Zeitungsartikel März 2020
Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, September 2021
Mittwoch, 29. September 2021
1000 Jahre Vöhrum: Wer ist beim Festumzug dabei?
Anmeldung noch bis zum 15. Oktober – Bereits zur Vorweihnachtszeit erscheint die Chronik
Originelles Vorbild: Die Vöhrumer Junggesellen beim Bunten Umzug im Jahr 1987.foto: Privat
Vöhrum. Das wird ein großes Jubiläum: Vöhrum feiert 2022 seinen 1000 Geburtstag. Dafür plant das Festkomitee des Heimat- und Kulturvereins Vöhrum-Eixe-Landwehr eine Reihe an Veranstaltungen. Zum Festwochenende im Sommer wird ein großes Zelt am Dorfgemeinschaftshaus aufgebaut mit bis zu 1000 Plätzen, sofern Corona das zulässt. Nun steht der nächste Programmpunkt der Feier fest. Am Samstag, 25. Juni soll zum Festwochenende ein historischer Kostümumzug durch Vöhrum stattfinden. Das Festkomitee sucht dafür Vereine, aber auch Familien, Kinder, Senioren und Firmen, die mitmachen möchten. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sie den Umzug mit originellen Ideen und historischen Kostümen bereichern würden“, teilt Ingo Reinhardt, Vorsitzender des Festkomitees mit. Noch bis Freitag, 15. Oktober können sich Interessierte beim Festkomitee melden und ihre Teilnehmerzahl angeben. Der Vorsitzende ist unter (0173) 23 37 90 3 oder per Mail an ingo-reinhardt@t-online.de erreichbar. Zum Jubiläum soll auch die neue Dorfchronik erscheinen. Dafür wurde fleißig Bildmaterial gesammelt. Angeboten werden soll der Band schon vor der Feier ab dem Vorweihnachtsgeschäft. Käufer erhalten vorerst einen Gutschein, der später eingelöst werden kann. Ausgegeben werden soll die Chronik nach dem Neujahrsempfang 2022. Geplant ist eine Startauflage mit 3000 Exemplaren. red
1000 Jahre Vöhrum: Diese Veranstaltungen sind geplant
■ Silvesterparty 2021/2022
■ Neujahrsempfang mit Chronik-Vorstellung (9. Januar)
■ Filmnacht + Nacht der Vereine / Fotoausstellung (im Februar)
■ Kinderfasching (27. Februar)
■ Lesung aus der neuen Chronik (im März)
■ Pflanzentauschbörse (im Frühjahr)
■ Osterfeuer (16. April)
■ Evangelische Kirche „Jubiläum 650 + 2 Jahre“ (5. Juni, Pfingstsonntag)
■ Tour de Flur (12. Juni)
■ Mittsommernachtsparty (18. Juni)
■ Großes Festwochenende (24. bis 26. Juni)
■ Beginn des Schützenfestes (5. August)
■ Historische Modenschau, Sonderschau in der Heimatstube (Sommer 2022)
■ Maschinenschau „früher und heute“ (3. September)
■ Erntedankfest (im Oktober)
Lebendiger Adventskalender (im Dezember)
Montag, 27. September 2021
Vöhrum. Bruchgefährdete Bäume plant die Stadt am Neubaugebiet „Knickfeld“ zu fällen. Davon betroffen sind vier Weidebäume in unmittelbarer Nähe der neuen Wohnhäuser, wie die Stadt mitteilt. Sieben weitere Bäume sollen in etwa fünf bis acht Metern Höhe gekappt werden. Auch diese seien bruchgefährdet.
Ziel der Maßnahmen sei, möglichen Gefahren vorzubeugen. „Die Weidenbäume wurden vermutlich in ihrer Jugendphase regelmäßig gekappt. Nachdem die Bewirtschaftung des Grundstücks aufgegeben wurde, sind die Bäume durchgetrieben und haben dabei eine Höhe von teilweise bis zu achtzehn Metern erreicht“, so Stadtsprecherin Petra Neumann.
