Zeitungsartikel PAZ Juli 2019

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Peiner Allgemeine Zeitung, PAZ, Juli 2019


Mittwoch, 31. Juli 2019

Besuchersonntag im Ökogarten

Vöhrum. Betina Gube vom Vöhrumer Ökogarten lädt zum Besuchersonntag am 4. August ein. Von 10 bis 16 Uhr können Ponys gestreichelt, Meerschweinchen und Kaninchen gefüttert, sowie Vogelspinnen angeschaut werden. „Die Vogelspinnen stehen nur im Aquarienraum, in dem auch ein Vortrag von Peter Refke statt findet“, sagt Gube und fügt hinzu: „Wer diese Tiere nicht mag, kann den Ökogarten mit seinen Tieren sowie den Bastel- und Suchaktionen natürlich auch ‚spinnenfrei’ genießen.“ Für den kleinen und großen Hunger gibt es wie immer Kaffee, Kuchen, Salate und Grillwürstchen.

Freitag, 26. Juli 2019

Erlebnistreff für Alleinerziehende

Vöhrum. Als Ausgleich für die Lebens- und Erziehungsform ‚alleinerziehend’ bietet das Lokale Bündnis für Familie am Samstag dem 28. September von 15 bis 18 Uhr einen Erlebnisnachmittag im Tier- und Ökogarten in der Herrenfeldstraße in Peine-Vöhrum an. Begleitet wird das Treffen von zwei ehrenamtlichen, ebenfalls alleinerziehenden Familienlotsen. Es wird eine kindgerechte Führung durch den Tier- und Ökogarten angeboten, damit Kinder Natur erleben können. Bei dem kostenfreien Treffen stehen der Austausch mit anderen getrennt erziehenden Eltern, das Verstehen und Verstanden werden sowie die erlebnisreiche Zeit mit den Kindern im Mittelpunkt. Mitzubringen sind daher wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und Verpflegung. Alle Teilnehmenden haben die Aufsichtspflicht für ihre Kinder; es gibt keine Kinderbetreuung. Aufgrund begrenzter Platzzahl nur mit Anmeldung bis zum 10. September bei Yvonne Blöcker Telefon (05171) 401 300 62 oder bei Madlen Kestner Telefon (05171) 401 300 61.

Spende für Erste-Hilfe-AG

Vöhrum. Über eine Spende von 600 Euro freut sich die Hainwaldschule Vöhrum. Die Arbeit, die Meike Riedel (Mtte) mit den Erste-Hilfe-Arbeitsgemeinschaften seit längerer Zeit leistet, werde damit vom DRK-Ortsverein Vöhrum anerkannt und unterstützt, sagt Iris Bleil vom DRK. Schulleiterin Susanne Jegenhorst (hier mit einem Ersthelferrucksack) bedankte sich für diese Unterstützung.

Dienstag, 23. Juli 2019

Vöhrum: Im Ökogarten ist jeden Tag Ferienprogramm

Indianertag, Keschern, Hexenküche und „Spiel ohne Grenzen“ – Es gibt noch freie Plätze

VON JAN TIEMANN

Pony „Nuri“ am Indianertag mit besonderer Bemalung. Foto: privat

Vöhrum. Die großen Sommerferien sind fast zur Hälfte rum – das ist aber kein Grund Trübsal zu blasen, denn es gibt noch viele interessante und spannende Abenteuer zu erleben.

So ist auch im Tier- und Ökogarten in Vöhrum in den Ferien mächtig was los. „Das Ferienprogramm läuft jeden Tag, es gibt noch freie Plätze, meldet Euch an“, wirbt Tier- und Ökogartenleiterin Betina Gube.

Der Indianertag verlief zum Beispiel nicht nur für die Ponys kunterbunt. Die Ferienkinder trugen auch ihre besonderen Farben, hatten Stirnbänder mit Federn gewerkelt und erlebten einen abwechslungsreichen Vormittag als „Kleiner Schmetterling“ oder „Bunter Adler“. Zweimal findet der Indianertag noch statt.

Doch auch sonst gibt es tolle Angebote. Beim Keschern im Ökogartenteich findet die Teilnehmer nicht nur kleine Molche und Frösche. In der Hexenküche lernt man Kräuter kennen, stellt leckere Speisen her und genießt sie.

