Zeitungsartikel Oktober 2021
Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, Oktober 2021
Freitag, 22. Oktober 2021
Weihnachtsmärkte im Peiner Land: Viele Absagen, wenige Zusagen
Auf welche Angebote können sich die Peiner freuen, wer zieht zurück wegen der Corona-Auflagen? Ein Überblick
Von Christian Meyer
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Mit Glühwein anstoßen: Das wird zumindestr auf den Weihnachtsmärkten in Peine und Vöhrum möglich sein..Foto: Christoph Schmidt/dpa
Kreis Peine. Schmalzkuchen, Glühwein und unter anderem ein Mittelalter-Wochenende: Der Peiner Weihnachtsmarkt wird sein Comeback auf dem historischen Marktplatz geben, das hat Peine Marketing bereits bestätigt. Doch viele der kleineren Weihnachtsmärkte im Peiner Land werden erneut wegen Corona abgesagt.
Achtung: Anmerkung der Redaktion vöhrum.de: Ausschnitt mit dem für Vöhrum relevanten Teil. Die Datumsangabe im Artikel ist falsch, der Weihnachmarkt findet am 27. November statt….
Glühwein, Bratwurst und Hygienekonzept: Der Weihnachtsmarkt in Vöhrum soll stattfinden. „Wir machen etwas, wir halten die Regeln ein – das wird gut klappen“, ist Mitorganisator Wolfgang Tostmann überzeugt. Er hofft, dass ähnlich viele Standbetreiber wie beim gelungenen Weihnachtsmarkt 2019 gewonnen werden können. „Damals hatten wir 13.“ Fest steht bereits: Der Weihnachtsmarkt soll am Samstag, 27. Dezember, seine Tore auf dem Parkplatz vor dem Arminia-Sporthaus und dem Schützenhaus der Gilde öffnen. „Das Gelände ist auch unter Corona-Bedingungen ideal, weil wir den Eingang sichern können“, sagt Tostmann. Ob für den Zutritt die 2- oder 3-G-Regel gilt, werde kurzfristig entschieden. „Wir haben Konzepte für beide Fälle.“
Chöre werden auftreten, ein Weihnachtsmann-Darsteller soll Kinder überraschen, Essen und Getränke sollen angeboten werden. Die Veranstalter hoffen zudem noch darauf, dass ein Schausteller ein Kinder-Karussell aufbaut. Tostmann freut sich riesig, dass die Veranstaltung möglich ist. „Wir verfolgen keine wirtschaftlichen Absichten, aber so etwas ist vor allem für die Gemeinschaft gut“, betonte er.
Donnerstag, 21. Oktober 2021
Vöhrum: Kritik an Tempo-30-Plan und Blick auf das Jubiläumsjahr 2022
Ortsrat hat zu Treffen im Dorfgemeinschaftshaus eingeladen – „Zone mit Geschwindigkeitsreduzierung ist zu kurz“
Von Eckhard Bruns
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Tempo 30 auf der Kirchvordener Straße hat die SPD-Ortsratsfraktion schon länger gefordert. Allerdings ist der von der Stadt geplante Bereich zu kurz, kritisiert der Ortsrat. foto: Nicole Laskowski
Vöhrum. Was ist in Vöhrum im kommenden Jahr geplant – und wie sieht es mit der geplanten Tempo-30-Zone aus? Der noch amtierende Ortsbürgermeister Dirk Franz (SPD) hat kürzlich die Ortsratsmitglieder sowie die Vertreter der örtlichen Vereine, Kirchen, des Spielkreises Kindergärten, des Familienzentrums, der Freiwilligen Feuerwehren und der Schule zur Abstimmung der Aktivitäten und Termine eingeladen.
Franz gab einen kurzen Überblick zu aktuellen Themen aus den Ortschaften. Dazu gehörten unter anderem die noch nicht umgesetzte Schaffung einer Tempo-30-Zone für die Kirchvordener Straße in Vöhrum im Bereich der Kirche und des Altenheims sowie die Wiederherstellung eines Zebrastreifens beim „alten Rathaus“.