Da diese Bäume altersbedingt bruchgefährdet seien, erfolge jetzt ein erneutes Einkürzen. Vor Beginn der Arbeiten werde mit einer Hubarbeitsbühne noch einmal sorgfältig geprüft, ob artenschutzrechtliche Belange, wie beispielsweise Nester oder Quartiere von Fledermäusen, betroffen seien. Die Kappung der Weiden erfolge auf einer Höhe von fünf bis acht Metern, um vorhandene Habitatstrukturen zu erhalten.
Das anfallende Stammholz und die Äste bleiben vor Ort liegen und sollen so dem Nährstoffkreislauf wieder zugeführt werden und geschützten Arten zusätzlichen Lebensraum bieten. „Die Weiden werden dann im nächsten Jahr wieder austreiben“, teilt die Stadt mit.
Samstag, 25. September 2021
Kriminelle brechen
Autos auf
Vöhrum. Kriminelle haben in der Nacht zu Freitag im Peiner Stadtteil Vöhrum im Bereich Hainwaldweg, Zum Eichholz insgesamt fünf Autos aufgebrochen.
Polizeisprecher Malte Jansen sagt: „Auf bislang unbekannte Weise haben die Täter die verschlossen abgestellten Autos der Marken Volkswagen und Audi gewaltsam geöffnet und verschiedene Fahrzeugteile wie Navigationsgeräte aber auch Scheinwerfer professionell demontiert.“ Es seien unter anderem ein Audi Q5 sowie Caddy und Tiguan von VW aufgebrochen worden.
Die Polizei bittet Zeugen um Mithilfe und möchte wissen: Sind eventuell in den Tagen zuvor Personen bemerkt worden, die sich in den dortigen Wohngebieten umgeschaut haben? Wer hat in der Nacht Auffälliges bemerkt? Wer hat unbekannte Fahrzeuge oder Personen festgestellt? Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Hinweise können telefonisch unter (0 51 71) 99 90 gemeldet werden. Alternativ auch per Mail an af2@pk-peine.polizei.niedersachsen.de.
Dienstag, 14. September 2021
Ortsräte: Peiner Wählergemeinschaften
erreichen hervorragende Ergebnisse
In Essinghausen-Duttenstedt, Handorf und Vöhrum haben die Bündnisse sehr gut abgeschnitten – In Woltorf dominiert die SPD
Von Thomas Kröger
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In Duttenstedt haben Viele bei der Ortsratswahl für die WED gestimmt, in Vöhrum lag die Wählergemeinschaft deutlich vor der SPD, die bisher die Mehrheit hatte (siehe Grafik).foto: Kröger/grafik: votemanager
Peine. Auffällig bei den Wahl der Peiner Ortsratswahlen sind vor allem die großen Erfolge der Wählergemeinschaften in den Ortsräten. Sie konnten in Essinghausen-Duttenstedt, Handorf und Vöhrum sehr gute Ergebnisse um die 60 Prozent erzielen.
Vöhrum-Eixe-Landwehr
In Vöhrum-Eixe-Landwehr liegt die Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Vöhrum-Eixe-Landwehr“ mit 56,4 Prozent weit vorn, dann folgen die SPD mit 35,5 und die Grünen mit 8 Prozent. Im neuen Ortsrat sitzen für die Wählergemeinschaft Dr. Ingo Reinhardt, Björn Borchfeldt, Thomas Hancken, Melanie Keime und Dr. Hans-Otto Bode, für die SPD Thomas Zwiebler, Maik Meyer und Corinna Grubert sowie für die Grünen Christian Falk. Die Wahlbeteiligung: 59 Prozent. Der designierte neue Ortsbürgermeister Dr. Ingo Reinhardt freut sich über das sehr gute Ergebnis und will „frischen Wind in die Vöhrumer Politik bringen“. Wichtig ist ihm vor allem, dass die geplante Kita an der Herrenfeldstraße schnell gebaut wird.