Beim „Spiel ohne Grenzen“ gibt es sommerliche Wasserspiele oder die „vergessenen Spiele“ wie Gummitwist, Huckkasten und andere. „Auch unsere Reptilien warten auf Euch und die Tiere, die im Boden leben, wollen entdeckt werden“, berichtet Gube.

Anmeldungen sind unter (01 62) 9 20 07 18 oder per E-Mail an oekogarten@gmx.net möglich. Das gesamte Programm ist auf der Internetseite unter www.oekogarten-peine.de zu finden.

Radtour und Traditionsessen

Peine/Vöhrum. Die diesjährige Fahrradtour der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Josef Vöhrum führte über Berkum, Rosenthal und Schwicheldt. Traditionell schließt die KAB ihr Programm des ersten Halbjahres mit einem zünftigen Essen nach einer Fahrradtour ab. Organisator Peter Kunz hatte allen Grund zur Freude, war doch die Beteiligung von 80 Mitgliedern und Freunden des KAB ein neuer Rekord. Trotzdem waren alle auch etwas traurig, denn dieses Jahr gab das langjährige Wirtspaar seinen Ausstand: Nach 16 Jahren vorzüglicher Bewirtung dankte der KAB „seinen“ Wirtsleuten mit einem großen Blumenstrauß und macht sich nun Gedanken, wo das Traditionsessen 2020 stattfinden wird.

Mittwoch, 17. Juli 2019

Dorfflohmarkt in Vöhrum

Vöhrum. Am Sonntag,

1. September findet in Vöhrum bereits zum vierten Mal ein Dorfflohmarkt statt. Laut den Veranstaltern ist dieser einer der größten nichtkommerziellen Hof- und Garagenflohmärkte der Region. Entsprechend groß ist die Nachfrage. Obwohl der Anmeldeschluss auf den 1. August terminiert ist, seien fast alle der bislang 300 verteilten Anmeldebögen schon vergriffen, weitere werden ausgelegt. Auch über www.voehrum.de oder über Facebook sei eine Anmeldung möglich, so Olaf Brokate vom Organisationsteam. Nach jetzigem Stand werde es weit über 200 Verkaufswillige geben. Erstmals dabei ist die Vöhrumer Frauengesellschaft, die speziell für die jüngsten Besucher Angebote von süßen Leckereien, Spielen und Kinderschminken an ihrem Stand im Papenbusch bereit halten wird. Ein Grill- und Getränkestand der Schützengilde und der Kaffee- und Kuchenstand des Heimat- und Kulturvereins sorgen für das Wohl.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Bürgerbücherei in Vöhrum

Vöhrum. Die Bürgerbücherei in Vöhrum hat jeden Dienstag – auch in den Schulferien – von 16.30 bis 18 Uhr geöffnet. Ehrenamtliche Helfer informieren im Bürgerhaus „Alte Pfarrei“, Kirchvordener Straße 34, über ein reichhaltiges Büchersortiment.

Freitag, 5. Juli 2019

Stadt sperrt Kita-Außengelände wegen Rußrindenkrankheit

Vöhrumer Kindertagesstätte „Löwenzahn“: Befallene Ahornbäume werden wegen gefährlicher Sporen gefällt

Vöhrum. Gesperrt: Auf dem Außengelände der städtischen Kindertagesstätte „Löwenzahn“ am Hainwaldweg in Vöhrum wurden Ahornbäume mit der sogenannten Rußrindenkrankheit infiziert. Die Sporen der Pilze können bei Menschen Atemwegsprobleme auslösen.

Geplant ist laut der Peiner Stadtsprecherin Petra Neumann, die anfälligen Bergahorne auf dem Kita-Gelände am Freitag zu fällen. Sie sagte auf PAZ-Anfrage: „Eine Spezialfirma ist bereits mit der Fällung beauftragt. Die Arbeit an den infizierten Ahornbäumen wird von Fachleuten mit Schutzausrüstung durchgeführt. Die mit dem Pilz befallenen Stammstücke werden dann in Folie eingewickelt und in die Stadtgärtnerei gebracht. Von dort aus bringt man das Holz zur Deponie Stedum, wo es verbrannt wird.“

Die Rußrindenkrankheit bedrohe eine wichtige heimische Baumart, den Ahorn. Drei Arten seien bei uns bekannt: der Spitz-Ahorn, der Feld-Ahorn und der Berg-Ahorn. Gerade der Berg-Ahorn sei von der Rußrindenkrankheit betroffen, die für den Menschen gefährlich werden könne. Ausgelöst durch den Pilz Cryptomstroma corticale, einem Schwächeparasiten, führe die Krankheit über Jahre langsam zum Baumsterben.