Nach dem bisherigen Stand soll nach Plänen der Stadtverwaltung nur im Bereich des Altenheims eine rund 60 Meter kurze Strecke für Tempo 30 eingerichtet werden. Über den Sinn einer derartigen Regelung äußerten sich die Anwesenden sehr negativ: Sinnvoll für eine 30er-Zone wäre nach Ansicht der Teilnehmer der Kurven-Bereich (Abzweigung Eixe) bis mindestens zur Post. Die Ortsratsmitglieder bemängelten die fehlende oder mangelhafte Bearbeitung ihrer Ortsvorlagen. „Wir fühlen uns von den verantwortlichen Mitarbeitern der Stadtverwaltung oftmals nicht beachtet“, machten die Ortspolitiker ihren Unmut deutlich.
Erfreulich sei hingegen, dass Vereine das Dorfgemeinschaftshaus bis auf die Nebenkosten nach vorheriger Anmeldung in der Pandemiezeit frei nutzen können. Franz bedankte sich insbesondere bei den aktiven Vereinsvertretern, ohne die ein „erfolgreiches, intensives Dorfleben“ nicht möglich sei. „Wir haben in der Pandemiezeit schnell gelernt, was uns fehlt: das aktive Vereinsleben“, machte Franz deutlich.
Anschließend wurden einige Termine bis Ende 2022 miteinander abgestimmt. Am 27. November 2021 soll wieder ein gemeinsamer Vöhrumer Weihnachtsmarkt auf dem Parkplatz vor dem Arminia-Sport- und Schützenhaus der Gilde durchgeführt werden. Die Schwerpunkte 2022 sollen die vielfältigen Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr „Vöhrum – 1000 Jahre und mehr“ werden. Am 31. Dezember ist eine Silvesterfeier im DGH mit Höhenfeuerwerk zur Eröffnung der Jubiläumsaktivitäten geplant.
Die neue Ortschronik soll am 9. Januar 2022 beim vorgesehenen Vöhrumer Neujahrsempfang offiziell vorgestellt werden. „Unsere Detail-Planungen für passende Jubiläumsaktivitäten im Jahr 2022 laufen in der Endphase“, berichtete Dr. Ingo Reinhardt (CDU). Außerdem ist für den 26. März eine vielseitige Sport- und Turnschau von Arminia Vöhrum in BBS-Sporthalle vorgesehen.
Das offizielle Festwochenende soll von Freitag, 24. Juni, bis Sonntag, 26. Juni 2022, stattfinden. Als Festwirt habe der Heimat- und Kulturverein Christian Horneffer vom „Eixer Haus am See“ gewinnen können. Das Festzelt soll der bekannte Schaustellerbetrieb Musiolek aus Arpke stellen. Für den Freitag ist ein gemeinsamer Festgottesdienst, Musikabend sowie ein Zapfenstreich geplant, Samstag dann unter anderem ein „historischer, mittelalterlicher Kostümumzug“ unter Beteiligung der Kindergärten, Schule und Vereine sowie ein feierlicher Festball. Für Sonntag ist ein fröhlicher Frühschoppen unter Beteiligung der Vöhrumer Trachtenkapelle St. Barbara vorgesehen
Mittwoch, 20. Oktober 2021
Riesige Flusskrebse bieten Naturschauspiel an der Eixer Mühle
Der Kamber- und der Signalkrebs haben sich in der Fuhse angesiedelt
Von Antje Ehlers
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Britta Broschinksky hat die Krebse beim Spaziergang mit ihrem Hund entdeckt.fotos: Antje Ehlers
Eixe. Britta Broschinksky staunte nicht schlecht, als sie bei einem Spaziergang mit ihrem Hund an der alten Mühle in Eixe die seltsamem Geräusche hörte. „Es war wie ein Klirren und Sirren, was da in der Luft lag“, schildert sie. Als sie dann über das Geländer am Wehr schaute, seien ihr sofort zahlreiche Flusskrebse aufgefallen, die sich auf der Wehrstufe flussabwärts der Fuhse versammelt hatten. „Es müssen mindestens 40 bis 50 Stück gewesen sein, die ich gesehen habe, die meisten etwa tellergroß“, erinnert sie sich an das Naturschauspiel.