Sonnabend, 11. September 2021
Zeitweises Hundeverbot am Eixer See? Die Wito überlegt
Beschwerden über unangeleinte Vierbeiner haben stark zugenommen – Stederdorferin bei Unfall verletzt
Von Christian Meyer
Das Foto zeigt das Hinweisschild auf den Hundestrand am Eixer See. Auf dem gesamten Gelände gilt eine Leinenpflicht. Doch an den See-Pächter wurden zahlreiche Beschwerden herangetragen, dass Hundebesitzer sich daran nicht halten.Foto: Ralf Büchler
Eixer See. Prellungen mit Bluterguss an der Hüfte, Abschürfungen an der Schulter und die Kugel des rechten Schultergelenks war zu allem Überfluss auch noch gebrochen: Die schmerzhaften Folgen ihrer letzten Begegnung mit einem nicht angeleinten Hund am Ufer des Eixer Sees hätte sich diese Stederdorferin gerne erspart. Der Unfall könnte sogar Folgen haben, was Hundebesitzer künftig noch am Eixer See dürfen und was nicht.
In der Abendsonne hatte die 72-Jährige eigentlich mit ihrem Mann wie so oft nur eine Runde im See schwimmen wollen – doch dazu kam es nicht mehr. Denn als ein mittelgroßer Hund sie ansprang, verlor die Frau das Gleichgewicht und stürzte so unglücklich, „dass ich mit voller Wucht lang auf meine rechte Seite zu Boden fiel, ohne mich abfangen zu können“.
Nach einer schmerzhaften Nacht folgte in der Unfall-Ambulanz des Peiner Klinikums am nächsten Tag die bittere Diagnose: Der rechte Oberarm-Kopf ist gebrochen, mit einem Spezial-Verband musste die Schulter der Stederdorferin, die anonym bleiben möchte, ruhig gestellt werden. „Der Hund lief frei herum, ich habe jedoch eine Verletzung mit körperlicher Behinderung, die mich mindestens sieben Wochen einschränkt“, stellte sie verärgert fest.
Die Verärgerung kann Mercan Aslanidis gut nachvollziehen. Sie ist Mitarbeiterin der Peiner Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft (Wito), die Pächter des Eixer Sees ist, und betreut als Ansprechpartnerin Anliegen rund um den Baggersee. „Der Vorfall ist bedauerlich. Wir haben leider mittlerweile jeden Tag Beschwerden von Gästen über freilaufende Hunde. Deshalb sind wir tatsächlich am Überlegen, ob es in Sachen Hunde eine Änderung geben muss“, bedauert Aslanidis.
Konflikte zwischen Hundebesitzern und Badegästen sowie Beschwerden über freilaufende Hunde habe es in der Vergangenheit zwar immer wieder mal gegeben. „Doch seit dem vergangenen Jahr hat es deutlich zugenommen. Wir haben so viele Beschwerden wie noch nie“, berichtet die Wito-Mitarbeiterin. Einen Grund vermutet sie darin, dass in der Corona-Krise viele Menschen den Eixer See für Spaziergänge und Badeausflüge mit und ohne Hund genutzt haben.
Dabei sind die Regeln am Eixer See klar, mehrere Schilder weisen darauf hin, was erlaubt ist und was nicht. Hunde müssen zum Beispiel das gesamte Jahr über an der Leine geführt werden. Ins Wasser gehen dürfen die Vierbeiner nur am extra dafür ausgewiesenen Hundestrand – und auch dort ausschließlich angeleint. Ein Angebot, das geschätzt wird und in der Region nicht häufig zu finden ist. „Doch leider halten sich immer wieder Hundebesitzer nicht an die Regeln. Sogar am Kinder-Spielplatz am Hauptstrand werden Hunde frei laufen gelassen“, moniert Aslanidis.
Die vielen Beschwerden und der Unfall als Spitze des Eisbergs hätten dazu geführt, „dass wir uns Gedanken machen müssen, wie wir die Problematik lösen und ob wir die Reißleine ziehen müssen“.
