geben, und eine solche Veranstaltung biete eine gute Grundlage dazu.

Nachdem die Schüler beider Schulen die Kandidaten der Podiumsdiskussion vorgestellt hatten, mussten diese sich den teils recht offenen und kritischen Fragen stellen. So war das erste Thema die Klimapolitik, unter anderem baten die Schülerinnen Thea Liebich und Lea Wiedera um eine Stellungnahme zum Kohle-Ausstieg und stellten die Frage, was sich für die Parteien seit dem öffentlichen Auftreten der Klima-Aktivistin Greta Thunberg geändert habe. Bereits hier gab es kontroverse Meinungen, einig waren sich die Politiker jedoch darin, dass dringender politischer Handlungsbedarf besteht. Wenig zurückhaltend mit ihren Fragen waren auch die angehenden Industriekaufleute Alina-Christin Hansen und Ibrahim-Can Sönmez. Sie hinterfragten die europäische Finanzpolitik und wollten von den Politikern wissen, welche Auswirkungen ein möglicher Brexit für Europa, aber auch für Deutschland konkret habe. Weitere Themenrunden beschäftigten sich schließlich noch mit der Migrationspolitik, dem Mindestlohn, der Jugendarbeitslosigkeit und letztendlich der Zukunft Europas.

Metallmobil war an der IGS

Vöhrum. An zwei Tagen besuchte der M+E Infotruck in Vöhrum die IGS Peine. Auf zwei Etagen konnten die Achtklässler und Schüler der Oberstufe eine Entdeckungsreise durch die Welt der Metall- und Elektroindustrie unternehmen. In der unteren Etage des Metallmobils befinden sich diverse Experimentier-Stationen, oben steht ein großer sogenannter Multitouch-Table bereit. Ale

Ehrungen beim Spielmannszug

Vöhrum. Beim traditionellen Vöhrumer Spielmannszugsvergnügen gab es auch eine Vielzahl von Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften. Geehrt wurden Nick Ixmann, Thorben Rögner, Jonas Siebert, Maren Tacke (alle 10 Jahre), Christian Behnke, Nils Bühnert, Kim Bühnert, Günter Dieckmann, Otti Dieckmann, Sabrina Eilers, Eberhard Menzel, Jörg Ruth, Marcel Söhlig, Fritz Thiel (alle 25 Jahre), Sandra Büttner, Monika Weber (beide 30 Jahre), Harald Grove (35 Jahre), Bernd Grove, Torsten Sippel, Ralf Ebermann, Sabine Heer, Rüdiger Lismann, Alexandra Pacht, Kerstin Starke (alle 40 Jahre) und Hans Sippel (60 Jahre), ale

IGS: Inklusives Theaterprojekt

Vöhrum. Ein inklusives Theaterprojekt war für fünf Schülerinnen und Schüler der Klasse 11.2 der IGS Peine in Vöhrum eine bereichernde Erfahrung. Die Lebenshilfe-Mitarbeiterinnen Barbara Kircher und Christine Bielang begleiteten mit Lehrerin Natascha Bläß das Projekt, das von der „Aktion Mensch“ unterstützt wurde. Schnell wuchs die Gruppe zusammen. Die Aufführung der Collage war dann am Ende ein großer Erfolg.     ale

Donnerstag, 9. Mai 2019

Eixe: Harald Mai ist Vereinsmeister

Eixe. Die Schützen in Eixe haben ihren Vereinsmeister ausgeschossen. Sieger wurde am Ende Harald Mai, den zweiten Rang belegte Ingolf Hornbostel, Platz drei ging an Laurin Oetzmann.               ale

Mittwoch, 8. Mai 2019

Als das Stehlen „erlaubt“ war: Vöhrumer erinnert an Nachkriegszeit

Adolf Cordes berichtet: Feld- und Waldfrüchte luden zum Naschen ein – Mohn zur Gewinnung von Opium angebaut

VON ANTJE EHLERS

Das Kriegsende in Peine: Die Übergabe in Rosenthal am 10. April 1945. Foto: Archiv Karl-Heinz Heineke

Vöhrum. Gerade in diesen Tagen, wenn sich das Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 jährt, denkt der Vöhrumer Adolf Cordes an diese Zeit zurück. Er lebte damals mit seiner Mutter, einem Bruder und einer Schwester gemeinsam mit den Großeltern in Vöhrum.

Obwohl es für die Familie keine große Not zu beklagen gab, war es dem Schüler damals nicht möglich, eine weiterführende Schule zu besuchen. „Gelder muss die Mutter haben, wenn der Sohn studieren soll“, habe der Großvater einmal gesagt, damit sei „das Thema vom Tisch“ gewesen, erinnert sich Adolf Cordes. „Ich persönlich war heilfroh, denn für uns Kinder war unsere kleine Welt in Vöhrum bunt, und es gab immer neue Sachen zu entdecken“, als Dorfgrenzen habe es nur den Bahnhof, die Ziegelei und die Landwehr gegeben. Und wenn die Kinder Hunger hatten, was fast immer der Fall gewesen sei, hätten sie sich an den Früchten des Waldes oder der Felder bedient.