Neumann betont: „Im letzten Stadium der Pilzinfektion ist auch für den Menschen Vorsicht geboten, denn die Sporen verteilen sich in der Luft und können Atemwegsprobleme verursachen. Die eingeatmeten Sporen haben eine sensibilisierende Wirkung auf die Lunge. Intensiver Kontakt kann zu einer Entzündung der Lungenbläschen führen. Symptome sind Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost.“

Man sollte sich daher nicht in der Nähe der betroffenen Ahorn-Bäume aufhalten. Die Eltern der Kita-Kinder habe das Amt für Bildung und Kultur über die Sperrung schriftlich informiert.

Die auf dem Kita-Außengelände befindlichen Feldahorne und Spitzahorne seien nicht befallen und würden stehen bleiben. „Die Gefährdung ist nach Einschätzung eines Revierförsters, der hinzugezogen wurde, als gering einzustufen“, erklärte die Sprecherin.

Ökogarten steht im Zeichen der Schildkröten

Vöhrum. Ganz im Zeichen der Schildkröten steht das erste Ferienwochenende im Tier- und Ökogarten Peine. Schon zum dritten Mal veranstaltet der Schildkrötentreff Hannover am morgigen Samstag den Norddeutschen Schildkrötentag. Unter dem Motto Sehen, Hören, Staunen startet ab 10.15 Uhr ein Vortragsprogramm. Parallel zum Vortragsprogramm, das von Sara Cinquoncie moderiert wird, können die Besucher an mehreren Verkaufsständen Bücher, Futter- und Gehegepflanzen, Samen, Frühbeete sowie weiteres Zubehör erwerben. Ein weiterer Höhepunkt ist eine große Tombola mit tollen Preisen. Nach der Ziehung der Gewinnlose endet die Veranstaltung mit dem Grillen am Lagerfeuer. Die Veranstalter erwarten knapp 100 Schildkrötenfreunde aus ganz Deutschland und aus Österreich. Der Eintritt zur Tagung beträgt acht Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen nichts. Am Sonntag, 7. Juli, findet von 10 bis 16 Uhr der Besuchersonntag im Tier- und Ökogarten statt. Dabei gibt es weitere Informationen rund um das Thema Schildkröten.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Vöhrum: Vier Tierärzte kämpfen um das Leben des Mini-Shettys „Nuri“

„Füttern verboten“: Trotz Hinweisschildern wurden dem Tier kleine Äpfel gegeben – einer blieb im Halse stecken

VON JAN TIEMANN

Vöhrum. Falsch verstandene Tierliebe kann tödlich sein: Dem Mini-Shetty „Nuri“ im Tier- und Ökogarten der IGS sind kleine, grüne Äpfel gegeben worden, die vor der Weide lagen – einer ist ihm im Halse stecken geblieben (PAZ berichtete). Die Folge: Ökogartenleiterin Betina Gube musste mit Auto und Anhänger zur Pferdeklinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover fahren, wo der 15-jährige Wallach als Notfall aufgenommen wurde. „Vier Tierärzte kämpften zwei Stunden um sein Leben“, erzählt Gube.

Der Apfel verstopfte den Schlund von „Nuri“ – und er konnte kein Futter und Wasser mehr zu sich nehmen. Über einen Schlauch durch die Nüstern des Tieres musste der Fremdkörper entfernt werden. Durch das Einatmen von Speichel und Futter hatte sich Flüssigkeit in der Lunge gebildet – und seine Blutwerte waren wegen der Entzündung sehr schlecht.

„Die Ärzte gaben ihm eine Überlebenschance von 20 Prozent“, erzählt Gube. Doch der kleine Kerl hat es geschafft und kam nach ein paar Tagen in der Klinik wieder in den Tier-und Ökogarten, wo er sich erholt, aber noch immer Medizin einnehmen muss. Am Besuchersonntag kann „Nuri“ aber wieder gestreichelt und geputzt werden.