Das könnte zum Beispiel ein zeitweise komplettes Hundeverbot am Eixer See sein, beschränkt auf die Badesaison zwischen Mai und September. Städte wie unter anderem Berlin setzen teilweise auf so ein zeitweises Hundeverbot an Badeseen.
In Monaten, in denen es am Wasser ohnehin voll und eng ist, müssen Hundebesitzer dann auf Feld- und Waldwege ausweichen. Entschieden sei in Peine aber noch nichts, betont Aslanidis. „Uns ist bewusst, dass sich diese Problematik schwierig gestaltet, wir sind bemüht, eine Lösung zu finden. Aber grundsätzlich erwarten wir rücksichtsvolles Verhalten – von Hundebesitzern und Badegästen gleichermaßen“, betonte sie.
Die Seniorin aus Stederdorf hofft, dass sie künftig nur noch auf einsichtige Hundebesitzer trifft, die sich alle an die Regeln halten. Immerhin: Der Besitzer des am Unfall beteiligten Hundes habe sich sehr besorgt gezeigt und der 72-Jährigen sofort beim Aufsetzen geholfen und seine Hundehaftpflichtversicherung eingeschaltet.
Donnerstag, 9. September 2021
Pelikan: Immobilienverkauf in Falkensee bringt Zuversicht in Peine
Firma: Restrukturierung mit merklichen Einschnitten ist unvermeidlich, um Wirtschaftlichkeit wieder herzustellen
Von Kerstin Wosnitza
Vertreter der CDU informierten sich bei Rainer Niermann (l.), Harald Schmidt (3.v.l.) und Walter Dettmer (4.v.r.) über die Situation bei Pelikan in Vöhrum. Foto: Ralf Büchler
Vöhrum. Das Pelikan-Werk in Vöhrum ist in die Schlagzeilen geraten, weil es bei der Zahlung von Löhnen und Weihnachtsgeld Verzögerungen gab. Inzwischen haben die Mitarbeiter des Schreibwarenherstellers ihr Geld vollständig und mit Zinsen erhalten und blicken gemeinsam mit der Werkleitung recht zuversichtlich in die Zukunft: Ein Teil aus dem anstehenden Verkauf einer großen Immobilie in Falkensee bei Berlin, die dem Konzern gehört, soll nach Peine fließen. Damit soll eine Restrukturierung zum Erhalt des Werks finanziert werden und damit das gemeinsame Ziel von Belegschaft und Werkleitung realisierbar machen. Über den Stand der Dinge informiert haben sich jetzt vor Ort Vertreter und Kandidaten der CDU. Klare Entscheidungen gebe es noch nicht, doch der Betriebsratsvorsitzende Walter Dettmer geht von einer Personalanpassung – de facto einem Personalabbau – aus. „Möglicherweise müssen wir uns von bestimmten Produkten verabschieden, die nicht so erfolgreich sind“, ergänzt der Technische Werkleiter Harald Schmidt. Auf jeden Fall werde es merkliche Einschnitte geben, doch man sei sehr optimistisch, dass der Standort erhalten werden kann. „Was kann die Politik tun?“, fragte der CDU-Landtagsabgeordnete Christoph Plett, der betonte, dass Peine stolz darauf sei, dass Produkte der Weltmarke Pelikan in Vöhrum gefertigt werden. Er werde Ideen gern aufnehmen, kanalisieren und weitertragen und den Weg begleiten, könne aber keine Versprechungen machen und wolle keine unberechtigten Erwartungen wecken. „Eine Landesbürgschaft wäre hervorragend, und auch bei der Investorensuche wäre Unterstützung sicher hilfreich“, sagt der Kaufmännische Werkleiter, Rainer Niermann. Möglicherweise würden Änderungen bei der künftigen Geländenutzung nötig, da wäre eine zügige planungsrechtliche Unterstützung willkommen. „Sollte ich Bürgermeister werden, wäre ich für unbürokratische Lösungen offen“, signalisierte Bürgermeisterkandidat Jan-Philipp Schönaich.