Eigentlich ist ein derart hohes Aufkommen ein Zeichen für eine gute Qualität des Flusswassers, doch in diesem Fall ist die Freude nur mit Einschränkungen zu betrachten: Bei den entdeckten Tieren im Bereich der Eixer Mühle handelt es sich nicht um den Europäischen Flusskrebs, der stark geschützt ist, sondern um den Kamberkrebs (Orconectes limosus) und den Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus), die zu einer anderen Familie gehören. Deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Nordamerika, beide zählen zu den invasiven Arten, teilt Fabian Laaß, Sprecher des Landkreises mit. Er erläutert: „Als invasiv werden Arten bezeichnet, die sich rasch und unkontrolliert ausbreiten und nachteilige Folgen für die Ökosysteme und die mit diesen verbundene biologische Vielfalt haben.“
Ferner weist Laaß darauf hin, dass die Ausbreitung der genannten Krebsarten auch für den Europäischen und andere heimische Krebsarten nicht unbedenklich ist. So übertragen sowohl der Kamberkrebs als auch der Signalkrebs die hoch infektiöse und oftmals zum Tod der europäischen Arten führende Krebspest. Für die amerikanischen Arten stellt die Krankheit keine Bedrohung dar. Aufgrund dieser Tatsache sowie der Verdrängung durch die direkte Lebensraum- und Nahrungskonkurrenz sieht der Landkreis den in Deutschland heimischen und streng geschützten Edelkrebs (Astacus astacus) stark gefährdet. Dessen Überleben ist ohnehin in weiten Teilen des Landes wegen der fortschreitenden Ausbreitung der invasiven Krebsarten zweifelhaft.
Im Jahr 2016 hat die Europäische Kommission erstmals eine Liste veröffentlicht, auf der invasive gebietsfremde Arten im Bereich der europäischen Union erfasst worden sind, erklärt Laaß. Beide Krebsarten stehen auf dieser Liste, die auch als Unionsliste betitelt wird.
Doch auch Maßnahmen, die die Ausbreitung des Kamber- und des Signalkrebses eindämmen sollen, sind dort erfasst. „Aus diesem Grund werden unsererseits Wanderhindernisse, wie etwa Wehrmauern, begrüßt“, macht der Sprecher des Landkreises Peine deutlich.
Montag, 11. Oktober 2021
Konzertwochenende zum 40. Geburtstag
Vöhrumhaus: Veranstaltung war an beiden Tagen gut besucht
Von Eckhard Bruns
Vöhrumhaus No. 5: Mit zwei klassischen Konzerten wurde der 40. Geburtstag gefeiert, hier ist das Duo Amabile zu sehen.Foto: Eckhard Bruns
Vöhrum. Das Vöhrumhaus No. 5 ist 40 Jahre alt geworden: Das feierten Heidi Spenke und ihr Team am Wochenende mit einem klassischen Musikprogramm. Das Duo Amabile sowie Prof. Raminta Lampsatis und Sänger sorgten bei freiem Eintritt für Unterhaltung. Samstag war das Haus mit 80 Gästen voll besetzt.
Das Duo Amabile, bestehend aus Paula Breland (Klarinette) und Anna-Katharina Schau (Akkordeon), präsentierte am Samstag eine musikalische Weltreise mit Stücken von Luigi Bassi, Matti Murtu, John Dowland und Victor Vlasov. Die beiden jungen talentierten Musikerinnen sind Stipendiaten des Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN) Vereins Hannover.
Es gab immer wieder anhaltenden, verdienten Beifall. „Das war ein gelungener Auftritt“, äußerten einige der Gäste. Weitere Stimmen begeisterter Musikfreunde: „Endlich dürfen Künstler wieder öffentlich vor Publikum auftreten. Das hat uns so lange Zeit gefehlt. Ein absoluter Hochgenuss, ich habe mich bereits lange Zeit auf dieses Konzert gefreut.“
Sonntagmittag wurde das Herbstkonzert mit einer Matinée fortgesetzt. Dabei wurden Lieder und Arien aus drei Jahrhunderten zum Thema „Mensch und Natur“ präsentiert. Gekonnt begleitete Prof. Raminta Lamsatis am Klavier die Sänger bei ihrem Auftritt. „Mit Raminta Lamsatis fingen vor gut 40 Jahren unsere Veranstaltungen im Vöhrumhaus No. 5 an. Das ist ein schönes wärmendes Gefühl für mich“, freute sich Spenke.