Die Erinnerungen von Cordes beziehen sich auch auf die Vorratswirtschaft: Entweder im eigenen oder gepachteten Garten wurden Obst geerntet, Erbsen, Bohnen und vieles mehr angebaut und nach der Ernte entweder in Weckgläsern eingekocht oder für den Verzehr im Winter eingelagert. Auch darauf, dass Mohn angebaut wurde, um daraus Opium zu gewinnen, besinnt sich der Vöhrumer. Allerdings wurde dies nach kurzer Zeit wieder eingestellt, da entweder der Boden nicht geeignet oder die Vermarktung zu schwierig gewesen sei, vermutet Cordes.

In Vöhrum hat sich nach dem Krieg die plattdeutsche Sprache nicht durchsetzen können. Dies führt Cordes darauf zurück, dass nach dem Krieg viele Vertriebene und Flüchtlinge nach Vöhrum gekommen seien, ebenso wie Bewohner der Bergwerksiedlung. Durch das gemeinsame Arbeiten wurde automatisch Hochdeutsch gesprochen.

Die Zeit nach dem Krieg bestand für die Kinder aus viel Arbeit. So gehörte es dazu, auf dem Feld per Hand Rüben zu verziehen. Dies beschreibt Cordes als „elende Schinderei“, da die Ackerstücke oft sehr lang und teils auch steinig gewesen seien. Auch beim Ährenlesen sei er fleißig gewesen. Das gedroschene Korn habe er anschließend mit einem Handwagen zur Mühle gebracht, wo es dann vermahlen wurde. Aus dem Mehl sei dann überwiegend zuhause Semmelteig zubereitet und in einer Kiepe zum Backen gebracht worden.

Um die Versorgung mit Fleisch zu sichern und das von den Besatzern eine erlaubte Schwein zu füttern, hätten sein Großvater und er im Wald Silberdisteln gestochen. Da aber ein Schwein nicht ausreichend gewesen sei, hätte ein Onkel eine Anlage zum Schnapsbrennen gebaut, und den verdünnten Alkohol habe man dann gegen schlachtreife Schafe eingetauscht, schildert Adolf Cordes.

In die Beschaffung von Brennmaterialien für den Winter waren die Kinder ebenfalls eingebunden. so haben sie beim Roden von Baumstümpfen geholfen oder hätten von im Bahnhof stehenden Kohlezügen Briketts geklaut. „Leichter Diebstahl wurde als ,fringsen’ bezeichnet“, erinnert sich Cordes, nachdem der damalige Erzbischof von Köln, Kardinal Josef Frings, das „Stehlen aus blanker Not“ erlaubte.

Foto: Für uns Kinder war unsere kleine Welt bunt, und es gab immer neue Sachen zu entdecken.

Adolf Cordes

Zeitzeuge aus Vöhrum

Dienstag, 7. Mai 2019

HUKL-Mitglieder sind im Radio

Vöhrum. Am morgigen Mittwoch sind Mitglieder der Vöhrumer HUKL-Bühne zu Gast in der „Plattenkiste“, die von NDR 1 Radio Niedersachsen von 12 bis 13 Uhr ausgestrahlt wird. Stefanie Goyer, Andreas Schote und Hubert Klinke plaudern über den Werdegang der Bühne, die anstehenden Auftritte im Mai, das Bühnenjubiläum (50 Jahre) in 2020 und Nachwuchssorgen.          Ale

Bahnhöfe Vöhrum und Peine in den GVH?

Junge Union will eine bessere Anbindung an das Hannoveraner Netz

Um ihn geht es in der Forderung: Der Peiner Bahnhof.   Foto: Archiv

Peine/Vöhrum. Die Junge Union (JU) Peine und Lehrte fordern die Ausweitung des Bereichs des Großraum-Verkehrs Hannover (GVH) auf die Bahnhöfe in Vöhrum und Peine. Die JU ist die Jugendorganisation der CDU.

Der Vöhrumer Bahnhof.               Michael Lieb

Bei einem Ortstermin am Bahnhof Hämelerwald stellten die beiden JU-Vorsitzenden aus Peine und Lehrte, Philipp Reinhardt und Marcel Haak, fest, dass viele Fahrzeuge mit Peiner Kennzeichen in der Nähe des Bahnhofs parkten. „Hämelerwald ist der letzte Bahnhof im GVH-Bereich, so dass viele Bürger aus Vöhrum und Peine mit dem Auto hierher kommen, um von hier mit dem Zug nach Hannover zu fahren“, sagt Reinhardt.