Ebenfalls beim Gespräch anwesend waren die Landrats-Kandidatin Banafsheh Nourkhiz, der Vöhrumer Bürgermeister-Kandidat Dr. Ingo Reinhardt und der Gifhorner Landrats-Kandidat Uwe Schäfer. Vereinbart wurde, weiterhin im Austausch zu bleiben.
Die Immobilie in Falkensee gelangte 2010 im Rahmen des Erwerbs der Herlitz AG in den Besitz der Pelikan Group, ist einem Artikel der Internet-Wirtschaftsplattform Bossticker vom 13. Juli 2021 zu entnehmen. Es handelt sich um ein Logistikzentrum mit sieben Stockwerken, etwa 109 000 Quadratmeter Büro-, Produktions- und Lagerfläche. Der Standort in Falkensee umfasst etwa 135 000 Quadratmeter Nutzfläche, ein vollautomatisches Hochregallager mit 49 000 Palettenplätzen, ein vollautomatisches Kistenlager, 59 Laderampen für den Warenein- und -ausgang und vieles mehr. Verkauft werden soll es für 81 Millionen Euro an die in den USA ansässige Hillwood Group, eine Investmentgruppe für Industrie-, Gewerbe- und Wohnimmobilien, die auch Niederlassungen in Großbritannien, Deutschland und Polen betreibt.
Die Pelikan Group plant, das Logistikzentrum mindestens für die kommenden fünf Jahre für einen jährlichen Mietpreis von 4,15 Millionen Euro weiter als Mieter zu betreiben. Der Deal solle es Pelikan ermöglichen, Kapitalressourcen freizusetzen und im vierten Quartal abgeschlossen sein, wenn alles wie erwartet verläuft, heißt es.
Samstag, 4. September 2021
Vöhrum: Neue Freiluftsporthalle wird an den BBS gebaut
Die Halle ist ganzjährig nutzbar – Vereine, Freizeitsportler, Kitas und Schulen können die Arena nutzen
Überdacht, aber an den Seiten offen: So wie die BraWo-McArena in Gifhorn soll auch die Freilufthalle in Vöhrum aussehen.Foto: Preuß
Vöhrum. Darauf können sich Sportbegeisterte freuen: Auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Vöhrum wird eine Freiluftsporthalle gebaut. In der „BraWo McArena“ kann das ganze Jahr über Sport getrieben werden, auch bei Regen und Schnee. Die neue Freilufthalle soll inbesondere von Vereinen, Schulen und Kitas sowie Fitness- und Gesundheitsgruppen genutzt werden.
Das Projekt wird von der United Kids Foundation, dem Kindernetzwerk der Volksbank BraWo in Kooperation mit dem Landkreis Peine realisiert. Der Kreis stellt für die Freiluft-Halle das Grundstück zur Verfügung, Bauherr wird die BraWo McArenas GmbH Halle sein. Das teilte Kreissprecher Fabian Laaß am Freitagvormittag mit. Eine baugleiche „Brawo McArena“ wurde im vergangenen Jahr in Gifhorn errichtet. Der Bau der Halle in Peine wird voraussichtlich im Sommer kommenden Jahres abgeschlossen sein, so Meike Krenz, Geschäftsführerin der BraWo McArenas GmbH
Vereine werden die Arena in Peine insbesondere im Winter nutzen können, wenn der eigene Trainingsplatz nicht bespielbar ist oder die öffentlichen Hallen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Auch Netzsportarten wie Volleyball oder Badminton können durch die stufenlos verstellbare Netzhalterung problemlos gespielt werden, so Monika Schmidt, Geschäftsführerin der BraWo McArenas GmbH.
Die Nutzungsvereinbarung für den Bau der Halle wurde am Mittwoch von Landrat Franz Einhaus und Meike Krenz sowie Monika Schmidt unterzeichnet. „Mit dieser Freilufthalle entsteht ein weiterer Ankerpunkt, um vor allem Kinder und Jugendliche in Bewegung zu bringen. Gleichzeitig werden allen Freizeitsportlern, Vereinen aber auch Schulen und Kitas neue, vielfältige Möglichkeiten geboten“, erklärt Einhaus.