Die schöne Akustik im Vöhrumhaus No. 5 kommt derartigen Vorstellungen zugute. „Auf ein Neues, also in alter Frische“, blickt Heidi Spenke mit Vorfreude bereits ins kommende Jahr undsagt: „2022 sind am 2. und 3. Juli sowie am 8. und 9. Oktober weitere Veranstaltungen geplant.“
Feuerwerk über dem Peiner Abendhimmel
Verein hatte sein Gelände für Pyrotechnik-Prüfung zur Verfügung gestellt
Das Feuerwerk am Abendhimmel.Foto: privat/Marie-Charlotte Herwig
Peine. Keine Party, kein Silvester: Feuerwerk gab’s am Samstag auf der Glindbruchkippe aber trotzdem. Auf dem Gelände des Segelflugvereins Uhlenflug in der Gemarkung Vöhrum/Telgte legten Pyrotechniker ihre Sachkundeprüfung ab. Wer mochte, konnte sich das Spektakel am Abend aus der Ferne anschauen, die Zufahrtsstraßen zur Kippe waren aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Verein Uhlenflug hatte sein Gelände für die behördlich genehmigte Prüfung im geschlossenen Rahmen zur Verfügung gestellt. Die Pressesprecherin des Vereins, Cornelia Gonet, sagt: „Durch die Corona-Pandemie haben in den letzten Monaten keine Feuerwerke stattgefunden. Pyrotechniker müssen zum Erhalt ihrer Berechtigung regelmäßig eine Sachkundeprüfung absolvieren.“ Deshalb habe man gern geholfen. „Es hat alles super geklappt und die anwesenden Vereinsmitglieder durften Zaungast eines tollen 15-minütigen Feuerwerks werden“, so Gonet.
Neben dem Feuerwerk Samstag auch für den Verein Uhlenflug ein besonderer Tag. Der alljährlich vereinsinterne Ziellandewettbewerb hatte ebenfalls stattgefunden. In den Kategorien Schulungssegelflugzeug, Motorsegeler und gemischte Gruppe musste in einem genau definierten Feld gelandet werden. Bewertet wurden aber auch Landeeinteilung und der Endanflug. Gewinner der Vereinspokale sind im Schulungssegelflugzeug ASK 21 Jan Göde, im Motorsegler Sebastian Klöpper und in der gemischten Gruppe (alle Flugzeugtypen) Lasse Strickert. „In Verbindung mit der abendlichen Zündung des Feuerwerks ein einmaliger Saisonausklang“, resümierte Gonet.
Bis zum nächsten Groß-Feuerwerk an Silvester müssen sich die Peiner noch 83 Tage gedulden.
Freitag, 8. Oktober 2021
Peine: Pyrotechniker zünden Samstag Feuerwerk auf der Glindbruchkippe
Prüfung ist bei den Behörden angemeldet – Veranstaltung ist nicht öffentlich
Die Peiner können sich auf ein Feuerwerk freuen. Foto: Archiv
Vöhrum. Auf dem Flugplatz an der Glindbruchkippe in Vöhrum wird an diesem Samstag, 9. Oktober, in den Abendstunden ein Feuerwerk gezündet. Dabei handelt es sich allerdings um keine öffentliche Veranstaltung des Vereins, sondern eine pyrotechnische Sachkundeprüfung. Durch die Corona-Pandemie konnten in den vergangenen Monaten keine Feuerwerke stattfinden. Pyrotechniker müssen jedoch zum Erhalt ihrer Berechtigung regelmäßig eine Sachkundeprüfung ablegen.