1500 Euro hat die Behandlung gekostet. „Wenn der Verein zur Förderung des Regionalen Umweltbildungszentrums Tier- und Ökogarten Peine nicht einspringen kann, dann werde ich sie übernehmen“, erklärt Gube. „Denn, es sind alles meine Tiere im Ökogarten.“ Es gebe zwar eine Haftpflichtversicherung, aber bei mehr als 100 Tieren sei an eine Krankenversicherung nicht zu denken.

Das verbotene Füttern von Tieren kommt im Ökogarten immer wieder vor, auch wenn zum ersten Mal ein Pony betroffen war. In der vergangenen Woche seien wieder Kaninchen mit Efeu gefüttert worden. „Bauchschmerzen und blutiger Durchfall waren die Folge, ein Tier ist gestorben“, schildert Gube. In den vergangenen Jahren seien vier Schafe gestorben. Wenn die Tiere mit frischem Brot gefüttert werden, können sie schmerzhafte Koliken bekommen. Gube appelliert an die Ökogartenbesucher, die Hinweisschilder „Füttern verboten!“ unbedingt zu beachten. „Ich kann das ja nachvollziehen, die Tiere kommen, fressen, freuen sich und man meint, etwas Gutes zu tun. Aber das Gegenteil ist der Fall. Menschen, die tierlieb sind, müssen das doch verstehen.“

Förderverein des Ökogartens

Zweck und Ziel des Fördervereins des Ökogartens ist es, das Schulleben der Kinder zu bereichern und zu unterstützen. Zur Verwirklichung dieses Zwecks und der zahlreichen Projekte ist der Verein auf Hilfe angewiesen. Spenden sind wie folgt möglich: Förderverein Ökogarten, Kreissparkasse Peine, IBAN: DE55 2525 0001 0083 2109 97, BIC: NOLADE21PEI. Der Förderverein des Ökogartens ist als gemeinnützig anerkannt. Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden. Es muss nicht immer Geld sein. Auch mit Sachspenden kann der Tier- und Ökogarten unterstützt werden. Möglich sind Pflanzen: Stauden, große Kübelpflanzen, Zwiebeln (Frühblüher), Baumwurzeln. Steine: Kalksandsteine, Pflastersteine, Platten, Sand, Kies, alte Tondachziegel. Tierfutter: Heu, Stroh, Vogel- und Nagetierfutter. Vor einer Sachspende bitte Kontakt zum Ökogarten unter der Telefonnummer 0162/9200718 (mit Anrufbeantworter) oder an info@oekogarten-peine.de per E-Mail aufnehmen.

Dienstag, 2. Juli 2019

Ökogarten: Tiere nicht füttern

Folgen des unüberlegten Fütterns sind oft schmerzlich und lebensgefährlich

Vöhrum. „Füttern verboten!“ Diese Schilder stehen nicht ohne Grund an Weiden und Käfigen im Tier- und Ökogarten in Vöhrum.

In der vergangenen Woche seien dort wieder Kaninchen mit Efeu gefüttert worden. „Bauchschmerzen und blutiger Durchfall waren die Folge des ,leckeren’ Futters. Sicher keine Absicht beim unüberlegten Füttern, aber die schmerzhaften Folgen tragen die Tiere und die Besitzer“, erklärt Leiterin Betina Gube.

Dem Minishetti „Nuri“ sind kleine grüne Äpfel angeboten worden und einer ist ihm im Hals stecken geblieben. „Bei dieser Schlundverstopfung sind eine weitere Futter- und Wasseraufnahme unmöglich“, schildert Gube. Die Folgen für das Tier: Angst zu ersticken und bei der aktuellen Hitze droht ein Kreislaufzusammenbruch.

Nuri sei gerettet worden, aber der Einsatz von mehreren Tierärzten, auch in der Pferdeklinik der Tierärztlichen Hochschule Hannover, war dazu nötig. „Durch das Einatmen von Speichel und Futterresten hatte sich der kleine Kerl auch noch eine starke Lungenentzündung zugezogen“, berichtet Gube.

„Obwohl ihm nur geringe Überlebenschancen vorhergesagt waren, hat er es geschafft, aber er musste einige Tage in der Klinik bleiben und viele Tage eklige Medizin schlucken. Also bitte liebe wirkliche Tierfreunde, beachtet die Hinweise: Füttern verboten“, appelliert Gube.