Der überdachte Sportplatz wird eine allwettertaugliche Sportanlage sein und gleichzeitig die Möglichkeit bieten, ganzjährig Sport an der frischen Luft zu treiben. Baulich wird sie aus einer offenen Stahlkonstruktion mit Satteldach bestehen. Wände wird es nicht geben, sie werden durch eine umlaufende Bande und raumhohe Ballfangnetze vollständig ersetzt. Eine moderne LED-Beleuchtung wird die Nutzung auch in der Dunkelheit ermöglichen.
Uneingeschränkte Barrierefreiheit für Menschen mit Handicap sowie die Zugangsmöglichkeit für Rettungstragen runden das Hallenkonzept ab.
Die Halle wird mit einer integrierten Lautsprecheranlage, Spielzeit- und Ergebnisanzeige und Ballgeschwindigkeitsmessung ausgestattet. Ein Audio- und Boxensystem wird mit einem Smartphone oder Tablet bedienbar sein. Die Beschallung wird dabei so ausgerichtet sein, dass sie sich auf das Innere der Freilufthalle konzentriert – die Nachbarn bleiben davon ungestört, heißt es in der Mitteilung.
„Im Kindernetzwerk der Volksbank BraWo, den United Kids Foundations, haben wir irgendwann festgestellt, dass Bewegungsfreude bei Kindern nicht nur durch einzelne Projekte und Maßnahmen, sondern auch durch eine dauerhafte, attraktive Location für Vereine und Familien gefördert wird. Und jetzt kann die Gesellschaft einen solchen Ort im Landkreis Peine anbieten“, freut sich Stefan Honrath, Leiter der BraWo-Direktion Peine. „Der diesjährige Sommer hat uns ja zu Genüge gezeigt, dass ein derartiges Angebot nicht nur in den Herbst- und Wintermonaten seinen Reiz hat. Drinnen draußen sein – so lässt sich das Prinzip der Freilufthalle wohl am besten beschreiben“.
So ist die
Freilufthalle buchbar
Zeiten für die McArena sind täglich zwischen 8 und 22 Uhr online buchbar. Unter brawo-mcarenas.de können Vereine, Kitas, Schulen und auch Freizeitsportler Termine jeweils zur vollen oder zur halben Stunde buchen. Private Nutzer zahlen wochentags (Montag bis Freitag) 29,90 Euro pro Stunde und am Wochenende 39,90 Euro pro Stunde. Für Vereine kostet eine Stunde am Wochentag 19,90 Euro pro, sowie am Samstag und Sonntag 29,90 Euro pro Stunde. Auch ein Abo-Abschluss ist möglich. Eine Buchung kann bis 48 Stunden vor Beginn der gebuchten Zeit kostenfrei storniert werden.
Freitag, 3. September 2021
Umweltministerin besucht IGS und Ökogarten: Thema Nachhaltigkeit
Svenja Schulze informierte sich über neue Konzepte – Mensa und Technik-Unterricht waren Stationen
Von Dennis Nobbe
Hoher Besuch: Umweltministerin Svenja Schulze und Arbeitsminister Hubertus Heil (vorne rechts) machten einen Rundgang durch den Tier- und Ökogarten in Vöhrum.Foto: Dennis Nobbe
Vöhrum. Besuch aus Berlin in Vöhrum: Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat sich am Donnerstag einen umfassenden Einblick von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Peine und dem angrenzenden Ökogarten verschafft. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit.
Los ging der Rundgang am Tier- und Ökogarten, ehrenamtlich geleitet wird dieser von Betina Gube. Zusammen mit IGS-Fachbereichsleiterin Dagmar-Schatz-Rudolph erklärte sie den Gästen – darunter auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) –, welche Rolle das Thema Umwelt auch im Schulalltag spiele. „Der Ökogarten fördert bei den Schülern den Respekt vor den Arten“, so Schatz-Rudolph. Die Schüler berichteten von ihren Erfahrungen und darüber, was sie schon alles im Ökogarten gelernt haben.