Aus Peine, Vöhrum und den umliegenden Ortschaften pendeln täglich viele Menschen nach Braunschweig und Hannover. „In Richtung Braunschweig funktioniert das dank des Verbundtarif Region Braunschweig schon gut. Für die Pendler nach Hannover befindet sich aber zwischen Vöhrum und Hämelerwald eine harte Tarifgrenze, so dass bislang aus Preisgründen viele mit dem Auto bis nach Hämelerwald fahren und erst dort in den Zug steigen. Diese Menschen könnten künftig viel entspannter mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Bahnhof nach Vöhrum oder Peine kommen, ohne teure Aufschläge zahlen zu müssen“, ergänzt Reinhardt.

Zudem würde dies auch zur besseren Vernetzung von Peine und Lehrte beitragen. Die Idee auf Ausweitung des GVH-Bereiches wollen die JU Lehrte und Peine nun durch Anträge in den Gremien forcieren. „Wir werden uns nun an die Arbeit machen und hoffentlich etwas Positives für die Bürger in Peine, Vöhrum und Hämelerwald erreichen“, sagt Julius Nießen, stellvertretender Vorsitzender der JU Peine.

Sicherheitstraining wurde abgesagt

Vöhrum. Der für den 18. Mai im Familienzentrum Löwenzahn in Vöhrum geplante Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurs für Mädchen und Frauen fällt aus. Er wurde abgesagt, weil „wir den Ausfall des Trainers nicht so kurzfristig durch eine Neubesetzung kompensieren können“, teilte der Veranstalter, der Weiße Ring, mit.     Ale

DRK Vöhrum lädt ein zum Klönkaffe

Vöhrum. Das DRK-Ortsverein Vöhrum und die evangelische Kirchengemeinde laden wieder zum Klönkaffee am Donnerstag, 9. Mai, ab 15 Uhr ein ins evangelische Gemeindehaus in der Gartenstraße. Mit dabei ist Christina Brandes, Einrichtungsleiterin der DRK Altenheime, die Rede und Antwort am Nachmittag steht. Anmeldungen bei Ruth Kirchner unter Telefon 05171/9079889. Der Eintritt ist frei, um eine kleine Spende wird gebeten.           ag

Samstag, 4. Mai 2019

Besuchersonntag im IGS-Ökogarten

Vöhrum. Der nächste Besuchersonntag im Vöhrumer Tier- und Ökogarten findet am morgigen Sonntag von 10 bis 16 Uhr statt. Das Motto lautet: „Alles Tomate oder was?“ Aber auch Reptilien und Krabbeltiere möchten befühlt und bestaunt werden. Lämmer, Küken und Kaninchen genießen ebenfalls die Aufmerksamkeit – vor allem die der jungen Besucher. Wie immer gibt es auch Basteln und eine Rallye.       ale

Freitag, 3. Mai 2019

Einbruch: Diebe stehlen Schmuck

Zur genauen Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden

Vöhrum. Schmuckstücke erbeuteten Täter bei einem Einbruch in ein Einfamilienhaus am Kötherkamp in Vöhrum. Die Diebe nutzten die Abwesenheit der Hausbewohner aus und gelangten im Zeitraum von Montag, 12 Uhr, bis Mittwoch, 15.50 Uhr, über eine Terrassentür in das Wohnhaus. „Anschließend haben sie sämtliche Räume durchsucht“, berichtete die Peiner Polizeisprecherin Stephanie Schmidt gestern. Zur genauen Schadenshöhe konnte sie noch keine Angaben machen.    Jti

BBS hatte Gäste aus Estland

Peine. Im Zuge eines Erasmus-Projekts absolvierten estnische Tischler-Auszubildende ein vierwöchiges Praktikum in Peiner Tischlereien – vermittelt von den Berufsbildenden Schulen (BBS). Die Tischlerinnung Peine und EU-Projektleiter Nils Iseler boten den Tischlern aus Estland zudem ein vielseitiges Rahmenprogramm. Unter anderem gab es eine Tour nach Hamburg (Foto), geführt von Alfred Köther (rechts) aus dem Vorstand der Tischlerinnung.

AWO Vöhrum besuchte Oslo

Vöhrum. Eine Gruppe des AWO-Ortsvereins Vöhrum unternahm eine Mini-Kreuzfahrt nach Oslo. In der norwegischen Hauptstadt brachte ein Bus die Vöhrumer zur Holmenkollen-Skisprungschanze, wo sogar noch ein bisschen Schnee lag. Anschließend ging es zu Fuß durch den Vigeland-Skulpturenpark (Foto) mit anschließendem Besuch eines Museums auf der Insel Bygdoy. ale