Der Verein Uhlenflug Peine habe für die Prüfung im geschlossenen Rahmen auf Anfrage sein Gelände zur Verfügung gestellt, teilt Pressesprecherin Cornelia Gonet mit. Die Sachkundeprüfung sei behördlich angemeldet und genehmigt.
Bestimmte Bereiche des Flugplatzgeländes müssten dafür am 9. und 10. Oktober aus Sicherheitsgründen abgeriegelt werden, zudem ist das Betreten des gesamten Geländes am Samstagabend nicht möglich. Tierhalter in der Umgebung seien bereits vor zwei Wochen auf die Probe hingewiesen worden. Eine exakte Uhrzeit wolle man nicht benennen, eben weil es sich nich um eine öffentliche Veranstaltung handelt, so Gonet.
Zum Verein: Uhlenflug Peine wurde 1955 gegründet, hat heute rund 100 aktive und passive Mitglieder. Er betreibt fünf Segelflugzeuge, zwei Motorsegler und ein Ultraleichtflugzeug. Der Flugplatz liegt in der Gemarkung Glindbruch zwischen Telgte und Vöhrum. Daher heißt der Flugplatz Glindbruchkippe.
Segelfliegen kann man bereits mit 14 Jahren beginnen und mit 16 Jahren die Lizenz erwerben. Uhlenflug Peine bildet nicht nur im Segelflug aus, sondern auch im Motorflug auf den vereinseigenen Motorseglern und einem Ultraleichtflugzeug.
Donnerstag, 7. Oktober
Neue Attraktionen
am Eixer See geplant
Pächter will Riesen-Wasserbälle, Stand-Up-Paddle-Boards und Tretboote für die neue Badesaison anschaffen
Von Mirja Polreich und Eckhard Bruns
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Tretboote gab es bereits am Eixer See. Christian Horneffer plant nun eine Neuauflage. Außerdem sollen Stand-Up-Paddle-Boards sowie mannshohe Wasserbälle verliehen werden.Fotos: Ralf Büchler/ Archiv
Eixe. Die diesjährige Badesaison ist zwar beendet, doch schon jetzt können sich die Peiner im kommenden Sommer auf eine neue Attraktion am Eixer See freuen: Tretboote, Stand-Up Paddle-Boards sowie riesige Wasserbälle sollen dort für noch mehr Badevergnügen sorgen.
Gegen eine Gebühr möchte der Pächter der Gaststätte „Haus am See“, Christian Horneffer, im nächsten Sommer am Eixer See Tretboote anbieten. „Wir suchen noch Firmen, die den Kauf sponsern möchten“, sagt Horneffer. Die Unternehmen können dann im Gegenzug ihre Werbung auf den Tretbooten anbringen. Geplant seien derzeit bis zu zehn Tretboote. „Die Nachfrage ist riesig“, freut sich der Pächter. „Wir möchten das Freizeitangebot hier am See gern weitergestalten, es gibt bisher nichts Vergleichbares in der Region.“
Wer ein Boot mietet, bekommt zudem eine Schwimmweste gestellt sowie eine Einweisung. Auch Stand-Up-Paddle-Boards sowie riesige Wasserbälle, in denen man sich über das Wasser fortbewegen kann, sollen zur Vermietung angeschafft werden. „Wir haben sogar schon zwei Bälle und meine Mitarbeiter haben sie auch getestet“, verrät Horneffer. „Es funktioniert und macht riesigen Spaß.“
Bereits vor einigen Jahren gab es Tretboote am Eixer See, diese fielen jedoch dem Vandalismus zum Opfer. „Wir werden die Boote natürlich versichern und sie an einem abgeschlossenen Strandabschnitt lagern“, betont Horneffer, der dahingehend keine Probleme befürchtet. „Ich bin außerdem fast jeden Tag 18 Stunden lang am See, da ist das Zeitfenster für solche Zerstörungen ziemlich klein.“
Darüber hinaus plant der Pächter, der das „Haus am See“ im Mai 2019 übernahm, die Außenterrasse komplett zu sanieren. Dem derzeitigen Provisorium soll eine behindertengerechte Anlage folgen. Die Gaststätte bleibt trotz dem Ende der Freiluft-Saison, das am vergangenen Wochenende mit einem Spanferkel-Grillen und schottischer Musik der „Owl Town Pipe & Drum Band“ eingeläutet wurde, geöffnet.