Bis zu 30 000 Besucher würden jährlich in den Ökogarten kommen – hauptsächlich Schüler, aber auch Erwachsene, erklärte Betina Gube. Geboten bekommen die Gäste eine große Vielzahl an verschiedenen Pflanzen- und Tierarten, darunter Ponys, Kaninchen, Meerschweinchen Schlangen und Spinnen. Schulze zeigte sich beeindruckt: „Es ist wirklich toll, wie hier junge Leute mit der Natur in Kontakt gebracht werden.“ Die Ministerin lobte nicht nur das Engagement des Ökogarten-Teams, sondern auch das der IGS.
Weiter ging es in der Mensa der Integrierten Gesamtschule: Hier steht jeden Tag unter der Woche eine Versorgung der Schüler mit gesundem Essen auf dem Plan. Dafür arbeitet die IGS mit der Sprössling GmbH zusammen, die sich um die Verpflegung für die Schülerinnen und Schüler kümmert. Mahlzeiten aus nachhaltigem Anbau, regional produziert, hat sich das Tochterunternehmen der evangelischen Stiftung Neuerkerode auf die Fahne geschrieben.
„Wir hatten bei uns die erste verlässliche Mensa mit Mittagsangebot im Kreis Peine“, betonte IGS-Leiterin Ulla Pleye. Der Weg dorthin sei steinig gewesen, „aber wir haben es geschafft“. Rund 500 Essen würden täglich zwischen 13 und 14 Uhr ausgegeben, alle in der Aula, die auch als Mensa genutzt wird. Dafür vorgesehen gewesen sei dieser Bereich der Schule ursprünglich nicht, weshalb sich die Essensausgabe als schwierig gestalte. Daher sei ein Umbau dringend nötig, so Pleye.
Letzte Station für die Besucher war der Wahlpflichtkurs Technik der IGS: Hier zeigten Schüler, wie sie eine sogenannte „CoolZeLa“ zusammensetzen. Das Gerät in Form einer Eule misst nicht nur die CO2-Konzentration in einem Raum, sondern auch den Lautstärkepegel. Zum Einsatz kommen in Vöhrum gebaute „CoolZeLas“ an mehreren Schulen. „Es ist eine ganz tolle Sache, die ihr hier macht“, lobte Heil die Schüler. Sie würden etwas fürs Leben lernen und dabei vielleicht auch schon eine berufliche Perspektive entwickeln.
Beachfestival am Eixer See: Es wird auf einer nagelneuen Bühne gerockt
Vorverkauf für Konzert-Dreierpack am Samstag läuft gut – Wetterbericht sagt Sonne voraus
Von Christian Meyer
Eine 3,5-Tonnen schwere Bühne, die sich auf Knopfdruck und dank Hydraulik „entfaltet“: Jona Friedrich (von links), Thore Lindemann und Amadeus Buchberger begannen Donnerstag mit dem Aufbau für das Beachfestival am Eixer See.Fotos: Ralf Büchler
Eixe. 14 Meter breit ist sie, am höchsten Punkt misst sie 6,30 Meter und wenn alle Boxen installiert sind, dann kann Musik mit einer Spitzenleistung von 79 600 Watt ertönen: Die Rundbogen-Konzertbühne für das Beachfestival am Eixer See ist da. Donnerstagabend begannen die Aufbauarbeiten für den besonderen Open-Air-Tag an dem am Samstag Blasmusik und Partyhits ebenso erklingen werden wie krachende AC/DC-Hymnen und Deutsch-Rock.