„2021 war kein leichtes Jahr. Neben der Pandemie mit ihren Zwangsschließungen und den häufig wechselnden und neuen Hygieneauflagen sowie der durchwachsene Sommer machten ein normales Arbeiten für alle zusätzlich schwer“, so Horneffer. Nichtsdestotrotz habe sich die Gaststätte zum beliebten Anlaufpunkt für Boßelfreunde, Wanderer und Fahrradfahrer entwickelt. Ebenfalls gut gebucht sei das Lokal für Weihnachts-, Geburtstags- und Jubiläumsfeiern.
Mittwoch, 6. Oktober 2021
Betonklotz auf Bahngleise in Vöhrum gelegt
Vöhrum. Bislang Unbekannte haben am Dienstagmittag einen Betonfuß samt Eisenrohr auf die Gleise am Bahnübergang Uhlenkamp in Vöhrum gelegt. Kurz darauf rollte ein Zug darüber. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Nun ermittelt die Bundespolizei.
Nach bisherigen Erkenntnissen überfuhr ein Zug gegen 12.30 Uhr das Hindernis, wobei Teile durch die Luft geschleudert wurden, in die benachbarte Lärmschutzwand einschlugen und den Bahnübergang beschädigten. Nach bisherigen Erkenntnissen sind keine Personen verletzt worden.
Laut einem Sprecher der Bundespolizei zeigt der Vorfall, wie gefährlich derartige Situationen durch herumfliegende Teile sein können. Jetzt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Hinweise an die Bundespolizei unter Telefon (05 11) 3 03 65.
Dienstag, 5. Oktober 2021
Vöhrumhaus No.5: Jubiläumskonzerte
Vöhrum. Zum Abschluss des Jubiläums (40 Jahre) des Vöhrumhauses No. 5, veranstaltet das Team zwei Konzerte. Am Samstag, 9. Oktober, spielt um 17 Uhr das „Duo Amabile“ eine musikalische Weltreise. Mit dabei sind Paula Breland (Klarinette), Anna-Katharina Schau (Akkordeon) und Stipendiaten von Yehudi Menuhin Live Music Now aus Hannover. Weiter geht es am Sonntag, 10. Oktober, um 12 Uhr. Musiker spielen „Lieder und Arien aus drei Jahrhunderten zum Thema Mensch und Natur“. Mitwirken werden: Noam Katz (Sopran), Eglė Šlimaitė (Sopran), Alejo Ruiz (Tenor) am Klavier begleitet Raminta Lampsatis. Die Künstler spielen Werke von Mozart, Weber, Händel, Smetana, Puccini, Débussy und Verdi. Der Eintritt ist frei, es gelten die Corona-Regeln.
Hainwaldschule: Förderverein-Treffen
Vöhrum. Der Förderverein Hainwaldschule Vöhrum lädt ein zur Mitgliederversammlung am Mittwoch, 13. Oktober, um 19.30 Uhr in der Mensa der Schule.
Montag, 4. Oktober 2021
Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf zieht 150 Zuhörer in seinen Bann
Krimiabend mit Autogrammstunde im Vöhrumer Dorfgemeinschaftshaus – Eingeladen hatte die Bücherstube
Von Eckhard Bruns
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Schlange stehen für Autogramme: Autor Klaus-Peter Wolf signiert mit Liedermacherin und Buchautorin Bettina Göschl Bücher und Autogrammkarten.
Vöhrum. Der Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf hat im Vöhrumer Dorfgemeinschaftshaus seinen aktuellen Kriminalroman „Rupert undercover – Ostfriesische Jagd“ vorgestellt. Rund 150 gespannte Zuhörer waren der Einladung von Claudia und Andreas Schneider von der Bücherstube Vöhrum gefolgt.
„Oh, es ist so schön, dass sie da sind“, freute sich Wolf nach der langen Zwangspause durch Corona. In seinem neuen Krimi geht es um den zweiten großen eigenen Fall für Kommissar Rupert, dem naiven Kollegen der Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Nach dem Bestseller „Ostfriesenzorn“ erreichte der zweite Teil von „Rupert undervover“ als 13. Roman hintereinander sofort wieder Platz eins in der Spiegel-Bestsellerliste. Wichtig seien Wolf die Perspektiven seiner Krimis. Daher schreibe er gerne alles in der Ich-Form. Am liebsten aus der Sicht des Täters, diesmal jedoch aus Ruperts naiver Sichtweise. Die Figuren tragen häufig ihren richtigen Namen und üben ihren eigentlichen Beruf in den Romanen aus.
„Täglich bekomme ich viele Leserbriefe deren Feedback vorrangig positiv ausfällt“, freute sich Wolf, „wenn das kein Grund zur Freude ist!“ Genauso zustimmend waren an diesem Abend die Meinungen aus dem Publikum: „Endlich gibt es wieder Live-Auftritte.“ „Das war wieder hervorragend. Wir begleiten Wolf schon seit vielen Jahren.“ „Sehr gut, ein gelungener Abend.“ „Ich kenne das Piratenlied von Bettina Göschl, das hat sie schon mal bei uns in der Schule gesungen.“ „Ich habe Wolf schon mehrfach erlebt. Er ist einfach genial.“
Für die musikalische Unterhaltung sorgte seine Ehefrau, die Liedermacherin und Buchautorin Bettina Göschl, die eigens für die Romane Krimisongs geschrieben hat. Dafür gab es den verdienten Beifall der begeisterten Zuhörer. Wolf ist eine „Rampensau“: Er nahm das Publikum von der ersten Minute an mit in den Kosmos seiner Figuren und Geschichten. Er spannte dabei in meisterhafter Weise den Bogen zwischen Grusel, Unglauben und Grinsen. So wurde bei dem unterhaltsamen literarischen und musikalischen Krimiabend viel gelacht und langanhaltender, verdienter Beifall gegeben.
Hintergrund: Der 67-jährige Klaus-Peter Wolf lebt mit seiner Familie in Norden. Bekannt wurde der Autor durch seine Krimis, Romane, Kinder- und Jugendbücher sowie durch Film und Fernsehen. Inzwischen hat er rund siebzig Romane, Kinderbücher, die in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden, geschrieben. Mehr als 13 Millionen Exemplare wurden bis jetzt bereits verkauft. Ein Grundsatz von Wolf ist: „Langweilige Stellen gehören nicht in Romane!“ Den Pilotfilm „Ostfriesen Killer haben rund acht Millionen Zuschauer im ZDF gesehen. Die Verfilmung von „Ostfriesen Moor“ und „Ostfriesen Feuer“ folgt demnächst. Die dazu passende, eingängige Titelmelodie „Ostfriesen Blues“ summt Bettina Göschl.
Bettina Göschl ist eine begabte Sängerin und Autorin. Sie schreibt gerne Kinderbücher und Kinderlieder. Um vielen Kindern den „Lesevirus“ näher zu bringen, besuchen die beiden Autoren möglichst oft Grundschulen und Kindergärten mit ihren Lesungen, zuletzt in der Jugendbuchwoche.
Samstag, 2. Oktober 2021
Vöhrum: Debatte um Bahnlärm
Vöhrum. Der Ortsrat Vöhrum-Eixe-Landwehr tagt am Donnerstag, 7. Oktober. Beginn der Sitzung ist um 19 Uhr im Vöhrumer Dorfgemeinschaftshaus am Hainwaldweg 5. Die Hauptthemen sind die angedachte Lärmsanierung entlang der Bahnstrecke in Vöhrum, die Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt in Vöhrum, ein Ersatz der Holzbrücke über den Öhlsmannsgraben im Bereich der Straße „Zur Wasserburg“, die Einführung von Namen für noch unbenannte Wege in der Parkanlage im Bereich des Kötherkamps, die Anpflanzung von zwei Laubbäumen auf dem Spielplatz Kötherkamp und die Verwendung des Ortswappens von Vöhrum-Eixe-Landwehr.