Nicht nur das Beachfestival feiert Premiere, auch die Konzert-Bühne hat ihren ersten Einsatz. „2019 hatte ich sie bestellt. Im Frühjahr 2020 war sie fertig – doch dann kam Corona“, merkt der Hohenhamelner Veranstalter Thore Lindemann an. Mit acht Helfern wird er die 3,5 Tonnen schwere Bühne aufbauen. Das Kniffligste dabei: Laster und Hänger durften sich nicht im feinen Strand des Eixer Sees festfahren. Am Weststrand wird der Konzert-Dreierpack nämlich steigen. Die Besucher können in Baderingen im Wasser und in Liegestühlen am Ufer die Bands verfolgen. Auch eigene Badeinseln können die Gäste gerne mitbringen. „Zusätzlich werden wir noch Bierzelt-Garnituren aufstellen. Das passt ja auch gut zu den ,Bayern-Stürmern’“, sagt Thore Lindemann. Die Party-Blaskapelle, die bekannt für verrückte Show-Einlagen ist, aber auch mal Kinderlieder auspackt, eröffnet um 11.30 Uhr den Konzerttag (Einlass: 10.30 Uhr).
Krachenden Rock gibt es von 15 bis 16 Uhr. Schnell, laut, Reibeisen-Stimme: Die AC/DC-Coverband „Hellfire“ aus Hildesheim lässt Gitarren, Bass, Schlagzeug und Hits wie „Hells Bells“ erklingen. Die Band hat sogar einen eigenen Fanclub. Von 18 bis 19 Uhr gehört die Bühne einer lokalen Band: „Die Egoisten“ spielen Deutsch-Rock. Mit dem Vorverkauf ist Thore Lindemann sehr zufrieden, mehrere hundert Karten seien bereits weg. „Ich könnte mir vorstellen, dass das Konzert von ,Hellfire’ sogar ausverkauft sein wird“, sagt er. Pro Konzert dürfen laut Hygienekonzept 500 Besucher kommen.
Mit Freude und Erleichterung blickt Lindemann auf die guten Wetter-Aussichten für Samstag. Sonne und 20 Grad sind vorhergesagt. „Viel besser kann man sich das ja im September ja kaum wünschen“, sagt der Veranstalter. Interessierte erhalten Tickets weiterhin noch entweder am „Eixer Haus am See“ oder im Internet unter www.tbl-music.de/rockbeet. Sie kosten zwar fünf Euro, doch dieses Geld gilt als Verzehrgutschein für Getränke und Imbisse vor Ort.
Beim Eintritt muss belegt werden, dass der Besucher geimpft, genesen oder auf eine Corona-Infektion getestet ist, die sogenannte 3-G-Regel. „Wir haben auch ein Testzelt im Eingangsbereich. Der Test sollte bitte gleich beim Ticketkauf mitgebucht werden“, merkt Veranstalter Thore Lindemann jedoch an. Ausgenommen von der 3-G-Regelung seien Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen eines verbindlichen schulischen Testkonzepts regelmäßig getestet werden.
Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz ist auf dem gesamten Gelände verpflichtend. Ausnahme: Die Gäste haben ihren Sitzplatz eingenommen. Und der ist beim Rockbeet-Beachfestival ein ganz besonderer: Konzerte auf der Bühne am Strand und die Gäste mit Badering im Wasser und im Liegestuhl am Ufer – mit diesem kreativen Konzept hatten sich Thore Lindemann und der Landkreis Peine, um eine Förderung von der Bundeskultur-Stiftung beworben – und bekamen den Zuschlag.
Mittwoch, 1. September 2021
Handgemachter Folk am
Eixer See
Eixe. Live-Musik mit See-Kulisse: Die Owl Town Irish & Scottish Session trifft sich am Freitag, 3. September, ab 19 Uhr am „Eixer Haus am See“, Sundernweg 41 in Peine, um die Gäste mit handgemachter, authentischer Folkmusik zu unterhalten. Es ist eine Session und kein Konzert. Mit Instrumenten wie etwa irischem Dudelsack, Gitarren, Fiddles oder Harfe werden Instrumentals und Songs aus Irland und Schottland gespielt.
Mitspieler und Zuhörer sind willkommen. Der Eintritt ist frei, aber um eine Spende für die Musikerinnen und Musiker wird gebeten. Es gelten die an dem Tag gültigen Corona-Regeln.
